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Thema des Monats [Dezember 17] Was ist das Geheimnis einer lange bestehenden P&P Spielerunde? Oder ist es gar keins?

Dieses Thema im Forum "Von Welten, Leuten & Abenteuern" wurde erstellt von hexe, 2 Dezember 2017.

  1. hexe

    hexe Held Magistrat Pen & Paper Rollenspiele

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    16 Jahre. Meine Runde - das heißt mit mir als SL - besteht seit Oktober 2001. Bei unserem ersten Treffen in einem Café, in dem sich vier weniger bekannte Leute getroffen haben, um in Zukunft gemeinsam Rollen zu spielen, haben wir noch mit DM bezahlt. Zwei Personen davon treffen sich noch immer jede Woche, um diese Kampagne diesen Charakter weiter zu spielen. Ingame sind nur ein paar Jahre vergangen, denn wir spielen recht viel aus.

    In der Zwischenzeit hat diese Runde 12 Spieler kommen und gehen sehen (die einmaligen Vollspacken nicht mit gerechnet). Mit Nummer 13 befinde ich mich gerade auf Charaktersuche, sie wird wahrscheinlich nächstes Jahr dazu stoßen. Manche Würfel am Tisch sind älter als unsere jüngsten Mitspieler.

    Es wurden Ausbildungen oder das Studium beendet, neue Arbeitsstellen gesucht und Familien gegründet, trotzdem läuft das Hobby weiter.

    Haben wir ein Geheimnis? Wie sieht es bei Euch aus?
     
  2. Tufir

    Tufir Avenger Spielleiter Schnupperrunden Rezensionsredaktion

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    Hhhhmmmmmm,

    Ich habe 2 Spielerinnen in meiner Gruppe (meine Frau und @Sameafnir), die seit 1986 oder 1987 mit mir spielen. Unser Ex-Finanzminister @Turmalin ist seit 1989 dabei und die aus der Rezi-Redaktion bekannte @Jalokin seit 1993 oder 94. Danach folgt @Kellvren der 2000 oder 2001 zu uns stieß. Gemeinsam sind wir durch aventurische Welten, cthuloide Sphären, Traveller Weiten und die 7te See gereist und derzeit auf Lorakis aktiv. Unsere letzten beiden Gruppenmitglieder sind seit 5 bzw. 3 Jahren dabei. Andere Spieler hanen es deutlich kürzer ausgehalten von dem 1-Tag-Spieler bis hin zu Gastspielereien.

    Der 6-köpfige Kern unserer Gruppe kommt also auf rund 150 Jahre RPG-Erfahrung. Haben wir ein Geheimnis? Ja, jedes Jahr im November schließen wir uns für eine Woche zum ungestörten Rollenspiel ein und müssen dann auch das reale Leben gemeinsam meistern - und dies seit nunmehr 17 Jahren jedes Jahr. Das schweißt zusammen.
     
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  3. SoulReaper

    SoulReaper Gelehrter Spielleiter Schnupperrunden

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    Seit ich vor gut 12 Jahren mit Rollenspiel angefangen habe, spiele ich eigentlich immer mit mindestens einer Person aus unserer Startrunde. Die Personen aus jener Runde haben mit der Zeit zwar ein paarmal gewechselt. Abgesehen von ein paar Runden, bei denen man nach ein paar Wochen gemerkt hat, dass es nicht passt, ist die kürzeste Gruppe, in der ich spiele, immerhin auch schon 2 Jahre alt. Das kann zwar nicht wirklich mit den beiden Beispielen oben mithalten, aber immerhin. Dafür spielen wir auch fast jede Woche, die Ausfälle lassen sich fast an einer Hand abzählen.

    Ich denke, es gibt eine ganze Reihe an Tricks, die eine Gruppe lange am Leben hält. Am wichtigsten finde ich dabei, dass alle Beteiligten das Projekt Rollenspielgruppe gleich ernst nehmen und sich auch im Klaren darüber sind, dass sie durch regelmäßiges Spielen den anderen den Spaß verhageln können. Dan sollte es am besten mindestens zwei in der Gruppe geben, die die anderen immer ein wenig auf Trab halten, also die Disziplin bei den Terminen hochhalten. Ein Rollenspielwochenende in einer Ferienwohnung haben wir letztes Jahr auch gemacht, das hat auch einen guten Schwung gegeben.
    Der wichtigste Tipp für mich ist aber: Regelmäßigkeit! Die Spieltermine sollten am besten zu einer Art festem Termin im Alltag werden (sofern das möglich ist, natürlich). Und auch wenn ein paar Leute fehlen, und man deswegen gerade an der Kampagne nicht weiterspielen will, sollte sich der Rest trotzdem treffen. Wir spielen dann meist kleine Oneshots mit bestimmten Systemen, die wir dafür auserkoren haben (D&D5, Vampire V20) oder probieren neue Systeme aus. Auf diese Weise habe wir es bisher vermieden, dass der innere Schweinehund für größere Lücken gesorgt hat.
     
