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Sonstige Ich würde gern leiten, aber... Oder, die Angst vorm Versagen

Dieses Thema im Forum "Meister-Lounge" wurde erstellt von darkbesenstiel, 9 April 2017.

  1. darkbesenstiel

    darkbesenstiel Anwärter

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    Hallo zusammen,

    mich bedrückt eine kleine Frage. Davor aber kurz ein paar Worte zu mir, damit ihr die Frage besser einschätzen könnt.
    Ich bin absolut neu im Hobby Tabletop RPG. Seit ca. Anfang Februar habe ich mich in das Grundregelwerk von Pathfinder eingearbeitet.
    Ziemlich zeitgleich habe ich auch begonnen Leute zusammen zu suchen, mit denen ich spielen kann. Der Plan war, dass ich leite, mir andere Leute suche, die Interesse daran haben mal ein Pen and Paper auszuprobieren und wir gemeinsam Stück für Stück alles genauer lernen. Ich habe sowohl im Freundeskreis (zeitliche Abstimmung ist uns bisher nicht gelungen) und in einer Video Gamingcommunity (Verlässlichkeit der Spieler stellt sich als problematisch dar) eine Gruppe zusammengestellt mit denen es mir noch nicht vergönnt war zu spielen.

    Nun die Frage: Wie wird es in der Regel von erfahreneren(das Wort sieht schlimm aus) Spielern aufgenommen wenn jemand der noch nie gespielt hat, als SL eine Gruppe, bzw. Spieler sucht? Stellt euch vor, ich stelle hier ins Forum die Anfrage danach „SL sucht Pathfinder Spieler“ und im Text dann, dass ich online spielen möchte, totaler Anfänger bin und so weiter und so fort.
    Ich würde gern leiten. Mir macht das Geschichten ausdenken, Karten zeichnen und Dungeons und Battlemaps basteln sehr viel Spaß. Nur bin ich mir unsicher wie erfahrene Spieler darauf reagieren wenn vllt. nicht alles perfekt oder so wie sie es gewohnt sind beim ersten Mal klappt. Es wäre nicht schön ständig jemand neuen suchen zu müssen, weil einer abspringt nur weil ich noch Erfahrungen sammeln muss. Ich will ja auch niemand seine Lebenszeit rauben und dann ist er/sie unzufrieden.

    Sagt mir bitte eure Meinung dazu. Soll ich vllt. erstmal „nur“ spielen und nicht gleich leiten (wobei das die Suche nicht erleichtert)? Oder war mein Ansatz mit anderen Neulingen zu spielen der Richtige? Oder werden in der Regel neue Spieler und Leiter mit Verständnis aufgenommen und ich mach mir eigentlich viel zu viel Gedanken?


    Grüße Markus
     
  2. SoulReaper

    SoulReaper Ältester Spielleiter Schnupperrunden

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    Hallo Markus,

    zu allererst finde ich es klasse, dass du als Neuling sofort Lust aufs Leiten hast. Das hört man leider sehr selten!

    Dein Problem mit den Mitspielern kennen wohl viele, egal wieviel Erfahrung sie haben. Ich an deiner Stelle würde mir auch keine allzu großen Sorgen machen. Meiner Meinung nach gibt es im Rollenspiel sowieso keinen richtigen und keinen falschen Weg zu leiten. Wichtig ist nur, dass du und deine Mitspieler Spaß haben, dann läuft alles super. Wenn du selber Rollenspiel nach dieser Devise angehst und die Mitspieler suchst, die das genauso sehen, hast du eigentlich schon gewonnen.

    Mach dir auch keine Gedanken, mit erfahrenen (oder meist sind es ja nur regelfestere) Spielern zu spielen. Wenn sie sich auf das Spiel einlassen, hast du sogar den Vorteil, immer jemanden da zu haben, der dir mal mit einer Regel aushelfen kann, wenn sie dir grad nicht einfällt. Sowas kann echt praktisch sein. Ich selber spiele D&D3.5/Pathfinder seit über zehn Jahren und vergesse trotzdem immer wieder mal die eine oder andere Regel.
    Schön an so einer Runde ist auch, dass man sich mit dem Leiten abwechseln kann. So hast du die Möglichkeit zu sehen, wie das andere machen und kannst dir vielleicht auch was abschauen.

    Wichtig ist daher nur, dass ihr untereinander harmoniert. Dann ist es vollkommen egal, wieviel Erfahrung die Einzelnen. Versuch es daher einfach mal und lass dich nicht entmutigen, wenn es nicht sofort so läuft, wie du es gerne hättest. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. ;)
     
  3. Screw

    Screw Konsul Administrator Spielleiter Schnupperrunden

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    Ich kann AoulReaper hier nichts hinzufügen, er hat alles wesentliche bereits gesagt.

