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Diskussion Dungeons & Dragons Nicht gelistetes System Diverse Systeme Wo ist die deutsche OSR / oldschool / DIY / unabhängige D&D-Szene?

logruspattern

Neubürgerlich
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Hier im Forum sind anscheinend Wenige, die so spielen. Mir ist es schon klar, dass die Leute, die sich für OSR interessieren, überall in der Minderheit sind. Aber wenn ich daran denke, wie international die Szene ist, und zudem dass OSE, das jetzige Lieblingsspiel der Szene, in Berlin geschrieben wird, erwartete ich nicht so wenig Interesse an OSR im deutschsprachigen Raum. Ich kenne aber keinen deutschen Autor, der für einen OSR Beitrag bekannt ist.

Seitdem ich OSR für mich entdeckt habe, kann ich mir nur vorstellen, D&D und andere ‚Rollenspiele‘ so zu spielen, wie es oft in der OSR gehandhabt wird. Nachdem ich mich ins Thema hineingelesen habe, habe ich plötzlich begriffen, warum mir das D&D-Spielen und das ‚Rollenspielen’ davor wenig Spaß gemacht hat. Jetzt freue ich mich sehr, wenn ich eine Art oldschool D&D spiele.

Wo kann man die OSR-Spieler in Deutschland finden? Suche ich in den falschen Orten? Sind sie hier aber sie melden sich nicht? Gibt es andere Webseiten oder Foren, wo sie sich treffen? Oder ist die OSR an Deutschland mehr oder minder vorbeigeflogen?

Mir scheint es, dass nur die englischsprachige D&D-Szene in Berlin eine nicht unbedeutende Anzahl von OSR-Spielern hat. Leider bringt es mich nicht weiter.
 

PZII

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OSR : Old School Roleplay.
Was auch immer Er darunter verstehen will.

Ich spiele jetzt seit 1986-87 , und spiele ( so glaube ich ) immer noch so ( schlecht :rofl: :sarcastic: ) wie damals, also OSR / Old School.
Aber wie gesagt , jeder / oder viele sehen das wohl anders.
 

PZII

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Ach ja.....ich spiele kein D&D mehr und werde das auch NIE MEHR!!!!!!
Das würde wohl dann heißen das ich kein OSR / Old School mehr spiele........
Aber ich spiele trotzdem immer noch so schlecht wie damals....auch ohne D&D ....... :wacko:
 

Mann mit Bart

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OSR kenne ich als "Old School Renaissance" oder "Old School Revival". Ist im Grunde fast immer ein stark entschlacktes D&D (z.B. Worlds Without Number). Im Zentrum steht (meines bescheidenen Wissens nach) vor allem die Spieler-Fähigkeiten zu testen, statt die Charaktere (z.B. eine Falle durch geschickte Fragen und entsprechendes Spiel zu finden und zu umgehen).

@logruspattern Herzlich willkommen erst einmal :)

Ich habe hier im Forum gelegentlich, aber nicht besonders häufig entsprechende Anfragen gesehen. Ob die OSR-Szene tatsächlich so groß ist, kann ich nicht beurteilen. Ich bin ihr zwar im Netz öfters begegnet, habe aber den Eindruck, dass es auch nicht mehr sind als z.B. die PbtA-Spieler. Ist vermutlich wieder die Frage, in welcher Blase man sich bewegt.
 

Corvinus

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Ich habe bisher auch noch nie davon gehört. Aber wenn es das Konzept ist, das @Mann mit Bart beschreibt, dann finde ich es durchaus interessant. Halt das Gegenteil zum (auch eher oldschool) Hack, Slay & Loot Gameplay.
Es kommt natürlich wirklich sehr auf die Fähigkeiten und Vorlieben der Spieler an. Man müsste schon eine Gruppe haben, die sehr auf Schauspielerei / Improv steht.

Wer die TTRPG-Webserie "Vampire the Masquerade - L.A. by Night" kennt, dürfte das Konzept kennen. Dort wird sehr wenig gewürfelt und es vergeht auch mal eine halbe Stunde, ohne dass sich der Spielleiter einmischt.
 

