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Diskussion Welt/System Problem mit Patzern. Wann sollen sie auftrwten?

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Hi!
Ich arbeite an einem eigenen Pnp und bin da jetzt in der Endphase beim Testen.
Jetzt habe ich viel negatives Feedback bzgl meiner Regel für Patzer bekommen und will die überarbeiten.
Das System nutzt eine w10 Würfelpool -engine mit explodierenden würfeln wobei der poon sich aus Attribut + Fertigkeit ableitet.
Die Werte liegen zwischen 1-5 (im Endgame (ich mag den Begriff selbst nicht) höher) und 0-5 bei den Fertigkeiten.
Damit ergeben sich pools zwischen 1 und 10 ohne Modifikatoren.

Bisher patzt ein Spieler wenn er mehr 1 (genannt Fehler) würfelt als seine Fehlertoleranz zu lässt.
Die Fehlertoleranz war bisher der kleinere der beiden benutzten Werte (Attribut und Fertigkeit).
Dadurch waren Patzer bei niedrigen Fertigkeiten sehr wahrscheinlich vor allem, wenn man eine Fertigkeit auf 0 hat.

Das hat viele Tester gestört und soll daher geändert werden und dabei brauch ich Hilfe.
Ich habe bisher 2 andere Varianten.

Fixe Fehlertoleranzen für je körperliche und geistige Attribute, die sich aus den Attributen ableiten.
Vorteil: Schnell, einfach und solide
Nachteil: Mit steigender Fertigkeit steigt die wahrscheinlichkeit für Patzer.

Oder bei jedem Wurf wird der Würfelpool durch 4 geteilt und arithmetisch korrekt gerundet um die Fehlertoleranz zu bestimmen.

Ich würde gerne Meinungen und Vorschläge bekommen.
Ich möchte nicht diskutieren ob das Spiel überhaupt Patzer braucht, denn ich finde gut und dadurch entstehen manchmal superlustige Situationen oder sogar Plots.
 

Thor Naadoh

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extremes Rechenbeispiel mit 4 Attributs und 0 Fertigkeitswürfeln: KEIN Patzer liegt nur vor, wenn JEDER Würfel >1 zeigt, also P(Patzer) = 1 - 0,9^4 = 34,39%
Sobald Fertigkeit UND Attribut >0 sind, sinkt die Wahrscheinlichkeit für Patzer drastisch. (siehe Vorschlag 2) Ich habe zwar nicht jede mögliche Kombination durchgerechnet, aber ich bin mir der Aussage relativ sicher.

Vorschlag 1: Ich gehe mal davon aus, dass jeder Würfel über einem Wert X dann ein Erfolg ist. Wie wäre es (Variante Shadowrun) wenn ein Patzer auftritt, sobald Fehler > Erfolge ist.

Vorschlag 2: Fehlertoleranz ist immer mindestens 1, dann behebst du die Ausreißer, behältst aber das System bei. Im obigen Beispiel ist P(genau 1 Fehler) = 4 * 0,9^3 * 0,1 = 29,16%. Es bleibt eine Patzerwahrscheinlichkeit von 5,23% übrig - also etwas mehr als eine natürliche 1 auf dem W20.

Vorschlag 3: Wie 2., aber fixiere die Fehlertoleranz als immer =Fertigkeitswert (der sagt ja am meisten darüber aus, wie gut ein Charakter xy kann)

Vorschlag 4: die einfachere Variante - Fehlertoleranz = Attributswert (der ist ja immer >0)
 

Shernox

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Ich stimme dir zu, dass Patzer wichtig sind, gerade wenn man kritisch patzen kann. Das bietet immer viele Möglichkeiten für den GM.

Ich glaube, dass ich es sowohl als Spieler als auch als Charakter schlecht finden würde, verbessern einer Fähigkeit mit einer größeren Chance eingeht, die Probe nicht zu schaffen. Allerdings bin ich auch noch nicht ganz hinter das Würfelsystem gestiegen
Was muss ich denn würfeln damit ich bestehe wenn ich ein Attribut von 4 und eine Fertigkeit von 3 hab?
 
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8, 9 und 10 sind Erfolge.
Der Spielleiter legt die Mindestwürfe fest.

bzgl Vorschlag 3 und 4:
Dann treten Patzer relativ schnell quasi gar nicht mehr auf. Das gefällt mir nicht so gut.

Bei FT=Attribut ist das Problem, dass höhere Fertikeitswerte die Patzerwahrscheinlichkeit erhöhen.

Vorschlag 2 stößt mir übel auf, weil der Nutzen zwischen den Fertigkeiten dann seine Linearität verliert.
Der Schritt von 0 auf eins verliert dann seinen Nutzenbeiwert der steigenden Fehlertoleranz.

