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Thema des Monats [März '19] Was machen eure Charaktere zwischen ihren Abenteuern?

Thevita

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Da hab ich den Monatswechsel ja total verschlafen. :blush2: Es gab viele interessante Beiträge und von "Es gibt keine Downtime" bis hin zu "Wir spielen alles aus" war alles mit dabei. Wobei man ja Downtime unterschiedlich definieren kann und wenn für eine Gruppe eben alles ein Abenteuer ist, dann gibt es eben keine Zeit dazwischen. Zudem hängt es wahrscheinlich auch davon ab, wie viel Mikromanagement die Spieler und der Spielleiter wünschen. Die meisten Regelwerke sind da eher zurückhaltend und sehen das ganze eher als "buche von deinem Guthaben ab und du hast die schon irgendwo aufgetrieben...". Das scheint den meisten Spielern zu reichen. Ob ich wirklich mehr Zutatenmanagement in den Basisregeln von Regelwerken befürworten würde, weiß ich gar nicht. Klar kann es cool sein, den Drachen für die Drachenschuppenrüstung zu besiegen, vor allem, wenn er unschuldige Dörfer bedroht. Aber ein "Ich gehe jetzt 100 Hasen jagen, damit ich 10 Tränke brauen kann" ist etwas, das ich im Pen&Paper nicht begrüßen würde und mich in Computerrollenspielen immer unheimlich nervt...
Natürlich lassen wir das Thema wieder für weitere Beiträge offen.
 

Feuertraum

Auf Abenteuer
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Aufgrund meiner Frage zum Thema, wie man es mit der Zeit handhabt (bzw. einigen Antworten darauf) ist mir erst jetzt aufgefallen, dass es bei uns sowas wie "Was machen die Charakter in der abenteuerfreien Zeit" gar nicht gibt. Wir haben ein Abenteuer gespielt, und wenn dieses dann vorbei war, trafen wir in einer anderen Stadt/Land/Gewässer etc.pp wieder zusammen. Wenn wir spaßeshalber einmal davon ausgehen, das seitdem 4 Wochen vergangen sind, müsste die Party - so rein theoretisch jedenfalls - vier Wochen auf Wanderschaft gewesen sein.
Ehrlich gesagt stelle ich mir das ganze gerade ein wenig öde vor.
Ich finde die Frage allerdings sehr spannend und werde meine Leutchen einmal fragen, was sie in diesem Fall machen würden.
 

VaxVexVoxMachina

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Ich plane in meinen Kampagnen zwischen bestimmten Abenteuern Auszeiten ein, in denen die Charaktere zeitaufwändige Tätigkeiten wie das Herstellen und Verzaubern von Gegenständen, das Übertragen von Zaubern ins Zauberbuch, das Training bestimmter Talente etc. in Ruhe durchführen und sich währenddessen einen Lebensunterhalt verdienen können.
 

Squire Werwolf

Bürgertum
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Was machen eure Charaktere denn so zwischen ihren Abenteuern? Spielt ihr die Zeit überhaupt aus? Oder geht bei euch alles fließend ineinander über? Wie wichtig ist euch als Spieler diese Downtime überhaupt?
Bezüglich was Charaktere während den Zwischenzeiten machen (in Runden, die ich leite) ist das extrem unterschiedlich und ging bisher von motzen, weil es nicht sofort zum nächsten Abenteuer ging, bis zu (kurz vor) motzen, weil die Ereignisse der Zwischenzeit vom nächsten Abenteuer abgebrochen wurden.

Bei meinem Spielleiterstil gibt es kaum Zeiten zwischen den Abenteuern, da ich die Geschichte weiter laufen lasse, so daß Abenteuer & Zwischenzeiten ineinander fließen. Zumindst, wenn die Spielenden dabei mitmachen.

Persönlich ist mir das Ausspielen von Zeiten zwischen den Abenteuern mindestens genauso wichtig, wie die Abenteuer selbst. Gelegentlich mehr, da mir Charakterentwicklung & Weltenbau wichtiger ist, als die nächste Herausforderung zu finden oder einen Charakterlevelaufstieg durchzuführen. Auch finde ich, daß ich spezifisch wegen den Zwischenzeiten die Erlebnisse auf Abenteuern & Zwischenzeiten besser zu schätzen weiß.
 