Elpetteh

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Um erstmal auf deine ursprüngliche Frage zurückzukommen @logruspattern OSR Anfragen sind hier äußerst selten, maximal einmal im Monat sehe ich hier Anfragen in diese Richtung.
Auch in den anderen einschlägigen Foren kann ich mich jetzt nicht an viele OSR Anfragen erinnern.
Größere Chancen hast du da wohl eher auf den Verlagsseiten und Discords, aber ich vermute mal, dass du das schon weißt.

Was den OSE Trend betrifft, scheint der wirklich an Deutschland vorbeigegangen zu sein.
Ich weiß zwar nicht mit Sicherheit warum, aber mir fallen da doch naheliegende Gründe ein.
Zum ersten wären da die älteren Spieler (wie ich), die als Kinder das gespielt haben, was man heute als OSR bezeichnet. Die wollen da meistens nicht wieder hin zurück.
Als nächstes wären dann lokale Alternativen wie DuSl zu nennen, die ja doch recht erfolgreich zu sein scheinen und den Markt in Deutschland ganz gut bedienen. Oder auch DSA Classics. Da braucht man nicht zusätzlich noch OSE.
Dann wären da noch die unzähligen Dungeon Crawler, welche ebenfalls die Nische bedienen und um die Spieler konkurrieren.
Und mittlerweile ist DnD ja wieder so simpel geworden, daß man die OSR Alternativen ja eigentlich garnicht mehr benötigt. Es geht ja weniger darum "was" man spielt, sondern eher "wie".
 

logruspattern

Neubürgerlich
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Ach ja.....ich spiele kein D&D mehr und werde das auch NIE MEHR!!!!!!
Das würde wohl dann heißen das ich kein OSR / Old School mehr spiele........
@PZII Für viele Leute schließt OSR nicht nur D&D aber auch Traveller, Fighting Fantasy, Runequest, Golgotha und andere systeme aus den 70ern und 80ern ein. Auch neuere Systeme, die keine unmittelbaren Vorgänger aus jenen Jahrzehnten haben, wie z. B. Dungeon Crawl Classics, Forbidden Lands, oder Mörk Borg. Für mich hat OSR hat genau so viel damit zu tun, was man spielt, als wie man spielt. Und das 'Wie' würde ich auf jedes andere Sytem, das mir bekannt ist, übertragen.
Und mittlerweile ist DnD ja wieder so simpel geworden, daß man die OSR Alternativen ja eigentlich garnicht mehr benötigt. Es geht ja weniger darum "was" man spielt, sondern eher "wie".
@Elpetteh Erstens hat was man spielt doch einen erheblichen Einfluss auf das Wie und ist nicht von der Hand zu weisen. Meine Erfahrung mit 5e war z. B., dass ich so viele Regeln aus früheren Editionen wiedereingeführt habe, dass am Ende es sinnvoller war, mit einer früheren Version des Regelwerks zu spielen. Noch ein gutes Beispiel ist das Belohnungssystem der letzteren Editionen im Vergleich zu den Früheren. Seit 2e an nahm das Besiegen (sprich Töten) von Gegnern einen stets größeren Anteil der gesammlten Erfahrungspunkte an, bis irgendwann laut den Regeln man nur Erfahrungspunkte auf dieser Art bekam. Und trotzdem wundert man sich heute, warum die Spieler gerne Murderhobos spielen, obwohl die Antwort klar vor seinem Augen liegt: das Spiel belohnt genau das. In früheren Editionen sammelte man Erfahrungspunkte fast ausschliesslich durch das Bergen von Schätzen. Bei so einem System ist ein Kampf das allerletze Mittel und man rechnet damit, das ein Kampf oft auch für den Sieger tödliche Folgen herbeiführt.

Ein zweites gutes Beispiel ist das Weglassen der 'Reaction'- oder 'Morale'-Systeme aus neueren Editionen. Es ist ein ganz anderes Spiel, wenn die Reaktion der begegneten Monsters auf die SCs von Würfeln bestimmt wird und nicht immer von dem SL im voraus.

