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Das Schwarze Auge Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

DarianEhrwald

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Hesinde zum Gruße, werte Magierkollegen.

Ich habe meinen Magier zum Artefakt-Magier ausgebildet, und hab eine Fragen zu Artefaktherstellung.
Kann man magische Sonderfähigkeiten während der Artefaktherstellung nutzen? Angegeben ist ja das Kraftkontrolle ingesetzt werden kann aber wie sieht es mit anderen aus?

Können mehrere Zauberer "Zauber vereinigen" nutzen um ZfP* für den Arcanovi oder den wirkenden Zauber zu kombinieren?

Kann man "Meisterliche Zauberkontrolle I" einsetzten um bei zu niedrigen ZfP* den Zauber abzubrechen und zu wiederholen?

Kann man "Zauber unterbrechen" einsetzen um während der Artefakterschaffung zb ein Artefakt einzusetzen oder einen Trank zu trinken?

Wenn man "Stapeleffekt" nutzt, welchen ZfP-Wert hat dann der gespeicherte Spruch?

Wenn möglich wüsste ich auch gerne wo man die Antworten zu diesen Fragen in der Literatur findet. Zwar glaube ich die entsprechenden Bücher eingehend Studiert zu haben, allerdings kann man immer was überlesen, und meine Gruppe neigt zu RAW-Verhalten..

Danke schon mal im Voraus.

MFG, David
 

Graf Albin

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!

@ Zauber vereinigen: das geminschaftliche Verzaubern eines Artefaktes ist möglich (Siehe hierzu SRD Seite 16 unter der Überschrift "Experte: Gemeinschaftliche Artefakterschaffung").

@ Zauber unterbrechen: ist nicht notwendig! Die Erschaffung eines Artefaktes dauert lange genug, dass man zwischendurf mal ein paar Minuten Zeit hat, um einen Trank zu trinken (Siehe hierzu SRD Seite 16 unter der Überschrift "Zeitaufwand").

@ Stappeleffekt: die ZfP* werden aufsummiert, allerdings benötig man für die Probe auch doppelt soviele Arcanovi-ZfP*, wie die Anzahl der Aufsummierten Zauber (sollen 2 Zauber aufsummiert werden, muss man im Arcanovi 4 ZfW* übrig haben, bei 3 Zaubern gar 6 ZfW*). Mehr als drei Zauber können nur mit der Sonderfertigkeit "Hypervehemenz" gestappelt werden. (Siehe hierzu SRD Seite 14 unter der Überschrift "Stappeleffekt").

Alles in allem sind all deine Fragen in SDR erklärt, schließlich enthält dieses Buch alleine 14 Seiten Regeln und Erklärungen zur Artefakterschaffung (und viele weitere Seiten mit Beispielartefakten).

Wenn du langfristig Artefakte herstellen und nutzen willst, solltest du dir dieses Buch besorgen.

Gruß
Graf Albin
 

DarianEhrwald

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Danke für die schnelle Antwort.

@ Zauber vereinigen: das geminschaftliche Verzaubern eines Artefaktes ist möglich (Siehe hierzu SRD Seite 16 unter der Überschrift "Experte: Gemeinschaftliche Artefakterschaffung").

Ist das aber nicht nur für den speziellen Fall das der Arkanovi und der wirkende Spruch von 2 verschiedenen Personen gewirkt werden? So hab ich das zumindest verstanden.

@ Zauber unterbrechen: ist nicht notwendig! Die Erschaffung eines Artefaktes dauert lange genug, dass man zwischendurf mal ein paar Minuten Zeit hat, um einen Trank zu trinken (Siehe hierzu SRD Seite 16 unter der Überschrift "Zeitaufwand").

Auch wenn man als Beispiel unmittelbar vor dem wirkenden Zauber etwas machen will bzw zwischen den Proben für wirkende Zauber?

