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Diskussion Welt/System Wieso ist DnD so beliebt?

JoeParmaggio

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DnD mag vielleicht einsteigerfreundlich sein, was ja erstmal eine positive Eigenschaft ist,(...)
Ich weiß gar nicht ob DnD so einsteigerfreundlich ist. Damals zu 3.5 Zeiten gabs echt für jede Situation eine Regel. Kämpfen im Dunkeln, Dehydrierung, Ringen, Dunkelsicht, Blindsicht, und so viele mehr. Das trainiert Spieler und SL natürlich sehr stark, auch zu jeder Gelegenheit zu den Büchern zu greifen.
Die viel schlauere und effizientere Lösung zu spielen, ist doch zu lernen, sich selber Regeln auszudenken.

Ich glaube DnD ist nach wie vor das häufigste Regelwerk, mit dem Einsteiger in Kontakt kommen. Und dass das Powergaming und Min-Maxen dann für viele im Vordergrund steht ist, dass die Spieler halt mit diesem Regelberg konfrontiert werden, ohne zu anderen Formen von PnP herausgefordert zu werden.

Nirgendwo in den Büchern steht:"Dein Spiel macht ggf. mehr Spass, wenn ihr euch mit euren Chars unterhaltet.", oder: "Erfindet in der Gruppe selber Regeln, um euer Spiel spassiger zu gestalten.", da steht nur:"Als SL kannst du Fallen, Monster und NPCs verwenden, um spannende Sessions zu machen."

Dann kommt noch dazu, dass viele Einsteiger, bevor sie PnP ausprobieren, sowieso erstmal eine Grunderfahrung mit CRPGs haben. Ich liebe CRPGs, aber sie sind halt kein PnP. Es sind Computer-Programme. Sie basieren auf Regeln. Diese Games ziehen dich mit Feedback-Loops in ihren Bann. XP, bessere Ausrüstung ect. sind Belohnungssysteme, die diesen Spielen zugrunde liegen.
Und diese Leute fangen dann mit DnD an, haben diesen Regelberg, und fühlen sich erstmal total wohl. Es kommt schließlich den (meist guten) Erfahrungen, die sie am PC gemacht haben, sehr nahe.


Das kann ich mir bei einem System, das seit so langer Zeit weiterentwickelt wird, nicht vorstellen.
Ich finde hier merkt man schnell, dass WOTC in der Vergangenheit einen riesen Umsatz mit dem Büchern gemacht hat. Die haben das System weiter entwickelt, aber nicht zwangsläufig um ein "besseres Spiel" zu gestalten, sondern um ihre Bücher und ihr Merch loszuwerden.
Das basiert jetzt auf Spekulation, aber ich habe nicht den Eindruck, dass das Informationszeitalter WOTC einen Segen beschert hat. Mal von Raubkopien und Webseiten, die die Bücher überflüssig machen abgesehen, es ist auch unheimlich einfach, mit neuen Spielen in Kontakt zu kommen. Das frisst natürlich am Umsatz.
Das WOTC da eine Veränderung will sieht man finde ich schon seit E4 und Eberron. Ob sie die damit erreichen, dieses Kampfbasierte, sehr RP-Schwache aufrecht zu erhalten, das lässt sich wohl erst in der Zukunft absehen.


Von den D&D-Gruppen die ich in meinen nun knapp 30 Jahren kennengelernt habe, und das waren einige, haben sie (leider) immer den gleichen Spielstil verfolgt: Powergaming, Min-Maxen, Battlemap bei Kämpfen, wenig bis gar keine (Charakter-) Konversation, keine Rolle sondern lediglich die Klasse wurde gespielt, oft gradliniges Abarbeiten des Abenteuers, Brettspielflair etc. Das Erschreckende: Es war immer nur bei D&D so!
Ich finde das auch erschreckend, weil ich genau die selbe Erfahrung gemacht habe. Natürlich könnte man Hofintrigen, Detektiv-Geschichten oder andere Formate spielen, aber irgendwie tut es fast niemand. Und die, die es versuchen (mich eingschlossen :/), die schwenken dann auf andere Systeme um, in denen sowas besser geht.