Zweitens wird die Aussage so oft wiederholt, dass D&D 5e einfach sei, dass man sie als eine Tatsache annimmt und die Aussage nicht mehr in Frage stellt. Mir nach ist die Aussage eine Irreführung. 5e ist ja einfacher im Vergleich zu 3e oder 4e. Aber 5e ist nicht unbedingt einfacher als B/X oder 0E und vielleicht auch nicht AD&D. Ferner hat 5e viele komplizierte Aspekte aus den älteren Editionen übernommen, anstelle sie zu verbessern. Damit meine ich z. B. die Belastung, eine Regel die so zeitintensiv ist umzusetzen, dass Leute ohne sie spielen. OSR Spiele stellen hingegen viele Aspekte des ursprünglchen Spiels in Frage und bieten oftmals bessere Alternative. Und wenn 5e so simpel wäre, und die Art vom Spielen unterstützt, die die OSR so gerne hat, warum schreiben Leute immer wieder neue Regelwerke, um 5e noch weiter zu vereinfachen oder sodass das Spiele einem OSR-Spiel ähnelt? Siehe 5 Torches Deep oder Into the Unkown als Beispiele.

Und noch nicht haben wir die OSR-Abenteuer angesprochen, die so vielfältig, kreativ und am Spieltisch ohne Vorbereitung nutzbar sind. Die Abenteur sind vielleicht die beste Aspekte der OSR.
Zum ersten wären da die älteren Spieler (wie ich), die als Kinder das gespielt haben, was man heute als OSR bezeichnet. Die wollen da meistens nicht wieder hin zurück.
Das mag wohl sein, erklärt aber nicht, warum die OSR in Deutschland nicht Fuß fasst. In anderen Länderen haben Leute entweder nie aufgehört, die alten Versionen zu spielen, oder spielen sie wieder.
Mir sagt jetzt OSR auch nix.
Heißt das Spielerwissen = Charwissen?
@koshka OSR Spieler versuchen oft nicht krampfhaft Spielerwissen vom Charwissen zu trennen.
Ich habe bisher auch noch nie davon gehört. Aber wenn es das Konzept ist, das @Mann mit Bart beschreibt, dann finde ich es durchaus interessant. Halt das Gegenteil zum (auch eher oldschool) Hack, Slay & Loot Gameplay.
Es kommt natürlich wirklich sehr auf die Fähigkeiten und Vorlieben der Spieler an. Man müsste schon eine Gruppe haben, die sehr auf Schauspielerei / Improv steht.

Wer die TTRPG-Webserie "Vampire the Masquerade - L.A. by Night" kennt, dürfte das Konzept kennen. Dort wird sehr wenig gewürfelt und es vergeht auch mal eine halbe Stunde, ohne dass sich der Spielleiter einmischt.
@Corvinus Jein. Die allgemeine Weisheit in der OSR ist es, dass Kämpfen ein 'fail state' ist. Kämpfen ist das letzte Mittel und wer kämpft, hat schon einige Fehler gemacht, um an den Punkt zu kommen. Aber Looten, oder die Bergung von Schätzen, ist eigentlich der Sinn der Sache. Seit der ersten D&D Edition sammelt man Erfahrungspunkte auf die Art, bis es endlich mit komplett abgeschafft wurde.

Was Schauspielerei / Improv anbelangt, trifft das mich zumindest überhaupt nicht zu. Eine Aspekte der OSR ist es, dass der SL sich auch von Spielereignissen überraschen lassen soll. Dies geschieht oft durch Würfelergebnisse. Eine andere Aspekte ist es, dass der SL ein Schiedsrichter ist, der entscheidet, wenn die Regeln eine Situation nicht decken. Beides verlangen die Improvisation aber nicht die Improv im schauspielerischen Sinne.

