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Erzählung Mentales Erwachen

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte" wurde erstellt von Sabretooth, 8 Januar 2013.

  1. Sabretooth

    Sabretooth Streuner

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    Als ich meine Augen öffnete, lag ich nackt auf einer Art Seziertisch. Das erste, was ich roch, war der Gestank eines Trolls und als ich mich umsah, erblickte ich neben dem Troll auch noch einen Zwerg. Die beiden waren ebenfalls nackt und lagen auf Tischen gleicher Machart wie ich.
    Nachdem das anfängliche Misstrauen überwunden war und wir festgestellt hatten, dass keiner von uns wusste, wer er eigentlich war, beschlossen wir auszubrechen. Meine Sinne (schwächerer astraler Schutz an einer Wand) signalisierten mir, dass wir nur durch die Wand mussten, um weiter zu gelangen. Zusammen mit dem Troll gelang es, eine Öffnung in die Wand zu schlagen.
    Wir gelangten in einen weiteren Raum, in welchem wir zwei Menschen, nackt, auf Seziertischen fanden, die ebenfalls gerade aufwachten. Auch sie wussten nicht, wer sie selbst oder wir waren und wo wir uns befanden.
    Nach dem Durchbrechen einer weiteren Wand gelangten wir in ein System aus Gängen und eine Computerstimmer trällerte irgendwas von "Subjekte erwacht. Starte Testlauf" ...
    Wir sahen uns in diversen Räumen um und fanden überall Ausrüstung, welche sich mit einem von uns assoziieren liess ... als einer der Menschen einen rot schimmernden Dolch an sich nahm, erinnerte er sich, dass er wohl viel mit Feuermagie zu tun hat, der Zwerg konnte instiktiv einen kleinen, technischen Kontrollball bedienen und die dicke Wumme hatte eindeutig Trollmaße. Als ich einen Raum öffnete, um zu sehen, ob dort etwas für mich hinterlegt war, entwich ein anscheinend freier Geist, welcher sich für seine Freilassung bedankte.
    Wir arbeiteten uns weiter vor und ich verlor langsam aber sicher die Geduld. Als ich ein Zahlenschloss mit einem Schlag und nicht mit der richtigen Zahlenkombination löste, ertönte wieder die Computerstimme: "Level wird dem eingeschlagenen Handlungsweg angepasst." - was auch immer ... wenigstens fanden wir einen Umkleideraum, in welchem Spinde mit allerlei Namen versehen waren ... ich ging zu dem Spind, wo die für mich passende Kleidung war und zerstörte das Namensschild, bevor es einer der anderen sah ..."Victor Romanoff" - keine Ahnung ob ich das war... jedenfalls fand der dumme Troll eine Dusche und stellte sie an - zu spät merkte er, dass sie sich nicht mehr abstellen ließ und er wurde durch einen gut platzierten Schinger eines aus dem Wasserdampf materialisierten toxischen Geistes gegen die Fließen geschleudert. Jetzt war es genug ! Ich liess all meine Wut an dem Geist aus und spürte dabei große Kraft in mir. Leider kam der menschliche Feuerzauberer und brannte ein großes Loch in den Duschraum, um den Geist zu bannen - ich sah mich in einem Flammenmeer vergehen. Doch als ich die Augen öffnete, sah ich, wie meine Wunden sich schlossen und ich nach kurzer Zeit wieder wie unangetastet aussah.
    Also dem Menschen noch kurz einen Kinnhaken verpasst und ihn bewusstlos dem Troll über die Schulter geworfen ... nichts wie raus von hier. Der Geist, den wir befreit hatten, begleitete uns.
    Es war ein langer Weg und wir verliefen uns das ein- oder andere Mal und als auf einer der höheren Ebenen Bargheste zu unserer Verfolgung ansetzten, konnten wir uns gerade noch rechtzeitig in eine U-Bahn retten. Wir waren erleichtert, als der Boden durch mehrere Explosionen erschüttert wurde ... das Labor aus dem wir entkamen zerstörte sich selbst ... und leider den U-Bahnschacht mit ... nur knapp kamen wir an die Oberfläche und rannten weg von der Bahnstation, als auch diese in die Luft flog. Wir wurden zu Boden geschleudert und als wir uns wieder aufrappelten, waren wir von Renk/Ruhr Konzernsicherheit und ihren Berghest Wachhunden umzingelt. Der Geist dematerialisierte sich mit einem "Trau ihnen nicht über den Weg" und entschwand.
    "Schön dass ihr wieder da seid. Wo seid ihr denn die letzten beiden Jahre gewesen?" fragte uns der Anführer der Gruppe. Wir konnten ihm lediglich die Ereignisse der letzten Stunden rekapitulieren, also nahm man uns in Gewahrsam und brachte uns in die örtliche Konzerneinrichtung. Dort wurden wir darüber aufgeklärt, dass wir zwei Jahre für Renk/Ruhr gearbeitet hatten, bevor wir bei einer Extraktion spurlos verschwunden sind. Als man uns untersuchte, bemerkte man magische Erinnerungsblockaden in unseren Köpfen, welche zwei Konzernmagier zu lüften versuchten - leider nur mit teilweisem Erfolg...
    Ich erkannte, dass ich nicht ich bin und mich nur in meiner angenommenen Metagestalt Victor Romanoff nenne - woher diese Leute meinen Namen kennen weiß ich nicht. Ich erinnerte mich aber an die Zeit im Labor, zwei Jahre, in welchen ich wie ein Versuchskaninchen gehalten wurde, monatelang nichts zu Fressen bekam, allein nackt und ohne Gedächtnis in die örtlichen Slums zum Überleben geschickt wurde und dass sie mich mit magischen Drogen in Trance versetzt haben um mir in meditativem Zustand unterschwellige Botschaften über "für mich nützliches Wissen" einzupflanzen ... doch wie kam ich in dieses Labor und auch wenn ich mich jetzt wieder daran erinnerte, wer die anderen waren, warum habe ich mit ihnen gearbeitet und was ging in der Nacht schief, als wir alle das Gedächtnis verloren. Hass brandete in mir auf und ich schlug den mir am nächsten stehenden Magier gegen die gegenüberliegende Wand. Der einsetzende Kopfschmerz der Blockadelösung raubte mir erneut das Bewusstsein. Als ich wieder erwachte, lag ich in einem eigenen Zimmer, ordentliche Kleidung an einem Ständer an der Tür, ein Stück Reh zum Frühstück und auf dem Nachttisch meine Renk - ID ... was sollte das alles ???
    Ich aß auf, wusch mich und begab mich dann in eine Art Konferenzraum - irgendwie wurde ich instinktiv dorthin geleitet. Die anderen waren auch schon da. Der Anführer der Typen, die uns gestern mitgenommen hatten, begrüßte uns als "sein Runnerteam" und erzählte uns, dass das unterirdische Labor wohl allem Anschein nach Rank/Ruhr gehörte, es aber in keinerlei Unterlagen verzeichnet sei. Er sagte er hätte in drei Tagen Arbeit für uns und so lange hätten wir Zeit herauszufinden, was es mit dem Labor auf sich hat ... ich hasse ihn jetzt schon ...
     

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