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Reisetagebuch des Swontje Losstern

Dies ist das Thema Reisetagebuch des Swontje Losstern bei Die glorreichen Sieben als Teil vom Tagebuch der Spielgruppen.
7. Peraine im Jahre 1024 BF Efferds Wege sind so unergründlich wie der tiefe Ozean und so unstet wie der ...


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#1  
Beitrag Reisetagebuch des Swontje Losstern (Alt 11.12.2007, 18:26 )
Benutzerbild von Jalokin
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Beitrag Reisetagebuch des Swontje Losstern

7. Peraine im Jahre 1024 BF

Efferds Wege sind so unergründlich wie der tiefe Ozean und so unstet wie der unberechenbare Gebelaus.
Heute habe ich mich auf dem Flussboot Miros Treu von Albenhus nach Elenwina eingeschifft. (nennt man das in der Flussschifffahrt überhaupt so ?) Es misst 5 Schritt vom Bug zum Heck, hat einen Mast mit einem Hilfssegel, sieben Ruderbänke auf jeder Seite und neben dem Kapitän und dem Steuermann noch 15 Mann/Frau Besatzung.
Der Kapitän heißt Dongrimm Aslivson und sein Bruder Bardor steuert das Boot. An Bord herrscht ein rauer, aber herzlicher Umgangston, was aber auf einem Boot mit lauter Thorwalern nicht anders zu erwarten war.
Die Mannschaft scheint wohlauf und ich genieße es wieder ein paar Planken unter meinen Füßen zu haben, auch wenn es nicht mit der Fahrt auf einer Karavelle durch die Wellen des türkisfarbenen Meers der Sieben Winde zu vergleichen ist.
"Seufz" Oh, ich vermisse den Anblick des im Sonnenschein glitzernden Meeres, den salzigen Geschmack auf meinen Lippen , die schreie der Möwen und jeder Schritt ins Landesinnere bringt mich weiter davon weg....
Aber Dere ist ja komplett umhüllt von der Heimstatt Efferds, so dass man nur weit genug nach Osten vordringen muss, um wieder auf den endlosen Ozean zu treffen.

8. Peraine im Jahre 1024 BF

Auf dem Boot befinden sich 4 weitere Passagiere, die meine Neugier wecken. Als erstes wäre da ein Bauer zu nennen, der immer wieder nervös an seine Seite fasst, so dass es für einen aufmerksamen Beobachter offensichtlich erscheint, wo sein wertvollster Besitz zu finden ist.
Des Weiteren ein Kaufmann mit Namen Gundolf Torbendril mit seiner wunderschönen und faszinierenden Leibwächterin aus Aranien mit Namen Sheydaa Al'Mamun. Sie scheint ihre Heimat genauso zu vermissen, wie ich das weite Meer, ist aber durch die politischen Umstände, die zur Zeit in ihrem Land herrschen, gezwungen, es zu meiden. Sie dauert mich, da es nicht absehbar ist, wann sie ihre Heimat wiedersehen kann.
Ich spüre Efferd immer in mir, das Fließen meines Blutes ist wie das An- und Abschwellen von Ebbe und Flut und jeder Lufthauch auf meinem Gesicht ist ein Bewies seiner Gegenwart. Ich schäme mich für mein gestriges Gejammer über meine Sehnsucht nach dem Meer, obwohl ich doch jederzeit die Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen habe. Nicht so die Dame Sheydaa.
Ich werde mir das zu Herzen nehmen und nicht mehr so ein Jammerlappen sein, sondern mich mehr um die Belange meiner Mitmenschen kümmern.

9. Peraine im Jahre 1024 BF

Heute morgen nach meiner Morgenandacht sprach mich unsere vierte Mitreisende überraschenderweise an.
Sie hatte sich bisher von Allen fern gehalten, was mir völlig typisch für Ihresgleichen scheint. Sie ist eine Elfe. Sie befragte mich zu meinen Glaubenspraktiken und auch zu Efferd selbst. Unser Gespräch empfand ich als zutiefst anregend, auch wenn es aufgrund von Verständigungsproblemen etwas schleppend verlief. Diese Elfen sind ein faszinierendes Volk. Leider vergaß ich vor lauter Aufregung mein Gegenüber nach ihrem Namen zu fragen.

10. Peraine im Jahre 1024 BF

Ihr Name ist Falaoriel Sturmwind und wir konnten beim abendlichen Landgang und der Suche nach Nüssen und Beeren unser Gespräch fortsetzen und vertiefen. Bei der Rückkehr ins Lager musste ich feststellen, dass diese tumpen Thorwaler doch tatsächlich ein Feuer direkt neben meinem Efferdbart entzündet hatten und geriet somit völlig außer mich. Ich entfernte mich mit meinem Stab aus der Reichweite des Feuers und verbrachte den Rest der Nacht in der Kühle und Dunkelheit versunken in Meditation und Gebet.

11. Peraine im Jahre 1024 BF

Heute Vormittag gelang es uns, ein Kind aus dem Fluss zu retten, welches dann eine haarsträubende Geschichte erzählte.
Sie sei vor einiger Zeit aus ihrem Dorf Appelquell entführt und in ein anderes Dorf mit Burg verschleppt worden. Dort sei sie mit vielen anderen Kindern gefangen gehalten, grausam gefoltert und misshandelt worden zu sein. Ein Mann in schwarzen Gewändern hätte Experimente mit ihnen betrieben und ein Kind wäre als Greis in den Kerker zurück gekehrt. Ihr, Brinwen, sei glücklicherweise die Flucht gelungen.
Falaoriel kümmerte sich nicht nur um die zahlreichen körperlichen Wunden, sondern durch ihr beruhigendes Harfenspiel auch um diem seelischen Verletzungen der kleinen Brinwen.
Sie erinnerte mich sehr an meine "kleine" (äh, ich sollte wohl eher jüngere sagen, wenn sie das mal zu lesen bekommt, macht sie mich einen Kopf kürzer) Schwester Raga und ich weiß, und ich weiß, dass ich keine ruhige Minute mehr haben werde, solange ich es unversucht lasse, die restlichen Kinder aus den Klauen dieses Monsters zu befreien. Auch die Dame Sheydaa ist nach Absprache mit ihrem Arbeitgeber, Herrn Torbendril, bereit, mich zu begleiten, wofür ich unendlich dankbar bin, da mir scheint, dass sie die Waffen an ihrem wohlgeformten Körper auch zu gebrauchen weiß.
Zusammen mit Kapitän Aslivson, der schon viele Male diesen Fluss befahren hat und anhand der genauen Schilderungen Brinwens, konnten wir den Ort wiederfinden, an dem ihre Flucht im kühlen Nass Efferds endete.
Ich war keineswegs überrascht, als sich auch die Elfe Falaoriel Sturmwind unserer kleinen Rettungsexpedition anschloss und sie hoch willkommen, da der erste Teil unseres Abenteuers doch in einem urwaldartigen Wald begann und die Fähigkeit des Spurenlesens erforderlich machte.
Nach der Beschreibung Brinwens, die sich nun auf dem hoffentlich sicheren Heimweg nach Appelquell befand, fanden wir das besagte dorf zur Mittagszeit. Vor uns lag ein kleiner Weiler, umgeben von einer 4 Schritt hohen Palisade, einer Hand voll Häusern und einem größeren Steingebäude mit Bergfried, welches auf einem aufgeschütteten Hügel im rückwärtigen Teil des Dorfes aufragte.
Nachdem Falaoriel und durch das behände Erklettern eines Baumes einen Überblick über die Gesamtsituation verschafft hatte und die Dorfbewohner keinen bedrohlichen Eindruck machten, entschieden wir uns für folgende Vorgehensweise:
Dame Sheydaa und meine Wenigkeit begeben uns in das Dorf und bitten im Namen Efferds um eine Audienz beim Herrn der Burg. Falaoriel bleibt auf ihrem Wachposten auf dem Baum außerhalb der Burg und hält sich bereit auf ein Signal hin, uns zu Hilfe zu eilen.
Beim Betreten des Dorfes nimmt uns eine Weibelin in Empfang und geleitet uns zu ihrem Herrn Hagon von Sturzenstein auf die Burg. Sie ist sehr gesprächig und berichtet uns, dass ihr Herr keine weiteren Verwandten habe und nur mit einem Haushofmeister und einem Alchemisten auf der Burg wohnt.
Bei der Begrüßung und dem
anschließenden Essen mit dem ca. 70-jährigen Ritter von Sturzenstein gewinnen Dame Sheydaa und ich den Eindruck, dass er nicht ganz ehrlich zu uns ist und etwas zu verbergen hat. Auf meine mehrmalige Bitte den Alchemisten zwecks Austausch von Heilrezepten kennen lernen zu wollen, reagiert er unwirsch und abweisend. Regelrecht aggressiv wird er bei der Frage nach den fehlenden Kindern im Dorf.
Unter dem Vorwand der Kräutersuche verlassen wir vor dem Abendessen noch einmal den Weiler und bringen unserer Gefährtin Falaoriel auf den neusten Stand der Dinge. Dabei verabreden wir, noch in dieser Nacht den Bergfried näher zu untersuchen, da wir dort die Kinder vermuten.
auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher in den Stall, um ein Seil für Falaoriels nächtliche Kletterpartie zu besorgen. Dabei treffen wir auf das einzige Kind im Dorf. Airik, behauptet, hier als Stallknecht zu arbeiten, wirkt aber sehr verstört und wie unter einem Bann. Er bestätigt uns allerdings die Anwesenheit der anderen Kinder im Bergfried. Ich mache mir innerlich einen Vermerk, ihn auf keinen Fall hier zurück zu lassen.
Die einzig interessante Information, bei dem eher langweiligen, aber zum Glück recht kurzen Abendessen stammt wieder vor der Weibelin Ingrana. Nun wissen wir, dass der Name des Alchemisten "Lederer" ist.
Während meiner Abendandacht vernehme ich das verabredete Signal von Falaoriel und es stellt sich heraus, dass sie es bereits innerhalb der Palisade geschafft hat. Schnell verhelfen wir ihr mit Hilfe des Seils auf die Brustwehr und vor dort starten wir die Erkundung des Bergfrieds ......

