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Diskussion Hausregel/Regelsystem [Fallschaden] Das ist doch viel zu hart...

Nord-Nerd

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Die Regel zum Fallschaden aus der vierten Edition:
"Wenn man fällt, dann erleidet man 1W10 Schaden, mit +3 Schaden für jeden Meter, den man gefallen ist. Der erlittene Schaden wird um deinen Widerstands-Bonus reduziert, nicht jedoch um deine Rüstungspunkte."

Das Bedeutet, wenn mein Charakter einen Widerstands-Bonus von 3 hat und 11 Lebenspunkte, könnte er durch einen Sturz aus zwei Metern sterben? :eek:

Der Schaden (3) des ersten Meters wird ja durch den Widerstands-Bonus aufgehoben. Der zweite Meter aber haut dann mit zusätzlichen 3 Punkten rein. Nun würfle ich, zugegeben relativ hoch, mit dem W10 eine 9. Ich addiere also die 3 zu den 9 Punkten und erhalte eine 12. Meine Lebenspunkte betragen 11, demnach bin ich also bei -1, also praktisch am Ende.

Da ich diese Regel für total übertrieben und unsinnig halte, habe ich den W10 gestrichen. Wie handhabt ihr das?
 
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hexe

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Wir haben Verwandtschaft in der Notfallchirurgie, ja man kann bei einem Sturz aus 2m Höhe sterben. Dumm aufgekommen (hoch gewürfelt) und schon passiert. Es. ;)
Ist aber halt eher die Frage, ob es im Rollenspiel Spaß macht.
 

Nord-Nerd

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Ich habe viele kleine Kinder im Bekanntenkreis, die "fallen ständig" aus den Betten (Hochbett) und außer ein paar Blessuren haben sie nichts weiter. Nach der oben genannten Regel, müssten mindestens schon zwei von ihnen tot sein. :D :oops:
 

PZII

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Ich würde es einfach so machen: Schaden = 3 Schaden für jeden Meter , minus Toughness. W100 um zu sehen welches Körperteil, vielleicht noch Rüstung abziehen, aber ich bin nur dafür wenn es sich um Weiche Rüstung handelt.
So würde ich es machen, aber Warhammer war nie mein Spiel als GM, nur als Spieler , und das haben mir 2 GMs kaputt gemacht..........leider...... :shok: 😭
 

Tufir

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Da man nicht aus 0 Metern fallen kann, würde ich die Fallhöhe prinzipiell um 1 Meter senken für den Wurf. Das wäre schon mal die erste Entspannung.
 

Screw

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Fallschaden ist, denke ich, in allen Systemen ein prekäres Thema, deshalb schlage ich vor, das Thema für alle Systeme gesammelt zu diskutieren, so kommt vielleicht insgesamt mehr rum. Wenn du einverstanden bist, @Nord-Nerd, dann ändere ich das Präfix entsprechend.

Was @hexe sagt ist absolut zutreffend, mit Pech stirbt es sich einfach sehr schnell. Mit Glück überlebt man aber auch mehrere Kilometer ungebremsten Fall, wie manche Zeitungsartikel aus den letzten Jahrzehnten belegen.

Das mit den Kindern, wie @Nord-Nerd meint, liegt zum Teil auch an angeborenen Reflexen und noch nicht voll ausgehärteten Knochen und Knorpeln. Davon abgesehen, rechnet sich die Gefährlichkeit eines Falles an der relativen Fallhöhe. Für ein 15 Wochen altes Kind ist ein Sturtz vom Wickeltisch (meist so um die 85 bis 90 cm) etwa so wie für mich ein Sturtz von einer 3,50 m hohen Mauer. Klar, ich hab mehr Zeit zum Beschleunigen, aber auch mehr Körperlänge um das potentiell abzufangen und mehr Körperfläche, um das zu verteilen.

Soweit zu Realität und Physik, jetzt aber zurück zum Thema.
 

puck

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Ich habe viele kleine Kinder im Bekanntenkreis, die "fallen ständig" aus den Betten (Hochbett) und außer ein paar Blessuren haben sie nichts weiter.
Die Frage ist was man unter Fällen versteht. Beim Fall aus dem Hochbett werden sie bestimmt nicht ungebremst auf den Kopf fallen, der dann umknickt und das Rückgrat bricht. Viel mehr nehme ich an, dass sie sich irgendwie am Bett festhalten um einerseits die Fallgeschwindigkeit herabzusetzen und sich andererseits für die Landung günstig auszurichten. Das Regelwerk scheint zwischen diesen Fällen nicht zu unterscheiden. Aber irgendwo muss man ja die Grenze zur Realität ziehen.