@ Stappeleffekt: die ZfP* werden aufsummiert, allerdings benötig man für die Probe auch doppelt soviele Arcanovi-ZfP*, wie die Anzahl der Aufsummierten Zauber (sollen 2 Zauber aufsummiert werden, muss man im Arcanovi 4 ZfW* übrig haben, bei 3 Zaubern gar 6 ZfW*). Mehr als drei Zauber können nur mit der Sonderfertigkeit "Hypervehemenz" gestappelt werden. (Siehe hierzu SRD Seite 14 unter der Überschrift "Stappeleffekt").

Ohne unhöflich zu sein zu wollen, aber das ist nicht meine Frage. Es gibt durchaus Zauber wo sich der Effekt vom ZfP (nicht dem ZfP*) ableitet. Verändert sich dieser durch Stapeleffekt?

Alles in allem sind all deine Fragen in SDR erklärt, schließlich enthält dieses Buch alleine 14 Seiten Regeln und Erklärungen zur Artefakterschaffung (und viele weitere Seiten mit Beispielartefakten).

Hab das Buch, hab alles das auch schon gelesen.
 

twilight

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Ohne unhöflich zu sein zu wollen, aber das ist nicht meine Frage. Es gibt durchaus Zauber wo sich der Effekt vom ZfP (nicht dem ZfP*) ableitet. Verändert sich dieser durch Stapeleffekt?
Zwischen den Zeilen gelesen hat Albin dir die Antwort bereits gegeben. Es ist NICHT möglich.
Und da die Frage nach dem "aber warum denn?" hinterher sicher eh kommt ... Es gibt kein mir bekanntes Zitat in einem Regelwerk (weder 4.0 noch 4.1) dass eine solche Möglichkeit vorsieht. (und es gibt wenige Zitate, die ich nicht kenne)
Zweitens ist der Unterschied zwischen ZfW und ZfP* signifikant genug, einen direkten "aber bei dem anderen stehts auch"-Vergleich nicht ziehen zu können.
(Punkt 1 ist der Regelgrund,, Punkt 2 Meine Ansicht ^^)


lg
twilight
 

Graf Albin

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!


Danke für die schnelle Antwort.
Kein Problem!



Ist das aber nicht nur für den speziellen Fall das der Arkanovi und der wirkende Spruch von 2 verschiedenen Personen gewirkt werden? So hab ich das zumindest verstanden.
Da habe ich dein Frage wohl falsch verstanden. Grundsätzlich scheinen mir nur die Sonderfertigkeiten explizit beim Arcanovi erlaubt zu sein, die auch in den Erklärungen zur Artefakterschaffung explizit erwähnt sind. Dies wäre bei "Zauber vereinigen" nicht der Fall, allerdings würde ich es als Meister dann erlauben, wenn alle Miterschaffer sich mit dem Unitatio vorher verbunden hätten, denn sonst wären bestimmte Artefakte garnicht möglich, die es aber bei DSA gibt. Natürlich müssen dann auch alle MIterschaffer den Arcanovi (in der entsprechenden Variation, z.B. Semipermanenz) beherrschen (auf entsprechen hohen Werten, damit es Sinn macht), den Wirkenden Spruch kennen, alle ihre Proben bestehen (und entsprechende ZfW* übrig behalten) und die das Ergbenis würde aus dem Mittelwert gebildet, was auch die Folge hätte, dass das Artefakt schlechter wird, wenn einer Mist baut (bei einem Patzer wäre gar alles verdorben, obwohl die anderen ihre Proben gut gewürfelt hättten, mehr Proben erhöht schließlich auch die Patzerwahrscheinlichkeit. Allerdings ist die meine persönliche Meinung, aus den Regeln geht die nicht hervor bzw. ist nicht geregelt!



