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Magie Shadowrun Erschaffung einer Tradition

qex

Bürgertum
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GRW S. 168 - 169
StrassenMagie S. 50

Schritt 2 Geister

Mich beschaeftigen seit langem einige Fragen bezueglich der Aufteilung von magischen Traditionen
in die 5 ZauberKategorien(Heilung, Illusion, Kampf, Manipulation, Wahrnehmung) und die Zuordnung der 10 GeisterTypen auf diese (Kategorien).


Mein Verstaendnis hiervon ist sehr abstrakt und intuitiv. Rein logisch habe ich das System aber noch nicht wirklich begriffen. Wie funktioniert es also konkret?

Abgesehn davon, dass es den Traditionen in puncto GeisterWelt und MetaEbenen einen evtl etwas nachvollziehbaren Rahmen gibt, scheint mir der Rest nicht ersichtlich.

Bedeutet es, dass Erwachte nur auf die ensprechenden GeisterTypen zurueckgreifen können fuer die jeweiligen Aufgaben, die mit den ZauberKategorien assoziert werden?

Beispiel:

Heilung - Pflanze

Pflanzengeister unterstützen ensprechende Vorhaben. Das Erscheinungbild oder die Ausdrucksform der Zaubersprueche dieser Kategorie werden von dieser Verbindung gepraegt.

Erwachte orientieren sich zudem an Krauterheilkunde, wenn sie sich intensiver mit der Aspekten der Heilung beschaeftigen.

Beeinflusst die Zusammensetzung der Fetische und Foki

--

falls dem so ist ..
Beschraenkt es in irgendeiner Weise die Wahl der Zaubersprüche der Erwachten, oder betrifft es nur den "Charakter" oder optionale Kraefte der zugeordneten Geister?

Beispiel:

Kampf - Feuer

(Aspekt: Transformation)

Kampfzauber:
Feuerball,Blitzstrahl,Manaball, etc

oder wie oben:

Besonders Kampfeslustige Feuergeister fuer ensprechende Dienste?

---

finde es etwas schwierig manche Tradition gescheit abzubilden oder zu akzeptieren ohne zu wissen was diese Zusammenhaenge wirklich bedeuten sollen oder worauf es hinauslaufen soll.


Was meint Ihr ?
 

Screw

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Ich finde deine Ansichten sehr stimmig, da es den Traditionen zusätzliche Tiefe verleiht und erwachte Charaktere positiv einschränkt.

Rein regeltechnisch, ist es aber nicht vorgeschrieben. Die Zuteilung besagt nur, welche 5 Geistertypen die Anhänger der Tradition überhaupt beschwören kann, und welche bei welcher Zauberkategorie die jeweiligen Geister den Magier unterstützen können (also aufrechterhalten, Entzug übernehmen, Zauberpool erweitern usw.)

Die Erscheinungsformen der Zauber und Geister hängen einzig und allein vom jeweiligen Magieanwender ab. Natürlich sind diese vom kulturellen Hintergrund und der Tradition geprägt, aber es handelt sich halt immer noch um ein Individuum. Je nach Tradition und deren Flexibilität der geltenden Regeln/Richtlinien/Ansichten, unterscheiden sich die Erscheinungsformen mehr oder weniger voneinander. Bei Hermetikern z.B. wird alles recht ähnlich aussehen, vor allem werden die Zauber und Geister eines Schülers sehr denen des Lehrers gleichen. Andere, mehr intuitive Traditionen werden dafür verhältnismäßig große Unterschiede aufweisen.