Bis zum nächsten Mal
Euer Swontje Lossstern
Gefährte des Efferd
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#2  
Lächeln AW: Reisetagebuch des Swontje Losstern (Alt 03.02.2008, 23:20 )
Benutzerbild von Jalokin
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Beiträge: 51
Lächeln AW: Reisetagebuch des Swontje Losstern

Die Nacht vom 11. zum 12. Peraine im Jahre 1024 BF
Nach der erfolglosen Durchsuchung des Obergeschosses der Burg und des Bergfrieds, einigten wir uns darauf es mit den tieferen Regionen des Gebäudes zu versuchen. Das Treppenhaus erwies sich als tückisch, seine Hellhörigkeit machte es unmöglich sich anzuschleichen. Am ersten Absatz ging eine Tür Richtung Bergfried ab, hinter der wir das Labor des Alchemysten vermuteten. Leider verbarg sich nicht nur hinter der Tür ein kniffliges Problem sondern auch davor, in Gestalt einer wotanartigen, wachsamen, wehrhaften weiblichen Wache. Ich begrüßte die Wache trotz der späten Stunde erstmal freundlich und behauptete ich hätte eine Verabredung mit Herrn Lederer. Während unseres nun folgenden kurzen Disputs näherte sich Dame Sheydaa von der Seite der Wache, um sie in einem geeigneten Augenblick zu überwältigen. Fahlaoriel blieb während dieser ganzen Vorgänge von der Wache unbemerkt auf der Treppe außerhalb ihrer Sicht und bemerkte somit zuerst, daß sich ein weiteres Problem in Form eines Dieners von oben näherte. Kurzentschlossen und effektiv beseitigte sie dieses kleine Ärgerniss, während ich zu dem Schluß gelangte, daß uns der Gesprächsstoff ausgegangen sei. Ich wollte in dem allgemeinen Tumult meinen Kopf in den Unterleib der Wächterin rammen, um sie an der Tür festzunageln. Stattdessen machte mein Haupt Bekasnntschaft mit ebendieser, da ich meine gut ausgebildete und kampferprobte Gegnerin wohl unterschätzt hatte. Dieser ganze Lärm blieb nicht unbemerkt. Plötzlich tönte eine wohlbekannte, befehlsgewohnte Stimme von oben herab, was das denn für ein Lärm sei? Gleichzeitig traten zwei weitere Wachen aus einer gegenüberliegenden Tür, so daß ich unsere Gewinnchauncen trotz der sofortigen kampfbereiten Haltung von Dame Sheydaa schwinden sah. Innerhalb kürzester Zeit und einiger klarer Befehle später hatte die Weibelin Ingrana wieder für Ruhe gesorgt und war Richtung Bett entschwunden. Leider war auch Fahlaoriel in den Kerker entschwunden, wenn auch nicht ganz freiwillig. Dame Sheydaa und ich beschlossen nach kurzer Absprache es nocheinmal mit der Wächterin Nannuk zu probieren und diesmal näher an der Wahrheit zu bleiben und an ihr Gewissen zu appelieren. Und, Praios sei Dank, sie war bereit uns zu helfen und sogar mit uns zu kommen, aber erst nach Beendigung ihrer Wache. Mit Hilfe ihrer genauen Beschreibung sollten wir den Kerker und die passenden Schlüssel mit Leichtigkeit finden. ( komisch, den Nebel hatte sie nicht erwähnt) Wir konnten nicht nur Fahlaoriel und die Kinder befreien, sondern fanden auch eine weitere Person, die laut Nannuk bei der Befreiung der Kinder gescheitert war. Ein Magier von erschreckendem Aussehen. Nicht nur das er ein wahrer Riese ist, er hat auch eine rote Glatze, wie der dreimal verfluchte dämonische Galotta. Mir lief es kalt den Rücken runter. Ich beschloß ihn einen heiligen Eid schwören zu lassen, die Sicherheit der Kinder sei obere Priorität und seine Rache müsse hinten an stehen. Aeolius, so sein Name, erklärte sich bereit und wir besiegelten den Schwur mit unser beider Blut. Nachdem die Kinder erwähnten, dass sich ein weiteres Mädchen noch im Labor des Alchemysten befinde, teilten wir uns auf. Ich seilte mich mit den sechs bereits geretteten Kindern vom Wehrgang ab und begleitete sie an einen vorher vereinbarten Treffpunkt im Wald.
Wie mir berichtet wurde durchsuchten die anderen das Labor und befreiten die kleine Airinja, dabei kam durch nicht näher berichtete Umstände Herr Lederer zu Tode. Auch der Rest der Truppe inklusive Nannuk entkam nun unbemerkt über die Wehrmauer. Dame Sheydaa, Fahlaoriel und Aeolius führten die Kinder noch in der Nacht abseits der Wege Richtung Appelquell während Nannuk und ich im Wald gespannt das Morgen grauen und das Öffenen der Tore erwarteten. Nannuk wollte nicht ohne ihren treuen Hund verschwinden und ich mußte zumindest versuchen Eyrik zu überzeugen uns zu begleiten. Mit "sanfter Gewalt" klemmte ich ihn mir schließlich unter den Arm und wir entfernten uns eilig vom Ort des Geschehens. Wir waren noch nicht weit gekommen, da stürmte uns lautstark und entrüstet Mistgabeln schwingend ganz Appelquell entgegen. Angeführt wurde die Meute von Vogt Karlmann von Sillnitz, der kaum in Sturzenstein angekommen auch schon die freiwillige Auslieferung Hagen von Sturzensteins forderte. Dieser verschanzte sich aber feige hinter der höchsten Zinne seines Bergfrieds und verlangte, unter Bedrohung des Lebens einer gefangenen jungen Dame, freien Abzug. Bevor noch irgendwelche Verhandlungen aufgenommen werden konnten, hob Fahlaoriel ihren Bogen, zielte, schoß und traf ins schwarze Herz des Ritters. Er viel tief und tödlich und die junge Dame, die sich als die Schwester des Alchemysten herausstellte, kam frei.
Die Freude war groß allerseits und bei der anschließenden Feier in Appelquell amüsierten wir uns köstlich und ausgiebig.

13. Peraine im Jahre 1024 BF
Um den gastfreundlichen aber armen Bauern nicht weiter zur Last zu fallen, verließen wir Appelquell bereits am nächsten Tag und machten uns auf Richtung Albenhus. Nach diesem aufwühlenden Abenteuer und dem glücklichen Ausgang freuten wir uns alle auf ein paar ereignislose Tage.