Ohne unhöflich zu sein zu wollen, aber das ist nicht meine Frage. Es gibt durchaus Zauber wo sich der Effekt vom ZfP (nicht dem ZfP*) ableitet. Verändert sich dieser durch Stapeleffekt?
Wie schon von twilight gesagt ist ein höher ZfW*-Wert bei Zaubern, bei denen die ZfW* nicht beachtet werden, egal. Nur Zauber, deren Wirkung von ZfW* abhängen, können Nutzen aus einer ZfW*-Erhöhung haben. Das ist eine allgemeine Aussage und es gibt keine anderslautende Aussage zur Artefakterschaffung!



Ohne unhöflich zu sein zu wollen, aber ...
Ein eigen Meinung ist niemals unhöflich, wenn sie in der entsprechenden Form dargebracht wird, darum: Kein Problem! :D



Gruß
Graf Albin
 

DarianEhrwald

Neubürgerlich
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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Danke schonmal bisher.

Eine verwandte Frage noch:
Kann man mit einem Reversalis die Wirkung eines im Artefakt gebundenen Zaubers umkehren? Ausserdem kann man einen reversalisierten Zauber direkt in einem Artefakt speichern?
 

twilight

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

also zweites ganz klar JA

ersteres geht NICHT. Ich find zwar kein Zitat mit "geht nicht", aber wenn du dir den Reversalis genau anschaust, findest du schnell das Gegenargument:

Spricht erst den Reversalis und dann den eigentlichen Zauber RÜCKWÄRTS.

Du kannst also einen Zauber rückwärts in das Artefakt bannen, musst dann aber vor jeder Anwendung nen Reversalis sprehcen, weil er sonst keine Wirkung hat.

lg
twilight
 

puck

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Du kannst also einen Zauber rückwärts in das Artefakt bannen, musst dann aber vor jeder Anwendung nen Reversalis sprehcen, weil er sonst keine Wirkung hat.
Oder man legt auch den Reversalis mit in das Artefakt. Dann braucht man den nicht bei der Auslösung anwenden.

Bleibt tapfer,

puck
 

sonic_hedgehog

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Stimme twilight da fast zu:

Einen Reversalis Tonmeta kann man ohne weiteres in ein Artefakt legen, einen in einem Artefakt liegenden Zauber kann man aber nicht mit einem Reversalis umdrehen. Der Grund dafür ist eben diese Zauberbeschreibung.

Meiner Meinung nach kann man aber auch nicht einfach einen Zauber "rückwärts" in ein Artefakt legen, da statt Atemnot Tonmeta während des Zaubers zu sagen eine Verletzung der geforderten Ausführung ist. Als Gildenmagier muss man laut vernehmlich Atemnot sagen, wenn man diesen Zauber will. Sagt man Tonmeta sollte man entweder einen Reversalis gesprochen haben, der diese Änderung ermöglicht oder aber mit den Aufschlägen für nicht ausführbare Zauberkomponenten leben. Dann hätte man allerdings wieder nur einen erschwerten Atemnot gesproche, der einem beim Auslösen des Artefakts nichts für die Kombination mit dem Reversalis bringt.

Fazit: Ganz oder garnicht.
 

twilight

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

naja ... du unterstellst, dass das Aussprechen des Zaubers den Vorgang quasi alleine in Gang setzt. Ich folge eher dem Prinzip, dass die Astralenergie quasi "gewoben" wird und die Worte/Gesten/wasuachimmer reine "Krücken" sind, mit denen es sich die Menschen leichter machen, die Energie zu weben - oder (wem das besser gefällt) die Matrix zu erstellen, die mit Astralenergie gespeist den gewünschten Effekt ergibt.

Wo ist der Unterschied? Die Erschwernis des reversalisierten Zaubers ist nicht hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass man sich die Zunge bricht, sondern dass die Matrix invertiert kreiert werden muss, so dass der Reversalis daran andockt und damit die gewünschte Wirkung erzeugt.

