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Buch Nacht über Herathis, Splittermond - Band 1

Dieses Thema im Forum "Rezensionen" wurde erstellt von Sameafnir, 15 April 2017.

  1. Sameafnir

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    Titel: Nacht über Herathis
    Author: Anton Weste
    Genre(s): Roman - Rollenspiel
    Aufmachung: Taschenbuch
    Verlag: Feder & Schwert; Auflage: 1. Auflage
    Erscheinungsdatum: 1. Auflage, 16.03.2017
    ISBN-13: 978-3867622790
    Preis: € 8,99 (ebook) / 12,95 (Taschenbuch)

    °O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°

    Da wir in meiner Spielerunde vor einiger Zeit in die faszinierende Rollenspielwelt von Splittermond eingetaucht sind, war ich sehr gespannt auf diesen ersten Roman, dessen Hauptziel sicherlich ist, Rollenspieler für diese Fantasiewelt zu begeistern. (Wir sind SEHR begeistert vom Rollenspiel!)

    Es ist mutig, dass Anton Weste dafür als Hauptprotagonisten ausgerechnet zwei Meuchler / Assassinen ausgewählt hat, gerade für den ersten Band der Splittermondromane. Aber sei's drum. Wir tauchen gleich ein in die Handlung: Mord. Für den „schwarzen Dorn“ und „Pitt“ die Gnomin ist das eigentlich ihr täglich Brot. Sie gehören der Gilde der Langen Messer von Herathis an. Die Meuchlergilde, man nennt sie auch erfürchtig „Schattenklingen“. Der Mensch „Dorn“ und die Gnomin Pitt, bilden ein eingespieltes Duo, welches ihre Aufträge gemeinsam ausführt. In der Sprache der Meuchler heisst das dann „einen Kunden bedienen“. Sehr neutral formuliert für ein doch eher abstoßendes Handwerk. Im Gegensatz zur Gnomin, führt Dorn ein Doppelleben, um seine Meuchlertätigkeit geheim zu halten. Im „normalen“ Leben von Herathis ist Dorn, Vasco, ein einfacher Schankbursche, der in der Taverne zum Säufermond (ein überaus passender Name für eine Taverne im Splittermond!) seiner Schwester Leta arbeitet. Zu Beginn lernen wir den Schwarzen Dorn kennen, als er in Lamera in einer Kerkerzelle darauf wartet hingerichtet zu werden, nur um kurz vor der Hinrichtung unter Verwendung einiger Tricks und Meuchlernerven den dortigen Tyrannen Mordaki zu „bedienen“, was sich natürlich als sein Auftrag herausstellt.


    Zurück in Herathis, geschehen dort plötzlich mehrere Morde hintereinander, die zunächst in keinem Zusammenhang miteinander stehen, so scheint es zumindest. Die Gilde der Langen Messer erhält in der zwielichtigen Zymina eine neue Anführerin. Zeitgleich stehen in Herathis Magistratswahlen an und einer der Bewerber, ein Gnom namens Galatus von Thylaion setzt alles daran diese Wahl für sich zu entscheiden. Der Feenmarkt, ein krellbunter, mystischer aber auch dunkler Ort voller Magie an dem man Allerlei Feengut erstehen kann, steht ebenfalls im Fokus der Geschehnisse. Den Feenmakrt betritt man besser nur im Geleit eines Fadengängers, denn die Wege dort sind verschlungen und nicht jeder Pfad ist auch ein Pfad ... Umso verwunderlicher, dass trotz Fadengänger immer mehr Besucher verschwinden und nicht mehr auftauchen! Auch die Stadtgarde unter Hauptmann Bormund steht diesen Vorkomnissen machtlos gegenüber. Die Stimmung in der Stadt erreicht eine gefährliche Mischung aus Argwohn, Angst und Haß! Ein Pulverfaß!
    Als Zymina einen neuen Auftrag für Dorn und Pitt hat, müssen sich beide entscheiden in welche Richtung ihre Wege sie führen werden …und was ist Ihnen wichtiger: Gold oder Moral?