Vorschlag 1 werde ich mal meinen Testern vorstellen.
 

Elpetteh

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Klingt ein wenig wie das alte WoD Regelwerk.
Da gab es auch Pools von 1 bis 5 plus 0 bis 5.
9 und 10 waren Erfolge, 1er waren Misserfolge und wurden von den Erfolgen angezogen.
Hatte man mehr Misserfolge als Erfolge, war das ein Patzer.
So bleibt die Patzerchance in etwa gleich und erhöht sich nicht mit steigendem Attribut.
 
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Tatsächlich sinkt die Patzerwahrscheinlichkeit dabei, da jeder Würfel eine vielfache Wahrscheinlichkeit für Erfolge gegenüber Misserfolgen hat.
 

Shernox

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Was wäre wenn man einfach die Fehlertoleranz auf (Fertigkeit+Attribut)/2 setzt
 

Thor Naadoh

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Wenn du die Chance konstant halten willst, bleibt dir wohl nur übrig, immer einen "Fehlerwürfel" mitzuwerfen. Ansonsten wird sich die Wahrscheinlichkeit immer ändern, egal wie du die Toleranzgrenze wählst.
 

Thor Naadoh

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Noch eine Alternative, das Prinzip Yin-Yang:
Wenn jemand einen Patzer würfelt, erhöht sich die Fehlertoleranz um 1. Dafür müsste sie dann sinken, sobald man einen kritischen Erfolg erreicht (wie auch immer der dann definiert wird).

Gleiche Idee, andere Implementation: Jeder Patzer gibt dir eine Art Glückspunkt*, mit dem du einmalig einen Würfel nochmal werfen darfst. Vielleicht beginnst du auch mit X solchen Punkten, das senkt auch die Wahrscheinlichkeiten für Patzer.

* auch genannt Edge, Helden- oder Schicksalspunkt - je nach Spiel
 

Thor Naadoh

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Ich ging mit dem Vorschlag davon aus, dass die ursprüngliche Variante bleibt. Die Definition ist ja leicht zu begreifen und das ist ein großer Pluspunkt für das System. Die Durchschnitts- oder gar 1/4-Variante ist zu viel Rechnerei für die allermeisten Spieler.

Was deinen Testern aufstößt (so lese ich das raus) ist die Häufigkeit mit der Patzer passieren. Die wird mit beiden Varianten sinken und der Effekt wird mit Glückspunkten GEFÜHLT sogar noch größer sein, weil man ja aktiv etwas dagegen tun kann.
 
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Derzeit ist es so, dass es ein Glücksattribut gibt, das unter anderem auch Glückspunkte generiert, die man einsetzen kann um Patzer zu negieren.
Allerdings hat man nur so 1-5 Punkte pro Sitzung.

Meine Tester haben außerdem bemängelt, dass das Gefühl aufkommt, dass das System sie zwingt zu versuchen Attribute und Fertigkeiten zu "balancen" so dass sie beides ähnlich hoch haben müssen.
Das mögen meine Tester nicht.

Was mir von den Testern jetzt noch vorgeschlagen wurde ist die pool/4 Regel, aber ich soll eine kleine Tabelle dazu aufstellen, bei welcher poolgröße welche FT dabei rauskommt.
 

hexe

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Ich hatte mir mal ein System ausgedacht, bei dem man durch Attribute nur w8 in den Pool bekommen hat und durch Fertigkeiten w12. Damit sind Fertigkeitspunkte einfach besser. Jemand der gut Auto fahren kann, macht es besser als jemand, der einfach nur geschickt ist.

Ich denke dass dann Patzer dann quasi gar nicht mehr auftreten.
Die subjektive Wahrnehmen sagt 'Nein'. ;) Über die Hälfte eines würfeln funktioniert irgendwie immer noch gut genug.

Aber mich stört es im Rollenspiel auch nicht, wenn Patzer vergleichsweise selten auftreten, denn dann wird sich nicht durch die Geschichte gestolpert und gefallen...
 
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W8 und W12 halte ich für schwierige Würfel für ein Poolsystem, weil man die so schlecht bekommt, aber ansonsten klingt die Idee ganz nett.

Die Regel die von der Kommission jetzt angenommen wurde lautet "Für je drei volle Würfel im Pool steigt Fehlertoleranz um 1"
Das heißt bis 2 Würfel hat man 0 von 3-5 dann 1 ud so weiter.
Das ist einfach genug so dass das jeder intuitiv anwenden kann, es geht schnell und sowohl Attribute als auch fertigkeiten werden einbezogen.
 

hexe

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Dabei haben wir uns gedacht, die ganzen w8 und w12 liegen meist so ungenutzt herum. Aber ja wir konnten Würfel noch im Kaufhaus kaufen... statt im Internet. :sarcastic:
 
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