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Strategiespiel Terraforming Mars

Dieses Thema im Forum "Brettspiele" wurde erstellt von Luzifer, 1 Mai 2017.

  1. Luzifer

    Luzifer Legat Warehouse 23 Kickstarter & Co. Rezensionsredaktion

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    Hab auch eine Versandbestätigung :)
     
  2. Rhizom

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    Ich war gerade im Spieleladen, sah TM, und musste zuschlagen. Zum einen, weil die neue Auflage wohl schon wieder komplett an die Läden verteilt ist, und die nächste wohl erst im Oktober kommt, zum anderen aber auch wegen Eurer begeisterten Worte hier. WEHE, DAS IST NICHT GUT! :)
     
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  3. Rhizom

    Rhizom Akoluth

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    Oh! Und was ich im Eingangspost vollständig übersehen hatte: Ich lese gerade in der Anleitung: "Solospiel"! Der verregnete Abend in München ist gerettet :D
     
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  4. Marc Aurel

    Marc Aurel Legat Warehouse 23

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    Na dann mal viel Spaß! Mich würden Deine Eindrücke sehr interessieren, falls Du ein wenig Zeit findest.
    Ich werde meines wohl auch erst in 2 Monaten aufmachen (wegen Geburtstag und so) und bin total neidisch auf Dich :(
     
  5. Rhizom

    Rhizom Akoluth

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    Gestern abend war es jetzt so weit. Ich hab die erste Runde gespielt, aber gegen alle Erwartungen doch nicht Solo, weil ich meinen Mitbewohner verpflichten konnte. Das erste was ich sagen muss ist: Das Spiel ist wirklich absolut empfehlenswert, ich spiele ja gern Eurogames und von allen, die ich so kenne, spielt dieses sicher in der obersten Liga mit. Die Regeln sind einfach zu verstehen und man hält sich nicht viel mit Nachschlagen im Regelwerk auf. Die vielen Aktionen, die man machen kann, fühlen sich gut balanciert an, so dass wirklich verschiedene Wege zum Erfolg führen können. (So scheint es mir jedenfalls nach der ersten Partie.) Die Anzahl der Aktionen ist reichlich, aber sobald man sich ein bisschen eingewöhnt hat, nicht unübersichtlich. Selbst das Material ist super: Als ich die Packung öffnete, dachte ich noch, da könne doch eigentlich etwas mehr drin sein für 75€, aber beim Spielen war es dann ziemlich toll, mit den Kupfer-, Silber- und Goldsteinen zu hantieren, kleine transparent-farbige Marker auf die eigenen Plättchen und Karten zu legen und diverse Zählleisten zu kontrollieren. Alles fühlt sich richtig an.

    Was aber -- zumindest bei meiner Partie mit zwei Leuten -- etwas unerwartet war, war die Spielzeit. Luzifer zitierte ja im Eingangsbeitrag die 90-120 min. Die haben wir weit überschritten. Wir haben um 21 Uhr angefangen und mussten uns dann um 1:30 Uhr am Morgen einigen, vorzeitig abzubrechen, weil wir beide zu müde wurden. Das war gar nicht so schlimm: Wir spielten die Runde (die "Generation") zuende und werteten wie beim regulären Ende unsere Siegpunkte aus. Dabei fühlten wir uns beide von dem Spiel zufriedengestellt, obwohl wir es nicht geschafft hatten, den Planeten in einen bewohnbaren Zustand zu bringen. Und trotzdem: Ein bisschen kürzer wäre schon in Ordnung gewesen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass das Spiel im Gegensatz zu allen anderen Spielen mit mehr Spielern nicht länger und vielleicht sogar kürzer dauert, weil viele Aktionen eines Spielers auch die anderen mit voranbringen und man nach einer Runde mit 5 Spielern schon viele Bedingungen zum Ausspielen von Karten erreicht haben wird, die bei 2 Spielern erst nach mehreren Runden gegeben sind. Ich denke, ich probiere das nächstes Wochenende mal mit 5 Spielern und gebe Euch dann nochmal ein Update.

    Und hier noch ein paar Vergleiche zu (wie ich finde auch guten) Spielen, die manches ähnlich machen:

    The Village: Wie bei the Village hat man viele Wege, seine Ressourcen zu verbessern, die man nicht alle gleichzeitig einschlagen kann, sondern zwischen denen man weise wählen muss. Während aber bei The Village das Zufallselement recht klein ist, und man sich bei jeder Partie mehr oder weniger für denselben Weg entscheiden könnte, wird bei TM durch die Karten ein größeres Zufallselement mit eingebracht, das einen in eine bestimmte Richtung lenkt -- andererseits die Richtung aber auch nicht vollständig bestimmt, weil man den Zufall bei den Karten einschränken kann, indem man nicht einfach zieht, sondern jede Runde aus vier gezogenen entscheidet, welche man behalten will und welche nicht. Was noch anders ist als bei The Village, ist das Gegeneinander: Wenn bei The Village mehrere Spieler den gleichen Weg wählen, wird dieser Weg schwieriger, und Spieler, die als einzige einen anderen Weg gehen, profitieren. Bei Terraforming Mars ist das nicht so krass. Wenn ein anderer sich auf die gleichen Ressourcen spezialisiert wie ich, habe ich dadurch zunächst keine Nachteile. Das erspart den Frust: "Oh Mann, Inge, jetzt investierst Du schon wieder an der gleichen Stelle wie ich. Du willst mir doch nur das Spiel kaputtmachen! Geh doch mal lieber da hin wo Christian ist!"