Nun gibt es 2 Möglichkeiten, von denen ich die erste bevorzuge:
Der Reversalis dockt als Teil seiner Funktion an den nach ihm gesprochenen Zauber an. Dann geht das auch problemlos mittels Artefakt.
Oder aber Reversalis und zweiter Zauber sind untrennbar miteinander verbunden. Dann geht es nicht.
In der Beschreibung zum Reversalis steht allerdings, dass der Reversalis eine Wile (20/50KR) aktiv bleibt - man also in dieser Zeit den zu wirkenden Spruch beginnen muss. Das spricht in meinen Augen für meine Version, denn innerhalb der 20KR kann man sich ja gern umentscheiden, was die Spruchauswahl angeht.

Zu guter Letzt ... ich seh keinen Grund das zu verbieten, denn auch das Balancing ist nicht besonders gefährdet ... in jedem Fall wär so ein Artefakt weniger unbalanced, als der Counterpart mit inkludierten Reversalis.

@spontane Modifikation
Sonic, da hast du imho Unrecht. Im Reversalis steht in der Beschreibung"rückwärts zelebriert". Mag spitzfindig klingen, aber zelebriert ist mehr, als nur die Worte verwenden (was auch in Hinblick auf die Frage im nächsten Thread wichtig ist)
Zusammen mit meiner obigen Erklärung bedeutet das, dass alle wichtigen Komponenten (also auch Konzentration, Gestik) entsprechend angepasst werden müssen. Damit fällt so eine (ohnehin sinnfreie ^^) Anwendung flach


lg
twilight
 

Graf Albin

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!

Sehe ich auch so!

Einen Reversierten Zauber sollte man in ein Artefakt sprecher können, allerdings wird das Artefakt dann natürlich AsP-Intensivier, weil je beide Zauber in die AsP-Kosten einfließen und da der Reversalis auch "Platz" benötigt, sollten zwei Wirkungszauber im Artefakt möglich sein. Außerdem müssen dann bei der Artefakterschaffnung natürlich auch die Erschaffungsproben auf den Reversalis und den reversierten Spruch abgelegt werden.

Einen reinen Reversalis sollte man nach meiner Meinung NICHT in ein Artefakt sprechen können, denn der Reversalis wird (wie die Arcanovi-Thesis bei der Artefakterschaffung) immer an den wirkenden Spruck angepasst und kann nur mit diesem Zauber zusammen wirken.

Gruß
Graf Albin
 

DarianEhrwald

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Mir ist noch ne Frage eingefallen. Wie zielt ein Artefakt?

Wenn ich zb einen Ignifaxius in einen Matrixgeber speichere, was trifft der dann wenn ich ihn auslöse? Das nächst mögliche ziel (mich)? Kann ich immernoch zielen? die Geste allein kanns ja nicht sein das den Ignifaxius steurt, die kann man ja auch weglassen..
 

twilight

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

buah, das ist eine Frage, die sich so einfach nicht beantworten läßt.
ich habe anderswo bereits mal darüber mitdiskutiert. Es ist nichts wirkliches bei rausgekommen im Sinne von "konstruktiv", nur dies:

wenn man die harten Regeln nimmt und mit akribischer Logik an die Sache rangeht, sind viele Artefakte streng genommen unmöglich.

eine wesentliches Problem hast du gerade genannt, für das es keine befriedigensde Lösung gibt:

Das Ziel des Spruches. Ein im Artefakt gespeicherter Spruch besitzt eine fertige Matrix. Die beinhaltet auch das Zielobjekt. Ist das ein Gegenstand (Truhe zum Artefakt machen mit einem Caldofrigo, der auf sie wirkt) gibt es kein Problem. Auslöser, Ziel, etc alles bekannt.

Was ist aber mit einem Ignifaxiusring? Oder nehmen wir gleich den Ignisphaero ...
Der ist nicht "instant", sondern eine Feuerkugel, die sich nach Wunsch des Zaubernden bewegt und explodiert. Streng genommen müßte die Flugbahn nun aber bereits bei der Artefakterschaffung determiniert werden, weil der Auslösende Char den Zuaber selber ja nicht zauebrt und daher streng genommen keinen Verbindung zu dem Feuerball besitzt, über die er ihn steuern kann.

