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Thema des Monats [März '19] Was machen eure Charaktere zwischen ihren Abenteuern?

Thevita

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Also ich bin ja ein Fan des D20 Systems, also insbesondere D'n'D und Pathfinder. Aber manchmal kann ich über die Regeln nur mit dem Kopf schütteln.... Ein Bekannter hat mir erzählt, dass in seiner Pathfinder-Gruppe Charaktere Gegenstände herstellen können und die Spieler immer rumgrummeln, wenn die Charaktere genau darum gebeten werden, weil die Charaktere in der Zeit keine Trefferpunkte nachtrainieren können. Bitte was? Ja, zusätzlich zu dem Umstand, dass man sich für das abstrakte Konzept der Trefferpunkte entschieden hat, kann man die Trefferpunkte durch Training auf das theoretische Maximum von (Trefferwürfel der Klasse+Konstitutionsmodifikator)*Charakterstufe bringen. Das geschieht zwischen den Abenteuern in der sogenannten Downtime, die ja teilweise nur recht grob ausgespielt wird und größere Zeiträume als ein Abenteuer abdeckt. Daraufhin habe ich mir mal die Aufbauregeln Kampagnen angeschaut, in denen es um den Erwerb und Einsatz von Kapital (Arbeit, Einfluss, Güter, Magie) geht, die Downtime in verschiedene Phasen unterteilt wird und das Ergebnis ausgewürfelt wird (eben typisch Pathfinder).

Ähm, jetzt weiß ich, welche Regeln ich wohl nie verwenden werde.... Ich meine, mal abgesehen davon, wie sinnig oder unsinnig es ist, einen derart abstrakten Wert wie Trefferpunkte zu trainieren, finde ich das eine scheußliche Variante, die Zeit zwischen den Abenteuern zu füllen. Als Spielleiter belästige ich meine Spieler viel lieber mit Dingen aus ihrem Hintergrund, wie nervige Familienmitglieder, die einfach wissen wollen, wie es den Charakteren geht oder einem alten Rivalen, der einfach mal auf der Durchreise ist, oder so was in der Richtung. Ich ermutige auch gern die Gruppe etwas eigenes aufzubauen, wie ein Geschäft oder einen Wohnsitz. In meiner aktuellen D'n'D 5E Runde, wo ich Spielerin bin, hatten wir zwischen den Abenteuern immer mal Begegnungen mit einem bestimmten NSC. Das Thema hat sich dann zu einem eigenen Abenteuer ausgewachsen und wir sind noch nicht fertig mit dem. Was sich so langsam aufgebaut sehr schön anfühlt. Wenn die Spieler gerade mal wirklich nichts besonderes mit ihren Charakteren vorhaben, lasse ich meistens eine generelle Tätigkeit aussuchen und würfel auf eine Zufallstabelle, was in der Zeit so passiert. Da hat der Charakter auf einmal ein(en) Verlobte(n) am Hals und schon ist auch der Spieler wieder Feuer und Flamme für die Zeit zwischen den Abenteuern, weil er sich entweder drücken will oder Hochzeitsvorbereitungen trifft. :)

Was machen eure Charaktere denn so zwischen ihren Abenteuern? Spielt ihr die Zeit überhaupt aus? Oder geht bei euch alles fließend ineinander über? Wie wichtig ist euch als Spieler diese Downtime überhaupt?
 

Elpetteh

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Also ich hatte gestern Abend das Vergnügen einen meiner Spieler mit einer Eingeborenen Schamanin zu vermählen.
Sein Charakter wird zwischen den Abenteuern wohl nicht viel "Downtime" haben.
:D
 

suppstitution

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Hi, da in unserer ältesten Gruppe inzwischen drei Spieler auch die Spielleitung abwechselnd übernehmen, haber entsprechend viele Abenteuergruppen, die als Helden ihre Wege ziehen. Ab und an wechselt mal auch einer den Char, weil sein alter Heimweh bekommt oder einem anderen Auftrag nachgeht.