(...) aber allen DnD-Spielern den Status des Rollenspielers absprechen zu wollen, halte ich für gewagt.
Ich glaube gerade unter den Einsteigern gibt es viele Leute, die nicht wissen, was sie verpassen. Und ich würde nicht sagen, dass RPen mit DnD nicht geht, aber ich würde kritisieren, dass DnD nicht gerade dazu einläd.
 

hexe

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Vielleicht sollten sich hier mal ein paar D&D-Fans / Spieler zu Wort melden und den Grund für ihre Entscheidung ausgerechnet D&D zu favorisieren nennen.
Auch bei D&D gibt es diverse Welten und Kampagnen und Romane und sonstiges, die einen jenseits des Dungeons zu mehr einladen. Je mehr die Leute diese Welt dann kennen umso besser kann man in diese eintauchen. Wenn man Städte wie Niewinter kennt und seine Bewohner, wenn da etwas lebt. Auch die Abenteuer bieten Stoff für Geschichten und Helden. Da kann man schon genauso dahin träumen. Hab auch schon Prosa für meine D&D Charaktere geschrieben.

Es hindert Dich bei D&D auch keiner daran Deinen Charakter auszuspielen oder direkte Rede zu benutzen.

Regelsysteme sind halt wie Autos, ne? Mit einem Geländewagen fährt es sich halt super im Gelände für die täglichen Einkäufe im Großstadtdschungel machen wie weniger Spaß... es muss halt zu dem passen, was man vor hat.
Vielen reicht da D&D völlig aus. Axt in die Hand los geht's!
 

Majo

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Ich verstehe nicht, was ein Regelwerk mit sozialen Interaktionen zu tun hat oder mit der charakterentwicklung. Ich brauche keine 20 Bücher in denen drin steht, wie die Welt auf die Interaktionen der Spieler oder andersrum reagiert oder des gleichen. Des kann man auch selber ausdenken. Wird deine Familie getötet im Spiel, will ich jetzt nicht in nem Buch schauen müssen, wie es meinem Char jetzt psychisch geht, das weiß der Spieler doch selbst am besten und spielt sein Charakter dann auch so. Wenn ihr sowas mit charakterentwicklung meint. Wenn es aufs älter werden bezieht, bin ich selber kein Langzeit Spieler der einen Char über Jahre hinweg spielt. Ich bin mehr ein Freund von kurze und knackige Abenteuer. Bei DnD hab ich ein Abenteuer gespielt das nach 9 Monate zu Ende ging. Die anderen Abenteuer die ich noch vorbereitet habe gehen etwa 1 - 1 1/2 Jahre. Ich nehme jetzt auch keine homebrew Welt sondern die vorgefertigten Abenteuer und modifiziere die. Homebrew spiele ich meistens andere spiele und auch eher als oneshot wie mit dem Regelwerk how to be a hero, call of Cthulhu, mutant year zero, Deponia, abgewandeltes fate. Und in den Spielen hab ich auch keine Regeln für charakterentwicklung. Die Spieler entscheiden wie ihr Charakter auf Situationen reagieren. Genauso wie bei sozialen Interaktionen finde ich zu viele Regeln schwachsinnig. Das stört, meiner Meinung, nur den spielfluss. Weniger ist mehr was das angeht finde ich. Und nur weil manche Leute DnD als ein dungeoncrawler spielen, Geist es nicht das alle so spielen. Ich spiele DnD mit einer guten Mischung aus allem. Soziale Interaktionen, Dungeons mit und ohne battlemap je nach dem wie komplex der Kampf ist für ne Übersicht, welt Interaktion ( baust du Mist oder hast jemandem geholfen usw. reagiert die Welt darauf). Bin jetzt nicht der erfahrenste Spieler mit meinen 2 Jahren spiel erfahrung (davon 9monate DnD) aber versuche immer mein bestes. Je einfacher die Regeln desto mehr kann man sich auf das Spielen konzentrieren.
 

