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Brettspiel Tatsu – Das Spiel der Drachenherrscher

Feuertraum

Streuner
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Titel: Tatsu - Das Spiel der Drachenherrscher
Autor: John Yianni
Verlag: Huch & Friends
Spieleranzahl: 2
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 Minuten
Empfehlenswert für: Backgammonfreunde

Es gibt Ärgerspiele, die machen einfach Spaß. Man holt sie sich immer wieder sehr gerne auf den Tisch und spielt ebenfalls sehr gerne eine Runde nach der anderen.
Um es vorwegzunehmen: Das Zweierspiel „Tatsu – Das Spiel der Drachenherrscher“ gehört nicht dazu.
Jeder Spieler hat neun Steine, je vier grüne, drei blaue und zwei orange. Jede der Farben hat eine Eigenschaften: Während die grünen gegnerische Steine „blockieren“, schmeissen die blauen gegnerische Steine zurück in ihr Häuschen und die orangen schmeissen gegnerische Steine gänzlich aus dem Spiel.

Das Spielfeld besteht aus zwei Kreisen, einem Innen- und einem Außenrreing, die jedoch gleichgroß sind. Das eigentliche Spielfeld ist jedoch der Innenkreis. Der Außenkreis dient nur dazu, die Figur hinter eine andere zu stellen, sollte sie zufällig auf das selbe Feld einer gegnerischen Figur ziehen.
Apropos ziehen: Während eine Partei Richtung Uhrzeigersinn dreht, bewegt Partei 2 ihre Figur entgegen diesem.
Und auf dem Spielfeld finden sich noch noch jeweils 2 Felder in den Farben blau, grün und orange. Landet ein Spieler mit einer seiner Figuren auf eines dieser Farbfelder, wird ein Stein dieser Farbe in Startposition gebracht. Startposition bedeutet, dass es drei Felder gibt (ebenfalls wieder als Innen- und Außenkreis) und man besagte Figur auf einer dieser drei Felder stellt (die mit den Zahlen 1,2 und 3 beziffert sind). Sollte man im Laufe des Spieles eine dieser drei Zahlen würfeln, wird der Stein aus der Zielposition ins Spielfeld - der sogenannten Arena - gezogen.

Man würfelt mit 2 W6 und kann entscheiden, ob man dieses Ergebnis mit einer Figur ziehen will oder mit zwei Figuren, dann aber darf man nur die Zahlen ziehen, die die jeweiligen Würfel vorgeben.

Kommen wir noch kurz zu den Eigenschaften. Zumindest zu den der grünen Steine, da die Bedeutung der blauen und der orangen selbsterklärend ist.
Wenn ein grüner Stein auf ein Feld kommt, auf dem schon eine gegnerische Figur steht UND das Feld des Außenkreises frei ist, dann rutscht die Figur aufs Außenkreisfeld und hält die gegnerische Figur fest. Es ist allerdings kein Problem, sich aus dieser Blockade zu befreien. Mit den beiden W6 würfeln, die höhere Zahl löst die Blockade, die niedrige ist jene Zahl, die man mit der „befreiten“ Figur in die vorgegebene Richtung ziehen kann.

Spielziel ist es, die Figuren des Gegners aus dem Spiel zu hauen bzw. hat man auch dann gewonnen, wenn keine gegnerischen Figuren mehr in der Arena stehen und auch kein gegnerischer Stein in Startposition steht.

Fazit: Tatsu ist ein Spiel, welches schwach anfängt und stark nachlässt. Im Grunde genommen ist es eine elendig lange Würfelei, bei der man das Glück haben muss, genau jene Zahlen zu bekommen, die man benötigt, um dem Gegner aus dem Spiel hinauszukatapultieren. Zudem sind die angegebenen 30 Minuten Spieldauer eine Zeitangabe, der man nicht unbedingt trauen sollte, kann es ebendurch, dass Fortuna nicht unbedingt die Hand auf einen hält, auch schon mal 60 Minuten+ dauern - und damit eindeutig viel zu lange.
Auch wenn die Spielsteine von der Optik und der Haptik schon recht ansprechend sind, können sie nicht wirklich kaschieren, dass das Spielprinzip zur Lustlosigkeit führt.
Dann lieber eine Runde Mensch-ärgere-Dich-nicht. Zwar ist auch dieses ein Glücksspiel, macht aber wesentlich mehr Laune und hat auch ein sinnvolleres Spielziel.

[5/50] - Spielspaß
[5/20] - Aufmachung
[11/20] - Spielmaterial
[3/10] - Preis-/Leistungsverhältnis

[24/100]
 
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