Dies ist das Thema Fortlaufende Geschichte: Der rote Kristall bei Lagerfeuer als Teil vom (A)D&D.
Vorwort: Wer das Ganze lieber schwarz auf weiß liest, der findet im Anhang ein pdf, so wie Geschichten aussehen sollten.
...
| Umfrageergebnis anzeigen: Wieviele Punkte gebt ihr dieser Kurzgeschichte? | |||
| 1 | | 0 | 0% |
| 2 | | 0 | 0% |
| 3 | | 2 | 20,00% |
| 4 | | 3 | 30,00% |
| 5 | | 3 | 30,00% |
| 6 | | 2 | 20,00% |
| Teilnehmer: 10. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen | |||
![]() |
| | LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
#1
| |||||
| |||||
| Vorwort: Wer das Ganze lieber schwarz auf weiß liest, der findet im Anhang ein pdf, so wie Geschichten aussehen sollten. ![]() Roter Kristall Es ist dunkel. Der Raum um Dich herum ist schwarz. Nur hin und wieder siehst du ein kleines Licht. Es schimmert in einem gelblichen Ton, wenn Du es genauer betrachtest, erkennst du einen faustgroßen Kristall, aus welchem das Licht kommt. Fasziniert blickst Du darauf, das Licht scheint in seinem Inneren zu vibrieren und zu funkeln. Kurz meinst du einen goldgelbes Weizenfeld im Sommer dort Innen zu sehen. Ja, selbst die Hitze der Sommersonne, glaubst Du auf Deiner Haut zu spüren und das grelle Licht scheint in Deinen Augen zu schmerzen. Erschrocken wendest Du Deinen Blick davon da. Wieder umgibt Dich der dunkle Raum. Du fragst Dich, warum Du wohl ausgerechnet hier einbrechen musstest. „Aber die Gelegenheit war so günstig“, geht es Dir durch den Kopf. Niemand hatte Dich bemerkt, als du durch das kleine Klappfenster geschlüpft bist. Nicht einmal der dicke Gnadentöter an der Ecke hatte einen Blick auf Dich geworfen und schwuppdiwupp warst Du auch schon in diesem Keller verschwunden. Zu leicht. Wieder blickst Du Dich angestrengt um, allmählich gewöhnen sich Deine Augen an die Dunkelheit. Langsam wird Dir bewusst, dass es hier noch mehr dieser Lichter gibt. Du gehst vorsichtig ein paar Schritte, Du erkennst zu Deiner Linken und Rechten Regale und Regale, die voller Kristalle liegen und alle funkeln und glitzern in verschieden Farben. Die einen etwas stärker. Die anderen schwächer. Du trittst aus der Regalreihe heraus. Und erkennst weitere Regale mit funkelnden Steinen. Der Raum scheint Dir unnatürlich hoch zu sein. Endlos erstrecken sich Regale mit Leitern an ihrer Seite in die Höhe. Und überall die kleinen Lichter der Steine, die alles in ein seltsames Farbenspiel tauchen, das an jeder Ecke eine anderen Schimmer hat. Erstaunt blickst Du Dich in dem Raum um. Dein Blick schweift über hunderte von kleinen Kristallen. In Deinem Kopf überschlagen sich die Wertschätzungen der einzeln Steinchen, schon allein einer von ihnen muss ein kleines Vermögen wert sein. Weiterhin streifst Du an Regalwänden vorbei, versuchst einen Überblick zu finden, aber es erscheint Dir als unmöglich. Aus welcher Richtung bist du eigentlich gekommen? Erschrocken blickst Du Dich wieder um. „Irgendwie sieht hier alles gleich aus“ sagst Du Dir. Du drehst Dich um, gehst in die Richtung aus der Du gekommen bist, zumindest glaubst Du das. Wieder schlüpfst Du zwischen Regalen und Gängen hin und her. Doch plötzlich fällt Dir ein Stein auf. Von ihm geht ein rotes Licht aus, das die nähere Umgebung erleuchtet. Du bleibst stehen. „Einen der Steine will ich wenigstens mitnehmen“ entschließt Du Dich. Langsam schleichst du auf den Stein zu. Er ist etwa so groß, dass man ihn mit zwei Händen gut aufnehmen kann und er hat sechs Ecken. Die einzelnen Flächen scheinen Dreiecke zu blieben und seine Farbe ist von einem tiefen Rot. „So rot wie Blut“, schießt es Dir durch den Kopf. Für einen Augenblick denkst Du darüber nach, ob es richtig ist den Stein zu nehmen, aber