PZII

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Warum soll ich , einen Schnupperrunde anbieten , in einem System das ich nicht mag.?????!!!!!
Wenn es Zeit wird, habe ich gesagt, werde ich " Mythras " - " Classic Fantasy " anbiete, aber D&D oder Pathfinder........da ist die Lust bei mir raus.
 

puck

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Warum soll ich , einen Schnupperrunde anbieten , in einem System das ich nicht mag.?????!!!!!
Wenn es Zeit wird, habe ich gesagt, werde ich " Mythras " - " Classic Fantasy " anbiete, aber D&D oder Pathfinder........da ist die Lust bei mir raus.
Ich glaube die Frage war eher, warum all die Leute, die DnD nicht als ernstzunehmende RPG ansehen, nicht mal Schnupperrunden für ihre ach so überlegenen Rollenspielen angebieten, um die dummen DnDler auf den rechten Weg zu führen. Und ja, der Wortlaut ist mit voller Absicht überspitzt.

Bleibt tapfer,

puck
 

PZII

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Ok , dann nehme ich mal das Eisen aus dem Feuer.
D&D oder auch Pathfinder haben Sachen die auch Gute sind, ja haben sie.
Oben stehen schon ein paar der Antworten dazu.
Aber um den ....mhm.....Hass , nein den Unmut oder auch das Kopfschütteln über D&D zu verstehen ,
bitte sehr:
und Teil 2 :
und Teil 3:

und glaubt mir, jeder der lang genug D&D gespielt hat , findet etwas davon in den Filmchen.

Viel Spaß. ( P.S. Die gibt es auch auf Deutsch, hatte aber keine Lust die raus zusuchen)
 
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Hmmmm..... ich verstehe jetzt eigentlich nicht den Sinn der Frage....ist das nicht der selbe Sinn wie: Schmeckt Vanilleeis oder Schokoladeneis besser ? Ist doch völlig egal was wer spielt und wie viel welches Spiel macht, solange jeder für sein Spiel Mitspieler findet.
Für meinen Teil siele ich D&D seit fast 40 Jahren von der ersten bis zur jetzigen Version und habe viele tolle Leute kennen gelernt und zwei meiner Mitstreiten sind mit mir in dieser Welt schon über 30 Jahre zusammen. Also jedem sein Spaß und nicht immer alles hinterfragen, auf das man eh nie eine vernünfige Antwort bekommt, oder mal hinterfragen ob der eigene Weg immer der einzig wahre ist ....
 

DerVampyr

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Nirgendwo in den Büchern steht:"Dein Spiel macht ggf. mehr Spass, wenn ihr euch mit euren Chars unterhaltet.", oder: "Erfindet in der Gruppe selber Regeln, um euer Spiel spassiger zu gestalten.", da steht nur:"Als SL kannst du Fallen, Monster und NPCs verwenden, um spannende Sessions zu machen."
Ich kann nicht für das D&D Regelwerk sprechen, aber bei Pathfinder, welches ja sehr viel von D&D übernommen hast stehen genau diese Sachen direkt im allerersten Kapitel so. :)

die schwenken dann auf andere Systeme um, in denen sowas besser geht.
Hast du nen Beispiel für ein solches System und eine Erklärung, warum es dort besser geht?

Die viel schlauere und effizientere Lösung zu spielen, ist doch zu lernen, sich selber Regeln auszudenken.
Wieso ist das effizienter? Im Optimalfall sollte man diese dann doch aufschreiben, damit man nicht 2 Monate später dieselbe Sache auf andere weise regelt, oder nicht?

EDIT: Vielleicht sollten sich hier mal ein paar D&D-Fans / Spieler zu Wort melden und den Grund für ihre Entscheidung ausgerechnet D&D zu favorisieren nennen. Immerhin scheint das Forum hier ja ein wahres Bollwerk zu sein, was D&D angeht.
Ich versuche mich hier mal, auch wenn ich nicht explizit D&D spiele, sondern Pathfinder. Die beiden hauen ja aber in dieselbe Kerbe.