Integra

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Die Charaktere in den Runden, in denen ich mitspiele, haben i.d.R. ein sehr komplexes Netz aus Kontakten und Verbündeten, das gepflegt werden will. Zum Teil gibt es auch Familie und einen Beruf, dem man nachgeht, wenn man mal keine schattigen Geschäfte erledigt. Die Verpflichtungen, die sich daraus ergeben, sind meist vielfältig und führen oft zu neuen Aufträgen. Manchmal sitzt man auch einfach nur zusammen, isst, trinkt und hat ne gute Zeit. Also eigentlich tun sie Dinge, die wir im RL auch tun.
Wir haben sehr viel Spaß daran, den Fluff breit auszuspielen, so dass er in einigen Runden mehr Raum einnimmt, als das, was man klassisch "Abenteuer" nennt.
 

Erbschwein

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Hallo,

....Ich habe genau, auch die Meinung. Das man die Zwischen-Squencen ruhig Aus/spielen kann, könnte und darf.
Klar gibt es Momente wo SL/SPL sich da auseinander gehen. Das ist nun Mal, ein Wort was gereicht hätte. Was nicht getan wurde. Es geht trotzdem weiter.

Vielleicht hatte der SL auch ein Plan. Oder. Die Spieler hatten ein Plan.
 

Screw

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Ich habe bei meinen Runden die Erfahrung gemacht, dass "Downtimes" wie von selbst mit Zueg gefüllt werden und neue Abenteuer/Runs mit sich bringen ... bis ich mich darauf eingestellt habe und die Gruppe aus dem nichts nach einem Schwarzen Brett für Abenteuer/Runs sucht. Daher bin ich dazu übergegangen, immer ein paar Abenteuer/Runs vorbereitet herumliegen zu haben, die nichts mit dem sonstigen Geschehnissen zu tun haben.

Als Spieler ist mir aufgefallen, dass es nach Abenteuern immer so viel am Tapet gibt, dass in der Downtime so viel Storyentwicklung passiert, dass effektiv nichts mehr für die Charakterentwicklung übrig bleibt. Kleines Beispiel:
Mein Aarakocra-Barbar hat beim letzten Kampf gegen einen roten Drachen das Artefakt zerlegt, das den Drachen zu einem Sklaven gemacht hatte. Der hat daraufhin sofort den Kampf eingestellt und sich ergeben, aber der MacGuffin hat den Drachen in tausend kleine Stückchen zerblasen. Ich hätte den MacGuffin (SC-Charakter, abwesender Spieler, von bösem Wesen besessen) dafür beinahe geköpft - er hat MEINEN GEFANGENEN roten Drachen unter MEINER AUFSICHT einfach hingerichtet. Jetzt nutzt der liebe Halas Yec vom Clan der Yec die Downtime dafür, jemanden zu finden, der einen roten Drachen wiederbelebt.
 

Ascaso

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Downtimes sind mir als Spieler am liebsten, da ist dann endlich mal Platz für RP and Charakterentwicklung, und es kommen nicht ständig diese langwierigen und lästigen kämpfe dazwischen.^^
Also ja, etwas überspitzt, aber mit der richtigen Gruppe ist das tatsächlich oft mein Favorit. Wobei besagte Downtime, wenn richtig genutzt, dann im Prinzip wieder teil einer generellen Plotentwicklung ist.

Als SL der in erster Linie Sandboxen bespielt, nutze ich Downtimes am ehesten für Zeitsprünge. Da eh sehr viel Persönliches und nach Eigeninitiative gespielt wird, macht es dann schon ab und an mal Sinn etwas Zeit zu überspringen anstatt jeden Tag auszuspielen. Aber natürlich wird auch diese Form der Downtime ausformuliert.
 

Ric Master

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Bei mir könnte es derzeit unterschiedlicher nicht sein.

