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PhilipJFry

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Dabei habe ich das Beispiel, bei dem ein SL den abgehackten Arm meines Charakters durch ein Kohlkopf
Mal davon abgesehen, welcher Vollhorst würde sich denn einen Selbstmord-Schalter vom Johnson einbauen lassen?
Jo wollten wir auch nicht :pardon: Erschwerte natürlich das Vorankommen im Abenteuer geringfügig, da die Gruppe den einzigen Auftrag nicht annehmen wollte.
 

Ancoron

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Da gibt es eh nur eine Lösung :
Johnson umlegen - irgendwer zahlt schon dafür..... Im Zweifelsfall Organhändler oder die nächste Ghul Kolonie :hoffnarr
 

Kuma

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Mal davon abgesehen, welcher Vollhorst würde sich denn einen Selbstmord-Schalter vom Johnson einbauen lassen?
Ich will nicht umbedingt zu weit abschweifen aber gerade diesen Selbstmord-Schalter hab ich in letzter Zeit öffters mitbekommen. Also nicht nur bei Shadowrun sonder auch bei DnD oder DSA ( da allerdings mit Blutpakt). Ich frag mich echt auch warum man das als SL macht.
Klar man möchte das die Spieler dem Plot folgen den man vielleicht lange vorbereitet hat aber sowas zu erzwingen ist echt nicht gut für spielen
 

hexe

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Ich frag mich echt auch warum man das als SL macht.
Aus Unsicherheit. Man weiß nicht, wie man reagieren soll, wenn es die SCs irgendwo hinbringt, wo man nicht weiß, was dann passiert. Man weiß nicht wie man damit umgehen kann. Weiß nicht, ob die spontanen Iden dann nicht blöd sind und sie alle belächeln. Lieber IT etwas überlegen, um das auszuschließen statt einfach darüber zu reden - weil das ist schwer.

Ich merke immer wieder, dass eine 'mir doch egal, wie ihr das Problem löst' Einstellung bei SLs eher selten ist.
 

Kuma

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Das kann es natürlich sein. Ich denke nur an meine Zeit zurück als ich mit dem Leiten/Spielen angefangen hab. So in den ersten Abenteuer ist man noch so dem Plot gefolgt ohne zu fragen aber nach den ersten ca. 4 Abenteuer (nicht Spieltage) merkt man doch recht schnell "Hey neben der Plot Straße gibt es auch schöne Dinge".

Ich gebe zu das war am etwas arbeit aber es hat schon spaß gemacht. Man weiß nur nicht ob man allen Spielern gerecht wird
 

Ancoron

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Man kann es nicht immer jedem recht machen..... Aber es von Anfang an mit allen zu verkacken, ist definitiv der falsche Weg!

Ein guter SL stellt sich nämlich selbst folgende Frage :
Ich habe Zeit, Mühe und Herzblut in meinen Charakter gesteckt - würde ich so etwas wie eine Suizidvorrichtung in meinen Char einbauen lassen?
Und ich denke, jeder vernünftige SL (der auch selbst mal Spieler war oder ist), wird mit einem klaren NEIN antworten....
Denn jeder, der die Frage mit ja beantwortet, ist meiner Meinung nach falsch in diesem Hobby!
 

SoulReaper

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Ich habe Zeit, Mühe und Herzblut in meinen Charakter gesteckt - würde ich so etwas wie eine Suizidvorrichtung in meinen Char einbauen lassen?
Ich bin sowohl aktiver Spieler als auch aktiver SL und habe einen Cyberpunk Charakter mit eingebautem Killswitch...

Es kommt immer drauf an, wie es eingesetzt wird und was damit bezweckt wird. Wenn der Killswitch dazu dienen soll, dass der SL die Handlung der SCs beeinflussen will, bin ich da ganz klar bei dir. Wenn aber ein NSC (oder auch mehrere) damit versucht, die SCs zu beeinflussen, empfinde ich das eher als erzählerisches Element. Was sich daraus alles entwickeln kann. Vielleicht versuchen die SC ja den Switch auszuschalten. Und selbst wenn man nicht drauf eingeht, können sich da interessante Dinge draus entwickeln.

Kommt halt immer drauf an, was die Gruppe (und damit meine ich Spieler UND Spielleiter zusammen) draus machen.
 

brathahn satan

Krieger
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@Ancoron würde sagen der Arm :hoffnarr

Aber du hast recht, mußte auch dreimal lesen und habe für mich das Wort "ersetzte" eingefügt.
 