Ich finde die Idee, dass die zugeordneten Geistertypen die Erscheinung und Anwendung der entsprechenden Zauberkategorie beeinflussen sehr ansprechend, aber man sollte das immer mit der jeweiligen Gruppe und besonders mit den entsprechenden Spielern klären.

cul8r, Screw
 

qex

Bürgertum
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Bei Hermetikern z.B. wird alles recht ähnlich aussehen, vor allem werden die Zauber und Geister eines Schülers sehr denen des Lehrers gleichen. Andere, mehr intuitive Traditionen werden dafür verhältnismäßig große Unterschiede aufweisen.

guter Punkt.

nur um den Gedanken weiter zu spinnen:
wenn man auf der Suche nach einem stimmigen Zauberspruch oder ner Geistererscheinung ist
sollte man evtl das EntzugsAttribut zu Rate ziehen, da es die Expression und Artikulation der Anweder beeinflußt.


..


und Absprechen sowieso ..

die MagieTheorie der sechsten Welt ist wirklich Mannigfaltig
Die Idee dahinter und Mechanik ist n interessnter Ansatz
Traditionen "authentisch/sinnig" umzusetzten
 

Screw

Helfende Hand
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wenn man auf der Suche nach einem stimmigen Zauberspruch oder ner Geistererscheinung ist
sollte man evtl das EntzugsAttribut zu Rate ziehen, da es die Expression und Artikulation der Anweder beeinflußt.
Absolut.
Gerade das angewendete Attribut ist in meinen Augen maßgeblich ausschlaggebend. Leider gibt es keine reine Willenskraft-Traditionen mehr, wie in der 3. Edition. Rein regeltechnisch ist das logisch (Zwergen-Powergaming), aber rollenspielerisch ist es ein echter Verlust.
Für Leute, die das gerne wieder einführen würden (wie mich), hätte ich gerade eine Option: Entzugspool Wil+Wil*, wobei * bedeutet, dass der 2. Wil-Wert durch die entsprechende Fertigkeit limitiert wird (zB. Willenskraft 5, Spruchzauberei 3 -> Entzugspool: 8 [5 + 3, Wil + Wil limitiert durch Spruchzauberei]).
Reine Willenskraft-Tradition wäre z.B. die der Psioniker oder auch der Singer-Jünger (Walzer, Punks und schwarzes Ice - Österreich-Quellenbuch, sehr geringe Auflage).

cul8r, Screw
 

qex

Bürgertum
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Willenskraft + Magie(+InitiationsStuffe)

könnte auch interessant sein
grade fuer Psioniker(Gnome erst recht)

..

Die Erscheinungsformen der Zauber und Geister hängen einzig und allein vom jeweiligen Magieanwender ab. Natürlich sind diese vom kulturellen Hintergrund und der Tradition geprägt, aber es handelt sich halt immer noch um ein Individuum. Je nach Tradition und deren Flexibilität der geltenden Regeln/Richtlinien/Ansichten, unterscheiden sich die Erscheinungsformen mehr oder weniger voneinander.

Genau!

deswegen vermisse ich eine Art "Verfuegbarkeit" fuer Zaubersprüche als Orientierungshilfe. Diese müsste man eben auch ein wenig an der Tradition festmachen können. Im frei verfuegbaren Grimmoire findet sich vieleicht einiges an standartWissen fuer Schamanen und Hermetiker und somit auch fuer ChaosMagier und Konsorten (wie es um seltenere Traditionen bestellt ist lässt sich nur spekulieren). Aber selbst dann findet man in den freizugaenglichen Zeug keine MassenvernichtungsZaubersprüche zb. Oder patentierten illusionistenHumbug oder der ManipulationsKategorie aka der Spruch fuer Mode oder Schönheitschirurgie und sonstigen Quatsch wie zb den Spruch fuer Theurgen der Menschen in ZauberGlibber verwandelt.

Es gibt Arcana und die optionale Regel das EntzugsAttribut mit dem Skill zu verbinden. Bei der Char.Erstellung kann man ja auch bestimmte Hürden uebergehen

Aber die Quellen sprechen immer wieder davon, dass es geheime oder patentierte Zaubersrüche bzw Formeln fuer ebensolche gibt, die zum Teil so schwer zugaenglich sind, dass es persönliche mitunter gefaehrliche Quest's erfordert um da ran zu kommen. Richtg viel Asche soll bekanntlich auch helfen.