Pathfinder macht einfach Spaß. Die Charakterprogression ist ein Teil davon. Sie fühlt sich einfach gut an und es ist toll zu sehen wie der eigene Charakter erst gegen Goblins kämpft, dann mit Riesen und später dann das erste mal gegen einen Drachen und man plötzlich merkt dass man doch nicht so starkt ist wie man dachte.
Man findet coole Items und wird allgemein sehr direkt für das belohnt was man macht.
Mag sein, dass das alles ein wenig wie nach einem Computerspiel klingt, allerdings ist es wohl eher so, dass die Computerspiele wie D&D klingen. :D

Ja, Pathfinder hat für alles eine Regel. Das empfinde ich aber als vorteil und nicht als Nachteil. Man kann sie nutzen, muss es aber nicht. Wenn ich als SL keine lust habe eine Regel rauszusuchen, dann kann ich immer noch frei entscheiden worauf gewürfelt wird. Darüber hinaus erlaubt es aber auch jedem Spieler die gleichen Chancen. Es gibt halt stillere Spieler und welche mit weniger Fantasie und ein eher erzählerisches Spiel bevorzugt die kreativen und lauten Spieler. Bei Pathfinder kann jeder in die Regeln schauen und selber herausfinden ob er den Sprung oder dergleichen schafft und ist nicht darauf angewiesen, dass er dem Meister nun am besten erklären kann warum er mit einem Wurf auf Int + Schwimmen die Probe würfeln möchte.

Es bietet bietet einem einfach die Möglichkeiten das zu machen was man möchte. Einen ausgespielten Abend in einem Wirtshaus ist genau so gut möglich wie für den SL auf einen Blick zu sehen ob die Gruppe gegen Gegner X eine Chance hat.
 

hexe

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Nein, die Frage lautet: Warum schmeckt eigentlich so vielen Leuten Vanilleeis? Und da kann man sich ja Gedanken machen. Ich mag Vanilleeis weil...

Weil ich gerne erst wie oben genannt Goblins verhaue und dann Riesen und Eulenbären und dann untote Riesenhaie ist eine Antwort. Die Wertetechnische Entwicklung der Charakter steigt einfach linear weiter, der Charakter wird immer, stärker und mächtiger. Ist ein Grund.
 

Screw

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Immerhin scheint das Forum hier ja ein wahres Bollwerk zu sein, was D&D angeht.
Eigentlich nur der Suchbereich, und der ist selbstregulierend. Viele Leute suchen D&D, dadurch sehen viele die D&D-Gesuche hier und stellen ihre eigenen dazu. Die Gesuche für andere Systeme treten da einfach in den Hintergrund, wodurch auch weniger Anreiz besteht, solche Gesuche einzustellen. Die Ursprünge der RPG-Foren.com liegen in DSA, als ich mich hier angemeldet habe war das wegen Shadowrun, und D&D/AD&D war immer wieder mal eine On-Off-Sache. Erst seit D&D 5, Critical-Role und anschließend CoVid19, ist der Bedarf nach D&D-Spielrunden immer stärker angestiegen, was sich verständlicher Weise im Suchbereich hier niedergeschlagen hat. Macht das D&D dediziert beliebt? Ansichtssache, aber es ist in jedem Fall am besten beworben.


Ich mag D&D wegen seiner Schlichtheit und Einsteigerfreundlichkeit, finde es aber in vielen Punkten unzureichend und zu oberflächlich.

Ich mag DSA wegen seiner überkomplexen und mannigfaltigen Möglichkeiten, die eigenen Charaktere in fast jede erdenkliche Richtung zu entwickeln, bemängle aber die Transparenz, wenn es darum geht, welche Voraussetzungen wofür notwendig sind (viel Geblätter in mehreren Büchern, wenig Seitenverweise) und die teils ewig langen Entwicklungswege, bis bestimmte Sachen auch nur annähernd effektiv sind und nicht "nur" dem Rollenspiel dienen (die Spielercharaktere SIND schließlich HELDEN).

Ich mag Warhammer 40K für seinen vollständigen Mangel an Realität und Mäßigung, weil man da einfach mal gezielt und ungezielt fanatisch sein kann und das im Rahmen der Welt weder besonders böse noch gut ist - es muss nur ein vorzeigbares Ergebnis bringen. Jede Art von Archetyp hat hier eine Daseinsberechtigung und darf grenzenlos be- und verurteilt werden (InGame wie OffGame).

