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Thema des Monats August '18 Illustratoren und Ihre Kunst, die Macher im Schatten von RPG?

Dieses Thema im Forum "Tante hexes Teestube - Neulinge willkommen" wurde erstellt von Sameafnir, 8 August 2018.

  1. Sameafnir

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    Liebe Mitbürger,

    mit etwas Verspätung unser Augustthema - man möge es mir verzeihen ... ich schiebe es einfach auf die Hitze und das "matschige" Hirn! ;-)

    Jedes Mal, wenn ich ein Regelwerk in die Hand nehme und durchblättere wird der erste Eindruck stark von den Illustrationen bestimmt. Sind diese intensiv und dem Rollenspielthema angepasst umso mehr. Sind sie hingegen aus meiner Sicht „hingewatzt“ oder unpassend, dann lege ich das Buch auch schon mal weg, ohne weiter reingeschaut zu haben.

    Positive Beispiele für supertolle Illustrationen, die ich immer wieder gerne nenne, sind 7th Sea und Degenesis. Splittermond hingegen sind zwar schön gezeichnet, mir persönlich aber zu „kindlich“ in Ermangelung eines besseren Adjektivs.

    Für mich sind also die Darstellungen, Zeichnungen der Charakter oder der Welt sehr wichtig und prägen meine Auswahl an RPGs mit. Klar, natürlich ist auch das eigentliche Thema erstmal bestimmend, sprich steh ich eher auf Endzeit Apokalyptisch oder eher auf Fantasy à la Tolkien usw.

    Aber gerade die künstlerische Umsetzung oder Artwork bei Degenesis von Marko Djurdjevic um nur einen zu nennen, hat mich angesprochen.

    Auf Con's, wenn ich s denn mal hinschaffe nehme ich mir daher auch immer Zeit bei den meist anwesenden Illustratoren zu schauen, ein Schwätzchen zu halten und auch gerne mal die eine oder andre Zeichnung käuflich zu erwerben. Es ist echt interessant die Menschen „in echt“ zu sehen, die hinter der kreativen Darstellung von Welten und Charakteren stehen. Auch wenn viele hinter den Kulissen oder zumindest im Halbschatten der Spielewelt bleiben oder nur online nachzuschlagen sind.

    Wie sieht das bei euch aus. Welche Rolle spielen die „bunte Bilder“ und die sie erschaffen im RPG für euch?

    Für Interessierte hier noch ein paar links zu Illustratoren: (freue mich auf auf jedwege andere links von euch!):

    Caryad – Illustration & Artwork

    illucity: Verena Biskup | Illustration

    http://www.elifsiebenpfeiffer.de

    Marko-Djurdjevic on DeviantArt

    Browse Popular All Time | DeviantArt
     
  2. Tufir

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    Nun, Links habe ich keine, aber Senf kann ich zugeben.

    Die Bilder in den Splittmondbüchern würde ich weniger als „kindlich“ bezeichnen sondern eher als comichaft. Einen ähnlichen Stil haben die Zeichnung in Mutant: Jahr Null. Kunststück - sind sie doch vom selben Verlag.

    7te See dagegen finde ich gar nicht sooo gut (aber auch bestimmt nicht schlecht). Sie erinnern mich immer ein wenig an die furchtbar bunten und kitschigen 50er und 60er Piratenfilme aus Hollywood mit Erol Flyn und Konsorten (Ja, ich bin so alt, dass ich mich daran erinnere).

    Bei Degenesis stimme ich absolut zu. Die Illus darin sind im Moment der Gipfel. Auf der anderen Seite steht Paul Bonner mit seinen Bildern in den Trudvang Chronicles dem nur ganz leicht nach und auch Martin Bergström, der für Symbaroum und Coriolis die Illus gemacht hat, ist nicht zu verachten.

    Bei Lex Occultum wird ein ganzes Team internationaler namhafter Künstler für RiotMinds (Trudvang Chronicles) tätig sein und ich bin schon ganz besonders gespannt auf diese Bücher.
     
  3. Sameafnir

    Sameafnir Konsul Administrator Rezensionsredaktion

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    @Tufir ja comic-haft trifft es besser, was die Zeichnungen / Artwork in Splittermond angeht. Da ich mit diesem ganzen Manga-Gedöns nichts anfangen kann, passt das ja dann auch wieder! :)

    Und Stimmt ja die Illustrationen in Trudvang Chronicles habe ich ganz vergessen zu erwähnen, die sind echt super und das auf ihre ganz eigene Art und Weise! Was ich da auch total toll finde, ist dass die sehr gut zur Welt passen. Das ist glaube ich auch eine Kunst, die Illustrationen von Hintergründen und Charakteren der Spielewelt entsprechend zu gestalten. Hier noch zu nennen ganz sicher Star Wars mit den ersten Rollenspielbüchern und den vielen Aliens, als Beispiel.
     