Natürlich laesst sich das Alles Individuell nach Absprache mit den Spielern lösen.
Aber ich faend es verdammt kool wenn dieses Modul ingesamt ein wenig ausgeklügelter waer.
Einfach der Atmosphaere un dem allgemeinem Verstaendnis von MagieTheorie in der 6. Welt wegen.

naja
wie schogsagt: die Grundzuege funktionieren un gfalln schoso relativgud
 
Zuletzt bearbeitet:

Screw

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Wil + Mag UND dann noch + Ini-Stufe ist viel zu hart, da kommt ja kein anderer mehr gegen an.

Und beim 1. Absatz deines Textes nach dem Zitat muss ich mich leider geschlagen geben, ich kann dir nicht folgen. Hast dich dazu hinreißen lassen, zu schnell zu tippen. ;)

cul8r, Screw
 

qex

Bürgertum
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Die Ini Stuffen koennte man ja weglassen
dann würden sich die Wogen glaetten

von der Idee her find ich diesen Pool interessant
alleine die Willenkskraft baendigt Magie quasi

oder so

Ich mein immerhin haette ein maechtiger elfischer Schamane potentiel
WIL 6 + CHA 8(12) Würfel fuer seinen Entzug zur Verfuegung .. !


hm ..

also oben ..

bezog sich der Kern des Absatzes auf Ingame Zeug
und die Schwierigkeit besondere Zaubersprueche fuer seltene oder spezielle Traditionen aufzutreiben.

Das Grimmoire wie es die Spieler zu sehen bekommen gibt es ja so nicht zu kaufen bei einem Taliskraemer
obwohl ich meine schon gelesen zu haben das es eben freizugaengliche Zaubersprueche geben soll
etweder OpenSource maäßig oder eben kommerziell erhaeltlich

aber meist müssen sich die Charaktere die Zaubersprueche selber designen mithilfe von Arcana
oder eben sonst wie an das krasse Zeug kommen


mal sehen bei Zeiten suche ich nach den Quellverweisen aus den Buechern die dieses Thema anschneiden.

muss jez aber erstmal los
 

Screw

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Das Problem ist recht einfach zu lösen, wenn man so möchte.
Die Zauber in den Büchern sind "Schablonen" und die Namen eigentlich bloße Behelfs-Grundbezeichnungen. Ein Betäubungspfeil kann zum Beispiel auch als "Morpheus Arme" oder "Valium" bekannt sein, da er ja geistigen Schaden macht, aber auch "Migräne", wenn eine nicht-regelrelevante Nebenerscheinung Kopfschmerzen sind.

Außerdem braucht man ja nicht immer eine Formel, ein Lehrer, der den gewünschten Spruch beherrscht, hilft auch.

cul8r, Screw
 

qex

Bürgertum
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Ja, so ist es.

Ein winziger Hinweis im GRW wuerde also auch genuegen.


Was die Zaubersprüche betrifft laeuft letztenendes doch alles auf Formeln hinaus.

Ein Magier der einen anderen unterrichtet muss es ja auch irgendwo gelernt haben oder eben selbst Autodidakt und Forscher sein.
Außerdem kosten solche Workshops meist noch Geld.

Bleibt die Möglichkeit der Geistlehrer, die gegebenfalls ihr Wissen teilen aber die dazugehörigen Geheimnise sicherlich gut hüten.
Sich so Zaubersprüeche anzueignen ist ein sehr mystischer Weg wie ich finde.Bestimmt nichts fuer Psioniker.
Die auch laut der seltsamen Beschreibung in Strassenmagie gerne mal Geisterbeschwörung außer acht lassen (können)



Aber danke fuer die Hinweise. Das System hinter der Erschaffung magischer Traditionen scheint mir nun bissl verstaendlicher..
 