eben nur kurz. Vorsichtig streckst Du Deine Hände nach dem Kleinod aus. Noch einmal streift Dein Blick durch den Raum, ob auch wirklich kein anderer hier ist, dann greifst du mit beiden Händen zu. Plötzlich geht ein Ruck durch Deinen Körper, der Dich Deine Augen aufreißen lässt: Du siehst rot. Im ersten Augenblick scheint alles von Rottönen beherrscht zu werden. Langsam machst Du eine Wand aus, ja eine Felswand. Dir gegenüber ist eine Felswand. Dann spürst Du Schmerzen. Keine heftigen Schmerzen, sondern welche die nicht sehr stark sind, aber dafür nie aufhören wollen. Du machst aus, dass die Schmerzen von Deinen Handgelenken kommen. Dein Blick sucht Deine Hände, jetzt spürst Du es deutlicher. Deine Hände sind über Deinem Kopf und um die Handgelenke liegen schwere Ketten. Ketten, die Dich an der Decke festhalten. Decke? Nein, es ist nur ein kleiner Felsüberhang. Langsam wirst Du Dir Deiner Lage bewusst. Du hängst in einem Schacht. Um Dich herum sind rötliche Felswände. Wenn Du aufsiehst erkennst Du leicht weit über Dir ein kleines Stückchen Himmel. Himmel der mit rötlichen Wolken verhangen ist. Dann wendest Du Deinen Blick zum anderen Ende des Schachts. Du siehst dort unten eine rötlich gelbe Masse, die zu kochen scheint. Jetzt spürst Du plötzlich auch eine unheimliche Hitze, die von unten aufsteigt Deinen Körper passiert, um irgendwann oben zu entweichen. Du spürst wie sich Schweiß auf Deiner Stirn gebildet hat und Dir im Gesicht herunter läuft. Nein, an deinem ganzen Körper bilden Schweißtröpfchen, die an Deinem nackten Körper herunter laufen. Nackt? Ja, Du bist nackt. Wieder blickst du zur brodelten Masse unter Dir, immer wieder steigen dort Luftblasen hervor und lassen die Masse unheimlich blubbern. „Kochendes Feuer“ denkst Du Dir und es kommt näher. Du bist Dir nicht sicher, aber es scheint jetzt weniger weit unten zu sein als vorher. Mit Deinem Blick fixierst einen kleinen Stein an der Felswand gegenüber, wenn die Lava wirklich steigt, dann wird sie ihn bald erreicht haben. Eine Zeit lang meinst Du, es würde sich nichts tun, aber dann setzt sich alles in Bewegung. Immer näher rückt das kochende Feuer an den Stein bis es ihn schließlich verschluckt. Du hoffst, dass die Lava vielleicht wieder sinkt, aber stattdessen steigt sie im Schlot immer weiter. In dem Schlot, in dem Du dummerweise hängst. Du blickst zu Deinen Füßen, die über der kochendes Masse in der Luft hängen. Ein Schweißtropfen löst sich von Deiner Zehe und fällt in den Schacht. Du verfolgst seinen Flug, nur um festzustellen, dass er lange bevor er die Lava erreicht verdampft. Doch sie kommt näher, immer näher. Langsam kriecht sie zu Deinen Fußspitzen heran. Verzweifelt rüttelst Du kurz an Deinen Ketten – vergebens. Selbst wenn Du sie lösen könntest, würdest Du nur in die kochende Lava stürzen. Nach oben ist wohl der einzige Ausweg aus dem sicheren Tod. Irgendwie versuchst Du Deine Beine nach oben zu schwingen. Irgendwie damit Halt an der Decke zu finden. Aber im Grunde zappelst Du nur hilflos herum, während die Lava immer näher kommt. Bald wird sie Dich erreicht haben und Deinen Körper verschlingen. Kraftlos und müde blickst du auf sie herunter. Die Hitze wird stärker und unerträglicher. Eigentlich müsste Dich schon alleine diese unglaubliche Hitze sofort in Brand versetzten. Aber es kommt Dir eher so vor, als ob jemand will, dass Du diese Qualen erlebst. Der Schweiß rennt Dir in Strömen von deinem Körper. Schließlich scheint es unausweichlich. Die Lava ist nur noch ein paar Augenblicke von Dir entfernt. Sie kocht und brodelt unaufhaltsam vor sich hin. Plötzlich trifft Dich einer der herum fliegenden Lava-Tropfen am Bein. Du schreist unwillkürlich auf. Spürst wie