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Das Rote Vögelchen -- Dolchfurt / Schwertküste / Faerûn / Toril

Dieses Thema im Forum "Tavernenspiele" wurde erstellt von Rhizom, 13 Oktober 2018 um 16:16 Uhr.

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  1. Rhizom

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    Nicht weit von der Schwertküste, den Fluss Delimbiyr entlang, befindet sich die Stadt Dolchfurt. Betritt man sie durch das Karavanentor, und hält sich links, nach Norden an der Stadtmauer entlang, folgt dem Tannerweg vorbei an Cormaghs Schmiede, biegt vor Jerdans Schmiede (ja, die beiden konkurrierenden Schmieden sind recht nah beieinander gelegen) in die erste kleine Gasse rechts ab und hält sich ein weiteres Mal rechts, so endet man vor einer kleinen Kaschemme, auf deren altem, von der Witterung angefressenen Holzschild ein kleiner roter Singvogel abgebildet ist. Einen Namen verrät das Schild nicht, und es ist auch nicht bekannt, dass es überhaupt einen offiziellen Namen für diesen Ort gäbe, aber die Eingesessenen kennen ihn als "Das rote Vögelchen", oder kurz auch nur "das Vögelchen".

    Das Haus selbst ist nicht weiter bemerkenswert. Es steht auf einer groben Steinfassade und die oberen zwei Stockwerke sind in Fachwerk gebaut. Vor kürzerer Zeit muss der kleine Turm errichtet worden sein, der über das Dach hinausreicht, und über dessen Zinnen man über andere Dächer hinweg nach Süden bis zum Marktplatz und nach Westen und Norden sogar bis über die Stadtmauer hinweg schauen kann. Rauchende Schornsteine verraten, dass hier wohl den ganzen Tag über gekocht wird. Ein paar Zimmer für Reisende gibt es auch, aber das ist es nicht wirklich, wofür das "Vögelchen" bekannt ist.

    In der Tat ist die Kaschemme bei weniger Eingeweihten hauptsächlich dafür bekannt, dass es hier sehr große Portionen günstigen passablen Essens gibt, das der Halbling Rackel Bambelbrust mit viel Liebe kocht. Für die feinen Damen und Herren der Stadt viel zu rustikal, erfreut sich die Hausmannskost des Haarfußes doch einiger Beliebtheit beim einfacheren Volk, ebenso wie bei erschöpften Abenteurerinnen und Abenteurern, die mit wenig Geld in die Stadt kommen. Die menschliche Wirtin Hesda von Ulmenhain, eine entfernte Verwandte des Clans derer von Ulmenhain aus dem südlichen Tethyr, führt diese Kneipe schon seit Menschengedenken. Außer ihrem Namen wirkt aber nichts an ihr adelig -- Im Gegenteil ist sie eher recht ruppig und unhöflich. Im Allgemeinen wird aber von ihr gesagt, sie habe unter ihrer harten Schale einen guten Charakter.

    Hesda trifft man selten ohne ihre Freundin Smetta an, die den ganzen lieben Tag an der Theke sitzt und trinkt. Wie genau das Verhältnis der beiden ist, ist nicht weiter bekannt, aber man darf sich sicher sein, dass die recht kräftige Smetta keine Beleidigung der Wirtin unkommentiert lassen wird, und schon häufiger ist ein Gast von der schon etwas in die Tage gekommenen Dame recht unsanft an die frische Luft befördert worden. Außer den drei Erwähnten gibt es noch den Zwerg Skorgar Hammerstein, der als "Mädchen für alles" und als Bedienung arbeitet, sowie den menschlichen Borter — einen Nachnamen kennt man nicht von ihm — ein ehemaliger und abgehalfterter Barde, der seit Jahren nicht mehr singt, spielt oder tanzt, dafür aber auch bei Arbeiten aushilft, wo immer er gebraucht wird.

    Alteingesessene wissen mehr über das "rote Vögelchen", oder zumindest gibt es vielerlei unbestätigte Gerüchte. So zum Beispiel, dass im Keller, der durch eine magische Barriere gesichert ist, ein mächtiger (böser?) Zauberer gefangen gehalten wird, oder dass der Keller an die Kanalisation angrenzt und hier allerlei zwielichtige Geschäfte getätigt werden. Das verbreitetste Gerücht ist aber, dass sich weit unter dem Haus ein Weg in ein riesiges Verlies mit 13 Ebenen befinden soll, durch die noch keine Abenteurerin bis ganz nach unten durchgedrungen sein soll. Es soll aber schon vorgekommen sein, dass Abenteuerlustige die Wirtin überzeugt haben, und Einlass zur obersten Ebene des Verlieses bekamen. Nicht alle sind von ihren Erkundungen wieder zurückgekehrt, so sagt man.

    [Anfang Meta-Info]
    Dolchfall und die Schwertküste liegen auf dem Kontinent Faerûn in der Welt Toril, der Welt der Vergessenen Reiche. Die Zeit, in der wir uns befinden, ist das Jahr 1490, im Monat "Marpenoth", dem Monat des Laubfalls. Alle Informationen aus dem "Sword Coast Adventurer’s Guide" der fünften D&D-Edition sind hier kanonisch. Aber bitte macht hier keinen Besserwisserkampf auf. Es geht hier schließlich darum, in einer netten Kneipe zusammenzukommen, zu entspannen und Rollen zu spielen. … und wer weiß … vielleicht auch irgendwann zu entdecken, was in den Tiefen unterhalb des "Vögelchens" haust.
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  2. Rhizom

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    Die Tür schwingt auf und drei Gestalten betreten den Schankraum. Allen voran ein großer, dicker, alter, bärtiger Mann in einer vollständigen glänzenden Plattenrüstung, auf seinem Schild das Zeichen der Selûne. Auf seinem Rücken prangt ein riesiges Zweihandschwert, von dem man fast denkt, es würde von sich aus leuchten. Der Mann — offensichtlich ein Paladin — hält die Tür auf für die beiden anderen, die folgen: Eine junge Frau mit heller Haut und kupferroten Haaren, die von oben bis unten in dicke weiße Felle gehüllt ist, und ein Zwerg — oder Halbzwerg? — im edlen Zwirn, der einigermaßen hochnäsig wirkt. An seinem Gürtel hängt ein Morgenstern, der an der Gestalt viel zu groß wirkt.