Screw

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Nachtrag: Magie für die Entzugsprobe geht in meinen Augen gar nicht, da dadurch jede Magiesteigerung und jeder Kraftfokus auch den Entzugswiederstand steigert, was ALLEN anderen Traditionen gegenüber nicht fair ist. Außerdem macht es die Metamagische Technik der Zentrierung effektiv unnötig.

cul8r, Screw
 

Ancoron

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Ich habe zwar nur die Hälfte eurer Diskussion verstanden (was auch daran liegen kann, das ich quergelesen habe) aber laut Überschrift gehört meine Frage definitiv hier rein:

Seit einer Woche bastel ich mal wieder und studiere dafür meine Regelwerke, aber ich habe ein großes Problem mit den ganzen beschriebenen Traditionen; in meinen Augen ist das nämlich alles Mist!
Ein Magier kann Mana sammeln und in gewünschte Bahnen lenken oder umformen, weil er/sie einen bestimmten (nachgewiesenen) Genkomplex besitzt - und nicht, weil er in der Gegend rumtanzt, auf Latein brabbelt oder irgendwelche Konstrukte anbetet. Womit ich mich eher an Adepten-Wegen anfreunden kann, als mit den ganzen (in meinem Regelwerk aufgelisteten und beschriebenen) Traditionen.

Rein technisch gesehen müßte zum Wirken von Magie Blickkontakt und eine gute Vorstellungskraft a la Green Lantern völlig ausreichend sein.

Ist irgendwo eine solche Tradition beschrieben, oder muß ich jetzt eine eigene erfinden oder bleibt mir nur, einen Magier zu erschaffen, der rumhampelt und Lateinisch vor sich hin brabbelt?
 

Elric

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Naja, eine Tradition ist ja eher eine Gewohnheitssache.
Wenn ein Magier Christ ist, wird er (ganz instinktiv) versuchen seine Magie durch seinen Glauben (und daran angehängte Gewohnheiten) zu kanalisieren.
Und je mehr Magier Christen sind, umso eher bildet sich eine Tradition heraus, weil jeder beim anderen klaut.

Wie soll denn dein Magier orientiert sein? Welchen kulturellen Hintergrund hat er?
 

Screw

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Ja, stimmt. Mit der metagenetischen Disposition Magie wirken zu können ist es im Prinzip nur notwendig sich zu konzentrieren und dem Mana Form zu geben. Fertig. Aber diese Konzentration aufzubringen fällt einfach leichter, wenn man sich eine Art Mantra zurecht legen kann, eine Technik, wie man seine Gedanken fokussieren kann. Dazu gibt es die Traditionen. Kein Magier BRAUCHT Rumgehampel, Formelgebrabbel oder Symbolzeichnerei. Aber diese Rituale helfen einfach.

@Ancoron: Chaos-Magie ist das beste, was ich dir da anbieten kann. Zwar an die Hermetik angelehnt, sind Chaosmagier aber davon überzeugt, dass sie "die Realität hacken". Diesbezüglich bedienen sie sich aller möglichen und unmöglichen Symboliken und Rituale aus allen anderen Traditionen oder Mythologien usw., jeder halt das, was für ihn am Besten funktioniert. Und dann gibt es noch die sogenannten Psioniker (bzw. aus dem Österreich-Quellenbuch "Walzer, Punks und schwarzes Ice" die Singer-Jünger), die genau das tun, was du scheinbar willst. Die meditieren einfach ... ohne irgendwelchen Firlefanz.

cul8r, Screw
 

Ancoron

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Dann muß ich die zwei Traditionen wohl nochmal genauer durchlesen.... bei momentanem Zeitmangel, da ich wieder in Lohn und Brot stehe ;) Aber danke für den Tipp
 