    Kingdom Builder: Auch hier gibt es einige Gemeinsamkeiten: Jedes gelegte Plättchen ergibt am Ende Siegpunkte abhängig von den Plättchen, die um es herumliegen. Städte mit viel Grün drumrum sind wertvoller als Städte in der Einöde. Während das Zählen von Siegpunkten pro Plättchen bei Kingdom Builder ungefähr das einzige Prinzip ist, um das man sich die ganze Zeit kümmern muss (wehe, Du hast in den ersten Zügen drei Plättchen gelegt, die absehbar nur einen Siegpunkt geben werden, da hast Du bei Kingdom Builder schon verloren), ist das hier aber nur ein Weg von vielen, um Siegpunkte zu ergattern. Im Gegenteil kann es auch klug sein, sein Plättchen an eine Stelle zu legen, die einem am Ende gar keine Siegpunkte gibt, weil man an bestimmten Plätzen dafür sofort eine Belohnung in Form von Zusatzressourcen bekommt. Das will gut abgewägt sein und macht mir persönlich noch viel mehr Spaß als Kingdom Builder.

    Siedler: Naja, und irgendwie sind ja auch alle Eurogames ein bisschen wie das Urgestein -- Siedler :) In diesem Fall ist das aber eine recht abstrakte Gemeinsamkeit: Man besorgt sich über die Zeit immer mehr Ressourcen, baut immer mehr Dinge, die dann weitere Ressourcen und Siegpunkte bringen. Mit Ereigniskarten kann man unerwartete Twists in das Geschehen bringen und es gibt ein kleines Spielelement, das auch ein direktes Gegeneinander erlaubt. Das wars dann aber auch schon. Die Mechanik des Ressourcen-Sammelns ist gänzlich anders. Während bei Siedler gewürfelt wird und man nie weiß, welche seiner Ressourcen man in der nächsten Runde in der Hand haben wird (also nicht sicher, Wahrscheinlichkeitsrechung und das Gesetz der großen Zahl helfen hier natürlich schon..), ist in TM klar sichtbar, wie viel man für die nächste Runde produzieren wird, so dass hier mehr Planungssicherheit gegeben ist. Die Ereigniskarten sind bei TM nicht nur ein Zusatzelement wie bei Siedler, sondern ganz zentral. Grob die Hälfte der Aktionen, die man macht, findet über Karten statt. Und was das direkte Gegeneinander angeht, so ist das zwar bei beiden Spielen eher ein Zusatzelement, das selten zentral ist (in erster Linie baut man sich selber auf und macht nicht den Gegner kaputt), aber während die Räubermechanik bei Siedler immer die gleiche ist, hat man bei TM über Karten die Möglichkeit, auf ganz verschiedene Weise gegen den Gegner vorzugehen. Klaue ich ihm zwei Tierressourcen oder vernichte ich lieber drei seiner Pflanzen? Oder fahre ich seine Stahlproduktion zurück? Auf mich wirkt das Gegeneinander bei TM spannender, und dennoch sehr gut ausgeglichen. Es ist nicht zu viel und führt eher zu kleinen Stichen als zu großen Katastrophen.

    Alles in allem ist Terraforming Mars für mich also ein großartiges Spiel, zu dem ich hoffe, auch meine Casual-Brettspiel-Freunde hin und wieder überreden zu können. Bin schon ganz gespannt auf nächstes Wochenende und die Partie mit fünf Leuten!
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Mai 2017
  6. Marc Aurel

    Marc Aurel Legat Warehouse 23

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    Mein lieber @Rhizom: wow! Jetzt fällt es mit noch schwerer, mein Paket nicht anzufassen. Tolle Zusammenfassung und vor allem die - sehr ausführliche - Vergleiche zu anderen Spielen stellen einige Rezensionen hier in den Schatten!

    Wann findet das #Forentreffen2017 in München statt?
     
  7. sonic_hedgehog

    sonic_hedgehog Legat Warehouse 23 Rezensionsredaktion

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    Da hätte ich mal eine Nachfrage: Ahnt ihr woran es lag?
     
  8. Rhizom

    Rhizom Akoluth

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    Nee, ehrlich gesagt gar nicht. Wir haben natürlich häufiger diskutiert, ob man eine Handlung genau so machen kann oder nicht, es war ja das erste Spiel. Ich verspreche mir aber von weiteren Spielen keine großen Zeiteinsparungen durch nicht benötigte Regeldiskussionen, denn ich glaube, die meiste Zeit ging bei uns dafür drauf, die Karten zu verstehen und abzuwägen, welche Aktionen man in welcher Reihenfolge macht. Ich fürchte also, auf zwei Stunden pro Spiel kommt man wirklich erst, wenn man alle Karten und Spielmechaniken schon aus dem FF kennt.