In der Zwischenzeit, die bis zum nächsten Einsatz vergeht, wird maximal die aus dem letzten Abenteuer gewonnenen EP versteigert. Eine Heldengruppe hat inzwischen ein eigenes Schifffahrtsunternehmen und generiert darüber Einnahmen. Über “ich bin nun wesentlich dicker und wiege 20kilo mehr“ oder ähnliches gehen wir nie heraus. Alles wird erspielt und auch gespielt.
 

Kuma

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Als ich noch DSA geleitet habe ich den Mitspielern auch immer nahe gelegt sich für die AP ein Hobby zu suchen und nicht nur die Typischen Talente zu steigern. Immerhin kann es nicht immer eine Jungfrau in Nöten geben ;)
Das war mir persönlich halt wichtig und finde auch dafür die DSA Talente echt super.

Bei Pathfinder muss ich leider sagen das ist doch etwas langweilig ist. Ich spiele momentan einen Hexenmeister der auch magische Gegenstände herstellen kann aber da man die Materialen nicht finden kann sonder einfach die hälfte des Preises zahlen soll ist doch etwas määääää:confused:

Also ich bin klar dafür das man auch die Abende mit was anderem als mit Abenteuern machen sollte und das sollte man auch ausspielen.
 

Ancoron

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Meine DSA Charaktere haben sich über kurz oder lang immer ein Zuhause geschaffen, in das sie sich zurückziehen konnten.... Und wo man auch das ganze Gerümpel unterbringen konnte, das man auf seinen Reisen so findet...
 

hexe

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Was machen eure Charaktere denn so zwischen ihren Abenteuern?
Meist gibt es keine Zeit zwischen den Abenteuern. Oder es gibt keine Abenteuer. Oder wir spielen nur ein einziges Abenteuer und das seit 2001? Also wir spielen, wir spielen unsere Charakter und die haben genügend zu tun, was vielleicht mal mehr mal weniger abenteuerlich ist.
So etwas in der Art. Lernzeitregeln, sofern es welche gibt, werden deshalb ignoriert. Es wird eh meist das verbessert, was man auch benutzt hat. Es ist irgendwie komisch, etwas die ganze Zeit zu benutzen, dafür 'Erfahrung' zu bekommen, die man dann ausgibt, während man es nochmal benutzt.

Bei meinen Charakteren schreibe ich am Ende einer Runde immer auf, was mein Charakter das nächste Mal noch machen möchte. Also da steht immer irgendwas und das wird dann halt gespielt.
 

Elpetteh

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Ich war mal Mitglied in einer Runde, in der es im wahrsten Sinne des Wortes kein "zwischen den Abenteuern" gab.
Die Spieler haben auf den Begriff "Freizeit" reagiert, als würde das eine allergische Reaktion auslösen.
Gefühlt war mein Charakter drei Jahre lang ohne eine Rast unterwegs.
Als wir in einem idyllischen Dörfchen gelandet sind sagte ich, dass mein Charakter hier gerne ein paar Tage ausspannen würde.
Die Leute schauten mich an, als ob ich mich umbringen wollte und nur gegen heftigsten Widerstand konnte ich einen freien Abend rausschlagen.
Tatsächlich hat die Mehrheit der Gruppe nicht die geringste Vorstellung gehabt, was die Charaktere in ihrer Freizeit so machen soll.
Absolut bar jeder Persönlichkeit beschlossen sie garnichts zu machen und sich zu langweilen.

Glücklicherweise ist meine eigene Runde da anders...
 

suppstitution

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Da stellt sich mir die Frage, wie viele Charaktere ihr denn habt? Ich habe einen ganzen Ordner voll, die darauf warten, mal wieder in ein Abenteuer zu dürfen, ich glaube vier sind aktuell unterwegs. Wenn bei uns eine Kampagne abgeschlossen ist, fragen wir uns, ob diese Heldengruppe ins nächste geht, eine alte rausgekrammt wird oder sogar mit neuen gestartet werden soll.
 