S

Samsonium

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Jupp,
ich würde auch meinen, das der Psioniker wohl der traditionsfreiste Zauberwirker ist, obwohl er sich selbst kaum als Zauberer bezeichnen würde. Erwähnen wollte ich auch nur kurz, das der Psioniker keine Koki und Fetische verwenden kann, eben WEIL er nicht an solchen Hokus Pokus glaubt. Und an Geistern stehen ihm lediglich die sonenannten Konstrukte zu, die wohl die werte von Geistern des Menschen haben.
Für den Psioniker ist die ganze Hexerei aber kein Zauber oder Wunder, sondern eher Uri Geller'sche Parapsychologie. Doch natürlich kommt es auch hier wie immer darauf an, wie es sich der Char in seinem Köpfchen selbst zusammengereimt hat.

LG Sam
 

Ancoron

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Hab mir das Kapitel zum jetzigen Feierabend nochmal durch gelesen...bin aber immer noch nicht ganz glücklich mit den beschriebenen Traditionen. Denn wenn ich mir die Wege der Adepten durchlese, merke ich eigentlich, das denen absolut klar ist, das ihre Fähigkeit Mana zu verwenden, genetisch bedingt ist. Und die ganzen Wege haben den gleichen Grundtenor; nämlich das Adepten sich mittels Meditation und/oder Konzentration magisch puschen oder im Fall von Magieradepten dadurch auch Zauber wirken.
Was mich bei den beschriebenen Traditionen wirklich wurmt, ist die Tatsache (selbst bei Chaosmagie oder Psionikern), das die jedesmal voraussetzen, das es nur aufgrund von ihren Glaubensvorstellungen funktioniert.
Es müßte doch möglich und machbar sein, eine Tradition aus der Verbindung von autodidaktischen Magiern, Ki-Adepten und Magieradepten zu erschaffen.

Meine Grundgedanken dazu wären Folgende: Magier/Adept ist man aufgrund der Genetischen Vorraussetzungen und kann daher Mana sammeln, umwandeln und/oder fokussieren. Um das zu erreichen, reicht es, sich in die richtige Stimmung bzw. in den korrekten Konzentrationsgrad zu versetzen. Um Ritualzauber durchzuführen würde auch eine Skizze auf dem Boden reichen, wobei die verwendeten Symbole dem persönlichen Geschmack oder der momentanen Laune entsprechen. Zum Wirken von Magie ist nur direkter Sichtkontakt (für Zauber, wo das Vorraussetzung ist) nötig.

Das wäre so erstmal alles, was mir dazu einfällt; jetzt lass ich die hiesigen Meister eSeL damit in Gedanken spielen und ihr sagt mir am Ende, was ihr davon haltet bzw. darüber denkt (Hab drei Tage frei und demnach Zeit ;) )
 

Screw

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Nur weil die Traditionen im Buch so beschrieben sind, muss das nichts heißen ...
Wenn dein Magier das mit einem "wie's mir gerade geht" handhabt, stellt die "Tradition" nur ein Grundsatzkonstrukt dar. "Es funktioniert weil sie daran glauben" heißt nicht, dass es DADURCH funktioniert. Die Tradition sagt nur über das WIE aus, gibt also, wie ich schon erwähnt hatte, einen roten Faden für einen Konzentrationsfokus. Es gibt sicherlich genug Hermetiker, die sich reichlich lächerlich dabei vorkommen, Formeln herumzumurmeln und komische Symbole zu zeichnen ... aber da es dem Zweck dient, tun sie es.
Bau dir einfach einen Hermetiker, der nur das faktische an der Tradition sieht, aber den Firlefanz weglässt (wie die Squat im 40K-Universum ... während der Maschinenseher Litaneien herunterbetet und die Ventile mit heiligen Ölen salbt, nimmt der Squat einen übergroßen Schraubenschlüssel und donnert gezielt auf den klemmenden Hebel).

