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Würfelspiel Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel - Bronzezeit

Tufir

Drachling
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Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel - Bronzezeit

Die für ein Würfelspiel etwas zu groß geratene Schachtel bietet folgenden Inhalt:

  • 4 Steckbretter aus dickem Holz
  • 24 Marker aus Kunststoff
  • 7 Würfel - exquisit - aus Holz
  • 1 Block mit Wertungsbögen (DIN-A4 mit ~150 Blättern, beidseitig bedruckt)
  • 4 Übersichtstafeln aus Karton
  • 1 Anleitung (kurz, übersichtlich, prägnant)
Mit diesem Würfelspiel erhält der Käufer einen absoluten Knüller. Nicht nur, dass die Aufmachung mit den größeren Würfel aus schönen Holz und die liebevoll gestalteten, dicken, fast schon schwer zu nennenden Steckbretter bereits beim Auspacken das Spielerherz höher schlagen lässt, nein, auch das Spielprinzip ist einfach, leicht verständlich und unterhaltsam.

Doch betrachten wir uns die Spielmaterialien mal etwas näher.

Der Block mit den Wertungsbögen im DIN-A4 Format verspricht schon aufgrund seiner Dicke einen lang anhaltenden Spielspaß (~75 Spiele zu Viert). Die Blätter sind sparsamerweise doppelseitig bedruckt und das Format eignet sich aber auch gut zum Kopieren.

Die Anleitung ist 4-seitig und bringt somit das Spielprinzip schnell und doch verständlich auf den Punkt. Dazu später mehr.

Die Steckbretter sind fast fingerdick, aus Holz, welches sich sehr schön anfasst und wirken dabei fast schon wuchtig. Die Markierung sind in ihrer Farbcodierung eingängig und verständlich, lediglich die aufdruckten Zahlen sind bei schwachem Licht nicht so gut erkennbar, vor allem wenn sie durch die Marker verdeckt werden. Aber damit kann man umgehen.

Die Marker selbst sind aus Kunststoff und nichts Besonderes - sie stellen somit den einzigen Kritikpunkt dar, jedoch ohne der Gesamtwertung zu entscheidend schaden zu können.

Die 7 Würfel jedoch sind das absolute Highlight. Sie sind - wie die Steckbretter - aus Holz, das sehr schön in der Hand liegt. Sie sind weit davon entfernt, mathematisch exakte Würfel zu sein, was dem Spiel durchaus einen gewissen bronzezeitlichen Flair verleiht. Die Symbole auf ihnen sind nicht nur aufgemalt, sondern auch leicht eingeprägt.

Vom Spielprinzip wird bei anderen Rezensionen berichtet, dass es an Kniffel erinnert. Das Einzige, das dem wirklich entspricht, ist das dreimalige Würfeln pro Spielzug.

Jeder Spieler beginnt sein Spiel mit drei Städten und somit darf er zu Beginn mit 3 Würfel eröffnen. Baut er im Laufe des Spiels weitere Städte, erhält er weitere Würfel hinzu - einen pro Stadt. Mit maximal 7 Städten (= 7 Würfeln) erreicht er dann möglicherweise seinen Höhepunkt. Er darf mit seinen Würfel bis zu 3 Mal würfeln und dabei beliebig Würfel draußen lassen oder wieder mit rein nehmen - mit einer Ausnahme: Würfel, die einen Totenkopf zeigen, dürfen nicht noch einmal gewürfelt werden.

Die Anzahl der Totenköpfe bestimmt die Art der Katastrophe, die dem Spieler - oder seinen Mitspielern - widerfährt. Prinzipiell gilt, je mehr Totenköpfe, desto größer die Katastrophe. Durch den späteren Erwerb sogenannter Errungenschaften wie Bewässerung oder Medizin, kann man sich vor solchen Katastrophen schützen.

Benötigt wird allerdings auch Getreide, denn die Städte wollen ernährt sein. Kann man seine Städte nicht oder nur unvollständig ernähren hagelt es Hungersnöte. Diese bringen - ebenso wie die erwähnten Katastrophen - Minuspunkte ein.

Damit ergibt sich bereits ein sehr interessantes Prinzip. Je mehr Städte, desto mehr Würfel muss man benutzen. Prinzipiell ist das gut, denn damit kann man mehr Gold, Waren oder Arbeiter erwürfeln. Gleichzeitig erhöhen mehr Städte aber auch den Bedarf an Getreide und mehr Würfel bedeuten mehr Chancen auf mehr Totenköpfe und somit größere Katastrophen.

Erwürfelt werden können aber auch, wie zuvor bereits erwähnt, Waren - die Totenköpfe bringen neben den Katastrophen auch Waren mit sich - welche dann einen gewissen Wert besitzen. Diese Waren erhält man nach einem ausgeklügeltem System und ebenso kann man deren Wert wieder in Gold umsetzen. Zusammen mit dem auch erwürfelbaren Gold kauft man sich Errungenschaften.

Die Goldmünze, welche ein Würfel zeigen kann, steht für 7 bzw. mit der passenden Errungenschaft "Münzprägung" für 12 Goldmünzen und kann den Goldvorrat der eigenen Waren kurzfristig (d. h. für diesen einen Spielzug) entsprechend erhöhen.

Zu guter Letzt gibt es dann noch Arbeitskräfte zu erwürfeln. Mit diesen Arbeitern baut man neue Städte oder Monumente. Alle Monumente können maximal von zwei Spielern erbaut werden - alle nachfolgenden gehen leer aus. Der Ersterbauer erhält auch doppelt so viele Punkte, wie der zweite.

Monumente, Städte und Errungenschaften geben am Ende Punkte, von denen die Anzahl der Katastrophenpunkte dann abgezogen wird.

Das Spiel endet, sobald alle Monumente mindestens einmal erbaut wurden, oder aber der erste Spieler seine 5. Errungenschaften gekauft hat. Die Runde wird dann noch bis zum letzten Spieler zu Ende gewürfelt (so dass jeder die gleiche Anzahl an Zügen hatte) und anschließend wird ausgewertet.

"Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel - Bronzezeit" ist ein absoluter Knüller für nette Abende zu Zweit, zu Dritt oder zu Viert und absolut empfehlenswert. Das Einführungsspiel dauerte trotz Regelunkenntnis kaum länger als angegeben und dank des Glücksprinzips der Würfel ist kein Spiel wie das vorangegangene. Der Spielspaß kommt jedes Mal beim Auspacken durch das schöne Spielmaterial von ganz alleine und scheint unendlich groß zu sein. Das Spiel ist wirklich mehr als eine Alternative zum alt bekannten Kniffel und wird mit Sicherheit einen Ehrenplatz in jedem Spielregal erhalten.


Viel Spaß beim Zocken wünscht euch
Euer Tufir

Wir bedanken uns bei der Pegasus Spiele GmbH für das Überlassen eines Rezensionsexemplars!
 

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