Ich mag Shadowrun dafür, dass es mich zum leidenschaftlichen Rollenspieler gemacht hat, so sehr, dass ich nicht einmal bei der - für meine Verhältnisse - unattraktiven 6. Edition halt mache (aber auf PDF umsteige). Die Anlehnung an die Realität der 1980er hilft mir einfach bei der Immersion und den Mix aus Fantsy und Cyberpunk finde ich geil - aber auch hier gibt es immer Schatten(haha)seiten. Es hatte einfach nie eine gute Balance zwischen "Realitäts"nähe und Micromanagement.

Ich mag Battletech aufgrund der 30 bis 100 Tonnen schweren Vernichtungsmaschinen mit denen man durch die Gegend pflügen (in JEDEM Sinne des Wortes) kann, auch wenn das Regelwerk verdreht und die Charaktererschaffung Pseudo-Random und undurchsichtig ist.

Ich mag Tails of Equestria, weil ... verdammt, es geht um scheiß Ponies, Einhörner und Pegasi, die im Namen der Freundschaft Abenteuer bestreiten! Es ist dämlich, es ist witzig, es ist krank, es ist cool. Warum zur Hölle nicht?

Ich hab dann noch Contact, GURPS und Fate of the Norns, aber mit denen hatte ich bisher zu wenig Umgang ...


Warum also ist D&D so beliebt, um zurück zur Frage zu kommen?

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So einfach ist das, meiner Ansicht nach.
 
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Dermuhl

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Unabhängig vom System kann man mit jedem Rollenspiel Spaß haben. Es kommt immer auf die Gruppe an. DnD kenne ich auch schon sehr lange. Es ist ein gutes Einsteigerrollenspiel. Auch wegen der Bekanntheit. Es ist einfach an Material zu kommen und die meisten Online-Plattformen wie z.B. Roll20 unterstützen es. Durch die etwas eingeschränkte Charakterentwicklung ist es auch leichter technisch umzusetzen.
Andere Storytellingrollenspiele wie Vampire, Mage, Numenera bieten mehr Freiheiten und es kommt nicht zu sehr auf den Charakter an, sondern eben auf die Geschichten.
Klar kann man auch in DnD tolle Geschichten erzählen, aber es fällt Einsteigern leichter mit einem Dungeoncrawler anzufangen.
Meine Spielrunde liebt auch das alte Rolemaster mit knapp 100 Charakterklassen, ca. 350 Fähikeiten, ungefähr 80 Tabellen für kritische Treffer mit den lustigen Beschreibungen (Von deinem Gegner ist nur noch Matsch übrig, probiers mal mit ner Spachtel), usw.
Aber das kann man keinem Anfänger zumuten.
Es ist alles Geschmackssache. Ich selbst halte auch nicht viel von DSA, aber wahrscheinlich auch, weil sich die Geschichte in Aventurien weiter entwickelt hat und ich nicht mehr mitkomme.
Bei Shadowrun, das ich seit der ersten Edition kenne, (wer kann mir erklären was der Programmenabler macht?) hat sich die Geschichte bis zur 6. Edition auch ständig weiter entwickelt, aber das habe ich selbst miterlebt.

Jeder hat halt so seine Lieblinge.
 

Nord-Nerd

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Eigentlich nur der Suchbereich, und der ist selbstregulierend. Viele Leute suchen D&D, dadurch sehen viele die D&D-Gesuche hier und stellen ihre eigenen dazu. Die Gesuche für andere Systeme treten da einfach in den Hintergrund, wodurch auch weniger Anreiz besteht, solche Gesuche einzustellen. Die Ursprünge der RPG-Foren.com liegen in DSA, als ich mich hier angemeldet habe war das wegen Shadowrun, und D&D/AD&D war immer wieder mal eine On-Off-Sache. Erst seit D&D 5, Critical-Role und anschließend CoVid19, ist der Bedarf nach D&D-Spielrunden immer stärker angestiegen, was sich verständlicher Weise im Suchbereich hier niedergeschlagen hat. Macht das D&D dediziert beliebt? Ansichtssache, aber es ist in jedem Fall am besten beworben.
Ja, das stimmt wohl. Da habe ich vielleicht auch etwas zu weit über den "Tellerrand des Forums" geschaut. Dennoch spricht aber die Häufigkeit der Gesuche in diesem Bereich für eine gewisse Beliebtheit dieses Systems. :)