16. Peraine im Jahre 1024 BF
Zu früh gefreut... Heute wanderten wir alle gut gelaunt und sorglos durch den Wald, als plötzlich ein riesiger Bettvorleger vom Himmel fiel und auf Fahlaoriel landete. Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass es ein junger Troll war, der sich bei diesem wagemutigen Sprung am Fuß verletzt hatte. Ich insistierte vehement und so hielten sich meine Kameraden zurück und schlugen nicht auf dem am Boden liegenden ein. Kurz darauf stellte sich dies als weise Entscheidung heraus, als seine restliche Familie um die Ecke bog. Mamatroll-Grischtil konnte sich radebrechend auf Garethi verständlich machen und bat uns um Hilfe für ihre verletzte Tochter Grikonk. Also folgten wir halbwegs freiwillig Familie Troll in ihr Lager (ein "Nein" kam bei dieser geballten Schlagkraft nicht in Frage) Als wir den traumhaft gelegenen Lagerplatz auf einer Lichtung mitten im dichten Wald an einem klaren See betraten, erschien in den letzten Strahlen der Abendsonne ein Regenbogen über dem Wasserfall-ein Zeichen von Tsa!!! Dies nahm mir jegliche Angst und stärkte mich mit Zuversicht.
Die Verarztung des gebrochenen Fußes von Grikonk dauerte Dank Aeolius magischer Unterstützung nicht lange und war erfolgreich. Einem Bad in dem herrlichen, klaren und eiskalten See stand nichts mehr im Wege und ich genoß es unter dem Wasserfall stehend meine Abendgebete zu sprechen. Während des Abendessens bat uns Grischtil doch auch mal in ihrem ehemaligen Trollheim nach dem Rechten zu sehen, da sie vor "bösen Bäumen und Steinen" flüchten mußten.
Ich frage mich, wie BÖSE muß die Natur sein, damit ein Troll vor ihr flüchtet. Aber unser Interesse war geweckt und wir versprachen uns am nächsten Tag mal die Gegend anzusehen.

17. Peraine im Jahre 1024 BF
Am nächsten Tag im Silbertal angekommen entschieden wir uns sehr efferdgefällig immer dem Bachlauf zu Folgen. Schon nach kurzer Zeit erschließt sich vzumindest für drei Personen unter uns, was es heißt mit "bösen" Bäumen zu tun zu haben. In dieser Reihenfolge werden erst Aeolius, dann Nannuk und zu guter Letzt auch ich von einer Erle umgehauen. Fahlaoriel erkennt in diesem "Schlagbaum" einen Waldschrat und spricht ES auf elfisch an, kann aber trotz klärender Worte nur unseren freien Rückzug aushandeln. Wir beschließen uns nur bis zur letzten Kreuzung zurückzuziehen und dann unser Glück in einer anderen Richtung zu versuchen.
Bald stoßen wir auf eine alte verlassene Siedlung, deren auffälligste Gebäude aus einem pompös ausgestatteten Rhondratempel und einer ähnlich dekorierten Schmiede samt Ingerimmstatue besteht. Die Geräusche aus der Schmiede legen die Vermutung nahe, dass die Siedlung doch nicht ganz verlassen ist. Beim Näherkommen entdecken wir eine Schmiedin, die recht wortkarg auf unsere Fragen reagiert. Fahlaoriel und Nannuk ignoriert sie als unwürdige Nicht-Gläubige komplett. Fanatiker, egal für welche Sache waren mir schon immer suspekt und so entferne ich mich Richtung Rhondratempel. Dame Sheyda erweist sich als die richtige Gesprächspartnerin und so entlockt sie der gläubigen Schmiedin Norigea die Geheimnisse des Waldes. Seit der Ankunft eines Druiden in dieser Gegend vor nicht allzuvielen Monden sind immer häufiger wiedernatürliche Vorgänge zu beobachten. Sein Name sei Dalliseon und er lebe in einem Steinkreis nicht weit von diesem Dorf. Wir verweilen nicht länger und machen uns in die gewiesene Richtung von dannen. Der Überfall durch ein Dutzend Goblins erfolgt überraschend brutal, aber Rhondra und Ingerimm sei Dank für die kleinen Biester erfolglos. Trotzdem ziehen wir uns zur Versorgung unserer zahlreichen Wunden und zum Durchatmen erstmal in das Dorf zurück....
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EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :
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Jalokin schrieb nach 35 Sekunden:

18. Peraine im Jahre 1024 BF
Während wir in dieser Nacht gut behütet im Rhondratempel schliefen, machte sich Nannuk auf zu neuen Ufern. Dafür nutzte die Schatten des Phex ein junger Mann, um sich dem Dorf und unserer Truppe zu nähern. Dabei kam ihm zu Gute , dass Fahlaoriel die Örtlichkeit zum Wache halten sehr großzügig auslegte. So hatte ich in aller Götterfrühe nach meinem Morgengebet das Vergnügen ihn zuerst zu begrüßern. ( Sollte er das "NEUE" sein, dass uns vor Tagen durch den Regenbogen von Tsa angekündigt wurde?) Zunächst war ich überzeugt ein weiteres Mitglied aus der Sippe der Elfen vor mir zu haben. Dieser Irrtum klärte sich als bald auf, als Fahlaoriel von ihem "Wachrundgang" eintraf und unseren Neuankömmling mit extremer Skepsis und unverhohlener Ablehnung betrachtete. Nachdem sie feststellte, dass er weder ihre Sprache beherrschte, noch gewillt war eine Erklärung für den eindeutig elfischen Bogen in seiner Hand abzugeben, wandte sie sich brüsk ab und sprach ihn nicht mehr an. Er stellte sich uns nur als Illmariel aus Gratenfels vor, wobei er um seinen Nachnamen ein Geheimnis machte. (Hesinde möge mich strafen, wenn ich den nicht als bald herausbekomme!) Da er sich sofort bereit erklärte den Platz unserer fehlenden Gefährtin Nannuk einzunehmen, drangen wir nicht weiter in ihn.
Heute schafften wir es ohne weitere Zwischenfälle zu dem Steinkreis des Druiden. Die Lichtung mitten im Wald war durch alle mir bekannten Arten von Laubbäumen gesäumt. Etwas abgerückt umstanden den inneren Steinkreis drei uralte Eichen. Die ganze Anlage strahlte eine heilige Ruhe aus, wie ich sie noch in keinem Kirchengebäude wahrnehmen konnte. Die eigentliche Kultanlage bestand aus sechs imposanten Steinen aus Erz von mindestens vier Schritt Höhe. Bei näherer Untersuchung fielen uns die Symbole der sechs Elemente auf jeweils einem Stein auf. Außerdem konnten wir an jedem Stein Gegenstände aus Naturmaterialien bergen, die in irgendeiner Weise dem jeweiligen Element zugeordnet werden konnten. Laut Aeolius deute dies alles auf eine druidische Beschwörung hin. Fahlaoriel, die sich weigerte diesen unheimlichen Steinkreis zu betreten, untersuchte derweil die nähere Umgebung. Sie mußte mit Entsetzen feststellen, dass sich jemand mit einer Axt an einer der drei heiligen Eichen zu schaffen gemacht hatte. (Sollte dies Norigea tatsächlich gewagt haben?) Allerdings hatte sich auch bereits jemand um die Wunde des Baumes gekümmert und die Stelle mit einer braunen Paste bestrichen. Da wir hier nichts weiter unternehmen konnten, machten wir uns auf den Weg die Heimstatt des Druiden und ihn selbst zu finden und ihn zur Rede zu stellen.
Nach einiger Zeit der intensiven Suche fanden wir endlich einen hinter Brombeerranken versteckten Tunnel, der auf eine kleine Lichtung führte. Darauf stand eine Kate, die von Kräuterbeeten umgeben war. Auf unser Rufen erfolgte keine Reaktion. Beim Betreten der Hütte konnte ich Aeolius gerade noch vor einer eigenartig schnell wachsenden Ranke warnen, die ihm anscheinend Böses wollte. Die Einrichtung war schlicht, funktional und in keiner Weise von schwarzen Zaubermitteln geprägt. Auf der Lichtung begann auf einmal am hellichten Tag unnatürlicher Nebel aufzusteigen und meine Kammeraden begannen nervös die Waffen zu ziehen. Doch für mich stellt jemand, der die Zeichen Efferds beschwören kann, keine Gefahr dar. So rief ich laut nach Dalliseon und teilte ihm mit, dass wir nur mit ihm reden wollten. Erst nachdem alle die Waffen gesenkt hatten, war er bereit sich zu zeigen und betrat die Lichtung.
In einem nun folgenden längeren Gespräch schilderte er uns seine Sichtweise der Ereignisse. Die gegenseitigen Anfeindungen hatten sich aufgeschaukelt, wie die Wellen in einem Sturm. Wir mußten nun für die dringende Entladung des drohenden Gewitters sorgen und für einen dauerhaft klaren Himmel. Unser oberstes Ziel mußte es sein die beiden Streithähne an einen Tisch zu bekommen und die vielen Mißverständnisse aufzuklären.
Norigea war vorerst wenig einsichtig und spie Gift und Galle gegen den "Götterfeind" Dalliseon. Doch dann brachte sie das Argument, dass sie nicht ausschließen könne, dass wir von den Göttern gesand seien, um diese Zwistigkeiten aus dem Weg zu räumen, zum Verstummen. Sie erbat sich Bedenkzeit, um im Gebet von den Göttern eine Zeichen zu erhalten.