  4. SoulReaper

    SoulReaper Ältester Spielleiter Schnupperrunden

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    Ich würde nicht sagen, dass die Illustration der entscheidende Grund für mich ist, ob mir ein Rollenspiel gefällt. Aber sie können sehr stark dabei helfen. ;)

    Die für mich herausragenden Systeme (Degenesis und Trudvang Chronicles) wurden hier ja schon genannt. Marko von Degenesis ist ja selber auch kein Rollenspielautor sondern Illustrator und sah sein Rollenspiel immer eher als eine Spielwiese, um sich kreativ austoben zu können. Wahrscheinlich scheint er deswegen auch immer der französischen Fangemeinde etwas näher zu stehen als der deutschen, weil ich das Gefühl habe, dass der künstlerische Aspekt immer etwas mehr gewürdigt wird. Dazu kommt für mich aber auch immer, dass mir Hintergrund und Spielsystem von Degenesis schon immer sehr gut gefallen haben. Und nur zusammen ist Degenesis dann das, was es heute für mich ist.

    Zum Thema Endzeit und comichafte Illustrationen solltet ihr übrigens mal einen Blick auf Endland werfen, dass ebenfalls von Marko illustriert wurde. Das ganze System ist sehr viel pulpiger und die Bilder erinnerten mich von Stil her an die Comics von Frank Miller. Und meine Spieler und ich hatten einige sehr spaßige Stunden damit. Mit etwas Recherche kommt man übrigens auch heute noch an legale freie PDFs.

    Wie zu Anfang gesagt, sind die Illustrationen für mich aber nicht alles. Ich mag zum Beispiel auch sehr das Rollenspiel Lodland, obwohl ich es für grottenhässlich halte. Aber hier überwiegt für mich der Spaß an der interessanten Spielwelt und den funktionierenden, einfachen Regeln.
     
  5. Theo

    Theo Anwärter

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    Ich muss zugeben, dass die Illustrationen für mich eigentlich fast gar keine Rolle spielen.
    Was, wenn ich jetzt einmal darüber nachdenke, seltsam finde. Ich selbst bin Hobbyzeichner und verbringe somit viel Zeit in meinem Leben zu zeichnen und mir die Kunst von anderen anzuschauen.
    Vielleicht ist das aber auch genau der Grund warum es für mich keine Rolle spielt? Ich verbringe sonst so viel Zeit damit in meinem Leben, das wenn ich über Abenteuer nachdenke mein Fokus auf dem Inhalt des Geschriebenen ist, der Fokus für Kunst wird ja bereits anders ausgelebt. Abgesehen davon, wenn ich etwas lese habe ich immer direkt im Kopf wie ich es zeichnen würde und die Illustrationen sind das nicht. Und falls ich diese in einem Abenteuer wirklich grausam finden würde, könnte ich immer noch versuchen es besser zu machen. (Und entweder dann stolz sein, weil mir mein Ergebnis besser gefällt oder die Klappe halten, weil ich es nicht besser hin bekomme.)

    Ganz abgesehen davon spiele ich nur AD&D 2e und ja, da sind viele Zeichnungen... Geschmackssache? Man kann meistens erkennen, wann die Bücher ungefähr veröffentlicht wurden, da die meisten Künsterler/innen einen Stil haben der sehr typisch nach dieser Zeitperiode aussieht. Mein Fall ist er zum Beispiel nicht, ich freue mich immer über jede Illustration welche nicht in diesem typischen Stil ist. Aber abhalten tut mich das überhaupt nicht.
    Ich zeige auch lieber nicht zu viele Bilder aus dem Abenteuer, schließlich haben meine Spieler alle Fantasie und können diese einsetzen. Sobald es halt für das Verständnis wirklich wichtig ist, zeige ich auch mal ein Bild (aber meistens sind das nur Maps).
     
  6. sonic_hedgehog

    sonic_hedgehog Legat Warehouse 23 Rezensionsredaktion

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    Seit der Ankunft der Vollfarb-Regelwerke haben Illustrationen deutlich an Bedeutung gewonnen. Ich denke da an die alten DSA-Regelwerke mit Klammerbindung - schwarz-weiß, innen ein buntes Potpurri an Illustrationen - mal gut, mal da. Da ist das inzwischen etwas anderes - gerade Degenesis, Trudvang, Coriolis - das wirkt alles wie aus einem Guss.

    Und trotzdem kenne ich nur die wenigsten der Künstler beim Namen.
    Zum einen, weil ich (im Gegensatz zu Brettspielen) im Impressum nach den Künstlern suchen müsste und dann immer noch nicht sicher einzelne Bildern den Künstlern zuordnen kann (es sei denn, die Signatur wäre erkennbar). Vielleicht gehören Künstler auch aufs Cover? Andererseits - was macht man dann mit reinen Auftragsarbeiten und verschiedenen Künstlern?
    Zum anderen aber, weil die Illustrationen dennoch nur Beiwerk sind. Beiwerk, dass den Lesegenuss erhöht, aber eben nur die zweite Geige spielt.
     

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