Für mich sind die schauspielerische und dichterische Belange vieler RPG-Spieler und Spielsysteme überhaupt nicht interessant. Vorher habe ich Spiele selber geleitet und in Runden gespielt, wo dies ein Fokus war. Aber genau das hat mich beim RPG-Spielen gelangweilt und enttäuscht. Nachdem ich auf die OSR gestoßen bin, kam ich zur Erkenntnis, dass ich meinen Fokus auf eine Erzählung gelegt habe, nur weil Anderen gemeint haben, dass der Sinn des RPG-Spielens sei (andere Spielarten sind von dieser Ansicht ebenfalls betroffen). Jetzt möchte ich bloß ein gutes Spiel spielen und nicht damit eine Geschichte erzählen. Sobald man von einer Geschichte oder Handlung spricht, weiß ich, dass das Spiel nichts für mich ist. Ich finde es sehr bedauerlich, dass Rollenspiele 'Rollenspiele' heißen. Es beschreibt auf gar keine Weise, was eigentlich diese Spiele besonders macht. Und assoziiert diese Spiele mit dieser überflüssigen Schauspielerei.
 

Ancoron

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Ich habe hier irgendwie das Gefühl, das es im Grunde darum geht, das die neuen Versionen von Game Systemen für manche wohl Mist ist....
Naja, ich persönlich vertrete ja sowieso die Ansicht, das man nicht ständig überarbeitete bzw neue Regelbücher heraus bringen muss, wenn man ein erfolgreiches Rollenspielsystem geschaffen hat
 

Tealk

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OSR Spieler versuchen oft nicht krampfhaft Spielerwissen vom Charwissen zu trennen.
Das stelle ich mir in Mittelalterlichen Settings sehr interessant vor. Mal dem nächsten Bauern was von Quantenmechanik erzählen und mit zählen wie schnell es braucht bis ein Mob mit Mistgabeln und Fackeln hinter dir her ist.

Wie wird denn bitte in OSR die Wissensdifferenz von damals und heute dann gehandhabt, der nebenbei gesagt wirklich enorm ist?
 

PZII

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Ich spiele keine Systeme aus den 70' oder 80' mehr.....ich glaube das man das " Weiterentwicklung " in einigen Sparten nennt.
Aber ja ich spiele Systeme die aus dieser Zeit entsprungen sind z.b: " Pathfinder aus D&D ( leider noch :bad: ),"Mythras-Classic Fantasy aus RuneQuest plus D&D Red Box ( Geil :yahoo: )".

Ich bin aber der Überzeugung, dass jeder so spielen sollte wie ER / SIE es mögen , und ob man nun auf die " Alte " oder eine " Neue " Art spielt, ist echt egal, solang alle Spaß haben.

So, damit bin ich hier fertig.
 
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Screw

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Bisher habe ich noch in den meisten Regelwerken etwas ähnliches gelesen wie "diese Regeln sind nur ein Grundkonstrukt. Wenn euch was nicht passt, lasst es weg oder ändert es".

In einer meiner Runden habe ich einen Bekannten dabei, der nach einem harten Regelwerk verlangt. Er WILL klare Zahlenwerte und Formeln und Funktionen, auf deren Umsetzung er sich ABSOLUT verlassen kann. Sobald er merkt, dass ich etwas nur Daumen x Auge mache, sinken seine Schultern um mindestend einen Zentimeter ab. Mit einem System, das größtenteils auf improvisieren baut, kommt er einfach nicht klar bzw. stimmt das so nicht, er mag es einfach nicht.
 

Corvinus

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Im Grunde kommt es nie wirklich auf das Regelwerk an. Wenn Spielleiter und Spieler sich einig sind, dann ist alles im Flux und alles ist möglich.
Aber 5e ist nicht unbedingt einfacher als B/X oder 0E und vielleicht auch nicht AD&D.
Als jemand, der eine lange Pause hinter sich hat und somit in etwa von AD&D zu 5E gewechselt ist, würde ich das "vielleicht" deutlich vervielfachen. Ich hatte immer das Gefühl, Mathe studiert haben zu müssen, um eine Trefferberechnung zu machen. Zudem waren so viele Dinge absolut unlogisch.

