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7th Sea Bayern Suche Mitspieler im Umkreis Landshut

Region
DE - Bayern
Spielsystem(e)
7. See
Spielsprache
Deutsch
Max. Anzahl Spieler
5
Spielleiter gesucht
Freiwillig
Spielraum vorhanden
Ja
Essen beim Spiel
Japp
Rauchen beim Spiel
nur draußen
Bevorzugte Spielzeit
Nach Absprache
RPG-Anfänger willkommen
Ja
Stichworte zu dir/euch
Ich spiele seit über einem Jahrzehnt. Mein Schatz seit etwa 1 Jahr.

lirote

Anwärter
Beiträge
0
Punkte
7
Alter
37
Es tut Dir gut, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Nach den Wochen auf See, kannst Du es nicht erwarten, etwas anständiges zu Essen und ein warmes Bett zu bekommen.
Deine Schritte führen Dich zu einem Gasthaus, welches Dir die Matrosen empfohlen hatten. Der "Flunke" war wenige Schritte vom Hafen entfernt und sollte Dir am ersten Abend als Raststätte dienen, bevor Du morgen bei Hof vorstellig würdest.
Du durchquerst das Hafenviertel. Der Abend tauchte die engen Gassen zwischen den hohen Fachwerkhäusern in schummriges Abendlicht. Sie wirken die noch enger und unruhiger, als sie eigentlich sein sollten. Du merkst, wie Dein Magen sich zusammenzieht.
Bevor Deine Gedanken mit Dir durchgehen, rufst Du Dich zur Ordnung. Du hattest erfahren, dass 2/3 des Hafens den Sea-Dogs gehört, den Piraten der Königin Avalons. Kein Dieb und kein Schurke würde es wagen hier eine seiner schändlichen Taten zu begehen, da die Sea Dog die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung als persönliche Ehrensache ansehen. Kein Grund also um nervös zu sein.

Es dauerte nicht lange, bis Du die Flunke gefunden hast. Durch die Fenster des Gasthauses siehst Du, dass die Tische gut gefüllt sind und die Kerzen bereits brennen. Du trittst durch die Tür. Der Duft von frisch gekochtem Essen, gemischt mit dem Gestank von Männern, die hart gearbeitet und zu viel Alkohol getrunken haben, schlägt Dir entgegen. Du siehst etwa 15 Holztische um die Männer und einige wenige Frauen auf Hockern sitzen. Du suchst Dir einen freien Platz mit Blick auf die Tür und setzt Dich. Es wirkt alles ruhig. Es wird gezecht und getrunken.
Es dauert nicht lange bis die Schankmaid an Deinen Tisch tritt. Sie stellt Dir die Gerichte der Tageskarte vor, die in Summe aus Kohl, Rüben und Fisch in unterschiedlichen gewichteten Anteilen bestehen, vor. Du wählst auf gut Glück ein Gericht. Du hattest wenig Gutes von der Küche Avalons gehört, jedoch könnte es kaum schlimmer sein, wie das, was Dir die letzten Wochen auf See serviert wurde.
Die Tür öffnet sich und ein groß gewachsener, hagerer Mann mit hellbraunem langen Haar, Ziegenbart und markanten Gesichtszügen in einfacher Kleidung tritt in den Raum. Er nickt dem Wirt zu und grüßt einige Männer im Raum. Dann geht er auf dich zu. Er greift nach einem Stuhl an Deinem Tisch und lässt sich nieder. „Mein Name ist Dorell aus Birkshire. 7 Jahre habe ich als Filid bei meinem Meister, dem Ollamdh Rae von Lutheon die Geschichten und Geheimnisse unseres Landes gelernt und bin nun auf meiner Reise durch Avalon. Ihr seht aus, als kämt ihr nicht von hier.“