    Der Paladin schaut in die Runde, nickt dem Personal zu und will die drei zu dem großen Waffenständer führen, an dem es sich offensichtlich gehört, seine Waffen abzulegen. Bevor er aber auch nur begonnen hat, das Rückengehänge mit seinem Schwert zu lösen, tritt schon der überhebliche Zwerg in die Mitte des Raumes, und erhebt seine Stimme:

    „Ho, ho, ho, meine Damen und Herren! Schätzt Euch glücklich, denn in diesem Moment ist Töborg in Euren Raum und in Euer Leben getreten! Töborg wird euch bringen, was Ihr wollt, so wie er es immer getan hat! Töborg bringt Euch Glück und Töborg bringt Euch Reichtum! Wendet Euch an Töborg und Euer Schicksal wird sich endlich zum Guten wenden!“

    Die Junge Frau knufft dem offensichtlich "Töborg" genannten Zwerg in die Seite und meint sehr viel leiser als dieser und nur an ihn gewandt: "Es gibt eine Zeit des Redens und eine Zeit der Stille, Goldnäßiger. Dies ist eine Zeit der Stille. Dem Vergessen sind wir gerade so entkommen, und doch zerrt es noch an uns. Nichts ist übrig von den Wölfen, nichts ist übrig von dem Tempel, nichts ist übrig von der Stadt. Wir wollen sie alle beweinen, bevor wir wieder das Eis durchbrechen und an die Oberfläche zurücktauchen."

    Der Zwerg dreht sich zu der Fellbedeckten, runzelt die Stirn, wird dann aber doch stiller. Seine Schultern fallen zusammen, und er wirkt sogleich viel kleiner und weniger raumgreifend. "Ja, ja, ja, Frau Karia, ich weiß ja, ich weiß ja. Verdammte Axt!" Und mit diesen Worten zerrt er seinen Morgenstern aus dem Gürtel und hängt ihn auf den Waffenständer. Die Karia Genannte, nachdem auch sie einen Dolch abgelegt hat, begleitet den demotivierten Zwerg zu einem Tisch, während der Paladin, der sich inzwischen auch von seinem Schwert befreit hat, sich an die Wirtin wendet:

    "Seid gegrüßt, edle Hesda" — und mit einem Nicken zu der anderen Frau, die an der Theke sitzt — "und auch Ihr, edle Smetta!" Wieder an die Wirtin gewandt, meint er: "Wir benötigen ein Zimmer für drei und wenn möglich auch eine kräftige Mahlzeit und ein Bier, wenn es Euch genehm ist. Zahlen können wir leider erst morgen, denn wir sind gerade von einer weiten und beschwerlichen Reise angekommen. Wie Ihr aber ja wisst, habe ich einige Freunde in der Stadt, die mich unterstützen, und morgen werde ich ein paar Münzen besorgen, wenn es Euch genehm ist."

    Die Wirtin lächelt den alten Mann an und nickt. "Gut Euch wiederzusehen, Herr Horizonte, es ist ja eine Weile her. Wir wussten nicht, ob Ihr das alles überlebt habt."

    Ein Schatten zieht über das Gesicht des Mannes und er presst ein "Es war knapp." zwischen den Lippen hervor. Dann begibt er sich zu dem Tisch, an den sich seine beiden Gefährtinnen bereits gesetzt haben, und wechselt ein paar leise Worte mit ihnen. Skorgar bringt ihnen Speis und Trank, begrüßt die Neuankömmlinge mit einem gegrummelten "Rhizom, alter Mann, hast Du es doch wieder geschafft? Deinen Freunden und Dir ein Willkommen!" Dann verlässt er den Tisch und es wird wieder still in der Kneipe. Nur hin und wieder hört man leichtes Gemurmel.

    [Anfang Meta-Info]
    Wenn das für Euch passt, würde ich so ein bisschen die Spielleiterfunktion für „Das Vögelchen“ übernehmen. Das Personal, Hesda, Smetta, Rackel, Skorgar und Borter würde ich als Nichtspielercharaktere führen, ebenso wie Rhizom, Karia und Töborg, die gerade angekommen sind. (Wobei Rhizom auch gleichzeitig ein bisschen ein SC ist... das bin ja irgendwie ich selbst...)

    Ihr seid herzlich eingeladen, mit Eurer Figur die Kneipe betreten und mit den NSCs oder auch untereinander zu interagieren. Ich werde mehrmals pro Woche zum Antworten kommen. Denkt bloß bitte daran, dass wir uns in einem Fantasy-Setting befinden, in dem es keine fortgeschrittene Technologie, Strom, Radio oder ähnliches gibt, und Magie auch nur so weit, wie es sie bei D&D halt gibt. Wenn ich mir etwas wünschen könnte, wäre das, dass ihr hier keine Supermänner und -frauen spielt, die mit göttlichen oder gottähnlichen Kräften hausieren gehen, sondern halbwegs normale Heldinnen und Helden, oder auch einfach den Loser von nebenan. Aber am Ende liegt das natürlich bei Euch….
    [Ende Meta-Info]
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Oktober 2018 um 17:02 Uhr
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