19. Peraine im Jahre 1024 BF
Ein Gottesurteil ist das einzige, was Norigea akzeptieren könnte und von der Richtigkeit unserer Argumente überzeugen würde. Nun, man trifft manchmal an wundersamen Orten auf unerwartete Prüfungen des Glaubens, doch ich bin überzeugt die Götter sind mit uns.
Norigea möchte, dass wir in die nahegelegene Zwergenbinge einsteigen und ihre dort verlorene Axt herausholen. Diese recht einfache Aufgabe wird durch die winzige Kleinigkeit des Fluches von Ungorosch erschwert. Der Thronsaal in dem die Axt liegt wird von untoten Riesensteinstatuen bewacht, die für den Tod aller Kammeraden Norigeas verantwortlich sind.
Sie gibt uns ihren alten Lageplan, Fackeln und eine Menge guter Ratschläge mit auf den Weg. Dalliseon steuert Beistand in Form von Heiltränken bei.
Ich hatte mir das Dienen für die Götter nicht so schwierig vorgestellt. Bereits beim Einstieg durch einen schmalen, dunklen Trichter in die unterirdische Zwergenstadt stellen sich meine Ängste vor engen Räumen als unüberwindlich dar. alles Beten und Meditieren zu den Göttern hilft nichts und so nehme ich dankbar einen Trank von dem Druiden entgegen, der mir diese Ängste nimmt. Mein einziger Trost ist, dass auch die tapfere Fahlaoriel von den gleichen Ängsten befallen ist und wir uns den Trank teilen müssen.
Den Thronsaal zu entdecken ist Dank des Lageplans ein Kinderspiel und auch die Axt ist schnell gefunden. Sobald wir den Saal durchquert haben, setzt sich wie angekündigt eine der riesen Steinwächterstatuen in Bewegung und nimmt die Verfolgung auf. Wir retten uns erstmal in den angrenzenden Raum und stellen fest, dass uns der Koloß nicht folgen kann. Geschickt umgehen wir mit Hilfe des Lageplans auf unentdeckten Geheimwegen den Thronsaal und wähnen uns bereits in Sicherheit. Leider bewahrheitet sich mal wieder:"Eine Abkürzung dauert immer länger." Wir müssen feststellen, dass auch dieser Weg in den Thronsaal mündet, allerdings seitlich und glücklicherweise näher am Ausgang. Wir beschließen es mit rennen zu versuchen, da wir die Geschwindigkeit und Gewandtheit des Ungeheuers nach unseren bisherigen Erfahrungen als geringer einstufen. Unsere beiden Gefährten, die elfisches Blut in den Adern haben sind bei der Flucht durch den stockdunklen Thronsaal eindeutig im Vorteil. Wir anderen schaffen es aber den Göttern sei Dank auch mit nur kleineren Blessuren und können der staunenden Norigea noch am gleichen Tag ihre Axt überreichen.
Ich hoffe der gute Ausgang dieser Queste konnte nicht nur Norigea von dem Willen der Götter überzeugen, sondern der eine oder andere meiner Gefährten ist ins Grübeln gekommen.
Auf jeden Fall wird jetzt wieder Ruhe in das beschauliche Silbertal einziehen, auch wenn die Trolle zurückkehren.
Bis Bald Euer
Gefährte von Wind und Woge
Swontje Losstern
__________________
Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort, natürlich wurden wir zu Helden !

Geändert von Jalokin (03.02.2008 um 23:20 Uhr). Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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#3  
AW: Reisetagebuch des Swontje Losstern (Alt 01.03.2008, 13:21 )
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AW: Reisetagebuch des Swontje Losstern

4. Ingerimm im Jahre 1024 BF
Endlich sind wir wieder unterwegs. Diese Reglosigkeit macht mich ganz zappelig und mein Thorwalerblut beginnt kabbelig gegen meine Rippen zu branden.
Die letzten vierzehn Sonnenläufe haben wir bei Norrigea und Dalliseon zugebracht. Sie haben uns ihre Dankbarkeit vergolten, indem sie ihr Wissen und ihre Kenntnisse mit uns teilten. Fahlaoriel hat sich bereit erklärt unterwegs meine Unterweisung in Pflanzenkunde zu vertiefen. Ein Satuariensbusch und eine Tarnelen waren unsere bisherigen Übungsobjekte.

5. Ingerimm im Jahr 1024 BF
Kurz bevor wir Albenhus erreichten, sahen wir eine Kutsche mit Achsenbruch am Straßenrand. Die Reparatur gelang uns mit vereinten Kräften im Handumdrehen und Herr Ebelfried Eisinger bedankte sich überschwänglich und lud uns ein die nächsten Tage in seinem Haus zu verbringen. „Haus“ ist ein zu bescheidenes Wort für die 4-stöckige Steinvilla am zentralgelegenen Eslamsplatz zu Albenhus. Spätestens beim Anblick des altehrwürdigen Gebäudes wird uns klar, dass wir einen der einflussreichsten Bürger der Stadt unseren Freund nennen dürfen.
Beim Abendessen lernen wir auch den Rest der Familie kennen. Die betagte und leider erblindete Mutter, Ilmene, hat eine autoritäre Ausstrahlung und scheint alle Bewohner des Hauses mit fester Hand zu regieren. Der einzige Sohn Morko macht einen unreifen Eindruck und man merkt an seinem flegelhaften Benehmen, dass er ohne Mutter aufgewachsen ist und er deshalb übermäßig verwöhnt wurde.

6. Ingerimm im Jahre 1024 BF
Meine Aufregung ließ mich bereits in den frühen Morgenstunden erwachen und nur mit größter Mühe konnte ich genug Konzentration für meine Gebete aufbringen.
Die Vorfreude auf den Besuch des berühmten „Tempel der rauschenden Wasser“ ist enorm.
Der Anblick des riesigen „gestrandeten“ Steinschiffs war dann einfach überwältigend. Selbst die mich begleitenden Gefährten waren beeindruckt. Leider schafften nicht Alle die Herausforderung zu Meistern , gegen die Strömung im Innern des Tempels anzuschwimmen, um das Allerheiligste zu erreichen. Die Belohnung machte alle Mühen sie zu erlangen wett.
Ich habe nie etwas Bezauberndes gesehen. Der ganze Raum scheint in einem diffusen grünblau zu schimmern, so dass man sich wie in Efferdsreich selbst fühlt. Die vom schwimmen noch nasse Kleidung und die herablaufenden Wassertropfen verstärken diese Empfindung noch. Meine Glücksgefühle waren und sind unbeschreiblich und so verbrachte ich den Rest des Tages in der mannshohen Muschel in meditativem Gebet.

