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Thema des Monats [Januar '19] Spezielle Systeme für Settings vs Univeralsysteme - Wer findet wo mehr Spaß?

Dieses Thema im Forum "Von Welten, Leuten & Abenteuern" wurde erstellt von hexe, 1 Januar 2019.

  1. hexe

    hexe Held Magistrat Pen & Paper Rollenspiele

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    Alles bespielen und nur ein Regelwerk lernen hat seine Vorteile. Wer braucht regeltechnisch schon einen Unterschied, ob man einen Feuerball oder eine Handgrante wirft? Eigentlich will man sich eh nicht viel mit trockenen Regeln beschäftigen, sondern lieber einfach nur Looten oder einfach nur spielen. So ein SC hat immer ähnliche Eigenschaften und macht ähnliche Sache, egal in welchem Setting. Ein Regelwerk reicht völlig. Wo sonst kann sich eine Nato-Spezialeinheit ein Scharmützel mit einer Rebellentruppe in einer Steam-Fantasywelt liefern?

    Oder sollte die Welt, das Götterwirken, die Magie oder sonstigen übernatürlichen Kräfte schon irgendwie zusammen passen? Soll die Atmosphäre der Welt sich auch im Setting wieder spiegeln? Soll ein Star Wars Rollenspiel sich eben die Star Wars anfühlen? Inklusive, dass diese Typen mit den weißen Rüstungen halt nie etwas treffen und die SCs der Geschichte auf cineastische Weise alles lösen? Oder wäre Shadowrun ohne ein Sackerl voll W6 kein Shadowrun mehr?
     
    Sameafnir und Ancoron gefällt das.
  2. Zylerath

    Zylerath Streuner

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    Ich habe mich mit GURPS und dem D6 System intensiv auseinander gesetzt.

    Beide Systeme sind, nach meiner Meinung, wunderbar spielbar. Wichtig ist hier die Grenzen des zumutbaren Regelwerk-Overkills nicht zu überschreiten. Insbesondere GURPS bietet für so ziemlich alles eine Regel. Einfach furchtbar!

    Die Vorteile eines generischen Systems liegen, meines erachtens, nicht in der Switchbarkeit der Charekter, denn den Wunsch meinen Cybersamurai in einem Fantasy-Setting zu spielen hatte ich nie (halt ich auf für bekloppt und öde), sondern in der Möglichkeit mit einem Satz Regeln so ziemlich alles auf die Beine zu stellen, was man sich nur vorstellen kann.

    Das bietet für den SL und für die Spieler unglaublich viele Vorteile. Mit einem guten Satz Regeln wirst du nicht merken, dass es das "falsche" Regelwerk ist, da die Stimmung stimmt. Darüber hinaus musst du nur einmal die Regeln lernen und die gelten einfach immer.

    Wohlgemerkt gilt das immer nur für ein "gutes" Universalsystem. Man kann aus jedem guten Setting mit bekloppten Regelwerken den Spaß rausprügeln.
     
  3. MrLighz

    MrLighz Neubürger

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    Nun, ich bin der Typ Spieler, der die Regeln meist nur als Mittel zum Zweck benötigt. Universalsysteme biete da die Möglichkeit vieles über einen Kamm zu scheren. Wenn es gut durchdacht ist, hat man so ein einfaches Regelwerk und kann viel damit abbilden. Der Vorteil von allgemeinen Regelsystemen ist, dass man eben viele Möglichkeiten hat, gerade wenn es in Richtung Multidimensionalität oder Zeitreisen geht. Und ja, ich habe auch schon einen SL gehabt, der das in SR 3 geschafft hat eine Zeitreise in die Welt von Earthdawn zu machen (auch mit den entsprechenden Helden-Gegnern und Ihrer Disziplinen und einzigartigen Talenten) - aber das hat glaub ich auch ne verdammt große Menge an Vorbereitung gebraucht (mal abgesehen davon, dass man beide Regelsysteme kennen muss). In einem generischen System wäre dies sicher einfacher gewesen - aber vielleicht auch nicht so spektakulär. Immerhin konnte keiner der SR Charaktere verstehen, was da passierte oder wie das Fadenweben funktionierte usw.