Genauso ist bei genauer Betrachtung die Verwendung eines Bannbaladinringes mies. Wenn der Auslöser nicht gerade ist "auf denjenigen, der mit dem Rubin des Rings berührt wird" sondern eine Reichweite > Berührung verwendet wird, is Mist. Der Ring kann schließlich keine Gedanken lesen. Woher soll er bitte wissen, dass der Bösewicht da vorn verzaubert werden soll und nicht der Kamerad, der daneben steht und grad mit dem verhandelt? Solange mehr als eine Person in Reichweite steht, ist das alles andere als trivial. Da müßte nämlich - damit es sauber funktioniert - ein Blick in die Gedanken dazugehören, der auf den Anwender wirkt und genau das übernimmt - ließt die Gedanken und lernt so, welches Ziel gewünscht ist.

Bei uns sind Artefakte eh stets selten, daher hatte ich keinen Grund, mir da entweder ne große Platte zu machen, oder aber im Sinne eines Spielgleichgewichts als Meister zu verlangen, dass die Regeln in voller Härte angewendet werden.

Eine MÖGLICHKEIT, die mir grad einfällt, ist die vermehrte Verwendung von Artefaktseelen. Da das teils echt komplexe Persönlichkeiten sind, haben die auch ausreichend FÄhigkeiten, die Wünsche des Anwenders zu erkennen und genug Macht über die gespeicherten Zauber, um die entsprechend zu lenken. Wäre erst mal die einzige Methode, die mir einfällt.

lg
twilight
 

Graf Albin

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!

Wenn man die Regel so hart anwendet, dann werden viele Artefakte sinnlos! Dies kann aber nicht das Ziel der Artefaktregeln sein. Es wäre ja blödsinn, seitenlange Artefaktregeln aufzustellen, wenn damit viele Zauber garnicht anwendbar wären. Auch steht dies nirgendwo in den Regeln dabei, dass viel Zauber nicht (oder nur rudimentär) funktionieren. Ich gehe (und meine Gruppen) sind deshalb immer davon ausgegangen, dass das Zielen funktioniert. Beim Matrixgeber sehe ich da kein Problem, da der Zauberer immer noch AsP fließen lassen muss und somit hat er einen gewissen Einfluss auf den Zauber. Ein Ignifaxiusring müsste nach meiner Meinung immer noch in Richtung des OPfer gehalten werden (z.B. kann ein Magier den Ring nicht in seiner Tasche oder hinter dem Rücken auslösen, da der Strahl vom Ring ausgeht und dann durch die Tasche oder durch den Zauberer gehen müsste). Dies ist meiner Meinung und wird nicht in den Regeln erwähnt. Auch beim normalen Artefakt hat der Anwender in irgend einer Weise "Kontakt" zum Artefakt, um es auszulösen. Ich enke dieser "Kontakt" steuert dann auch die Zielfunktion des Artefakts. Schließlich funktionieren als Auslöser auch komplexe Dinge, ohne dass das Artefakt zusätzlich einen Hellsichtzauber benötigt!

Gruß
Graf Albin
 

twilight

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

:)
ich sagte ja auch nicht, dass es unbedingt GUT ist, die Regeln so hart zu verwenden (und ich als Meister machs auch nicht)

Ich sagte lediglich, wenn man die Regeln streng anwendet, ergibt sich ein erhebliches Problem, welches sich durch die mir bisher bekannten Modelle von Aventurischer Magiegestaltung nicht lösen läßt.

Falls sich jemand dafür interessiert, wäre also die Frage, ob eine kleine (oder große?) Diskussion sinnreich ist mit dem Ziel, ein Modell zu entwickeln, wie die Artefakte tatsächlich auch bei akribischer Untersuchung so funktionieren, wie von der Redax vorgesehen ...