@Corvinus Jein. Die allgemeine Weisheit in der OSR ist es, dass Kämpfen ein 'fail state' ist. Kämpfen ist das letzte Mittel und wer kämpft, hat schon einige Fehler gemacht, um an den Punkt zu kommen. Aber Looten, oder die Bergung von Schätzen, ist eigentlich der Sinn der Sache. Seit der ersten D&D Edition sammelt man Erfahrungspunkte auf die Art, bis es endlich mit komplett abgeschafft wurde.
So kann man in jedem Regelsystem spielen, wenn man es will. Eine Indiana Jones ähnliche Kampagne wäre z.B. möglich, egal ob in der realen oder einer Fantasy Welt. Der Charakter muss kein Held, sondern nur vielleicht ein Archäologe sein. Alle Werte auf Intelligenz und Weisheit gelegt aber ohne Magie wäre er auch gezwungen, mehr seinen Kopf anzustrengen, Feinden oder Fallen auszuweichen.
Ich kenne die erste D&D Edition nicht, aber allerspätestens ab AD&D wird in den Regelwerken Kreativität angepriesen und gefördert, so wie @Screw es auch geschrieben hatte.
Und wenn ich AD&D gemeistert habe, dann habe ich gutes Rollenspiel mindestens so sehr, wenn nicht mehr belohnt, wie Kampferfahrung.

Für mich sind die schauspielerische und dichterische Belange vieler RPG-Spieler und Spielsysteme überhaupt nicht interessant. Vorher habe ich Spiele selber geleitet und in Runden gespielt, wo dies ein Fokus war. Aber genau das hat mich beim RPG-Spielen gelangweilt und enttäuscht.
Jeder hat so seine Vorlieben und Interessen. Ich bevorzuge einen starken Fokus auf die Story, Charakterinteraktion und ein wenig Improv / Schauspielerei. Kämpfe und Loot sind Klasse, aber sie müssen Bedeutung haben. Den 1000. Ork ohne Gegenwehr niedermetzeln hat für mich keinen Reiz. Kämpfe müssen eine Herausforderung bieten und so schwer und taktisch sein, dass man sich zweimal überlegt, ob man sie wirklich wagen sollte.
Aber wie bereits geschrieben,... es gibt unzählige Vorlieben zur Spielweise und keine ist falsch. Und meiner Meinung nach lassen sie sich alle mit nahezu allen Regelwerken spielen, wenn Spieler und Spielleiter offen dafür sind.

Ich finde es sehr bedauerlich, dass Rollenspiele 'Rollenspiele' heißen. Es beschreibt auf gar keine Weise, was eigentlich diese Spiele besonders macht. Und assoziiert diese Spiele mit dieser überflüssigen Schauspielerei.
Rollenspiele heißen seit je her Rollenspiele, weil man sich in eine Rolle hinein versetzt. Ich wüsste nicht, wie man Schauspielerei besser beschreiben könnte. Es kommt auf die Leute am Tisch an, bis zu welchem Grad man diese Schauspielerei ausübt. Einige sind nur in ihrem Kopf der Charakter, andere lieben es, ihn auch nach außen hin durch Sprache, Mimik und Gestik, evtl. sogar Verkleidung zu verkörpern.
Wer sich aber nicht in seinen Charakter hineinversetzt, spielt meiner Meinung nach kein Rollenspiel, sondern nur ein Spiel, in dem man gewinnen möchte.

Das stelle ich mir in Mittelalterlichen Settings sehr interessant vor. Mal dem nächsten Bauern was von Quantenmechanik erzählen und mit zählen wie schnell es braucht bis ein Mob mit Mistgabeln und Fackeln hinter dir her ist.
Bis zu einem gewissen Grad kann das natürlich auch recht interessant sein. Allerdings treibt das in der Regel den Spielleiter in den Wahnsinn. Ich rede aus Erfahrung. Ich habe mal in einem Dragonlance Setting einen Erfinder Gnom gepielt, der den schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn gegangen ist. Ich habe ihn dann Dinge erfinden lassen, wie z.B. Laserpointer. Der Spielleiter seufzte in der Regel nur, wenn ich mit neuen Ideen ankam, war aber so frei, dass wenn ich es bis ins Detail realistisch erklären und mit den Materialien der Welt bauen könnte, erfinden durfte.
Ich bin aber der Überzeugung, dass jeder so spielen sollte wie ER / SIE es mögen , und ob man nun auf die " Alte " oder eine " Neue " Art spielt, ist echt egal, solang alle Spaß haben.
... dürfte das wichtigste Zitat des ganzen Threads bisher sein. ;)
@logruspattern Ich will Deine Meinung auch nicht schmälern oder angreifen. Mir gefällt die Diskussion. Aber jeder, der schon einmal betrunken mit Kumpels zusammengesessen hat, ohne Stift, Papier und Regelwerk, und trotzdem spontan eine Geschichte auf die Beine gestellt hat, weiß, dass es gar kein Regelwerk für gutes Rollenspiel benötigt. :)
 