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  4. Nord-Nerd

    Nord-Nerd Bürger

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    Ich hab 1992 mit dem Rollenspielen begonnen. Ich habe in der Zeit sehr viele Leute kommen und gehen sehen. Seit 2002 spielt meine Frau mit, seit nun sieben Jahren unser bester Freund. Das ist der momentane Kern. Ansonsten kann ich mich nicht beschweren, was den Zuwachs angeht. Ich habe auch schon Leute zum Rollenspiel gebracht die heute eigene Runden leiten und mir immer noch dankbar sind. Mein Sohn (13) hat das Rollenspielen nun angefangen.

    Mein Rezept für ein langes Rollenspielleben in einer Gruppe ist Freundschaft! Ganz klar. Die Leute in meinen Gruppen sind meistens auch außerhalb der Spielrunden miteinander befreundet; mal mehr, mal weniger. Soll heißen: Wir unternehmen neben dem Rollenspiel noch so einiges an anderen Aktivitäten. Geburtstage werden gemeinsam gefeiert, im Sommer wird zusammen gegrillt, Minigolf gespielt, wir fahren gemeinsam auf Cons wie zum Beispiel die NordCon oder die gamescom usw.. Auch die Familien versuchen wir immer mit einzubeziehen. Oft ist es ja so, dass der/die Ehepartner der Spieler keine Rollenspieler sind. Trotzdem aber laden wir sie gelegentlich mit ein. Am 2. Advent 2017 erst haben wir ein Grillfest veranstaltet, wo dann auch Nicht-Rollenspieler anwesend waren.

    Freunde bzw. Familie in seiner Gruppe zu haben hat auch noch andere Vorteile. Man kennt sich und besonders ich als Spielleiter weiß genau, wie ich sie "anpacken" muss. Ich weiß genau was sie mögen und was nicht. Ich kann mich also sehr gut auf sie einstellen. Somit kann man problemlos über Jahre gemeinsam spielen.

    Das Rollenspiel hat bei uns eine hohe Priorität. Immerhin spielen wir jeden Samstag, Montag und Mittwoch. Da kommen dann auch so einige Stunden zusammen. Wir machen auch kein Hehl aus der Sache. Immer wenn sich "neue" Spieler bei uns vorstellen, weisen wir sie auf diese Ordnung hin und das wir unser Hobby ernst nehmen. Wenn ich einem Fußballverein beitrete, kann ich mich auch nicht im Nachhinein beschweren, wenn ich zwei Mal die Woche Training und am Wochenende ein Punktspiel habe. Man sollte sich schon darauf einlassen.

    Noch ein Rezept für eine möglichst lange bestehende Runde: Reden und Feedback. Auch das ist einfacher wenn man sich gut kennt. Aber gelegentlich mal eine halbe Stunde investieren um zu sehen ob alles in Ordnung ist, macht Sinn. Das habe ich auch gelernt. So wächst die Gruppe zusammen. Auf diese Weise habe ich auch schon Gruppen verlassen. Es passte eben nicht. Lieber ehrlich sein, als sich quälen.
     
  5. sonic_hedgehog

    sonic_hedgehog Ältester Magistrat Pen & Paper Rollenspiele Rezensionsredaktion

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    Ich denke, neben all dem bereits gesagten, kommt auch etwas Glück dazu. Ich bin in meinem Berufsleben inzwischen mehrfach umgezogen. Keiner der Umzüge umspannte weniger als 300 km - und jeder bedeutete das Ende meiner Mitgliedschaft in den bestehenden Gruppen, die jede für sich durchaus eine beachtliche Zeit gehalten hatten. Und der Neuanfang ging mal schneller, mal langsamer vonstatten, wobei sich Berlin für mich schon besonders problematisch dargestellt hatte.

    Daneben: Ja - wenn man sich nicht auch abseits vom Spieltisch versteht, wenn man sonst nichts zu reden hat, dann wird auch die Gruppe scheitern. Und Absprachen, an die jeder sich halten will und auch kann - insbesondere was Spielfrequenz und -zeiten angeht. Das sind für mich die Essentials.
     
  6. puck

    puck Held

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    Amen, Bruder!

    Bleibt tapfer,

    puck
     

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