DerDelo

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Also ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen, was hier geschrieben wurde (Und ich schäme mich nicht mal dafür!), aber ich bin genau so gerne Spielleiter wie Spieler!
Leiten macht einfach Spaß und ich bereite auch selten etwas vor! Klar habe ich ein grobes Konzept für meine Runden, einen roten Faden und auch wichtige NPCs sind etwas genauer ausgearbeitet, aber den Rest mache ich komplett spontan. Ich liebe es einfach, den Spielern dabei zu zu sehen, wie sie auf meine Problemstellungen reagieren, auf welche Lösungen sie kommen (Meistens welche, an die ich nicht im Traum gedacht hätte!). Ich mag es, wie sie auf Dinge reagieren, wenn ich es schaffe, sie in genau die Stimmung zu bringen, die ich mir erhofft habe. Manchmal gruseln sich sogar die Spieler mehr als ihre Charaktere ^^
Klar ist Spielleiter sein mehr arbeit (zumindest Theoretisch) als Spieler, aber es ist auch lohnender! Ganz wichtig ist einfach die Erkenntnis, das man nicht gegen die Spieler arbeitet, sondern mit ihnen, um gemeinsam eine geile Zeit zu haben, auch wenn man natürlich als Spielleiter versucht, den Charakteren (Und nicht den Spielern) das Leben schwer zu machen bzw. sie um zu bringen! Aber nur so kann eine wundervolle Geschichte entstehen.
Genau so viel Spaß macht es aber auch, die Welt zu erschaffen in denen sich die Charaktere bewegen, die Hintergründe für die NPCs zusammen zu bauen, egal ob sie mit oder gegen die Spieler arbeiten.
Keine Rollenspielrunde kommt ohne Spielleiter aus, genau so wenig wie ohne Spieler. Und ich finde auch, viel zu viele Spieler haben zu viel Angst vorm Spielleiter sein! Das ist gar nicht so kompliziert, denn man braucht nur wenig mehr, als man als Spieler schon braucht, um gut leiten zu können.
 

Salzschnecke

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Alle Runden, denen ich als Spieler beitrete hören kurz danach auf zu spielen. :scratch_one-s_head:
Als Spielleiter habe ich den Druck, der nötig ist eine Runde regelmäßig auf die Beine zu stellen, kurz: es macht sonst keiner. Ich will regelmäßig spielen, und das geht nur, wenn der Spielleiter sich auch dahinter klemmt und organisiert.
 

JoeParmaggio

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Heyo,

ich hab noch einen interessanten Take on warum überhaupt jemand auf die Idee kommt, SL zu sein. Ich meine, all diese Arbeit :O

Erstmal ein Schwank aus meinem Leben. Das mag erstmal sehr random klingen, aber ich komme irgendwann auf den Punkt. Versprochen!
Ich spiele PnP-Spiele seit ich 11 oder 12 bin, damals war das noch DnD 3.5. Nach meiner Studienzeit als "Irgendwas-mit-Medien" haben mich Freunde eingeladen, zusammen mit ihnen Virtual Reality Games zu entwickeln. Das waren alles Software-Ingeneure oder grafische Designer, und jemand sollte die Spiele halt mit Geschichten füllen.
Lange Geschichte kurz, wir sind dann an der "echten" Realität gescheitert, aber haben auch Riesenmengen an Wissen erarbeitet und mitgenommen. Nicht nur was VR, Technik und Games angeht, sondern auch bzgl. Geschäftsführung, Investoren und so Sachen.

Hier ist die eine Lektion, die am Ende entscheidend daür ist, warum ich SL bin.
Spiele sind wahnsinnig komplexe Sachen, digitale Spiele sind wahnsinnig komplex und müssen irgendwie nach etwas aussehen, und VR Games und noch komplexer, nur das die Leute dabei kotzen müssen. Im Sinne eines vermarktbaren Produktes: Kostet alles viel, viel Geld!

So, und jetzt sitze ich hier, mit meinem Berg an Büchern über Game Design und Neuroscience, mit meinem Know-How, meiner Liebe zu Spielen und dem Wunsch, die Welt durch Spiele besser zu machen und ich habe realisiert, dass PnP eine sehr günstige Form von Virtueller Realität ist. Der einzige Unterschied ist, dass VR-Brillen dir zeigen, was vor deinen Augen ist und PnP dir zeigt, was sich hinter deinen Augen abspielt. Deine Gedanken sind die Grafik, das Regelwerk sind die Knöpfe die du drückst. Wobei PnP sogar den Vorteil hat, mehr Freiheiten zu bieten und nicht von seinem visuellen Design abhängig zu sein.
Die Qualitätsmerkmale sind die gleichen. Es soll spannend sein, es soll lehrreich sein, es soll dich in seinen Bann ziehen, es muss verständlich sein, uvm. Man soll dabei was empfinden.

Ich meine, ob ich Call of Duty zocke und digitale Soldaten abknalle, oder mich mit meinem Lvl 13 Paladin durch Orkhorden schnätzel, es geht ja um den Spass und die Gefühle. Ich als SL leite meine Spieler durch diesen Prozess, ich darf sie inspirieren, krasse Geschichten zu erzählen, waghalsige Stunts zu unternehmen und ihre (virtuellen) Leben aufs Spiel zu setzen. Ich darf sie inspiriren, schwierige Aufgaben zu lösen. Ich darf sie inspirieren, über die Konsequenzen ihrer Handlung nachzudenken.

Inzwischen habe ich immer mehr mit Team-Management zu tun, und all dieses Wissen und all diese Beobachtungen, die ich da angestellt habe, kommen mir einfach nur zugute.

Um diesem Roman mal ein Endwort zu geben: SL sein ist Bombe, es hat mich zu einem besseren Menschen gemacht
 
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