7. Ingerimm im Jahre 1024 BF
Beim Frühstück gesteht uns Ebelfried ein Problem mit einem hiesigen Händlerkonkurrenten ein und bittet uns um Hilfe. Sein Gegenspieler heißt Rashim Al Vasir und ist ein Novadi. Er beschäftigt ausschließlich Novadis in seinen beiden Lagerhäusern und auch die Bediensteten in seinem Haus sind alle Anhänger Rastullahs. Die Transporte seiner Waren per Boot oder über Land vertraut er ebenfalls nur novadischen Händlern an. Aber das allein wäre ja noch kein Verbrechen und wirkt auf uns erstmal typisch für die Bewohner der Khom und ihrer angrenzenden Gebiete. Allerdings verdächtigt unser Gastgeber Herrn Al Vasir mit illegalen Drogen und Giften zu handeln, gleichwohl fehlen ihm Beweise. An diesem Punkt kommen wir ins Spiel. Am heutigen Abend bei einer Feier im Hause Al Vasir sollen wir versuchen Belastungsmaterial zu finden. Da wir für die Wohltaten der letzten Tage das Gefühl haben ihm etwas schuldig zu sein, können wir nicht ablehnen, trotz eines schalen Geschmacks im Mund.
Die Feier bleibt so lange ziemlich gewöhnlich und fast langweilig, bis zum Auftritt einer Sharisad Namens Delilah Sabaduna. Ich muss gestehen, dass sie mich fast augenblicklich völlig in ihren Bann gezogen hat. Auf diese Weise vermochte ich die restlichen Ereignisse dieses Abends nur wie durch einen Nebel wahrzunehmen. Demnach gelang es dem geschickten Illmariel heimlich in das Arbeitszimmer von Rashtul Al Vasir einzudringen und in seinem Schreibtisch ein Schreiben mit verräterischem Inhalt und ein Röhrchen sicher zu stellen welches vermutlich ein extrem giftiges Pulver enthält. Nachdem Illmariel die verdächtigen Beweise Herrn Eisinger übergeben hatte, lief alles wie am Schnürchen. Die Wachen der Stadtgarde werden umgehend aktiv und verhafteten den überraschten Al Vasir und untersuchten anschließend sein Haus.
Mit flauem Gefühl im Magen (an dem bei mir wohl auch eine gewisse Delilah schuld hat) gehen wir zu Bett und erwarten die morgige Verhandlung.

8. Ingerimm im Jahre 1024 BF
Die Gerichtsverhandlung war eine einzige Farce. Al Vasir schien mir trotz seiner ständigen Unschuldsbeteuerungen bereits bei Allen Anwesenden als Schuldiger festzustehen. Nach der Aussage von Illmariel kam es umgehend zur Urteilsverkündung ohne weitere Zeugen zu hören oder auch nur das wichtige Beweismittel „Giftröhrchen“ zu erwähnen. In mir erhärtete sich immer mehr der Verdacht, dass diese ganze Angelegenheit ein abgemachtes Spiel war und wir leider als Außenstehende ziemlich blauäugig dahinein gesegelt sind. Da rollte eine Woge der Wut über mich und ich erhob mitten in der Urteilsverkündung Einspruch und drängte den anwesenden Praiospriester mit Hilfe des Weisheitssegens die offensichtlichen Lügen von der Wahrheit zu trennen. Daraufhin wurde ich mit sanfter Gewalt aus dem Gerichtssaal entfernt. Nachdem meine Gefährten zusammen mit dem hochzufriedenen Herrn Eisinger aus dem Gericht kamen, bot uns Letzterer zur Belohnung jedem 10 Goldstücke und mein Frust und meine Wut über mich selbst entlud sich in einer Schmährede gegen unseren Wohltäter. Daraufhin entfernte ich mich Richtung Efferdtempel, wo ich erwartete meine innere Ruhe und weitere Hilfe beim Vorgehen gegen diese Ungerechtigkeit zu finden.
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Wir waren zur falschen Zeit am falschen Ort, natürlich wurden wir zu Helden !
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#4  
AW: Reisetagebuch des Swontje Losstern (Alt 07.04.2008, 19:27 )
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AW: Reisetagebuch des Swontje Losstern

9. Ingerimm im Jahre 1024 BF

Die Nacht im Tempel und das Rauschen des Wassers im Ohr hatten zu gleichen Teilen eine beruhigende und inspirierende Wirkung auf mein Gemüt. Beim Frühstück mit meinen Gefährten stellte sich heraus, dass mich mein ungutes Gefühl im Bezug auf die Verurteilung von Herrn Al Fessir nicht getrogen hat. Aeolius konnte bei einem Treffen mit der unvergleichlichen Delilah Sabaduna neue Erkenntnisse gewinnen, die den Novadi von aller Schuld reinwaschen. Sie gestand, sowohl das Gift als auch den Brief an die jeweilige Stelle gelegt zu haben. Sie sei von einem großen, blonden Mann, nicht novadischer Herkunft unter Androhung des Verrats ihres Verstecks dazu gezwungen worden. Nun mache sie sich Vorwürfe, da ihr Wohltäter Al Fessir unschuldig im Gefängnis gelandet sei. Sie sei aber auch davon überzeugt, dass keiner ihrer Aussage Glauben schenken würde. Nach längerem Disput kamen wir zu folgenden Schlüssen:
  • Der große, blonde Unbekannte ist wie der sprichwörtliche Tropfen Wasser im Meer, schwer zu finden und so tasten wir uns langsam heran, wie beim Ausloten der Untiefen in unbekannten Gewässern. -Die Spur des seltenen und illegalen Giftes Purpurblitz zurückzuverfolgen erscheint uns dagegen viel Versprechend, da seine Einmaligkeit es am Verbrecherhimmel so hell leuchten lässt wie sein Name verrät.
  • Falls mir durch die Kontktaufnahme zu den beiden prozeßentscheidenden Personen die Wiederaufnahme des Verfahrens nicht gelingen sollte, so werden wir Herrn Al Fessir gewaltsam befreien.
Aufgaben und Ideen wie diese zu bewältigen seien gab es viele, so dass wir beschlossen uns aufzuteilen und erst zur Mittagsstunde wieder im „Zum Tempel“ zu treffen. Illmariel wollte seinen durch den Prozeß erlangten Bekanntheitsgrad nutzen und weitere Informationen im Stadthaus einziehen. Unser schlagkräftiges Duo Dame Sheyda und Fahlaoriel begaben sich zur Garnison, um eventuell einen Besuch bei Al Fessir zu erwirken. Für den Fall, dass alle unsere Anstrengungen vergebens wären, wollten sie dabei einen Fluchtweg für ihn ausspionieren. Nachdem ich ein Schreiben an die Hohe Dame Richterin Galburga von Hardenfels verfasst hatte, worin ich mich für mein respektloses Benehmen in ihrem Gerichtssaal entschuldigte und fürderhin um eine Audienz bei ihr bat, um neue Erkenntnisse im Bezug auf den Fall „Al Fessir“ vortragen zu dürfen, begab ich mich zum Hotel „ Admiral Sanin“. Dort hinterließ ich eine Nachricht an den Donator Lumini Hilberian Vierstein, mich doch bitte im Efferdtempel zu kontaktieren, wenn er Interesse an der Wahrheit im Fall Al Fessir hätte.

Daraufhin begab ich mich vor die Stadt zu den Ankonithern, um mehr über das geheimnisvolle Gift Purpurblitz zu erfahren. Bruder Marborate Siebenfelder war sehr mitteilsam und so erfuhr ich die vielen Zutaten aus denen sich das Gift zusammensetzt. Auf Grund der Tatsache, dass die Beschaffung und Verarbeitung dieses Giftes so kompliziert ist, kann man wohl ausschließen, dass der Drahtzieher hinter dem Komplott gegen Herrn Al Fessir es selbst hergestellt hat. Um die Mittagsstunde im „Zum Tempel“ tauschten wir unsere Erkenntnisse aus. Illmariel war tatsächlich sehr zuvorkommenden behandelt worden und konnte uns über drei weitere Gifttote in den letzten Monaten berichten, die aber alle offensichtlich nicht an Purpurblitz gestorben waren. Somit sortierten wir diese aus. Weiterhin hatte er, unter dem Vorwand die Hintermänner Al Fessirs finden zu wollen, den Tipp bekommen mal in der Kneipe „Zum Honigtopp“ in der Fischerstadt nach einem „Beschaffer“ für das Gift Purpurblitz zu fragen. Auch Dame Shayda und Fahlaoriel hatten von einem vorwitzigen, aufgeweckten Straßenjungen den Tipp bekommen in der Fischerstadt nach einem gewissen „ Dachs“ zu fragen. Da diese Aktivitäten erst in den späten Abendstunden stattfinden konnten und ich das Gefühl hatte das diese Fischerstadt ihrem Ruf nach nicht der richtige Aufenthaltsort für einen Efferdgeweihten sei, beschloß ich dieses Abenteuer meinen Gefährten zu überlassen.