sich die Hitze immer tiefer hinein frisst. Unerträgliche Schmerzen erreichen Dich, Du schreist und dann spürst Du es auch an Deinen Füßen, es hat Dich. Ein weiterer Schrei löst sich aus deiner Kehle. Erschrocken öffnest Du die Augen. Es ist dunkel. Vor Dir liegt der rote Kristall. Du sitzt auf den Boden. Deine Hände schmerzen leicht, kleine Brandblasen sind auf den Handflächen zu erkennen. Aber nichts weiter schlimmes. Immer noch starrst Du auf den Stein. Er funkelt rötlich. In Deinen Ohren ertönen noch immer schrecklich schöne Schmerzensschreie. Dann ist alles still. Das Licht des Kristall lässt nach und es wird dunkel.
__________________ Bis bald, dummdidumm | |||||
|
|
#2
| |||||
| |||||
| Er schlägt die Augen auf und ist urplötzlich hellwach. Die vielen, langen Jahre, die seine Glieder so unablässig schmerzen lassen, scheinen auf einmal wie vergessen. War da nicht gerade ein Geräusch gewesen...? Einige Augenblicke bleibt der alte Mann in seinem Bett liegen und lauscht weiter in die tiefe Schwärze der Nacht. Nichts. Vielleicht hatte er sich getäuscht, und seine alten Ohren haben ihm einfach nur einen Streich gespielt. Diesen Gedanken verwirft er allerdings sofort wieder. Es ist seine Aufgabe, bei genau solchen Situationen nach dem rechten zu sehen. Nicht auszudenken, wenn wirklich irgendetwas unrechtes hier vorginge... Langsam steht der bärtige, graue Mann auf, streift eine einfache Robe über seinen dünnen, ausgemergelten Körper und nimmt einen eigenartig geformten Stab zur Hand. Dann öffnet er die Tür zu seiner kleinen Kammer und tritt in den langen, breiten Gang hinaus. Mit dem Stab zeigt er auf eine der großen, metallischen Statuen, die den Weg säumen. In den Augenhöhlen der Statue glimmen kleine, rote Punkte auf und die Statue setzt sich in Bewegung. Sie folgt dem alten Mann, ohne auch nur ein einziges Geräusch zu produzieren. Die Schritte des alten Mannes sind schnell und sicher. Und so hat er schon nach wenigen Minuten und mehreren Treppen, die er hinuntergeeilt ist, eine kleine Tür erreicht. Noch einmal schaut er sich zu dem Golem um, der geduldig hinter ihm auf Anweisungen wartet und vergewissert sich, dass dieser ihn im Notfall verteidigen kann. Dann legt er die Hand auf den Türknauf und dreht ihn langsam...
__________________ I've got ham, but i'm not a hamster! -Bill Bailey | |||||
|
|
#3
| |||||
| |||||
| Vor der Tür zur Halle der Kristalle spielen sich seltsame Geräusche ab und jemand scheint sie von Außen zu öffnen. Hecktisch versucht sich der eben wieder zu sich gekommene zu verstecken, ohne dabei jedoch zu bemerken, dass er den Kristall immernoch nicht weider losließ. Die vielen Regale mit den schwach leuchtenden Kristallen scheinen ganz gute Möglichkeiten für Verstecke abzugeben. Doch könnte ein erneutes aufleuchten des mitgeführten roten Kristalls ihn eventuell verraten. In seiner Panik ist er aber nicht in der Lage sich dieser Tatsache bewusst zu werden. Als sich die Tür geöffnet hat vernimmt er die Schritte von scheinbar zwei Personen. Als er genauer lauscht, bemerkt er jedoch, dass die Schritte von einer der beiden Personen zu schwer und heftig zu sein scheinen, als dass es sich um einen Menschen handeln könnte. In der Eile nach seinem Erwachen jedoch kann er nicht ausmachen was es sein könnte, zumal er vergessen hat, in was für einem gebäude sich der Raum befindet, der für ihn momentan ein gefährliches Gefängniss darstellt, da bedrohliche Schritte aus der Richtung der einzigen Tür zu hören sind, die wieder aus diesem herausführt. Nicht genau wissend, was als nächstes zu tun ist, versteckt er sich also zunächst und wartet ab, was passiert und lauert immer auf eine Gelegenheit die Flucht zu ergreifen...