Meine WH40K Runden sind nicht mehr als TV-Procedurals, in denen der Fall der Woche geklärt wird. in den Downtimes und Reisen im Raumschiff wird nur deklariert, dass man trainiert. Kein Interesse an Rollenspiel ausserhalb seines Parts im "Mission Impossible"/NCIS Team. Trotzdem schaffen es einige Spieler, die Charaktere dreidimensional darzustellen. Jegliche Animation meinerseits, mal Downtime zu spielen, wurde mit "Ja, ja, ja, mach nu Dein neues Abenteuer" beantwortet. Da dies auch irgendwie ein Kompliment für meine Abenteuer ist, nehme ich das achselzuckend, aber auch etwas geschmeichelt, hin.

Das Gegenteil ist meine Teilnahme in Deadlands Classic als Spieler. Da ist der RPG-Faktor und die Downtime etwa 90 % des Spiels. Das Monster der Woche kommt da irgendwie nur am Rande vor und viele Spieler sind ingame neugierig, sowas übernatürliches zu verfolgen, aber die meiste Zeit wird mit einer Lovestory, der Planung eines Theaterstückes oder meinem konstanten Streit mit dem inkompetenten Koch des privaten Zuges, in dem wir derzeit reisen, genutzt. Der "Imbecile" kennt gerade mal Pfeffer und Salz, Bohnen und Eier. Sowie weiteren Alltags-Geschichten.

In der D&D Runde, in der ich einen adeligen Helden spiele, wird privat Drachenschach gespielt, arrogant-dekadent-hedonistisch gelebt und etwas Lokal-Politik betrieben. Hauptsache komplett nutzlos bleiben .;)

Meine Quintessenz: Es liegt an der Gruppe, was sie präferiert, noch nicht einmal so am SL.
 

hexe

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Na ja, bei der letzten SL, bei der ich Downtime ausspielen wollte, wurde es abgewürgt. Ich dachte mir, cool jetzt geht endlich das Rollenspiel los, aber dann war es vorbei. Ein bisschen schade. Es liegt also schon auch an der SL. Oder zumindest der Gedanke, dass man so etwas ausspielt muss dem SL Hirn schon mal gekommen sein.

Gerade bei der gestrigen Sitzung war die letzte Stunde des Abends ein Tischgespräch unter den SCs beim Frühstück. Da merkt man als SL, dass man gar nicht so viel planen muss, weil sie einfach ihre eigenen Problemchen haben und damit umgehen. Wobei es dann zufällig über Sachen ging, die wir OT vor über 15 Jahren ausgespielt haben, aber immer noch Präsent sind. 🤪
 

Erbschwein

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Hallo,

...als Abenteurer ist man Unterwegs, auch wenn die Abenteuer im Umland sich befinden. Dann kommt die Frage auf, ob sie Genug Nahrung haben oder sich durch Jagen und Nahrungssuche die Zeit etwas verlängert. Dann sollte der -SL- schon ein neues Abenteuer parat halten. Ansonsten wird es, wie im Winter ein Quartier zu beziehen und Ihre Zeit und Gold ausgeben zulassen. Ob man dieses ausspielt oder nicht, ist eine Haltensweise. Man könnte aber in der Zeit z.B.: ein Städte, oder Dorf Abenteuer bespielen. Man könnte aber auch bei der Stadtwache Trainieren, die würden sich freuen um Zahlende Goldstücke. Wenn man die Zauber, bei Rolemaster, genauer anschaut kann man auch in kürzeste Zeit Gegenstände herstellen. Die Religion-Berufe werden sich wohl in Klöster/Tempel usw. sich erfreuen um Aufnahme. Man kann seinen Dienst an der Religion tun und die Gegenstände abzugeben und man kann erzählen was alles geschehen ist, wie es in der Welt steht. Etwas Nahrung und ein Warmes Bett bekommen und eventuell Trainieren oder den einen oder anderen Zauber erlernen dürfen und zu trainieren.

Eventuell auch nach Rang und Ehre, Im Gegenzug, einen Gegenstand bekommen.

Ein Magiekundige könnte neue Zauber von der Zauberwerkstatt/Zauberakademie bekommen.

Es gibt Möglichkeiten es zu bespielen.
 
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