Offensichtlich handelt es sich um einen jungen Barden. Du hattest davon gelesen. Avalonische Barden, mit dem Rand eines sog. Ollamdh, werden von jungen Männern als Schüler für viele Jahre begleitet. Man nennt diese Schüler Filids. Hatte ein junge Mann seine Ausbildung beendet, beginnt er eine 7jährige Reise durch Avalon. Würde er sich am Ende dieser Reise als würdig erweisen, würde auch er den Titel eines Ollamdh erhalten.
Du dankst innerlich dem Propheten für die glückliche Fügung. Das Wissen aus den Büchern, die Du gelesen hattest, war wertvoll gewesen, doch ein Barde aus dem Land, in das Dein Herr Dich geschickt hatte, würde Dir einen besseren Einblick in die Seele dieses Landes und seiner Bevölkerung geben. Du orderst ihm ein Stout und lehnst Dich entspannt zurück. Du sprichst: „Ihr habt recht. Ich habe die lange Reise aus Castilien auf mich genommen um mit eigenen Augen die Wunder zu sehen, die man sich über Avalon erzählt. Ich habe gehört, dass Lutheon bis vor wenigen Jahren noch die Hauptstadt und das Herz Avalons gewesen sein soll. Erzählt mir von diesen Zeiten. Erzählt mir von den Königen der vergangenen Zeiten und von der jetzigen Königin. Der großen Königin Elaine.“

Der Barde lächelt Dich an, nickt und spricht mit tiefer sonorer Stimme: „Richard der IV hätte der größte König in der Geschichte Avalons seit dem Verschwinden des Grals werden können. Doch zwei Dinge wurden ihm zum Verhängnis, sein Vertrauen in den Hierophant der vatizinischen Kirche – und die Frauen…

Seine montaignische Frau Blanche du Paroisse war eine Schönheit – innerlich wie äußerlich. Doch wie konnte sie es dem König recht machen? Einen Sohn hätte sie ihm schenken müssen, doch es dauerte lange bis sie guter Hoffnung war und als sie endlich niederkam, gebar sie nur ein Mädchen: Margaret. Nach 200 Jahren Bürgerkrieg hatte Richard Alpträume vor einem erneuten Auseinanderfall des Reiches nach seinem Tod, wenn das Land keinen Erben hatte. Er brauchte einen Sohn. Die Königin war nicht mehr jung. Ihre Lenden waren vertrocknet. Der Fluss der Lebens hatte sie verlassen. Kein Arzt wusste Hilfe. So bat Richard den Hierophanten Gregorius um die Erlaubnis sich von seiner Frau scheiden zu lassen, damit eine andere Frau den erhofften Erben und Garant für Frieden gebar. Doch der Hierophant verweigerte ihm seinen Wunsch.
Doch Richard wäre kein richtiger Avalonier gewesen, wenn er in stillem Gehorsam sein Schicksal ertragen hätte. Er sagte sich los von der Vatizinischen Kirche und König und Hierophant waren von nun an in Avalon eines. Die avalonische Kirche ward geboren.
Durch Theus Weisheit beflügelt, nahm der König eine gemeine Avalonierin, Morwenna Sutter, zum Weibe. Doch Theus hatte andere Pläne als der König. Ein Jahr später, kam auch diese nieder… erneut mit einem Mädchen. Die Kunde der Ärzte, dass Morwenna keine weiteren Kinder bekommen könne, traf Richard schwer. Erneut waren seine Hoffnungen zerschlagen worden. Doch, wie jeder richtige Avalonier es für sein Land tun würde, opferte sich Richard auf, und ließ sich erneut scheiden – und wieder scheiden – und wieder scheiden. Richard hatte viele schöne Frauen, doch Theus hatte ihm das Privileg eines weiteren Kindes verweigert. Richard starb mit zwei Erben. Margareth, welche den Thron bestieg und Elaine, die man bei einer Familien niedrigen Adels untergebracht und schon fast vergessen hatte.
Königin Margareth, die Eiserne, war viele Dinge. Eine treue Gläubige der Vatizinischen Kirche, Ehefrau eines Eurer castilischen Adligen und die erbarmungsloseste und grausamste Herrscherin, die auf Avalonischen Boden gewandelt ist. Eisern verfolgte sie die heidnischen Religionen und Avalon brannte auf dem Scheiterhaufen. Die Schreie von Hunderten von Objektionisten und Anhängern des alten Glaubens hallten durch die Hügel und Wälder des Landes. Ihre Regentschaft war eisern, aber endlich frei vom Bürgerkrieg. Doch nicht lange. Mit 38 Jahren verstarb die Eiserne Margareth an Mitternacht der Frühlingssonnenwende.
Erneut war der Thron leer, einige hofften auf Elaine, doch diese war seit ihrer Hochzeit, über 8 Jahre zuvor, verschwunden. Das Land versank im Bürgerkrieg. Viele Familien beanspruchten den Thron für sich. Die Hochländer und Inen erklärten sich für unabhängig und Montaigne rüstete ihre Flotte auf um Avalon endgültig zu unterwerfen.
Doch dann kam Elaine, Derwyddon und der Gral. Sie tauchte mitten in Lutheon auf und sah nicht einen Tag älter aus, als am Tag ihrer Hochzeit. Doch hatte sie sich geändert. Sie hatte das Kindliche der 19jährigen abgelegt. Sie strahlte in königlicher Hoheit und trug den Gral bei sich, der seit dem Eindringen der Montaigner vor 600 Jahren verschwunden war.
Mit Elaine kehrte der Glamour zurück nach Avalon. Nach zwei Jahren des Kämpfen war das Volk bereit für einen Sieger. Es dauerte nicht lange, bis sich Ritter und Volk hinter Elaine scharten. Diejenigen, die sich Elaine wiedersetzen wurden von ihr mit überwältigender Übermacht beiseite gefegt. Zwei Jahre später hatte sie Avalon vereinigt und wurde in Carleon, ihrer neuen Hauptstadt, zur Königin gekrönt.
Keiner weiß, wo Elaine in den 10 Jahren gewesen ist. Viele glauben, dass sie bei den Sidhe gewesen und der Königin der Sidhe begegnet sein soll. Und doch muss es noch mehr sein. In seltenen Momenten sieht man die Königin in die Ferne blicken und das Leuchten in ihren Augen bricht... Keiner weiß, woran die Königin dann denkt. Doch die Sidhe sind ein grausames Volk und manches ist nicht für das menschliche Auge bestimmt.