Da brachte ein Bote die Nachricht von dem Praiospriester Hilberian Vierstein das er nur noch wenige Stunden in der Stadt weile und wenn ich ihn zu sprechen gedenke, so sollte ich unverzüglich ins Hotel Admiral Sanin kommen. Diesem Ruf folgte ich prompt, da ich immer noch die Hoffnung hegte auf dem offiziellen Wege eine Freilassung Al Fessirs oder doch zumindest ein neues Verfahren für ihn zu erwirken. Leider stellte sich seine Gnaden Vierstein als nicht halb so wissbegierig und wahrheitsliebend heraus, wie ein noch etwas türkis hinter den Kiemen seiender Efferdgeweihte sich das gedacht hatte. Auch behandelte er mich auf eine subtile Art von oben herab und holte mich so wieder auf den Grund des Meeres herab. Tja, dann kann ich nur hoffen und beten, dass meine Gefährten erfolgreicher sind.

10. Ingerimm im Jahre 1024 BF

Wie sich heute beim gemeinsamen Frühstück herausstellte sind meine Gebete erhört worden, Efferd sei Dank.

Ich habe eine wilde Verfolgungsjagd durch halb Albenhus verpasst. Meinen Gefährten ist doch tatsächlich geglückt, den berühmten Tropfen im Meer zu finden, zu stellen und alle relevanten Fakten aus ihm herauszubekommen. Aber der Reihe nach: Im „Honigtopp“, (wo übrigens das schlechteste Bier ganz Aventuriens ausgeschenkt wird, laut Illmariel) erhielt unser Halbelf den Hinweis Darion Eschenberg, wohnhaft in der Fährgasse 7 bei der Witwe Hopfer, nach dem Gift zu fragen. Als die Truppe dort aufschlug, machte sich der blonde Hühne durch die Hintertür aus dem Staub. Das half ihm aber wenig, denn er hatte die Rechnung ohne unsere pfeilschnelle, rehgleich springende und luchsohrige Elfe Fahlaoriel gemacht. Eine dunkle Sackgasse wurde ihm zum Verhängnis und folgende überraschenden Erkenntnisse kamen ans Licht. Der Drahtzieher hinter dem Giftkomplott ist unser Wohltäter Ebelfried Eisinger, das Gift hat die Steuerfrau Viblea besorgt und der Brief wurde von dem Schreiber Elgif angefertigt. Nachdem er noch ein paar brisante Einzelheiten verriet, die es möglich machen würden die oben genannten Personen dingfest zu machen, ließen ihn meine Kameraden wie vorher versprochen laufen und seiner Wege ziehen. Jetzt lief alles wie an der Ankerleine, die Steuerfrau Viblea, ließ sich nach anfänglicher Gegenwehr und heftigem Abstreiten durch die Androhung alles ihrem Kapitän zu verraten, überreden eine Aussage vor der Richterin zu leisten. Auch der Schreiber Elgif gab schnell klein bei, nachdem wir den Tipp von Darion Eschenberg über den Passierschein für den Garether Schnapps in sein Ohr flüsterten. Um bei der Richterin Galburga von Hardenfels einen sofortigen Termin zu bekommen bedurfte es dann noch etwas adeligem Säbelgerassel durch die Bayuna Sheydaa Banafshe`suni al Ma´mun. Was ihr aber ein leichtes war und so saßen wir im Handumdrehen vor der Richterin und die Aussagen unserer mitgeschleppten Zeugen sprachen für sich. Die Dame von Hardenfels veranlasste umgehend die Freilassung von Herrn Al Vasir und die Festahme von Ebelfried Eisinger. (Eine kleine brisante Tatsache trat noch während der Audienz bei der Richterin zu Tage, nämlich der geheimnisumwitterte Nachnahme unseres Gefährten Illmariel von Plötzingen, ein Bastard des Grafen von Plötzingen zu Gratenfels, dies wollte ich der vollständigkeithalber nicht unerwähnt lassen.)

11. Ingerimm im Jahre 1024 BF

Herr Al Fessir freute sich immens über die unerwartete Freilassung und lud uns noch einmal zu einem Fest zu unseren Ehren und auch die hinreisende Delilah Sabaduna tanzte noch einmal nur für mich,.. äh.. uns, uns ja uns. Auch nahmen wir die Einladung durch den Novadi die nächsten Umläufe in seinem Haus zu verbringen gerne an und hatten genug Muße uns von den Aufregungen zu erholen.

22.Ingerimm im Jahre 1024 BF
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Geändert von Tufir (07.04.2008 um 21:57 Uhr).
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AW: Reisetagebuch des Swontje Losstern (Alt 23.04.2008, 21:07 )
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22. Ingerimm im Jahre 1024 BF

Wie an jedem Beginn eines neuen Abenteuers wird es von einem beschaulichen Moment zum anderen plötzlich erforderlich, dass man schnelle Entscheidungen trifft, die dann den weiteren Verlauf der Geschichte entscheidend beeinflussen. Im Nachhinein betrachtet wünscht man sich vielleicht manchmal anders gehandelt zu haben. Aber das Lenken und Leiten der Götter ist wie die Unterströmung in den unergründlichen Tiefen der Meere, Sie ist definitiv vorhanden, ihre Auswirkung aber unvorhersehbar…
Indessen beginne ich besser am Anfang:
Ein Liedchen pfeifend (…im Wald da sind die Räuber…) und guter Dinge flanierten wir durch den Wald von (Name?), als Falaohriels Warnung es käme etwas Großes Schweres durch die Büsche auf uns zugeprescht, uns beiseite und in Deckung springen lies.
Zunächst stolperte ein völlig verängstigtes und entkräftetes Mädchen zwischen den Bäumen hervor und bad panisch um Hilfe. Ich versprach ihr spontan jeglichen Schutz hauptsächlich, um sie zu beruhigen und näheres über den Grund ihrer Flucht zu erfahren. Noch bevor sie mir eine meiner Fragen beantworten konnte, stürmte eine Truppe Berittener heran angeführt von einem Praiosgeweihten in rotgoldener Robe. Als er meine Gefährten in ruppigem Ton nach einer äußerst gefährlichen flüchtigen Person fragte, die laut seiner Beschreibung gerade am ganzen Körper zitternd neben mir stand, beschloss ich dieses Missverständnis aufzuklären. Denn um ein solches musste es sich handeln, da ich seine Schilderung nicht mit den handgreiflichen Tatsachen (ich musste die Kleine fest am Arm halten, sonst wäre sie weiter gerannt) nicht überein bringen konnte. Ich trat aus dem Gebüsch, das widerspenstige Mädel hinterher ziehend und entbot meinen Gruß von Geweihtem zu Geweihtem. Er stellte sich als Inquisitor Praioshilf Sonnacker vor und im Auftrag Ugolfs von Trackenborn verfolge er eine gefährliche Magierin, die sich ihrer gerechten Strafe entzogen habe. Er forderte mich auf im Namen des Praios ihm die Halbwüchsige Madalea zu übergeben. Ich meinerseits machte ihm klar, dass sie unter meinem und Efferds Schutz stehen würde und ohne mich nirgendwo hin gehen würde. Dieser Disput sollte für längere Zeit der letzte sein, den ich für mich entscheiden konnte. Wir wurden alle eingeladen die nächsten Tage bis zur Verhandlung in der Burg Ugolf von Trackenborns zu verbringen. Mir gab der Praiospriester sein Wort bei dem Prozeß als Madaleas Anwalt fungieren zu dürfen. Darauf hin übergab ich das Kind einem seiner sechs Helfer mit dem entschiedenen Versprechen die Wahrheit heraus zu finden und diese vertrackte Angelegenheit aufzuklären.
Unterwegs konnte ich im Gespräch mit Praioshilf Sonnacker die näheren Umstände, die zu Madaleas Anklage führten, in Erfahrung bringen. Sie habe die eindeutige, nächtliche Einladung des Burgherrn von Trackenborn ausgeschlagen und sich geweigert seinen Wachen Folge zu leisten. Daraufhin habe das Pferd des einen Angestellten von Madalea verhext gescheut und ihn abgeworfen wobei er sich den Arm brach. Beinahe hätte ich laut aufgelacht, so lächerlich erschien mir dieser Vorwurf. Aber so schwierig würde er auch vor Gericht zu widerlegen sein, vor Allem, da mein Gesprächspartner von Madaleas Schuld überzeugt zu sein schien.
Beim gemeinsamen Abendessen auf der Burg wurde mein mühsam hervor gekramtes
Ethikettewissen bis an seine Grenzen strapaziert. Die Spannungen zwischen dem Inquisitor, der eindeutig das Sagen hatte und dem wenig sympathischen Gastgeber von Trackenborn waren fast greifbar und so waren wir froh frühzeitig unsere Kojen aufsuchen zu können.

