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Sonstiges Was lässt euch bei einem Spiel auf den Kauf verzichten?

Yakosh-Dej

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Wer kennt es nicht, es gibt eine Ankündigung für ein neues Brett- oder Kartenspiel oder einen neuen Kickstarter im Bereich Spiele und man weiss bereits nach kurzem Durchschauen, dass man bei dem Konzept / Thema usw. raus ist.

Was lässt euch bei solchen Artikel / Projekten aussteigen? Gibt es bestimmte Themen, Mechaniken, Arten von Spielen, bei denen euch der Verzicht besonders leicht fällt?

Bei mir persönlich kann ich das recht einfach sagen: Kartenspiele, besonderes Sammelkartenspiele sind bei mir so gut wie immer direkt raus. Dies liegt bei mir an der aufopferungsvollen Zeit von Magic - The Gatherring. Ähnlich geht es mir mit Spielen die einen Legacy-Aspekt haben, der über Kleinigkeiten am Rande hinausgehen. Ich mag es einfach nicht, dass diese Spiele nicht voll wiederspielbar bzw. verkaufbar sind. Gleiches gilt für mich für Rätselspiele, die nach einmaligen Spielen quasi ohne jeden Reiz sind, da man die Lösung nun kennt. Ich meide solche Arten von Spielen generell, da es ganz böse gesagt (bitte nicht persönlich nehmen) "Weg-Werf-Spiele" sind. Quiz- und Partyspiele sind mir oft nicht komplex genug, dass ich mich wirklich mit Freude auf sie einlassen würde. Hinzu kommen jede Art von (schlechten) Klonen. Ich brauche halt nicht die Xte Risiko-Variante oder den Xten DungeonCrawler. Auch hier fällt mir das Passen recht leicht. Schwierige Themen (wie z.B. Mord, Gewalt, Horror, Sex, Krieg usw.) schrecken mich dagegen in den allermeisten Fällen nicht ab. Zu abstrakte Spiele lassen mich dagegen in fast allen Fällen kalt, ähnlich wie Spiele, die sehr schlicht oder mit wenig oder liebloser Ausstattung daher kommen. Ebenfalls direkt raus ist selbst bei bester Ausstattung und Design jede Art von Tabletop, besonderes wenn auf Hexfelder usw. verzichtet wird. Ich werde sicherlich nicht mit Messstab, Maßband oder Lineal die Abstände von Figuren nachmessen ... never.

Und wie ist das bei euch? Gibt es bei euch auch klare NoGos? Gib es Themen, die ihr garnicht spielen würdet?
 

Luzifer

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Ich bin jemand, der sich von Thema und Optik sehr schnell euphorisieren lässt. Da passiert es mir leider öfter, dass nach einem heißen Start eine schnelle Abkühlung kommt.

Was mich insgesamt sehr kalt lässt sind pure, austauschbare Workerplacement Spiele. Einige wenige mögen mir gut gefallen. Aber eher selten. Bei tausenden Token, fie man von A nach B schiebt und gegen XY eintauscht, bekomme ich eingerollte Fußnägel.
Bei thematischen, visuellen Leckerbissen bin ich eher dabei. Da müssen auch die Regeln nicht ganz perfekt sein. Aber bitte doch ausbalanciert.

Ein passendes Beispiel:


Cooles Thema. Cthulhu ist an Bord! Von Petersen Games, einem kleinen Familienverlag, den ich für unterstützenswert halte. Dennoch ist der Mechanismus ein astreines (austauschbares ) Workerplacement. Spricht mich ab diesem Moment nocht mehr so an und ich werde wohl eher nicht einsteigen. (Aber zumindest anschauen).


Zudem bin ich gesättigt, was Dungeon Crawler angeht. Da muss schon was gänzlich überraschendes um die Ecke kommen, dass ich neu einsteige.

Und Tabletops. Da bin ich zu arm für. Und zu unbegabt im malen.
 