cul8r, Screw
 
S

Samsonium

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Kurz,
ich seh dein Problem nicht, Ancoron.Was du haben möchtest, muß nämlich nicht erst erschaffen werden. Das gibts schon. Nennt sich hermetischer Zauberer. Das sind genau die Leute, die deshalb auch am liebsten bei den Kons genommen werden, eben WEIL sie keine religiösen oder individuellen Magiemacken haben. Bei den Hermetikern läuft es so, wie du willst, Ancoron, nämlich rein wissenschaftlich.
Ich meine, dein Körper hat auch ein Potenzial, aber um es nutzbar zu machen, mußt du üben. Ganz egal, ob geistig oder körperlich. Da brauchst du keinen Schutzpatron.
Wenn du aber eine Art totem suchst, das dir ausschließlich irgendwelche Vorteile bringt, ohne etwas dafür zu verlangen, dann ist das Thema verfehlt und es geht nur um eine belanglose Powergamertrickserei. ;)

LG Sam
 

Ancoron

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"und es geht nur um eine belanglose Powergamertrickserei. ;)" ....bei mir relativ unwahrscheinlich, da ich immernoch, wie seit Jahren nur Theoretiker ohne Gruppe bin, und es mir eher ums schreiben und erschaffen, denn ums spielen geht. Meine bisher größte Shadowrun-Schöpfung wurde von mir nie als Spieler-Char verwendet, sondern nur von Screw als NSC ausgeliehen... (ach ja, ich hätte doch gern ein Feedback von dir, wie der Irre in deiner Gruppe ankam).

Also lese ich jetzt noch mal den Part Hermetischer Magier durch und schlaf ne Runde drüber - bis morgen fällt mir dann sicher ein, warum das ein guter oder schlechter Gedankengang ist.
Eine Sache noch, die mich auch etwas wurmt/irritiert/stört: Toxische Geister....
Is klar, das ein geisteskranker Magier irre Geister beschwört; wenn Mana-Manifestationen teilweise Ausdruck des Beschwörers sind, ist es klar, das kaputte Seelen kranke Geister oder Elementare fabrizieren. ABER, toxische Geister sind ja nicht alle schlecht/böse/oder verdreht..... Sowohl Säure als auch Kernenergie ist eine natürlich vorkommende Substanz/Sache... siehe Magensäure, Ameisensäure, etc. bzw. Kernspaltung bzw. Fusion in der Sonne....

Müste dann nicht eigentlich ein geistig gefestigter Magier sehr wohl einen Säure-Elementar beschwören können? Schließlich gibt es auch eine ganze Palette von Säure-Angriffs-Zauber....!?!
 