23. Ingerimm im Jahre 1024 BF
Während des Frühstücks wurde eine Botin des Barons von Liegenstein angekündigt und auch sofort vorgelassen. Zunächst beschimpfte sie den anwesenden Burgherrn und drohte ihm mit ernsthaften Konsequenzen, falls die unschuldige Madalea hingerichtet werden sollte, danach verwandelte sie sich vor unseren Augen in eine Eule und flog aus dem Fenster. Der ganze Vorgang ging in solchem Tempo von statten, dass nicht mal der Inquisitor schnell genug reagieren und den Fluch auf den Herrn von Trackenborn verhindern konnte. Unter wütendem Protest und mit dicken Beulen im Gesicht verschwand er in seiner Kemenate und war für Niemanden zu sprechen. Wenn die Reaktion des adeligen Schwerennöters auch amüsant anzuschauen war und er diese Bestrafung wahrscheinlich verdient hat, so glaube ich doch, dass sie für Madaleas Situation in keinster Weise hilfreich war. Und richtig, sofort brachte der Praiosgeweihte seine Entrüstung über den Vorgang zum Ausdruck und nahm ihn zur Bestätigung, dass es hier vor Ort eine Magische Verschwörung gibt, die es zu zerschlagen gilt.
Als ich und meine Gefährten nicht sofort seinem Aufruf zur Hexenjagd folge leisten wollten sondern zur Besonnenheit rieten, reagierte er mit Unverständnis und strafte uns fürderhin mit Missachtung. Wir befürchteten schlimmste Ausschreitungen bei seiner Aufwiegelei der Dörfler. Dame Sheydaa und Falahoriel wollten sich zur Mühle von Madaleas Eltern aufmachen, um sie vor etwaigen Übergriffen durch die aufgebrachten Dorfbewohner zu warnen. Aeolius machte sich an die Verfolgung des Bannstrahlertrupps, um die Rekrutierung der Trackenborner zu beobachten und eventuell mäßigend auf sie einzuwirken. Dies war auch mein Bestreben, aber zuvor wollte ich mich noch mit eigenen Augen von der einwandfreien Unterbringung und Behandlung Madaleas durch die Burgwachen überzeugen. Bisher wurde mir ein Besuch und eine Befragung der Gefangenen durch Ihre Gnaden Sonnacker verwehrt. Immer wieder wurde ich vertröstet und solle mich gedulden auf den nicht näher benannten Tag der Verhandlung. Aber ein Efferdgeweihter mit Geduld ist so unwahrscheinlich wie ein Fluss der bergauf fließt. So versuchte ich mein Glück direkt bei der Kerkerwache. Aber all meine Überredungsversuche wurden im Keim erstickt und so trollte ich mich Richtung Dorfschänke, zum Zwecke einer Befragung des verletzten Wachsoldaten Xorgo.
Währenddessen konnten meine weiblichen Gefährten die Müllerfamilie erfolgreich zu einem kurzfristigen Ortswechsel überreden.

Bevor sie aufbrechen, erwähnen sie noch eine kräuterkundige Vertraute von Madalea, die im Nachbartal lebt und ihre Tochter in Heilkunde unterwiesen hat. Ihre Verbindung zu der Angeklagten und ihr fragwürdiger Beruf könnte ihr jetzt zum Verhängnis werden und so brechen meine Gefährtinnen auf, um sie zu warnen und vielleicht mehr über Madaleas „magischen“ Fähigkeiten zu erfahren.
Inzwischen kam ich bei dem verbohrten Xorgo, der noch unter einem gewaltigen Kater litt, nicht weiter und auch ein Begleiter von Sonnacker stellt sich als ziemlich verbohrt heraus. Damit mich der Frust nicht völlig auffrisst, besuchen Aeolius und meine Wenigkeit den hiesigen Perrainepriester Hurgol und seine Enkelin Vilja. Er stellt sich als ein wahres Original heraus und kredenzt ein hervorragendes Wässerchen. Auch in anderer Hinsicht erweist sich die Unterhaltung Dank der Scharfsichtigkeit Viljas als ergiebig. Sie äußert die Vermutung, dass der Praiosgeweihte ein Betrüger sein könnte. Obwohl einige Fakten, wie z. B. sein unsicheres Auftreten in rechtlichen Belangen, seine abgewetzte Robe und seine wenig gläubigen Mitarbeiter diese Behauptung unterstützen, ist dieser Gedanke für mich unvorstellbar.
Bei der heilkundigen Tidia erfahren die Mädels, dass insgeheim sieben Hexen hier im Tal leben und wenn sie Kontakt aufnehmen wollen, sollen sie sich an den Schankburschen Mirion halten. Zurück im Dorf treten sie schnell mit ihm in Verbindung und können ein Treffen mit der Hexe Nijella um Mitternacht verabreden.
Als wir nach diesem erfolgreichen Tag in den Abendstunden in die Burg zurückkehren wollen, wird uns der Zutritt durch die Wachen auf Anordnung Praiotin Sonnackers verwehrt. Begründung, unsere Weigerung uns an der Hexenjagd zu beteiligen. Unsere Verblüffung währt nur kurz, dann beschließen wir die Nacht in der nun verlassenen Mühle zu verbringen.
Ich beschließe meinen Gefährten erst später zu Folgen und vor der Burg auf die Rückkehr des Inquisitors zu warten, um ihn zur Rede zu stellen. In der Auseinandersetzung bringt mich die Ignoranz des Bannstrahlers schnell auf den Mast und ich konfrontiere ihn mit dem Vorwurf ein Schwindler zu sein.
Auf dem Rückweg zur Mühle scheine ich verfolgt zu werden, doch ich kann mich Phex sei Dank in die Büsche schlagen und komme so noch zu einem nächtlichen Bad im Mühlteich.
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Geändert von Jalokin (26.04.2008 um 13:12 Uhr).
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Die Nacht vom 23. auf den 24. Ingerimm im Jahre 1024 BF

Wie verabredet treffen wir um Mitternacht die Hexe Nijella und berichten ihr was wir bisher unternommen haben im Falle „Madalea“ und dass wir planen sie im Notfall auch gewaltsam zu befreien. Wir bitten sie und ihre Berufsgenossinnen um jegliche Unterstützung, die sie uns aber nur bedingt zusagen kann, da sich die Hexengemeinschaft gerne Bedeckt halten möchte.
Als wir schon bereit sind zum Aufbruch, entdeckt Nijella den Drachenstein an Dame Sheydaas Klinge und erzählt uns kürzlich auf einen ähnlichen Stein gestoßen zu sein, eingelassen über dem Eingang einer Höhle. Nachdem wir ihr das Versprechen abgerungen haben uns, nach erfolgreichem Abschluss der Gerichtsverhandlung, zu dieser Höhle zu führen verabschieden wir uns und kehren zur Mühle zurück. Dort erwartet uns eine Überraschung in Gestalt des Müllersohns Fredrik, der unter lauten Schluchzern schildert, wie seine Eltern von den Schergen Sonnackers entdeckt und verschleppt wurden und er selbst nur mit Mühe entkommen konnte. Wir wähnen uns nun in der Mühle nicht mehr sicher und auf mein Bestreben hin beschließen wir den Rest der Nacht im Perraineschrein zu verbringen. Vilja empfängt uns zwar verschlafen, aber freundlich und lässt uns ein.