Madness

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Ich feiere OSR hat auch grad einenn Comeback würde ich behaupten man nehme Mausritter, Mörk Borg und nocht viele weitere wie der Ableger Vast Grimm. Um einige zu nennen die ich grad gut finde von den älteren Black Hack und White Hack. Obwohl ich erst seit einen Jahr knapp spiele bin ich über diese gestolpert und feiere diese simplen regelarmen und gut modifizierbaren Systeme. Da bei mir das Rollenspiel halt im Vordergrund steht. Und das gibt Mausritter bestens her.
 

Corvinus

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Regelarme Systeme haben definitiv den Vorteil, dass man auch spontan eine Runde spielen, und auch schneller Leute für das Hobby begeistern kann. Zu komplexe Regeln oder Lore sind immer abschreckend für Neulinge und ein System, wie z.B. Honey Heist ist sehr unkompliziert unter Freunde und Verwandte zu bringen, wenn man eigentlich einen Brettspielabend machen wollte. 👍
 

logruspattern

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Ich habe hier irgendwie das Gefühl, das es im Grunde darum geht, das die neuen Versionen von Game Systemen für manche wohl Mist ist....
Naja, ich persönlich vertrete ja sowieso die Ansicht, das man nicht ständig überarbeitete bzw neue Regelbücher heraus bringen muss, wenn man ein erfolgreiches Rollenspielsystem geschaffen hat
Das war auf jeden Fall ein Grund, weshalb die OSR entstanden ist. Einige Leute waren mit 3e nicht zufrieden und wollten die älteren Versionen nicht nur weiterhin spielen aber auch Abenteuer dafür schreiben und veröffentlichen. Um das Letztere zu ermöglichen, ohne Probleme von WotC zu bekommen, hat man die alten Regelwerke ohne die urheberrechtlich geschützten Inhalte veröffentlicht. Diese 'neuen' Regelwerke sind mit den alten kompatibel und meist open source. Somit dürfen Autoren weiter Abenteuer und Inhalte für altere Versionen herausbringen, weil der Inhalt Bezug auf die neuen Regelwerke nimmt und nicht auf die WotC-Regelwerke.

Ich bin selber nicht mit 5e und 3e zufrieden und sehe keinen Grund, in der Zukunft noch mehr Geld nach WotC zu schleudern. Es sind genug andere D&D Regelwerke, die in eine Richtung weiterentwickelt worden sind, die ich mag. Und sie sind meistens kostenlos oder für wenig Geld zu bekommen. Mit dem Herausbringen von neuen Versionen, die nicht miteinander kompatibel sind, und immer über 3 Bücher a 60€ verteilt werden, habe ich, wie du, ein Problem.
Das stelle ich mir in Mittelalterlichen Settings sehr interessant vor. Mal dem nächsten Bauern was von Quantenmechanik erzählen und mit zählen wie schnell es braucht bis ein Mob mit Mistgabeln und Fackeln hinter dir her ist.

Wie wird denn bitte in OSR die Wissensdifferenz von damals und heute dann gehandhabt, der nebenbei gesagt wirklich enorm ist?
Meine Gegenfrage an dich ist, was hat diese Situation konkret mit dem Spiel zu tun? Ein Spieler zieht keinen Vorteil daraus, eine Physik-Vorlesung zu halten. Oder einen Mob auf eine andere Weise zu provozieren.