    Aber vielleicht bin ich auch kein repräsentatives Beispiel. Ich brauche auch für Compterspiele, die auf 40 Stunden angesetzt sind, mindestens 100 Stunden, und bei Computer-Rollenspielen, bei denen in Zeitschriften geschwärmt wird, dass sie über hundert Stunden Spaß bieten, bin ich meist über dreihundert...
     
  9. Luzifer

    Luzifer Legat Warehouse 23 Kickstarter & Co. Rezensionsredaktion

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    Das ist durchaus lange. Mit Aufbau und Erklärung?

    Ich habe für die erste Partie zu zweit insgesamt 3 Stunden inklusive Erklärung gebraucht, wobei diese sehr knapp ausgefallen ist. Ich hatte mir im Vorfeld das Regelvideo beim Schwerkraft Verlag auf der Seite angesehen. Wenn man nichts gegen einen schwäbischen Dialekt hat, ist das Video geeignet um danach direkt mit dem Spiel zu starten und nur noch geringfügig im Regelwerk zu blättern.
    Wir haben bei unserer Partie auch sehr entspannt gespielt und Päuschen gemacht. Das Spiel ging über 14 Runden - was auch das Ziel bei einem Solitär ist. Manche Runden gingen auch wirklich schnell, da mir schon im Vorfeld klar war, dass mir mein Gegenüber hier nichts weggnehmen kann, oder ich z.B. etwas sparen muss für die Runde danach. Dafür gab es natürlich auch Runden, bei denen man sehr genau abwägen musste, welche "Baustelle" man zuerst bearbeitet. Insbesondere im späten Spiel ist der Strategiepart deutlich fordernder. Man hat mehr Ressourcen, mehr Möglichkeiten, bei schwindenen Zielobjekten. Wirklich aufgehalten hat mich in einer Runde hin und wieder mal das Mikromanagement mit meinen Sonderprojekten. Zusätzliche Aktionen, die jede Runde einmalig gewählt werden können, mit dem Ziel am Ende möglichst viele "Marker" auf einer Karte zu haben, welche Zusatzsiegpunkte bringen (z.B. eine Ameisenkolonie, die pro 2 Markern einen Siegpunkt gewährt). Das war ab und an etwas fiddelig.

    Ich halte eine Spieldauer von 2,5 Stunden für realistisch. Wirkliche Cracks dürften auch darunter kommen. Jeweils ohne Aufbau versteht sich.

    Die allgemeine Spieldauer - so wurde es mir immer wieder gesagt - dürfte sich durch die Spieleranzahl kaum verändern. Der Mars wird pro Runde bearbeitet mit jeweils fest formulierten Zielen. Diese Ziele haben 2 Spieler, genauso wie 5. Somit wirken alle Aktionen von allen Spielern daran mit, z.B. die Temperatur zu erhöhen. In einer Runde werden also mehr Schritte in Richtung Ziel gemacht. Somit werden weniger Runden gespielt. Der einzelne Spieler ist bei einer höheren Spieleranzahl nicht so oft dran. Weniger Runden - mehr Spieleraktionen - wenig Veränderung in der Spieldauer.

    Oder als praktisches Beispiel:
    Wenn zwei Leute einen Bottich mit Wasser füllen wollen mit jeweils einem Eimer, den sie an der Quelle auffüllen, zum Bottich laufen und den Eimer dort entleeren, ist der Bottich nach jeweils 14 Gängen voll.
    Wenn 4 Leute das gleiche Ziel haben, müssen jeder von ihnen weniger Laufen. Sie hätten es nach ca. 7 Gängen geschafft.

    Ablenkungen und Getratsche zwischendurch, was bei 5 Leuten eher wahrscheinlich ist, habe ich in diesem Beispiel nicht mit eingerechnet :D
     
  10. Luzifer

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    Es wurden bereits Erweiterungen angekündigt. Hier ein Bild von der neuen Karte "Hellas & Elysium":

    Ob Elysium auf der Rückseite sein wird für doppelte Nutzbarkeit?
    Die Karte soll noch diesen Sommer erscheinen.

    "Venus Next"
    5 neue Corps und 49 neue Projektkarten.
    Verfügbar zur SPIEL 2017.

    In den nächsten beiden Jahren sind zusätzliche Erweiterungen geplant. Um die 50 Karten jeweils und mögliche weitere Goodies. Alle Erweiterung seien modular und können beliebig kombiniert werden.
     
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  11. Thevita

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    Mein Mann und ich probieren es auch gerade aus und haben Spaß.
     
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  12. Luzifer

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  13. Thevita

    Thevita Legat Pen & Paper Rollenspiele Spielleiter Schnupperrunden Bürgermeister von Delazaria

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    Da wir jetzt wegen unglücklichem Kind abgebrochen haben, kann ich das noch nicht abschließend sagen. Aber die ersten paar Runden sind Planung, ein wenig Glück und Ressourcen-Management im richtigen Verhältnis für uns. Die Regeln sind schlank und nicht zu komplex, aber trotzdem muss man nachdenken und es ist spannend.
     
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