Der Mann einer Kollegin ist von der ersten Stufe einer Stehleiter gefallen und hat sich dabei einen komplizierten Trümmerbruch zugezogen, der operiert werden musste und ihm noch Monate später begleitete. Diese Situation wird es so in keinem Rollenspiel geben, egal wie realistisch es versucht zu sein. Weder wird der beschriebene Fall zu einer nennenswerten Verletzung führen, noch gibt es Verletzungen, die zwar nicht rötlich sind, aber Monate zum abheilen brauche, wenn sie richtig behandelt werden und zu permanenten Einschränkungen führen, wenn sie nicht mit moderner Medizin behandelt werden können.

Die Frage ist also selten wie realistisch etwas ist, sondern wie die Regel zum eigenen Spielstil passt.

Bleibt tapfer,

puck
 

Elpetteh

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Ich hab mal bei W40K nachgeschaut.
Da steht 1W10 aber "nur" +1 Schaden je Meter. Ist mal wieder typisch Warhammer. Da ist echt nix mit nix kompatibel.
Ich würde eine Mindeststurztiefe von 2 Metern einführen und die kategorisch von jedem Sturz abziehen.
Außerdem sollte man mit Akrobatik o.Ä. den Sturzschaden reduzieren dürfen, sprich sich abrollen.
 

JoeParmaggio

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In DnD kann sich ein epischer Char mehrmals vom Empire State Building werfen, und immer noch TP übrig haben. PnP simuliert halt nicht die Wirklichkeit
 

JoeParmaggio

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In DnD 3.5 gabs Betäubungsschaden für Gewaltmärsche, aber ein untrainierter Mensch (mit KO 11) könnte das ESB wohl häufiger am Tag erklimmen als ein Held sich runterstürzen könnte. Regeln für Treppensteigen habe ich bei DnD (noch) nicht gesehen.

Das einzige Szenario in dem ich Fallschaden beachten würde, wäre irgendein Regelwerk mit sehr sterblichen Figuren und einem Survival-Szenario. Ich kenne die Verbotenen Lande nicht, aber mir kommt das da so vor, als ob ein Sturz von einer Klippe das Spiel schon sehr beeinflussen könnte. In jedem anderen Szenario ist ein Sturz entweder potentiell super frustrierend, weil dein Char jetzt im Rollstuhl sitzt, oder einfach irrelevant, weil der nächstbeste Heiler die paar Schadenspunkte einfach heilen kann.

In FATE würde man einen Sturz wie einen Angriff durch einen Gegner auffassen. "Die Klippe" wäre dann der Gegner und würde den Spieler mit einem Angriff nach Gusto des SLs angreifen. Der Spieler würde dann vermutlich mit Athletik verteidigen, und dann ggf. Stress oder Konsequenzen erleiden. Die Konsequenzen könnten schon interessant sein, und müssten nicht invasiv das ganze Spiel durcheinander bringen.

Ein Sturz von einer kleinen Leiter, oder der ersten Treppenstufe wäre wohl eher ein Situationsaspekt, den ein Gegner erschafft, z.B. mit dem nächsten Angriff mehr Erfolg zu haben.
 
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DerVampyr

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In DnD kann sich ein epischer Char mehrmals vom Empire State Building werfen, und immer noch TP übrig haben.
Ist halt genau so, als wenn jemand der von einem 1000kg schweren Schwert getroffen wird noch eine zweite Runde nehmen würde. Beides in DnD ganz normal und Teil des Heldensettings. :)
 

hexe

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Dass man runterfallen kann ohne sich etwas zu tun oder vom Sofa aufstehen und sich den Fuß brechen schließt sich ja nicht aus. Die Fallschadenregelungen, die von anderen Systemen kenne kombinieren diese meist mit einer 'Reflex'-Probe, um den Schaden zu minimieren.

Wer dann Pech hat und den hohen Schaden würfelt, der kann sich vielleicht trotzdem noch abrollen?

Wenn man fällt, dann erleidet man 1W10 Schaden, mit +3 Schaden für jeden Meter, den man gefallen ist.

Eine einfache Hausregel wäre aus dem 1w10 mehr kleinere Würfel zu machen, um die Wahrscheinlichkeit nicht gleich zu verteilen. 2w4 zum Beispiel, dann ist die 'Mitte' mit 5 wahrscheinlicher als mit 'Mitte' mit 5,5 bei nur einem Würfel. Aber halt nur 8 maximal, aber es erscheint der Bonus ja eh zu hoch?
 
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