„Pah, Barden“, die Wirtsfrau, eine stämmige Frau mit rotem, zu einem dicken Zopf geflochtenem Haar, die die Erzählung des Barden mitbekommen hatte, bringt Euch eine neue Runde Stout. „Natürlich starrt ihre Majestät so in die Leere. Die Schwägerin der Schwester der Freundin meiner Nachbarin war im Dienste des hochgeboren Baron Bleddig von Stonedale, Elaines Stiefvater höchstpersönlich, und die hat gesagt, dass Elaine guter Hoffnung gewesen sei, bevor sie verschwand. Und meine Cousine zweiten Grades – sie arbeitet als Zofe bei Hofe – schwört, dass unsere Königin genauso schaut, wie die gute Valerie, ihre Nachbarin, deren Herz auch gebrochen ist, als ihre Tochter verwunden ist. Jedes Mutterherz zerbricht, wenn man ein Kind verliert. Vor allem an die Sidhe. Mei, was habe ich bei meinen Kleinen Gänseblümchenkränze geflochten, damit ihnen ja nichts passiert. Unsere arme Königin. Das ist auch ein Schicksal. Am Hochzeitstag aus den Armen des Verlobten und Vater des zukünftigen Kindes gerissen zu werden und das in so jungen Jahren…. Ich möchte gar nicht wissen, was die Sidhe unserer guten Königin alles angetan haben und was sie hat opfern müssen um unser Land zu einen.
„Schweig still, Weib“ knurrt ein kleiner, gedrungen gewachsener Matrose die Wirtsfrau an. „ Willst Du Unheil über uns alle bringen? Die Sidhe haben getan, was sie für richtig befunden haben. Es steht uns nicht zu, dies zu beurteilen.“ Er sieht sich misstrauisch um. „Den Fluch eines Sidhes trägt man nicht so leicht.“ Die Wirtsfrau lacht. „Hier hinein wird sich kein Sidhe wagen. Ein Mann und ich verteilen jede 2 Stunden Salz an Fenster und Türen und unter dem Türstock haben wir Gläser mit Nägeln vergraben, sollte das Salz doch mal nicht reichen. Da soll sich erst mal ein Sidhe drüber wagen. Und selbst wenn…“ sie greifh an die Kette an ihrem Hals und zieht aus dem beträchtlichen Dekolleté ein kleines Holzkreuz heraus. „…wird dieser Schatz aus Eberesche auf mich achten.“ Die Wirtsfrau zwinkert Dir zu und verschwindet hinter dem Tresen.
Kaum war die Barfrau verschwunden, wendet sich der Matrose erneut an Dich. „Pah, hier auf dem Land mag man sich vor den Sidhe schützen können, aber auf See gehörst Du Maab und ihren Kindern. Von den drei Schwestern mag die Königin des Himmels und ihr Hofstaat hier in Avalon die Mächtigste sein. Ihre Schwester, die Herrin des Sees - das wissen wir alle und Theus bewahre, dass dies die nächsten Jahre geschieht - erscheint eh nur, wenn ein großer Wandel bevor steht. Doch wenn Du in einem Sturm an Bord bist und Dein Ende fürchtest, dann denkst Du nur an eine der Schwestern. Maab - die Königin des Meeres. Sie bringt diejenigen, die über Bord gehen in ihr Unterwasserkönigreich und beschert ihnen das Schicksal, dass sie verdienen. Und Du hoffst, dass Du zu den Rechtschaffenen gehörst, die in einen tiefen segensreichen Schlaf sinken. Oder zumindest in ihrer Armee dienen kannst um gegen die Sirenen zu kämpfen und Deine Schuld zu sühnen.