Zudem ist die Setting von D&D nicht zwangsläufig mittelalterlich. Die Technologie mag für das Mittelalter zumeist zeitgemäß sein aber viele Ausrüstungsgegenstände sind anachronistisch. Es ist sowieso Fantasie, die manchmal mit Science Fiction gemischt wird (z. B. Expedition to the Barrier Peaks, Anamalous Subsurface Environment). Wenn es eine Abbildung des europäischen Mittelalters sein soll, dann ist es eine verzerrte, amerikanisch geprägte Vorstellung, die sich auch stark an den Wilden Westen und Kolonial-Zeiten anlehnt. Wie sich der durchschnittliche Mensch das Mittelalter vorstellt ist sowieso nicht mal annähernd akkurat. Zu diesem Thema verweise ich auf manche Aufsätze von Umberto Eco.
In einer meiner Runden habe ich einen Bekannten dabei, der nach einem harten Regelwerk verlangt. Er WILL klare Zahlenwerte und Formeln und Funktionen, auf deren Umsetzung er sich ABSOLUT verlassen kann. Sobald er merkt, dass ich etwas nur Daumen x Auge mache, sinken seine Schultern um mindestend einen Zentimeter ab. Mit einem System, das größtenteils auf improvisieren baut, kommt er einfach nicht klar bzw. stimmt das so nicht, er mag es einfach nicht.
Von mir aus ist der Austausch zwischen Spielleiter und Spieler in dieser Situation genau das, das die eigentliche Stärke von 'RPGs' ist. Das Regelwerk kann logischerweise nicht jede Situation decken. In der Problemlösung darf der Spieler nun seine Kreativität walten lassen. Der Spielleiter entscheidet, dass der Spieler eine x in 6 Chance auf Erfolg hat. Wenn der Spieler damit nicht zufrieden ist, kann er sich entscheiden, auf das Risiko nicht einzugehen, oder auf eine andere Weise seine Chancen bei der Handlung zu verbessern.
So kann man in jedem Regelsystem spielen, wenn man es will.
Ich stimme hier mit dir zu. Jedoch wenn System 'A' meine Spielweise mehr fördert als System 'B', spiele ich lieber mit System 'A'. Mit genug Mühe und Kreativität kann ich auf Biegen und Brechen selbst Monopoly zum Fantasy-RPG machen.
Rollenspiele heißen seit je her Rollenspiele, weil man sich in eine Rolle hinein versetzt. Ich wüsste nicht, wie man Schauspielerei besser beschreiben könnte. Es kommt auf die Leute am Tisch an, bis zu welchem Grad man diese Schauspielerei ausübt. Einige sind nur in ihrem Kopf der Charakter, andere lieben es, ihn auch nach außen hin durch Sprache, Mimik und Gestik, evtl. sogar Verkleidung zu verkörpern.
Wer sich aber nicht in seinen Charakter hineinversetzt, spielt meiner Meinung nach kein Rollenspiel, sondern nur ein Spiel, in dem man gewinnen möchte.
Das ist der entscheidende Punkt. Ich behaupte, man muss nicht D&D zwangsläufig als Rollenspiel spielen. Ich betrachte es vielmehr als ein offenes Brettspiel, bei dem die Handlungsmöglichkeiten der Spieler über die Grenzen der Regeln hinauslaufen. Ich habe für mich entdeckt, dass ich lieber so spielen möchte.
Ich will Deine Meinung auch nicht schmälern oder angreifen. Mir gefällt die Diskussion. Aber jeder, der schon einmal betrunken mit Kumpels zusammengesessen hat, ohne Stift, Papier und Regelwerk, und trotzdem spontan eine Geschichte auf die Beine gestellt hat, weiß, dass es gar kein Regelwerk für gutes Rollenspiel benötigt.
Und ich würde nicht versuchen, dieser Aussage zu widerlegen. Die Schlussfolgerung ist, man braucht kein Spiel, um Rollenspiel zu machen. Rollenspiel ist etwas, das zusätzlich zu dem Spiel ist. Je nach Lust kann man beim Spielen auch Rollenspiel machen. Ich mache das manchmal, wenn ich spiele, egal ob Brettspiel, Videospiel, usw. Aber wichtiger ist mir das Spiel an sich, und ob das Spiel interessant ist.
Ach ja.....ich spiele kein D&D mehr und werde das auch NIE MEHR!!!!!!
Aber ja ich spiele Systeme die aus dieser Zeit entsprungen sind z.b: " Pathfinder aus D&D ( leider noch :bad: ),"Mythras-Classic Fantasy aus RuneQuest plus D&D Red Box ( Geil :yahoo: )".
Ich habe hier verstanden, dass du D&D nie mehr spielst aber noch D&D spielst.
Ich spiele keine Systeme aus den 70' oder 80' mehr.....ich glaube das man das " Weiterentwicklung " in einigen Sparten nennt.
Ich denke, Schachspieler würden vor diesem Kommentar die Augen verdrehen.
Ich bin aber der Überzeugung, dass jeder so spielen sollte wie ER / SIE es mögen , und ob man nun auf die " Alte " oder eine " Neue " Art spielt, ist echt egal, solang alle Spaß haben.
Bis auf deinen Kommentar bzgl. 'Weiterentwicklung' hat niemand bisher das Gegenteil annähernd angedeutet. Es scheint aber gut anzukommen, zwei gegensätzliche Meinungen zu äußern und nach Belieben auf den in dem Augenblick vorteilhaftesten zu verweisen.
 
