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Diskussion Nicht meine Motivation oder Das Problem der Gruppenzusammenführung

DerVampyr

Bürgertum
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Ich finde, dass ein generelles "Yes, and" doch sehr die narrative Freiheit einschränkt. Es muss auch raum für "Yes, but" und "No, but" geben. "No, and" sollte dabei so selten wie möglich vorkommen.
 

trapkick

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Im normalen Sprachgebrauch kannst du fast jedes Aber durch ein Und ersetzen. Und eine Haltung zum gemeinsamen Zusammenspiel vorauszusetzen ist etwas anderes, als sklavisch auf einer Regel zu beharren.
Habt ihr den Eindruck, dass das Yes-And Prinzip von mir mit maximaler Strenge durchgesetzt wird?
Dass ich meine Spieler zwinge danach zu Handeln?
Scheint mir fast so.

Erstmal hat wohl jeder Angst Freiheit und Autonomie zu verlieren. Dabei wird leicht vergessen, dass Zusammenspiel nur durch Kooperation ermöglicht wird.

Um ein Missverständnis aus dem Weg zu räumen: das Prinzip ist ein Real-Life Prinzip. Die "Spieler" verständigen sich darauf zum gelingen des Spieles zu kooperieren.
In-Game kann das ganz anders aussehen. Wenn zwei Charaktere sich Partout nicht leiden können kann der Ball der zugespielt wird auch ein Streit oder ein Duell sein.
Es gibt wahrscheinlich sehr harmoniebedürftige Spieler, die dann im Real-Life aussteigen und kommunizieren, dass sie das nicht mitspielen.
Dem Yes-And folgend würde das nicht passieren. Denn der Spieler akzeptiert die Entwicklung der Geschichte. Will er aber die Eskalation nicht hat er In-Game viele Möglichkeiten.
also Yes: Dein Charakter provoziert meinen bis aufs Blut.
And: Ich beherrsche mich selbst und versuche dich mit Charm/Überzeugen (was das System halt so hergibt) zu beruhigen und den Konflikt zu entschärfen.
 

Ancoron

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Also Yes: Dein Charakter provoziert meinen bis aufs Blut.

And: Mir platzt der Kragen und einen heftigen Messerkampf später gibt es zwei Spieler Charaktere weniger......

Jap, gutes Konzept.... Muss ich mir merken 😂
 

trapkick

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kann teil des Spiels werden. Fände ich tatsächlich mal spannend.

Es gab, vor dem anfangs erwähnten Crash, eine Situation, wo genau das sogar gut gewesen wäre.
Leider habe ich mich selbst als Spieler nicht an Yes-And gehalten und dem anderen Spieler (nicht seinem Charakter) heftig eine Grenze gezeigt.
Darauf hin ist die Konstellation zerbrochen.
Ich glaube, wir wären noch zusammen, wenn unsere Charaktere das gelöst hätten. Wahrscheinlich wäre das ganz schön blutig geworden, dennoch bereue ich, diesen Weg nicht probiert zu haben.
 

DerVampyr

Bürgertum
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Habt ihr den Eindruck, dass das Yes-And Prinzip von mir mit maximaler Strenge durchgesetzt wird?

Also dein:

Es ist der YES-AND-GRUNDSATZ.
Er bedeutet, dass jedes Angebot mandatorisch angenommen werden muss.
Wenn ein Spieler oder ein Spielleiter einen Ball zuwirft MUSS der aufgefangen werden (YES). Was danach passiert (AND) liegt aber in der Hand desjenigen, der den Ball aufgefangen hat.

Klingt tatsächlich nach maximaler Strenge. ;)
 

Mann mit Bart

Bürgertum
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Zum Thema Railroading:

Ja manche Spieler mögen und brauchen das. Ich bin von Plots mit fester Struktur etwas abgerückt und denke mehr in Szenarien mit Problemen und den Personen/Fraktionen mit ihren Zielen. Daraus leiten sich dann Fragen mit möglichen Konsequenzen ab. Aus den Fragen entwickelt sich dann der Spielabend.
Das gibt mir die Möglichkeit mich ganz auf die Charaktere, deren Hintergrund, ihre Ziele und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu konzentrieren.
Der Nachteil daran ist, dass es einen gewissen Grad an Proaktivität bei den Spielern voraussetzt und die Charaktere auch über ein Mindestmaß an Hintergrund, persönlichen Problemen und Zielen für die Zukunft verfügen müssen.
 

Ancoron

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@Mann mit Bart
Das heißt bei dir aber auch, das es nicht funktioniert, wenn du diesen einen Spieler hast, der Partout nicht will....
 