S

Samsonium

Gast
Erinnerst du dich vielleicht an den Film "Das fünfte Element", Ancoron ? Dort findest du meiner Meinung nach, eine sehr gute Erklärung für deine Geisterfrage. Wind bläst, Wasser fließt, Feuer brennt usw.. So ist es auch mit den Verkörperungen dieser Elemente, den Geistern eben. Feuer BRENNT ! Das ist sein verdammter Lebensinhalt, der einzige Grund seiner Existenz, auch wenn irgendein klugscheißender Magier der Meinung sein sollte, das des Geistes einziger Zweck das Dienen seines Beschwörers sein sollte.
FALSCH !
An diesem Irrglauben sind schon etliche Beschwörer verreckt. Im SR-Roman Wiener Blei ist ein sehr schönes Beispiel für so einen Feuerelementar. Raya Hanabi. Sie repräsentiert sehr gut, was so ein Feuergeist im Stande ist anzustellen, besonders dann, wenn er schlau und mächtig ist. Und sogar dann, wenn er eigentlich von seinem Beschwörer, dem alten Donner, eigentlich sehr gut behandelt worden ist. Für einen Elementar ist eine gute Behandlung vielleicht etwas ganz anderes, als das, was der Magier dafür hält. Raya Hanabi zeigte hier auch ganz deutlich, das sie, all ihrer pseudozivilisierten Konzern- und Politikverbindungen und der Kreise, in denen sie sich dadurch bewegte, letztlich nur EIN Ziel hatte.
VERBRENNEN !
Und nun nehmen wir also so einen Feuerelementar, machen ihn toxisch und digitieren ihn zu einem Nuklear. Dieses Ding verbrennt nicht nur alles, so das sich die Natur hinterher anständig erholen könnte, siehe Buschfeuer, sondern verstrahlt noch zusätzlich alles, damit es auch kaputt bleibt. Mutti Natur hat sich schon etwas dabei gedacht, die Nukleare in einer angemessenen Entfernung zur Erde zu beheimaten, einer ausgewachsenen Astronomischen Einheit nämlich. So siehts aus.
DU, der normale Mensch, egal ob Zauberer oder nicht, will 150 Millionen Kilometer von sowas weg sein. Und zwar IMMER !
Ebenso willst du nicht in der lebensfeindlichen Atmosphäre eines toxischen Luftelementars sein. Nicht in der relativ harmlosen, wie der des Mars, noch in sowas fiesem, wie der Atmosphäre eines Gasriesen.
Der kalte, tote Stein ist auch nicht besser. Er ignoriert dich mit einer Kälte, die einem einsamen Asteroiden gleichkommt. Du verhungerst, wenn du nicht das Glück hast dort zu stehen, wo er einschlägt. Das ist dann noch ein schneller Tod.
Über den zersetzenden Einfluß der Säure eines toxischen Wasserelementars müssen wir dann auch nicht weiter reden, denk ich. Und ja, ich weiß natürlich, das man auch in ganz gewöhnlichem Wasser ersaufen kann und dafür nicht extra Gift oder Säure braucht. Doch Wasser frißt dir nicht gleich das Fleisch von den Knochen und die dann hinterher auch noch, bloß weil du mal badest.

Deshalb sind die Schamanen in der Regel die besseren Beschwörer. Sie denken ganzheitlicher und in viel natürlicheren Bahnen. Vielleicht machen sie deshalb einen Bogen um die Feuergeister, auf die viele andere Traditionen so stehen.
Auch sollte man nicht vergessen, das das, was man im Physischen tut, sich durchaus ebenso im Astralen niederschlägt. Unten wie oben, heißt es. Das heißt, wer mit Blutmagie herumspielt, der macht halt Dämonen oder soles Viehzeugs auf sich aufmerksam. Und wer sich mit dem verbrennen oder dem säurezerfressen von Menschen beschäftigt, na der lockt eben die Kreaturen an, die auf sowas stehen.
Ich erinnere mich da an einen Sonnenschamanen, dem sowas mal in einem AB von mir passiert ist. Der fing auch ganz normal an, hatte aber einen Hang zur Verbrennerei. Und selbstredend hatte er nicht nur einen Feuerstrahl, sondern auch einen Laserfinger. Tolle Wurst. Irgendwann beschwor er sich dann einen Feuergeist zum binden, der sich ihm als Ray vorstellte und ihn auch nach Kräften unterstützte.
Der Geist hatte nicht gelogen, er hieß wirklich Ray, das war sein wahrer Name. Allerdings nicht sein vollständiger. Sein voller Name war Gamma Ray Burst, aber als der Sonnenschamane DAS herausfand, war er schon viel zu weit auf dem verdorbenen Pfad gewandelt, den ihm Ray eingeredet hatte.
Dies ist ein gutes Beispiel, das die Beeinflussung nicht nur in einer Richtung funktioniert und Geister oft sogar noch verschlagener sind, als ihre ach so schlauen Beschwörerköpfe.
Am bekanntesten unter diesen hinterlistigen Geistern dürften wohl die Djinns sein, aber es sind weiß Gott nicht nur Flaschengeister, die Menschen verarschen und das vielleicht auch noch gerne, wenn sie mal auf den Geschmack kommen.

Das soll erstmal genug dazu sein, vielleicht hilft es dir ja bei deinen Gedankengängen.

LG Sam
 
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