Elpetteh

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Also aktuell habe ich noch zwei vollkommen eingestaubte Charaktere.
Seit acht Jahren bin ich nahezu ausschließlich Spielleiter und gelegentlich mal NSC Unterstützung in der Runde eines Freundes.
Es fällt mir auch ehrlich gesagt jedes Jahr noch etwas schwieriger Spieler zu sein, da ich doch über die Jahre einen gewissen Anspruch entwickelt habe.
Und verrückterweise leite ich die Dinge am liebsten, die ich als Spieler so garnicht mag...
 

Thor Naadoh

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Das finde ich an Mutant; Jahr Null so schön: wir spielen das Leben im Ödland vollständig aus... auch die "Freizeit", wenn denn der ständige Überlebenskampf so etwas zulässt. Immerhin gab es in der örtlichen Taverne (eröffnet vom Vollstrecker Klaus, benannt ArmenKlause) schon die eine oder andere zünftige Prügelei, diverseste mehr oder weniger erfolgreiche Anmachsprüche und sogar etwas... nennen wir es mal Zuhälterei.

Eine unserer Sitzungen bestand denn auch schonmal nur aus einigen ganz normalen Tagen in der Arche... Es war eine unserer schönsten und dass da ein Feuerball irgendwo nördlich niedergegangen ist, hat niemanden interessiert. Warum auch... Dass Tula mit ihrem Hund Klaus 2 Gassi geht und welche anderen Hundeführer ihr dabei begegnen war viel interessanter zu sehen.
 

VaxVexVoxMachina

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Bei Pathfinder muss ich leider sagen das ist doch etwas langweilig ist. Ich spiele momentan einen Hexenmeister der auch magische Gegenstände herstellen kann aber da man die Materialen nicht finden kann sonder einfach die hälfte des Preises zahlen soll ist doch etwas määääää:confused:

Also ich bin klar dafür das man auch die Abende mit was anderem als mit Abenteuern machen sollte und das sollte man auch ausspielen.

Ähnlich verhält es sich mit den Herstellungsregeln zu Gegenständen bei D&D 4E.

Nur, dass man dort sogar Materialien im Gegenwert des Listenpreises des fertig hergestellten Gegenstandes kaufen und verbrauchen soll, was noch weniger Sinn ergibt.

Daher bin ich gerade dabei, mit einer realweltlich kräuterkundigen Mitspielerin zusammen was zu schreiben zum Thema Alchimie und Kräuterkunde. Was es für Nutzpflanzen gibt, welche Wirkung die so haben, was man eventuell für Bestandteile von Monstern verwenden kann und zu welchem Zweck, etc. (Spinnengift, Drachenblut....)

Die Herstellungsregeln bisher:

1. Man muss in dem für das Rezept erforderlichen Talent/Skill professionell trainiert sein. (Proficiency-Bonus, Training, wie man es auch immer nennt. Das Talent ist "markiert")

Man benötigt mindestens so viel Gegenwert an Materialien, wie der Listenpreis des Endprodukts beträgt.

Man benötigt außerdem eine entsprechend ausgestattete Werkstatt oder das nötige Werkzeugset, Alchimiekoffer (oder -Labor), etc. dazu.

Würfelergebnisse:

Crit 1 = Versemmelt. Material unbrauchbar gemacht, nichts hergestellt.
normaler Fehlschlag (weniger als den niedrigsten Schwellenwert gewürfelt) = man schafft es, ein Produkt herzustellen, braucht aber Material im Wert von 1,5 x Listenpreis des Produkts.
niedrigsten Schwellenwert überwürfelt (z.B. DC 10) = 1 Produkt erfolgreich hergestellt, allerdings Material im Wert von 1 x Listenpreis des Produkts verbraucht.
mittleren Schwellenwert überwürfelt (z.b. DC 15) = 1 Produkt erfolgreich hergestellt für Material im Wert von 3/4 des Listenpreises.
hohen Schwellenwert überwürfelt (z.B. DC 20) = 1 Produkt erfolgreich hergestellt für Material im Wert des halben Listenpreises.
Crit 20 = 2 Produkte zum Preis von einem hergestellt.