Oder: Wie entfaltet sich die Zauberwirkung in Aventurien? Wie funktionieren in dem Zusammenhang Artefakte, deren Ziele nicht bereits bei Erschaffung feststehen?


lg
twilight

p.s. ich muss euch jedoch vorwarnen, so etwas kann sehr technisch werden (ich erinnere mich an die Diskussion über Schiffe versenken mitels Caldofrigo - auch das sieht auf den ersten Blick einfach aus, ist aber furchtbar kompliziert.)
 

Nishima

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

So da starte ich mal die Diskussion zum Zielen mit einem Artefakt (auch wenn ich mir die Regeln dazu noch nicht angesehen habe).

Ich kann doch beim Zauber statt einem Ziel auch eine Richtung definieren, in die mein Ignisphaero losgelassen wird, anstelle des genauen Ziels. Also z.B. das er immer senkrecht aus dem Stein des Ring austritt. Als Anwender des Artefakts muss ich als wie mit einer "Waffe" in Richtung des Opfers zielen.

Eine zweite Möglichkeit wäre doch, den Zauber des Artefaktrings an ein vordefiniertes kleines Ziel zu binden, zum Beispiel einen kleinen Stein oder eine Münze. Ich müsste also beim Ignisphaero den Stein oder die Pfeilspitze vorher zu meinen gewünschten Ziel feuern und dann den "Auslöser" des Artefakts betätigen. Beim Bannbaldin könnte ich als Ziel den Träger einer Münze definieren. Jetzt müsste mein Kamarad oder ich selbst es eigentlich nur schaffen dem Böswicht, die Münze zu geben bzw. unterzujubeln und dann den "Auslöser" des Artefakts betätigen.

Beide Möglichkeiten machen es dem Anwender zwar schwieriger als wenn man die Regeln einfach "lasch" auslegen würde, aber nicht unmöglich.

Worüber sich der Artefakterschaffer wirklich Gedanken machen muss, ist, wie der Auslöser des Zaubers im Artefakt definiert wird. Schließlich will man ja, den Zauber des Artefakts ja nur in einem bestimmten Moment auslösen. Ein versehentliches Auslösen könnte ja sehr gefährlich werden.
 

DarianEhrwald

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Ich kann doch beim Zauber statt einem Ziel auch eine Richtung definieren, in die mein Ignisphaero losgelassen wird, anstelle des genauen Ziels. Also z.B. das er immer senkrecht aus dem Stein des Ring austritt. Als Anwender des Artefakts muss ich als wie mit einer "Waffe" in Richtung des Opfers zielen.

Der Ignispaero ist so ziemlich das einzige an Schadensmagie, keine Zielperson benoetigt. Und selbst dann bedeutet das immernoch das du bei erschaffung die genaue Flugbahn und den exakten Zeitpunkt der Detonation festlegen muesstest.

Eine zweite Möglichkeit wäre doch, den Zauber des Artefaktrings an ein vordefiniertes kleines Ziel zu binden, zum Beispiel einen kleinen Stein oder eine Münze. Ich müsste also beim Ignisphaero den Stein oder die Pfeilspitze vorher zu meinen gewünschten Ziel feuern und dann den "Auslöser" des Artefakts betätigen. Beim Bannbaldin könnte ich als Ziel den Träger einer Münze definieren. Jetzt müsste mein Kamarad oder ich selbst es eigentlich nur schaffen dem Böswicht, die Münze zu geben bzw. unterzujubeln und dann den "Auslöser" des Artefakts betätigen.

Das wiederum ist ein interessanter Ansatz. Mein Problem ist das es Artefakte gibt die man in Abenteuer finden kann, die offensichtlich kein vondifiniertes Ziel haben.

Ein versehentliches Auslösen könnte ja sehr gefährlich werden.

Stimmt schon, ist aber nur selten ein Problem, es sei denn das Signalwort ist echt unguenstig gewaehlt. Bei Matrixgebern ist das sowieso ausgeschlossen.
 

twilight

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

ja, sollte man die Artefakte auf Reichweite Berührung beschränken, ist die Problematik nicht vorhanden, denn es wird nur selten mehr als eine Person das Artefakt berühren, wenn es ausgelöst wird.