24. Ingerimm im Jahre 1024 BF

Ein paar Stunden später werden wir von Vilja mit der Nachricht geweckt, dass heute zur Praiosstunde auf dem Marktplatz Praiotin Sonnacker zu Gericht sitzen und vier Angeklagte ihrer gerechten Strafe zuführen wird. Damit steht fest, dass nicht nur Madalea, sondern auch ihre Eltern und das Echsenwesen verurteilt werden sollen. Ich ziehe mit Meister Hurgol und Vilja im Schlepptau zur Burg, um mein Recht als Verteidiger einzufordern wenigstens einmal vor der Verhandlung mit Madalea sprechen zu dürfen. Die Wächterin Pagana am Tor ist sehr zugänglich und führt uns auch sogleich in den Thronsaal. Auf dem Weg dorthin befragt sie mich unsicher, ob das Alles so rechtens sei, wenn der Praiosgeweihte hier auf der Burg einfach das Kommando übernimmt und die Angelegenheiten ihres Herren ohne seinen Auftrag wahrnimmt. Ich halte mich in dieser Hinsicht sehr bedeckt, gebe ihr aber zu verstehen, dass ich den Geweihten genau beobachte. Das Gespräch mit dem Inquisitor verläuft überraschender Weise unproblematisch und wir erhalten die Erlaubnis Madalea im Kerker zu besuchen. Sie ist verständlicherweise sehr verängstigt und friert, aber ansonst geht es ihr den Umständen entsprechend gut. Ich kann sie beruhigen und verspreche ihr dass sie auf die eine oder andere Weise heute Mittag frei sein wird und keinesfalls verurteilt wird. Beim Verlassen des Gefängnisses kommt mir die Idee Kontakt mit dem eingeschlossenen Burgherren aufzunehmen um herauszufinden, wie freiwillig dieser „Wegschluss“ ist. Die Wache Pagana unterstützt mich und wir schleusen zusammen mit seinem Essen eine Nachricht in seine Gemächer. Abschließend versichert sie mir noch dass alle Wachen der Burg uns beistehen würden, wenn wir gegen die Schergen des Praiosgeweihten vorgehen würden.

Währenddessen haben Illmariel und Aeolius beschlossen schon mal den Richtplatz und die Umgebung auszukundschaften, damit es bei einer überstürzten Flucht zu keinen weiteren Komplikationen kommt. Dabei stoßen sie auf einen Köhler, der zuerst recht wortkarg scheint, aber dann doch mit einer interessanten Geschichte über Harro den Braunen aufwarten kann. Er wisse das aber nur vom Hören Sagen, der Fallensteller Torga aber hätte das Alles direkt beobachtet und sie sollten doch mal ihn befragen. Das ließen sich die beiden Abenteurer nicht noch mal sagen und ihr Gespür sollte sie nicht trügen. Der Fallensteller erzählt wie er vor einem Jahr beobachtet habe, dass der angebliche „Praiosgeweihte Sonnacker“ und seine Gefährten Harro den Braunen geknebelt und gefesselt hätten, um ihn dann auszuliefern. Aber zu diesem Zeitpunkt hätte der Geweihte noch normale Kleidung getragen und die Anderen hätten ihn mit Bramo angesprochen. Bis zu seiner Verurteilung durch den mittlerweile verkleideten Sonnenanbeter wurde Harro der Knebel nicht mehr abgenommen und so wurde er ein Opfer seiner eigenen Kumpane.
Illmariel und Aeolius schaffen es gerade noch vor dem Beginn der Gerichtsverhandlung auf dem Marktplatz einzutreffen und mich in aller Kürze auf den neuesten Stand zu bringen. Nun gehe ich der gerechten Sache absolut Gewiss in den Prozess und gedenke den falschen Geweihten seinerseits anzuklagen und somit den Vorgang umzukehren.
Als ich in meiner Funktion als Verteidiger im Verlauf der Verhandlung das Wort erteilt bekomme, nehme ich die Gelegenheit war und klage Praiotin Sonnacker des Betrugs an und entziehe ihm das Recht in diesem Fall ein Urteil zu sprechen. Daraufhin verdunkelt sich die Sonne und unvermittelt bricht ein Unwetter über Trackenborn herein. Dieses Zeichen der Götter gibt mir die Bestätigung richtig gehandelt zu haben. Alle Einwohner flüchten sich in die relative Sicherheit ihrer Häuser und auch der falsche Praiospriester versteckt sich feige unter dem Richtertisch. Aber die riesigen Hagelsteine zerstören die Dächer der Häuser und verwüsten die Felder der unschuldigen Bewohner und so trotze ich dem Sturm und rufe die Winde im Namen Efferds zu Hilfe das Ungemach zu vertreiben. Efferd sei Dank und auf Grund des Versprechens am Fischertag vor Olport auf eine Queste zu gehen gelingt mir dies schließlich auch. Aber der Aufruhr ist noch nicht vorbei, denn ich sehe gerade noch den schurkischen „Geweihten“ mit seinen Schergen im Gasthaus verschwinden, um sich eventuell durch die Hintertür abzusetzen. Zusammen mit Illmariel und Fahlaoriel schaffe ich es nach kurzem bewaffnetem Gerangel an den Wachen vor seinem Zimmer vorbei zu kommen. Dennoch zu spät, das Fenster steht offen und von dem Drückeberger keine Spur. Den Zwölfen sei Dank hatte die unvergleichliche Dame Sheydaa die geniale Idee, das Gasthaus auch von hinten zu sichern und erwischt den Flüchtigen auf dem falschen Fuß. Wir, die wir das Glück haben vom Fenster aus zusehen zu dürfen, bietet sich ein grandioses, wenn auch kurzes Schauspiel. Fast wie im Tanz und mit tödlicher Eleganz entwaffnet sie den Verbrecher spielerisch und beendet damit ein hinterhältiges Spiel, das der Praioskirche und seinen Gläubigen auf Dauer immens geschadet hätte.
Mit Hurgols und Viljas Hilfe versammeln wir die Einwohner noch mal auf dem Marktplatz und ich zeige ihnen den verhafteten Schurken und erkläre, dass die Angeklagten von jeglicher Schuld freizusprechen sind, da der Ankläger selbst sich eines unentschuldbaren Verbrechens schuldig gemacht habe. Auch kündige ich an, dass meine Gefährten und ich noch so lange im Dorf verweilen werden, bis die schlimmsten Schäden des Unwetters beseitigt sind.
Auch der Graf und seine Burgwachen erscheinen nun im Dorf und der dankbare und jetzt auch umgänglichere Burgherr richtet spontan ein Fest aus, von dem ich allerdings nicht allzu viel mitbekomme, denn Vilja und ich Danken den Göttern für das heutige Wunder und die anschließende glückliche Fügung des Schicksals auf unsere Weise. (Der Gentlemen schweigt und genießt)

25. Ingerimm im Jahre 1024 BF

Am nächsten Tag führt uns die Hexe Nijella wie versprochen zu dem verborgenen Tal, in dem sie eine Höhle entdeckt hat die mit einem Drachenauge geschmückt ist. Da wir eh schon weit von unserem ursprünglichen Auftrag abgekommen sind, macht dieser eine Tag Verzögerung nun auch nichts mehr aus. Außerdem habe ich es mittlerweile aufgegeben den verschlungenen Pfad auf dem uns die Götter leiten durchschauen zu wollen. So genieße ich diesen herrlichen Tag und trage mein dümmliches, breites Grinsen, das ich seit letzter Nacht nicht mehr aus meinem Gesicht bekomme zur Schau und folge meinen Gefährten in ein neues Abenteuer.
Bis wir diese ominöse Höhle betreten nehme ich alles wie durch einen Nebelschleier wahr, was ich aber auf meinen Gemütszustand schiebe. Unsere Durchsuchung der Höhle endet vor einer Tür, die von seltsamen bereits zerstörten Zeichen umrandet ist. Durch den offenen Zugang dringen Stimmen zu uns heraus und wir wagen es nicht uns zu bewegen. Das ändert sich schlagartig, sobald klar wird, dass unsere Gruppe der Gegenstand der Unterhaltung ist und unser jetziger Aufenthaltsort den dort Anwesenden längst bekannt ist. Beklommen treten wir e