__________________ Das Leben ist Scheisse, aber die Grafik ist geil! ;-) | |||||
|
|
#4
| |||||
| |||||
| Energie durchflutet das Metall seines Körpers, die Energie die in ihm wie ein Ruf erklingt der durch jede Faser seiner Existenz fährt um ihn zu erwecken. Wie ein Flüstern nimmt es in ihm Platz und lehrt ihn in den Bruchteilen eines Augenblickes, was andere erst in einem langen Leben erfahren. Es ist der Ruf des Meisters, dies ist ihm sofort bekannt und der Meister ist es auch, den er sieht, als er das erste Mal die Augen öffnet. Nie zuvor hat er gesehen, verstanden, Wissen und Willen empfunden, doch diese Gedanken belasten sein Dasein nicht. Sein Wille ist von dem Ruf des Meisters beherrscht; er muss ihm dienen, seinem Willen folgen, denn sein Wille ist das Gesetz nach dem er sich zu richten hat. Er lebt zum ersten Mal, doch sein Geist erkennt das Leben nicht. Er ist süchtig danach zu gehorchen und gibt seiner Sucht willentlich nach. Mit rot glimmendem Blick bedenkt er seine Umwelt, kurz und sachlich betrachtet er sie, ehe er seinem Meister folgt. Es ist nun das einzige was er tun muss: Folgen! Obwohl er sich noch nie bewegt hat, machen seine Schritte keinen Laut. Die Welt ist leise in der er erweckt wurde. Das einzige was er in diesem Moment hören kann, ist das leise flüstern der Macht - die betörenden Worte des Rufes seines Meisters. Er hat keine Mühen dem Weg zu folgen, der ihm vorgegeben wird. Mühe ist ihm nicht bekannt, sie ist nicht notwendig für ihn. Zeit die vorher nie existierte verfliegt lautlos während er die Treppen hinabschreitet, wie es auch der Meister tut. In ihm liegt eine tiefe Ruhe die er nicht kennt, aber akzeptiert. Er akzeptiert alles was geschieht, nach dem Gesetz des Meisters. Sein Blick trifft auf das rote Glühen, das seine Augen ihr eigen nennen können und es wirkt als würde der Meister sich vergewissern. Er wartet, wartet auf den Willen des Meisters und dies scheint richtig zu sein. Etwas in ihm flüstert sanft und verführt ihn - es ist der Wille des Meisters der ihn immer noch durchflutet und so weiß er, das er ihn schützen muss. Die Türe tritt in seinen Blick und er tritt weiter vor, einen Schritt näher zu dem Meister. Des Meisters Wohl ist sein Wille, es ist der Wille des Meisters selbst.
__________________ Skill ist, wenn Luck zur Gewohnheit wird! | |||||
|
![]() |
| Lesezeichen |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| [Sonstige] [Kurzgeschichte] Die Rote Dame | Theodin | Lagerfeuer | 2 | 16.10.2009 19:30 |
| [Sammelthread] Eure Wünsche, Ideen und Regeln für die fortlaufende Geschichte | Xurka | Lagerfeuer | 17 | 14.07.2009 18:54 |
| [UMFRAGE] Fortlaufende Geschichte | Xurka | Zur Schenke der Kerker & Drachen | 10 | 17.06.2009 22:26 |
| Die rote Bache | yggdrasil | Rezensionen | 0 | 27.04.2009 09:46 |
| Fortlaufende Geschichte (Metaplot) | Voltan | Welt & Hintergrund | 9 | 19.11.2005 17:35 |