    Fazit:
    Die Geschichte hat insgesamt wenig Tiefe und entwickelt sich in fast typischer Rollenspielmanier auf ihren leider leicht vorhersehbaren und nicht wirklich überraschenden Höhepunkt. Die Protagonisten sind zwar schön beschrieben und man kann sich auch bis zu einem gewissen Grad mit Ihnen identifizieren, sie sind aber auch für Meuchler sehr naiv. Auch sprachlich ist der Roman auf eher einfachem Niveau. Als Einstieg in die Welt Lorakis eignet sich der Roman dafür aber ganz gut. Man lernt quasi nebenbei vieles über Lorakis und seine Bewohner. Insgesamt aber nur ein durchschnittliches Lesevergnügen. Etwas mehr Spannung in der Handlung hätte dem Roman wirklich gut getan. Man darf trotzdem gespannt sein, wie diese Romanreihe fortgesetzt werden wird!

    Herzlichen Dank an den Feder & Schwert Verlag, der diese Rezension durch das Rezensionsexemplar unterstützt hat.



    °O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°°O°

    [30/40] - Handlung
    [30/40] - Stil
    [06/10] - Aufmachung
    [06/10] - Preis/Leistungs-Verhältnis

    72% - gesamt

     
    Marc Aurel gefällt das.
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    Ich hab dazu mal eine etwas abseitige Frage: Aus anderer Quelle habe ich erfahren, dass in diesem Roman ein Tag beschrieben wird, an dem alle drei Monde im Vollmond stehen. Weißt Du zufällig, ob zu diesem Tag auch das Datum genannt wird? Das bräuchte ich nämlich dringend, weil ich gern einen Mondphasenkalender für Lorakis bauen würde...
     
  3. Sameafnir

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    Stimmt ... müsste ich mal nachschlagen ... mach ich....
     
  4. Rhizom

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    Danke!!!
     
  5. Sameafnir

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    Also, ..
    das Eigentliche im Buch passiert am Forschtag, 17. Blütenmond 991 LZ, mehr hab ich nicht gefunden ...
    weiss nicht, ob dir das hilft?
     
  6. Rhizom

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    Cool! Danke Dir! Das hilft sehr, besonders, weil ich jetzt weiß, dass der 17. jedes Monats ein Forschtag ist und der 1. somit immer ein Mondtag, wie ich schon vermutet hatte. Super! Das waren die Informationen, die noch gefehlt hatten, um meinen Mondphasenkalender fertig zu bauen. Jetzt ist das eingefügt und fertig :D

    Wenn Ihr also demnächst mal wissen wollt, wie an welchem Tag die Monde standen... einfach Bescheid sagen. Mein Programm berechnet das in Hunderstelsekunden.

    Aber das war jetzt wohl genug off-topic. Sorry!
     
  7. Sameafnir

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    Gern geschehen und passt schon. Ist ja immer noch Splittermond-Thema! ;-)
     
  8. Rhizom

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    So, ich habe es jetzt auch endlich geschafft, diesen Roman durchzulesen. Auf der Ratcon hatte ich ihn gekauft, also vor über einem Vierteljahr. Dass ich ihn jetzt erst fertig habe spricht schon Bände darüber, wie langweilig der ist. Erst als ich mich irgendwann dann doch mal bis Seite 150 oder so durchgekämpft hatte, gings dann doch auf einmal spannend -- trotz der wirklich recht vorhersehbaren Handlung.

    Mit @Sameafnirs Fazit kann ich vollständig übereinstimmen. Lesenswert ist der Roman auch meiner Meinung nach hauptsächlich für Leute, die sich in Lorakis einfinden wollen.

    Was ich aber ganz ganz schlimm fand, ist, dass die Story eigentlich nur aus der Widerholung zweier Elemente besteht: 1. Protagonisten sind gefangen. 2. Protagonisten befreien sich oder werden befreit. Und das Wechselspiel zwischen diesen beiden Elementen geschieht immer und immer wieder. Extrem ermüdend.
     

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