Rhizom

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Gib es Themen, die ihr garnicht spielen würdet?
Ich spiele gern Fantasy- und Sci-Fi-Settings. Was mich total kalt lässt, ist Realwelt, und was ich vom Setting wirklich furchtbar unattraktiv finde, sind (Welt-)kriegsszenarien. Das soll aber nicht heißen, dass ich mit Axis & Allies oder auch Risiko noch nie meinen Spaß hatte. Wenn ein Kriegsspiel auf den Tisch kommt, spiele ich das mit, halte es aber für äußerst unwahrscheinlich, dass ich mir ein solches Spiel mal kaufen würde.

Ansonsten würde ich die Frage eher umdrehen: Was bewegt mich zum Kauf? -- nicht: Was hält mich ab. Ich habe bereits so viele Spiele, dass meine zehn bis dreißig Spieleabende pro jahr damit gut abgedeckt sind, brauche also nichts mehr. Besonders brauche ich kein weiteres Deckbuilding (hab Dominion), nur einen Dungeon-Crawler (hab keinen -- denke aber weiterhin über Descent nach). Was ich mir dagegen immer wieder vorstellen könnte, ist ein weiteres Eurogame mit ungewöhnlicher Mechanik, denn die spiele ich am häufigsten (Siedler -- immer noch, weil so viele Leute da mitspielen; The Village, Kingdom Builder, Terraforming Mars, Scythe -- irgendwie mit Abstrichen ja auch ein Eurogame, ...)

Was ich mir gar nicht vorstellen kann, sind diese ganzen Miniaturen-Schlachtspiele. Da spiele ich lieber ein richtiges Tabletop. Und am allerliebsten sogar eins, wo ich mit meinen Miniaturen flexibler bin und nicht auf so ein paar vordefinierte Einheiten angewiesen bin -- oder auf das geldsaugende schwarze Loch Games Workshop...
 

Marc Aurel

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Was mich vom Kauf abhält:
  • Eurogames mit tausenden Markern und Arbeitern und Ressourcen undundund :bad:
  • schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis (also wenig oder schlechtes Spielmaterial für viel Geld)
  • aus irgendeinem Grund Holzfiguren (Meeples)...liegt wohl an meiner WH40k-Erfahrung
  • Spiele mit allzu komplexen Regeln, da das Erklären viel zu lange dauert und dann alle bereits keine Lust mehr haben
Was mich zu einem Kauf bewegt:
  • tolle Präsentation (Minis, Karten, etc.)...das Auge spielt eben auch mit
  • eine tolle Handlung oder Kampagne
  • schnelle Spiele bei einer großen Tiefe (Blood Rage ist hier wohl ein gutes Beispiel)
  • Spiele, die mit mehr als 4 Leuten spielbar sind (King of New York :D)
  • Spiele mit neuen Ideen bzw. Kombination von bestehenden Genres oder Spielsystemen (z.B. War Of The Worlds - The New Wave)
Allgemein suche ich nun gar nichts mehr und bin schon recht glücklich mit meiner Spielesammlung, da ich hier eine große Auswahl habe und nach Lust und Laune entscheiden kann. Zusätzlich habe ich dann ja noch @Luzifer mit seinem Kram :D
 

Yakosh-Dej

Krieger
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OK, ich sehe, es gibt in allen Beiträgen gewisse Grundübereinstimmungen, allerdings auch starke Abweichungen bezüglich z.B. Minis oder nicht, Eurogames oder nicht. Ich persönlich habe ein sehr spezielles Verhältnis dazu, da ich sowohl Spiele ala Uwe Rosenberg / Agricola mit Freude spiele, wie auch Miniaturen-Klopper ala Conan / Battlelore. So kann es kommen, dass wir mit unserer Spielegruppe nach einer Partie Terraformig Mars oder Clans of Caledonia danach zu Massiv Darkness, Runewars oder StarCraft wechseln. Quasi von einem Extrem ins andere ...