Ancoron

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Womit wir wieder an dem Punkt sind, das man zum Schutz, Frieden und Spielspaß der Gruppe, diesem einen Spieler empfehlen sollte, das er sich vor eine Konsole pflanzt und ein OnePlayer Game zocken sollte......
Denn all eure Ideen funktionieren nur, wenn man will..... wenn man Interesse an gemeinsam hat.....
Selbst meine hier beschriebenen InGame Querschläger waren an einer Form von Interaktion interessiert - aber der Typ, der im Rollenspiel ständig mit erhobenem Stinkefinger an allen vorbei läuft, hat in einer Gruppe nicht wirklich etwas verloren..... Es sei denn als schlechtes Beispiel oder Dauertoten
 

Bishop

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Womit wir wieder an dem Punkt sind, das man zum Schutz, Frieden und Spielspaß der Gruppe, diesem einen Spieler empfehlen sollte, das er sich vor eine Konsole pflanzt und ein OnePlayer Game zocken sollte......
Denn all eure Ideen funktionieren nur, wenn man will..... wenn man Interesse an gemeinsam hat.....
Selbst meine hier beschriebenen InGame Querschläger waren an einer Form von Interaktion interessiert - aber der Typ, der im Rollenspiel ständig mit erhobenem Stinkefinger an allen vorbei läuft, hat in einer Gruppe nicht wirklich etwas verloren..... Es sei denn als schlechtes Beispiel oder Dauertoten
Halleluja!!!! Amen, Bruder!!! :clapping::clapping::clapping:
 

Mann mit Bart

Bürgertum
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@Mann mit Bart
Das heißt bei dir aber auch, das es nicht funktioniert, wenn du diesen einen Spieler hast, der Partout nicht will....
Kommt darauf an, was er partout nicht will. Er will nicht in die Kneipe? Na und, dann halt nicht.
Er geht den restlichen Charakteren aus dem Weg? Ja, das funktioniert auf Dauer nicht.
Da die Charaktere aber durch die Session 0 bereits miteinander in Beziehung stehen ist das eigentlich kein Problem.

Aber zugegebenermaßen ist ein Spieler, der sich allem verweigert einfach Fehl am Platz oder es ist zumindest ein offenes Gespräch darüber nötig.

Manchmal ist auch einfach die Luft raus, dann ist es vielleicht auch besser nicht zu spielen, als es zu erzwingen. Manchmal liegt auch tatsächlich an einem Spieler. Wenn dass auf Dauer nicht passt, dann ist es vielleicht besser sich zu trennen. Sonst wird das irgendwann toxisch.

Wenn es aber nur daran liegt, dass ein Spieler sich mit seinem Charakter nicht einfach so mit ein paar wildfremden Leuten in einer verrauchten Taverne zusammen tun möchte, weil er so ein Etablissement normalerweise garnicht betritt und er mit solchen Leuten normalerweise auch nicht verkehrt, dann ist vielleicht auch schon in der Charaktererschaffung der Gruppe etwas schief gelaufen... Und dafür gibt es eben Möglichkeiten.
 

Ric Master

Bürgertum
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Langsam finde ich, dass hier im Kreis diskutiert wird.

In meinen Augen lösen sich bis auf die egoistischsten und dümmsten Spieler, welche ich dann zeitnah und fair auch entfernen würde, mit der Methode des "gemeinsamen Feindes" am elegantesten. Schrieb ich auf Seite 1 schonmal und ist irgendwie nicht weiter beachtet worden, dabei ist diese Methode so ziemlich perfekt, die unterschiedlichsten Charaktere zusammenarbeiten zu lassen.

Ich zitiere hier am liebsten Jeremy Clarkson von Top Gear / The Grand Tour (in etwa): "Seht was wir gemeinsam geschaffen haben! Nur totaler Hass und größtmögliche Verachtung aufeinander hat dieses absolut perfekte Teamwork möglich gemacht!"

Und ein wenig "nudgen" - also anschupsen - reicht schon, um Abweichler in die richtige Richtung zu lotsen. Wenn nicht, hat der Spieler die Konsequenzen zu tragen. Ingame und wahrscheinlich dann auch bald in real live.
 

ArchmageVaidd

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Hallo @Feuertraum!

Da die Ursprungsfrage ja war, wie wir so damit umgehen, werde ich diese mal beantworten und nicht in die hitzige Debatte darüber einsteigen, was nun Aufgabe des SL ist und was nicht.

Ich habe mit folgendem positive Erfahrugen gemacht:
Die Spieler wollen ihren frisch erstellten Charakter zum Leben erwecken. Wenn sie zu schnell in eine Gruppe 'gepresst' werden, fehlt es ihnen an Möglichkeiten sich auszuleben. In einem meiner Corona-Online-Adventures habe ich jedem Charakter einen "Prolog" durchleben lassen. Im Grunde nur eine Exposition, eine Erzählung ihrer gegenwärtigen Situation und vielleicht ein, zwei mehr oder weniger relevante Würfelwürfe. Aber alle Prologe enden mit einer klaren Motivation für den Charakter sich in einer bestimmten Situation zu treffen. In meinem Fall war das ein festliches Dinner, zu dem alle Charaktere eingeladen waren, aber bei dir kann das ja ein gemeinsamer Aufenthalt in der Taverne sein. Die Taverne ist dann aber sehr voll und deshalb landen alle am selben Tisch, und...
Klar, hat das den klaren Nachteil dass es lange dauert diese Prologe durchzuspielen und es ist immer nur der Fokus auf einer Person. Allerdings kann ich nochmal unterstreichen wie sehr sich das gerade für Spieler lohnt, die gerne knallhart im Charakter bleiben.

Ich hoffe ich konnte mit dieser Idee einen guten Impuls setzen
Viel Spaß noch beim weiteren Spielen!
LG
ArchmageVaidd
 
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