Doch Gnade dem, der ein wahrhafter Übeltäter ist. Den verurteilt Maab zu ewigem Ertrinken… Eine Ewigkeit in der sich Deine Lungen wieder und wieder und wieder mit Wasser füllen, während Du umsonst dagegen ankämpfst….
Während der ältere gedrungene Matrose spricht, beobachtest Du, wie ein muskulöser, großer Mann in Seemannskleidung sich den Weg durch die Taverne bahnt. Der Ankömmling hat ein markantes Kinn und trotz seiner jungen Jahre, wirkt sein Gesicht wie vom Meer gegerbtes Leder. Er war hinter Eurem Gesprächspartner zum Stehen gekommen und seine Hand fällt schwer auf dessen Schulter. „Na, Du alte Fischhaut, hat Dich Maab immer noch nicht geholt?“ Das Gesicht des Angesprochenen verfinstert sich und er saugt hörbar Luft ein. Du hältst den Atem an. Schon weniger abfällige Spitznamen hatten zu Kneipenschlägereien geführt und das hier sieht nicht gut aus.
Der gedrungene Matrose springt knurrend auf. Sein Körper ist gespannt, seine Faust geballt den ersten Schlag zu tun.
„Miguel, der Schiffsschinder! Was führt Dich hier her?“ Kaum hatte sich der Matrose umgedreht gehabt und sein Gegenüber gesehen, verwandelt sich sein Gesicht von einer wutverzerrten Fratze in einen Ausdruck freudiger Überraschung. Er sieht den jungen Mann ungläubig an, umarmt ihn herzlich und schlägt ihm kräftig auf die Schulter. Dieser erwidert die Umarmung und lacht: „Der Apathische Jack Straw! Was für eine Ehre!“
Der apathische Jack zieht einen Hocker an Euren Tisch und schiebt seinen mit dazu. Mit einer weitschweifigen Geste zeigt er auf den Neuling und wendet sich an Euch. „Nun, Maab kann warten, wenn man einen Steuermann wie meinen jungen Freund hier hat. Darf ich Euch vorstellen: Miguel, der Schiffschinder, Faria. Einer der jüngsten und besten Steuermänner unter denen ich die Ehre hatte zu dienen.“ Der junge Mann winkt ab. Doch der ältere Matrose ist nicht zu stoppen. „Erzähl mein Freund, was bringt Dich nach Carleon..."


Sei gegrüßt Fremder! Willkommen in Avalon,

Du suchst nach Abenteuern, scheust kein Duell egal ob Du als Waffe den Degen ziehen oder den Verstand nutzen musst, scheust nicht, Dich in das Netz aus Intrigen an Hof zu begeben und zögerst nicht, dich auf Deine Verführungskünste zu verlassen, um die Königin zu beschützen und die Freiheit der Bürger Avalons zu sichern? Bist Du taff genug, um in die Katakomben der Syreth, einer alten Zivilisation zu steigen und unbekannte Artefakte zu bergen, bevor sie in die falschen Hände fallen?
Nach einem Umzug suchen meine bessere Hälfte (54) und ich (37) Mitspieler für 7. See. Wenn Du ein spielstarker und kreativer Spieler mit viel Eigeninitiative bist, der Spaß am Charakterspiel hat und Lust hat, 1-2 mal im Monat in eine Fantasy-Welt abzutauchen, die an das Europa zur Zeit der Renaissance angelehnt ist, dann suchen wir Dir. Einfach PN schreiben.

Gehabt Dich wohl.
Lirote
 
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