    Kleiner Tipp allerdings: Du bist der SL (ausgesprochen "eSeL"), also wenn du eine Regel absichtlich außer Acht lassen oder abändern möchtest, weil die Situation damit passender für die Geschichte wird, lass dich von den Spielern nicht belehren. Sag einfach "ich weiß" und mach einfach weiter. Nach der Session kannst du dich immer noch erklären, wenn du willst.
    Aus meiner Erfahrung ist es immer mühsam, längere Regeldiskussionen (und ich spreche da von 5 Minuten aufwärts) mitten im Abenteuer zu haben. Lieber alles vor- oder nachher klären.

    Das ist dann auch schon der nächste Punkt: optionale Regeln oder Hausregeln immer vor Spielbeginn klären bzw. deren Übernahme nach der Session in der die Frage aufkam. Im Spiel einfach im Notfall zugunsten der Story (das kann gut oder schlecht für die Spieler-Charaktere sein) entscheiden und nach der Session gemeinsam festlegen, wie es zukünftig gehandhabt wird.

    Das wichtigste beim Tabletop ist das Miteinander, der Rest ist Spaß.

    Viel Erfolg, hau rein, schlag zu, Screw
     
  4. hexe

    hexe Legat Pen & Paper Rollenspiele

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    Ich hatte einmal eine Runde mit einem Mädel, die mit dem Hobby und dem Spielleiten angefangen hat. Sie machte es 'toller' als viele anderen SLs, die ich so erlebt habe. Toller im Sinne, man wusste immer welcher Charakter gerade wo ist und die 'Charakter A geht dahin macht das und Charakter B geht hier hin macht jenes, welche Zeit vergeht wie wo' Problematik meist sehr nachvollziehbar gelöst hat.

    Meine Erfahrung mit absoluten Neulingen SL und Rollenspiel ist also sehr gut. Ich habe ähnlich angefangen...

    Außerdem freuen sich die meisten Spieler, wenn sie überhaupt eine Gruppe finden, in der sie spielen können und nicht spielleiten 'müssen'.

    Und natürlich Regel 1. Keine Panik! Es ist immer noch ein Spiel und soll Spaß machen, es kommt keiner vorbei und sagt: 'ihr macht das aber völlig falsch!'.
     
  5. darkbesenstiel

    darkbesenstiel Anwärter

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    Danke Für das viele positive Feedback!
     
  6. Rhizom

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    Ich hab auch gerade eine Gruppe, in der die Spielleiterin das das erste Mal macht. Und die macht sehr viel Spaß. Die Spielleiterin hat viel Fantasie und denkt sich spannende Geschichten aus, über Regelfragen drüber steht, auch wenn sie keine Antwort weiß. Und was sie im Gegensatz zu den meisten erfahreneren Spielleiter auszeichnet, die ich kenne: sie ist viel besser vorbereitet: Hat lauter Karten, selbst von Orten, die nicht so wichtig für den Abenteuerverlauf sind, hat Portraitbilder von NPCs, Bilder von Räumen, viele sehr stimmige Rätsel... Da könnten sich die erfahrenen manchmal eine Scheibe abschneiden :)
     
  7. hexe

    hexe Legat Pen & Paper Rollenspiele

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    Wer sich DarkBesenstiel nennt, hat eigentlich eh nichts zu befürchten...
     
    Sameafnir gefällt das.
  8. SchemaF

    SchemaF Bürger

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    Ich finde, dass man generell von der Betrachtungsweise SL auf der einen Seite und Spieler - vor allem Spieler - weg kommen sollte.

    Ich als SL habe doch viel mehr Spielanteile, als jeder andere Spieler. Jede andere Figur wird doch von mir dargestellt, das Wetter: Ich, die Umwelt: Ich.

    Im Prinzip sollten sich die Spieler doch auch auf ihren Charakter vorbereiten, Gebete raus suchen, die sie in der Not sprechen können, ihr Schwert zeichnen (lassen), Konflikte unter einander initiieren, usw.

    Der SL kennt zwar den Hauptplot: Böser Ring zurück ins Feuer in dem er geschmiedet wurde.
    Die Spieler sind aber für die Momente im Spiel zuständig. Ein "Zwerge werden nicht geworfen!" kann nicht vom SL vorbereitet werden.

    Es muss zu einer Synergie kommen, von der beide Seiten profitieren. Wenn da nur Spieker sitzen dir unterhalten werden wollen, ohne selbst unterhalten zu wollen, wird s schnell öde.
     
    Tufir, Sameafnir und SoulReaper gefällt das.
  9. Tufir

    Tufir Konsul Administrator Spielleiter Schnupperrunden Rezensionsredaktion

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    Dein letzter Absatz ist ein wahres und großes Wort, @SchemaF. :clapping:
     

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