Muss noch im Spiel getestet werden. Aber wer will, darf das gerne klauen und selbst verwenden. :D
 

Ancoron

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"soll"?
Ich glaube, es gibt in RPGs den Zusatz, wenn dir eine Regel nicht gefällt, ignoriere sie ......
Wenn mein Charakter mitten in der Prärie wohnt, dann sammelt der seinen Scheiß auf der Wiese nebenan!
 

Kuma

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Ja ich bin auch klar dafür das man von bestimmten Wesen die Materialien bekommen sollte. Mir fällt spontan der der "Gürtel der Riesenstärke" ein bei dem man sagen könnte für den Boni von +2 benötigt man blut eines Bären, +4 das eines Oger und +6 von einem Riesen (oder so ähnlich).

Aber das bei D&D 4 kannte ich gar nicht und find ich ja vollkommen doof. Ich meine man nimmt ja extra ein Talent um etwas herzustellen und dadurch sollte man schon ein Boni haben.
 

Ancoron

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Außerdem liegt die größte Motivation für die meisten Helden darin, durch die Abenteuer scheiße reich zu werden, und sich die große Villa auf der Insel der Wollust zu kaufen..... Und nicht darin, die ganze mühsam erworbene Kohle zwischen den Abenteuern für "Materialien" auszugeben
 

puck

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@Ancoron
Ich hatte schon öfter den Eindruck als wäre das größte Ziel vieler Spieler XP zu sammeln und diese in Skills umzusetzen.

Bleibt tapfer

puck
 

Ancoron

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Als MMORPG SWTOR High Lvl muß ich ehrlich sagen, das die Villa auf der Insel der Wollust wesentlich interessanter ist......

Wenn man (auch in Pen&Paper) nur darauf hin arbeitet, der stärkste, mächtigste und unbesiegbarste zu werden, ist das auf Dauer verdammt langweilig.....

(Außerdem dürfte es für den Esel echt nervig sein, wenn der "Held" Drachen zum Frühstück erwürgt....)
 

Sameafnir

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Als wir noch DSA gespielt haben, hatten wir dann irgendwannmal ein Hotel (Den Palast der Sinnesfreuden, den gab es übrigens auch hier in DELAZARIA), das war sehr hübsch und wurde durchaus ausgespielt. :)

Sonst wird zwischendurch meist nicht so viel ausgespielt. Was wir schon machen ist in Anlehnung an das gespielte Abenteuer (Splittermond z. Bsp.) die Steigerungen durchführen. Ich versuche das für meinen Char mit den Talenten/Tätigkeiten zu tun, die im Abenteuer besonders genutzt wurden. Beim nächsten Spieletermin geht s dann mit den neuen Werten weiter.

In der Werwolf Gruppe wird schon generell mehr "ausgespielt". In der Star Wars Gruppe laufen die Steigerungen nebenher sodass der Spielfluß möglichst wenig eingeschränkt wird und wir somit weiterspielen und es kaum zu "Auszeiten" kommt.
 

puck

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Wenn man (auch in Pen&Paper) nur darauf hin arbeitet, der stärkste, mächtigste und unbesiegbarste zu werden, ist das auf Dauer verdammt langweilig.....
Das scheint nicht allen so zu gehen. Ich kenne ein paar Leute die da sehr ausdauernd sind. Wobei wir auch schon beim Grund angekommen sind, weshalb ich mit ihnen selten bzw. überhaupt nicht mehr spiele.

Bleibt tapfer,

puck
 

suppstitution

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Das scheint nicht allen so zu gehen. Ich kenne ein paar Leute die da sehr ausdauernd sind. Wobei wir auch schon beim Grund angekommen sind, weshalb ich mit ihnen selten bzw. überhaupt nicht mehr spiele.
Jepp, wenn ich Superhelden sehen möchte schaue ich Marvel...
 
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