    Wichtig finde ich vor allem, dass ein Regelwerk Sinn macht und möglichst Würfelarm ist. Ich habe Systeme direkt zur Seite gelegt, die nach jedem Schuss per W6 prüften, ob man noch Munition in der Waffe hatte - also konnte ein Söldner oder Profi Kopfgeldjäger nach 1 Schuss eine leere Waffe haben und ein Waffenneuling aus einem Revolver ohne Nachladen mehrere 10 Schuss abfeuern, nur wegen Würfelglücks.
    Ganz schlimm finde ich die Regelwerke, die alles erschlagen aber ohne den Spielleiter gar nicht nutzbar sind. Ich glaube Hero systems war so ein System (damals, als ich damit in Kontakt kam) - man konnte alles abbilden aber es gab auch ne menge Möglichkeiten zum Minmaxen, die der SL (und Spieler) erstmal verstehen musste.

    Entscheidend ist aber mehr das, was die Spieler daraus machen und wie flexibel diese sind. Ich kenne Spieler, die - bewusst oder auch unbewusst - eine... sagen wir Begabung haben, ein Regelwerk so zu nutzen, dass ein Charakter entweder komplett nichts kann oder übermächtig scheint. Hier ist natürlich auch ein SL gefordert. Hier scheinen kompakte und dedizierte Regelwerke durchaus besser da einfacher überschaubar zu sein.
    Und JEDES System hat seine Schwächen, je nach dem wie man Regeln auslegt oder auslegen will.

    nur meine 0,02€
     
  4. Kuma

    Kuma Bürger

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    Also ich muss leider sagen irgendwie weder ich mit den Universal Systemen wie FATE oder GURPS nicht so zurecht. Ich weiß auch nicht irgendwie ist das nix für mich. Es kommt mir irgendwie so vor als würde etwas fehlen.

    Was mich aber sehr interessiert wäre das D6 System. Hat da zufällig jemand einen link oder eine Seite? Ich hab früher sehr gerne Star Wars D6 gespielt :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2019
  5. Elpetteh

    Elpetteh Bürger

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    Also ich persönlich bin eher ein Freund von spezialisierten Systemen.
    Die meisten Systeme haben neben dem Flair der Spielwelt ja auch andere besondere Eigenschaften, seien es Powers, Karma etc und wenn wir Star Wars spielen soll es sich ja auch beim Würfeln anders anfühlen als zum Beispiel DSA.
    Universalsysteme sind mir meistens zu unpersönlich und steril und sind meistens auch zu kompliziert und komplex, da geht mir häufig das Rollenspiel zu sehr zwischen den Regeln unter.
    Spezialisierte Regelwerke sind ja in der Regel dazu geschaffen um die Eigenheiten einer Spielwelt zu fördern und haben häufig Alleinstellungsmerkmale und Besonderheiten, die das Spielen mit eben diesen Regeln einzigartig machen.
     
  6. Sameafnir

    Sameafnir Legende Magistrat Bücher, Filme, Musik

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    Also ich kann die Frage eigentlich nur sehr gefühlsmässig beantworten. Für mich sind eigene Regelsysteme, die auf eine Welt zugeschnitten sind schon eine prima Sache und damit bin ich "groß" geworden im Rollenspiel. Erst viel später kam dann auch D6 für unterschiedliche Systeme (u.a. Star Wars), was auch sehr spassig ist und auch "passt". Wenn man sich nicht allzusehr an den Regeln "festbeisst" dann halte ich Regeln durchaus auch für eine Bereicherung im Spiel und finde es auch schön, wenn es da von Regelsystem zu Regelsystem, von Welt zu Welt anders gehandhabt wird. Oder andere Würfel und/oder Effekte (D10, explodierende 10en wie bei 7te See) oder so zum Tragen kommen. Das gibt dem System noch so einen kleinen Kick.

    Aber natürlich spiele ich auch "nur" 2-3 Systeme und andere Systeme meist als "One-shot" von daher ist es auch ok sich in die 2-3 Regelwerke einzulesen. Für Leute, die eher viele unterschiedliche Welten/Systeme kennenlernen wollen hat ein universales Regelwerk sicherlich Vorteile.
     

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