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So einfach ist das, meiner Ansicht nach.
Auch hier muss ich dir zustimmen. Damit ist das Thema für mich auch durch. Zugegeben: Ich schweife gern mal ab und darunter leiden dann meine (positiven) Ansichten, denn D&D gehört ja nun nicht grade zu meinen Lieblings-Systemen.
 
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JoeParmaggio

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Ich bin zwar nach wie vor kritisch gegenüber DnD, aber @Dermuhl drückt es treffend aus:
Unabhängig vom System kann man mit jedem Rollenspiel Spaß haben.(...)
Spiele sind komplex, und schwer zu beschreiben, und manchmal pauschalisiere ich da auch Sachen. Aber dennoch, es gibt unterschiedliche Regelwerke, weil die Struktur der Regeln, die Spielkultur, der Spielertyp, nunmal zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Deswegen gibt es mehr als 1 PnP auf der Welt, und somit haben auch "schlechtere" PnPs ihre Daseinsberechtigung. Es geht halt um Spass. Manche Leute haben auch einfach Spass, sich 20 Jahre lang auf ein System zu konzentrieren. Ist gebongt.

Aber dennoch halte ich den Vergleich für sehr wichtig, weil wir wollen ja schließlich was neues dazulernen.

Ich kann nicht für das D&D Regelwerk sprechen, aber bei Pathfinder, welches ja sehr viel von D&D übernommen hast stehen genau diese Sachen direkt im allerersten Kapitel so. :)
Ich hab da zugegebenermaßen ein bisschen Übertrieben, der Rhetorik zugunsten. Das steht schon im Dungeonmaster Guide drin, aber irgendwie nicht zufriedenstellend. Ich hab die Bücher nicht mehr da, deswegen rede ich von meiner Erinnerung. Wenn ich mich richtig erinnere, dann steht da, auf 10 Seiten vlt. was man so als SL machen kann, um den Spielabend zu versüßen.
"Rede doch mal mit verstellter Stimme", oder "Es ist oft sinnvoll, dass deine Stories nicht lächerlich werden.", so Sachen.
Wenn ich entscheiden müsste, was ich daran kritisiere, dann, wie die Spieler an das Erlernen von PnP (in diesem Fall DnD spezifisch) herangeführt werden. Da steht kurz auf 10 Seiten, dass man RP betreiben kann, (nicht wie, oder aus welchem Grund), und dann, auf 300 Seiten komplizierte Regeln, Einzelfälle, riesige Listen an Zaubersprüchen, ect.
Das lenkt natürlich den Fokus des Lernens von PnP sehr stark auf das Regelmechanische, und nicht auf die Frage :"Unter welchen Bedinungen macht PnP Spielen in unserer Gruppe denn überhaupt Spass? Wollen wir Monster totwürfeln? Wollen wir RPen? Please advise!"

Auch steht im Spielerhandbuch gar nichts von RP, obwohl die Spieler doch eigentlich das RP vorantreiben sollten. Auch gibts viele, viele Seiten, die erklären, wie Fallen auf das Charakterlever der Chars angepasst werden können, aber keine einzige Seite darüber, unter welchen Bedingungen Fallen entschärfen Spass macht, oder eine interessante Herausforderung darstellt.
Das DnD Regelwerk hat all diese Dinge, aber fast keine Anleitungen, wie du diese Dinge smart anwendest.