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PZII

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Ich wollte zwar nicht mehr antworten, aber da Du nicht richtig lesen kannst, muss ich das wohl :scratch_one-s_head:

1. Ich spiel kein D&D mehr . PUNKT. Das Spiel was ich anspreche " Classic Fantasy " holt sich die Ideen , wie Monster , Sprüche, Magische Gegenstände usw, aus den großen Topf des alten " D&D ",
ABER benutzte die Regeln von " Mythras " was früher mal " Runequest " war. ( oder immer noch ist , oder doch nicht, die 2 Firmen haben eine Art Streit.. )

2. Wir reden hier immer noch von Deinem angesprochen OSR !!!, und soweit ich das sehe und auch weiß, gehört " Schach " nicht in die Reihe der RPGs, aber wenn Du willst weiten wir das hier auf " Mensch ärger Dich " aus.

3. Ich habe hier nur eine Meinung und zwar, dass Du es anscheint nicht mags , dass Du mit diesem Thema nicht das Positive Feedback bekommst, wonach Du hier gesucht hast.
Das ich schriftlich mich nicht so ausdrücken kann wie viele anderen, weiß ich auch.
Aber immerhin versuch ich dann nicht daraus einen Strick für jemanden , der seine Meinung , und damit Dir geantwortet hat, zudrehen.
Damit hast Du mir bewiesen das Du nicht offen bis für Meinungen , sondern nur gehofft hast jemand hier zu finden der mit Dir auf der gleiche Welle schwimmt.


So , ich hoffe ich habe mich in den " Parametern " bewegt wie diese Forum es möchte.

Ich wünsche Dir bei der Suche nach Antworten viel Erfolg.:hi:
 
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Tealk

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Zudem ist die Setting von D&D nicht zwangsläufig mittelalterlich.
Soweit ich verstanden habe ist OSR nicht D&D gebunden? Also geht es dann nur um das vermischen von Informationen. Und ich ging bei meinem Kommentar einfach von der Annahme eines mittelalterlichen Settings aus bei dem der Bauer eben so gut wie nichts weiß weil das von der Obrigkeit gar nicht gewollt war. Da wurde dann alles neue gefürchtet. Es wird ja nicht umsonst dunkle Jahrhunderte oder dunkles Zeitalter genannt.

Mit dem heutigen Wissen könntest du sicher innerhalb von kürzester zeit jegliches Königreich übernehmen, allein das Wissen das etwas möglich ist, macht die Erschaffung dessen so viel einfacher.

Fazit für mich: OSR ist nichts für mich, ich habe gerne Authentizität in meinen Runden.
 
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