In Spiele.de-Forum kam als Frage des Monats aktuell die Frage zu Tabu-Themen in Brettspielen auf ... daher meine Frage: Welche Themen wären euch da zu heikel bzw. bei welchen Themen würdet ihr nicht mitspielen? (Mir geht bei der Frage nicht um Setting-Vorlieben wie Fantasy / Moderne / SciFi, sondern beispielsweise um Gewalt, Sex, Massenvernichtung, Krieg, Mord, Kriminalität / Verbrechen im Allgemeinen, Horror, Politsche Extreme usw.)
 

SoulReaper

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Ansonsten würde ich die Frage eher umdrehen: Was bewegt mich zum Kauf? -- nicht: Was hält mich ab. Ich habe bereits so viele Spiele, dass meine zehn bis dreißig Spieleabende pro jahr damit gut abgedeckt sind, brauche also nichts mehr. (...)

Was ich mir gar nicht vorstellen kann, sind diese ganzen Miniaturen-Schlachtspiele. Da spiele ich lieber ein richtiges Tabletop. Und am allerliebsten sogar eins, wo ich mit meinen Miniaturen flexibler bin und nicht auf so ein paar vordefinierte Einheiten angewiesen bin -- oder auf das geldsaugende schwarze Loch Games Workshop...
Bei den beiden Aussagen bin ich voll auf deiner Linie, @Rhizom. Dabei wohl dann auch wichtig, wo man persönlich den Schwerpunkt drauf legt.
Am einfachsten haben es bei mir Rollenspiele. Da reicht schon ein ein nettes Cover oder ein Gerücht über interessante Regelmechanismen, damit ich einen Blick drauf werfe. Dementsprechend viel habe ich auch davon. Seit ein paar Monaten sind dann auch wieder Tabletops dazu gekommen. Da hatte ich zwei Grundthemen, die mich interessiert haben, nämlich einmal historisch, kompetetives System im Mittelalter und dann noch ein flottenbasiertes Raumschiff System. Beides habe ich jetzt zufriedenstellend abgedeckt und bin damit zufrieden. Als Bonus haben beide nichts mit GW zu tun, was bedeutet, dass die Figuren nicht so übertrieben teuer sind und man nicht alle zwei Jahre eine neue Edition mit vollkommen neuen Figuren benötigt. Daher hätten es andere Tabletops derzeit recht schwer, bei mir zu landen.
Am wenigsten spiele ich wirklich Brettspiele. Daher sind auch die Spiele, die ich besitze, eher Spontankäufe oder Rezensionen aus dem Forum hier. Diese Spiele mussten mich dann auf irgend eine Weise direkt ansprechen, etwa durch eine coole Aufmachung oder sehr interessante Mechanismen (was etwas beides bei Battlestar Galactica dem Brettspiel vorhanden ist). Bei Spielen wie Galaxy Defenders hat bei mir die Rezension von @Luzifer den Ausschlag dazu gegeben, mir das zu besorgen. Und bei Medioeve Universalis, bei dessen Crowdfunding ich mitgemacht hat, war es eine Mischung aus der schönen Aufmachung und meinem Faible für Geschichte.