Hast du nen Beispiel für ein solches System und eine Erklärung, warum es dort besser geht?
Meine Gruppe spielt gerade FATE, und das hat so ziemlich alles über den Haufen geworfen, was ich zu wissen geglaubt habe. FATE ist extrem regelarm, mit der Aufforderung, die Regeln so zu gestalten, dass sie allen Spielern am meisten Spass bereiten.
FATE hat:
- Keine XP
- Kein Gold
- Keine Level
- Keine Ausrüstung
- Keine vorgeschriebenen Skills und Talente

In den 12 kurzen Sessions, die wir gespielt haben, haben meine Spieler und Ich uns ein RP angewöhnt, mit einer Qualität, wie wir es noch nie zuvor kannten. Um deine Frage zu beantworten, @DerVampyr, mit FATE musst du lernen, gut zu RPen, weil das Spiel sonst keine gratification zu bieten hat.
Stattdessen steht da im Regelwerk: Überlege dir, woran du Spass hast beim PnP spielen, und lerne, mit deinen Mitspielern genau dieses Spiel zu spielen. Alle Regeln können geändert werden, um mehr Spass zu bereiten. Storytelling sollte nicht Selbstzweck sein, sondern Spass bereiten. Spieler sollten lernen, die Story mitzugestalten, sodass es der Gruppe Spass bereitet.

Wieso ist das effizienter? Im Optimalfall sollte man diese dann doch aufschreiben, damit man nicht 2 Monate später dieselbe Sache auf andere weise regelt, oder nicht?
Und jetzt ist die Frage, warum ein dickes Buch kaufen, in dem bereits viele hundert Randfälle drin stehen, wenn meine Gruppe die, 1. nicht als relevant beachtet, und, 2. nicht sicher sein können, dass sie uns Spass bereiten.
Das meine ich mit Effizienz. DnD präsentiert dir all diese Regeln, ohne dir zu sagen, dass du beim Spielen eigentlich deine eigenen Ziele verfolgst, und gefälligst das machen solltest, worauf du Lust hast. Und fast alle Gruppen checken das ja, und machen wir eigenes homebrew. Aber du hast schon diese 1000. Regeln vor Augen, und du willst ja beim homebrew nicht das ganze Regelwerk umschreiben, und die wichtigen Fragen (Warum machen wir das eigentlich?) werden nie gestellt.

FATE ist ein Extremfall. Ich bin selbst ein Regelfuchs, der Min-Max'ed, wo er kann, weil er es kann. Ich musste wohl erst ein Spiel kennen lernen, dass all diese Ideen erstmal aus dem Fenster wirft, um darüber hinaus zu wachsen. Das hat auch meine Einstellung zu Games und zu digitalen Spielen vollkommen verändert.
Ich spiele gerne Magic: The Gathering, aber nicht weil ich Spass am gewinnen habe, sondern weil ich gerne Kombinationen entecke und ausnutze. Deswegen spiele ich nur noch mit ein paar ausgewählten Freunden, mit einem festen Satz Karten, und wir versuchen Decks zu bauen, um uns gegenseitig auszutricksen und um rumexperimentieren zu können.

So, und jetzt kann ja jeder von euch sagen:"Felix-Sama, was du da beschreibst, lässt sich ja auf 99% Prozent aller PnPs übertragen. Hälst du die auch für "schlecht" und "ineffizient"?"

Ich muss schon sagen, dass ich diesen krassen powergaming, min-maxing Trend fast nur bei DnD erlebt habe. Ich schiebe das auf die Spielkultur. Irgendwas an den Menschen (oder am Regelwerk, who knows) läd viele DnD-Spieler dazu ein (mich eingeschlossen), auf diese extreme, Kampfzentrierte, Regelzentrierte, RP-arme Art und Weise zu spielen.
Und ja, das macht vielen Leuten Spass. Aber ich kenne auch viele Leute, die das schnell öde und fad finden, und dann wechseln, oder, schlimmer noch, nie wechseln, und die ganze Zeit Spiele spielen, die sie eigentlich doof finden. DnD läd einen nicht gerade dazu ein, über seinen Tellerrand hinaus zu schauen.

Edit: Zugegenermaßen, das FATE Regelwerk erklärt einem auch nicht, wie man mit diesen obskuren, esoterischen und extrem generellen Regeln "Spass haben kann", aber es fordert einen wenigstens dazu auf, seinen Kopf einzuschalten.