Andererseits ist die Einschränkung für die von Nishima genannten artefakte immens. Immerhin gibt es einige Zauber, bei denen Das Artefakt - wenn es selber in Reichweite der Zauberwirkung ist - mit recht guter Sicherheit zerstört wird. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, macht es nur eingeschränkt Sinn, Dinge zu verzaubern, die man weggeben muss, um von der Wirkung profitieren zu können. Nimm ne Bannbaladin-Münze und stell dir vor, die Zielperson steckt sie weg, bevor der Auslöser aktiviert ist - oder hat vielleicht ein eigenes Psychostabilis-Artefakt, so dass der Bannbaladin nicht wirkt. Dann ist das teure Ding einfach weg.

Daher gibt es ja für solche Gelegenheiten Applicati-Artefakte, die nur einmal wirken, nicht ewig "haltbar" sind - die aber dafür auch keine speziellen Materialien, Rituale, oder pAsP benötigen.

Es löst also noch immer nicht das Problem von weiter oben.

Ich stimme übrigens zu, dass man mit den Herkömmlichen Magietheorien Matrixgeber ausreichend erklären kann, damit das Problem nicht auftritt:

Einen Matrixgeber kann grundsätzlich nur derjenige anwenden, der über Astralenergie verfügt. Wenn man nun unterstellt, dass die genaue Art, wie ein Spruch an das Ziel andockt, einigermaßen konstant ist von Spruch zu Spruch, kann man (ohne andere Regeln zu verletzen) definieren, dass der Zauber in einem Matrixgeber kurz vor Vollendung vorliegt.
Also wird der Matrixgeber nicht nur von den AsP des Anwenders gespeist, sondern auch der Spruch von selbiger Person implizit mit dem letzten Fragment ausgesteattet, um an dem Ziel anzukoppeln.
Dagegen spricht nur eine Kleinigkeit - es sollte dann im Sinne des Regelwerks sein, dass eine (sehr kleine) Möglichkeit besteht, dass das Andocken schiefgeht und die AsP unnütz verpuffen. Aber das kann man denk ich auch ohne große Bauchschmerzen vernachlässigen.
Das funktioniert, weil die überwiedende Anzahl der Magiebegabten Aventurier über Spruchzauberei verfügen - zumindest die, die deratige Matrixgeber anwenden würden. Bei Viertelzauberern, etc bin ich nicht sicher, ob es auch geht. Sollte es möglich sein, kann man es mit "es ist intuitiv die gleiche Vorgehensweise, die bei übernatürlichen Begabungen verwendet wird und funktioniert daher" erklären.
Nicht toll, aber zur Not okay


bei richtigen "vollen" Artefakten ist das leider erst mal keine Option, weil kein Beschränkung der Anwenderkreise existiert.


lg
twilight
 

DarianEhrwald

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AW: Magische Sonderfähigkeiten bei der Artefakt-Erschaffung

Würdet ihr es denn dann auch so handhaben das zb die Zauberkosten für in Matrixgebern enthaltene Zauber erst im Moment des Auslösens bestimmt wird? zb bei ignifaxius und konsorten, oder bei Zaubern wo die Kosten vom Zielobjekt abhängt (Verwandlungszauber u.ä).
 

twilight

Kampferprobt
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schwierig. Bei meiner Interpretation der Wirkungsart von Zaubern geht beides. Ich würd es denk ich nicht generell festlegen, sondern auf die Wünsche der Spieler warten und dann entscheiden.

Beim Igni sehe ich kein sonderliches Problem, das kann schon hinhauen. Bei den Verwandlungszaubern wär ich wieder nicht so sicher, ob die Matrix so gleich ist, dass es kompatibel ist, aber würd auch keine Steine in den Weg legen wollen.

Aber wenn man generelle Freigaben losläßt, kommen einige Spieler auf die komischsten Ideen.

lg
twilight
 
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