In Spiele.de-Forum kam als Frage des Monats aktuell die Frage zu Tabu-Themen in Brettspielen auf ... daher meine Frage: Welche Themen wären euch da zu heikel bzw. bei welchen Themen würdet ihr nicht mitspielen? (Mir geht bei der Frage nicht um Setting-Vorlieben wie Fantasy / Moderne / SciFi, sondern beispielsweise um Gewalt, Sex, Massenvernichtung, Krieg, Mord, Kriminalität / Verbrechen im Allgemeinen, Horror, Politsche Extreme usw.)
Da allgemein eine Tabuzone zu ziehen finde ich schwierig, da es da immer irgendwo eine Grauzone gibt, was etwa die Darstellung angeht. Einige Themen fallen zwar sofort für mich raus, etwa sexuelle Gewalt, bei anderen spielt dann aber ganz explizit die Darstellung und der Kontext eine große Rolle. Deswegen bin ich etwa auch kein Freund davon, in einer Rollenspiel Runde vorher zu verlangen, was die Tabuthemen der einzelnen Teilnehmer sind. Manchmal kann oder will man das im Vorfeld garnicht, weil man sowas etwa nicht vor allen breittreten will oder sich gerade garnicht bewusst ist, wo für einen die Grenze liegt.
Daher bin ich bei dem Thema immer eher dafür, jeweils von Fall zu Fall zu entscheiden und jedem immer und jederzeit die Möglichkeit zu geben, seinen Mitspielern klarzumachen, dass in jenem Fall grad eine Grenze überschritten wurde.
 

Rhizom

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bei anderen spielt dann aber ganz explizit die Darstellung und der Kontext eine große Rolle.
Das glaube ich auch. Es ist ja ein Riesenunterschied, ob Nazis vorkommen oder ob Nazikram gehypt wird. Allerdings würde ich heikle Themen glaube ich nicht mit einer Gruppe spielen, die ich gerade erst kennen gelernt habe. Da braucht man schon etwas Vertrauensvorschuss, um zusammen gut mit heiklen Themen umgehen zu können.

Am einfachsten haben es bei mir Rollenspiele.
Oups! Stimmt ja! Rollenspiele sind ja auch Spiele. Davon habe ich allerdings auch viel zu viele und müsste meine Sammelwut anders bewerten als bei Brettspielen, glaube ich. Da habe ich auch irgendwie so einen wissenschaftlichen Drive und will wissen, was es alles gibt, wie sich Spiele und Spielmechaniken entwickeln und welche neuen Trends es gibt. Rollenspielbücher _muss_ ich also viel mehr lesen, als ich jemals wirklich spielen kann.
 

Marc Aurel

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Da allgemein eine Tabuzone zu ziehen finde ich schwierig, da es da immer irgendwo eine Grauzone gibt, was etwa die Darstellung angeht. Einige Themen fallen zwar sofort für mich raus, etwa sexuelle Gewalt, bei anderen spielt dann aber ganz explizit die Darstellung und der Kontext eine große Rolle. Deswegen bin ich etwa auch kein Freund davon, in einer Rollenspiel Runde vorher zu verlangen, was die Tabuthemen der einzelnen Teilnehmer sind. Manchmal kann oder will man das im Vorfeld garnicht, weil man sowas etwa nicht vor allen breittreten will oder sich gerade garnicht bewusst ist, wo für einen die Grenze liegt.
Daher bin ich bei dem Thema immer eher dafür, jeweils von Fall zu Fall zu entscheiden und jedem immer und jederzeit die Möglichkeit zu geben, seinen Mitspielern klarzumachen, dass in jenem Fall grad eine Grenze überschritten wurde.
Das kann ich so unterschreiben! Mich hält eigentlich auch kaum ein Thema ab, aber das liegt auch meiner Meinung nach daran, dass wirklich schlimme Themen gar nicht so sehr bzw. intensiv als Brett- oder Rollenspiel umgesetzt werden. Mir fällt da Winter der Toten spontan ein, wo es um Themen wie Gewalt im Überlebenskampf sowie Kannibalismus geht.
Das extremste Spiel in dieser Richtung ist und bleibt für mich KD:M, wobei das Spiel nicht auf plumpe Schockmomente oder -effekte baut, sondern die Gesamtthematik einfach hervorragend umgesetzt wird...und das eben ganz gezielt für erwachsene Fantasyfans.

Auch hier ist einfach der gesunde Menschenverstand mit ein wenig Kommunikation vollkommen ausreichend, um unangenehme Situationen am Spieltisch zu vermeiden.
 
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