Stattdessen gibt es einen Blog von einem deutschen Game Designer, der viel über FATE geschrieben und wie "man damit Spass hat". Link hier:
Ich empfehle das auch anderen Leuten zu lesen, die kein Interesse an FATE haben. Das ist sowas, das geht schnell, aber man ist danach trotzdem schlauer.
 
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PZII

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Ich habe gerade noch einen Grunde gefunden , warum ich D&D nicht mehr mag: Warum muss man sich immer in andere Systeme einmischen, selbst wenn es nicht von D&D kommen sollte. Immer wieder wird das von seiten des D&D Systems gemacht, wie unten zu sehen.

Haben sie nicht genug Welten in Ihren System. Ja ich weiß man will ja Geld verdienen, aber warum dann so. Beide unten genannte Spiele/Systeme haben einen sehr netten , wenn nicht sogar , einen Coolen Charakter , aber mit dem D20 System ( Hit Points , Saves, Classes, Level...) in Stile von D&D werden sie ......na ja , zu einem Hamburger, den man überall bekommt, aber das Steak will keiner mehr , weil es nicht so schnell zubekommen ist.

Mir ist auch klar das die Macher der genannten Spiele unten , etwas vom großen Kuchen D&D haben wollen, aber wo ist die Vielfalt.....mir fehlt es irgend wann am Geschmack in der RPG Scene .
Es wird alles zu einem Einheitsbrei.

Das man an D&D nicht mehr vorbei kommt, und das es ohne D&D vielleicht nie so mit den Rollenspielen gekommen wäre, dass sehe ich ein, und dafür hat das System einen Orden verdient , oder besser Gary Gygax.
Aber aus diesem Grund hier , oder auch anderen Gründen die genannten wurden , ist dieses System für mich gestorben.

R.I.P : D&D.



Ruins of Symbaroum [5E] - The Promised Land
Talislanta: The Savage Land (5e d20 Edition)


 

Taktikus

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Für mich ist ein Regelwerk ein Werkzeug. Ein Werkzeug ist nicht von Natur aus böse oder gut, es dient einem bestimmten Zweck. Und so wie man manchmal einen Schraubendreher, manchmal aber einen Maulschlüssel braucht braucht es für den einen Zweck ein Regelwerk mit allen Details und manchmal eben eines, daß fast alles frei lässt.

Ansonsten, warum DnD? Jeder kennt nen Schraubendreher, aber kaum einer ne Wiedehopfhaue handgeschmiedet von 1912 (nur so als Beispiel, eben auf der Bucht gefunden). Da werden dann eben Schraubendreher am meisten gekauft und verwendet, auch wenn es für einen bestimmten Zweck etwas besseres/anderes geben mag.
 

hexe

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Sagen die meisten nicht eh Schraubenzieher zu einem Schraubendreher? Oder Zollstock zu einem Metermaß?

Was mir aber zum Thema noch eingefallen, gerade da vermehrt Personen online spielen. Für D&D5 gibt es in den gängigen online Werkzeugen durch die hohe Spielerbasis auch Module und Möglichkeiten genau für dieses System. Für andere Systeme suche ich schon länger. ;)
 

PZII

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Na ja, dass stimmt ja nicht wirklich. es gibt für ich weiß nicht wie viele Rollenspiele auf Roll 20 , Charakter Bögen u. a. Das Spiel was Du dann Spielen willst, kannst Du mehr oder weniger dann selbst gestalten, wie z.b. welche Größe hat ein Hex , was Kostet ein Hex zum laufen.....Du musst halt nur die Regel von Deinem System einbauen
Habe das mit Mythras , Infected, usw schon gemacht.

P.S. @Taktikus : Schraubenzieher! :yahoo:
 

hexe

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Ich will die Regeln halt nicht einbauen müssen. :p
 

JoeParmaggio

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Ich glaube was @hexe im Übertragenen gemeint hat stimmt. Wo du auch himschaust, erstmal hast du das DnD Merch vor dir.

Und ja, Schraubenzieher😔
 
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