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CON Dreieich Con 2017 - Die RPG-Foren haben einen eigenen Stand!

Dieses Thema im Forum "Wie war es auf ..." wurde erstellt von Luzifer, 17 November 2017.

  1. Marc Aurel

    Marc Aurel Legat Warehouse 23 Kickstarter & Co.

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    Heute ging's dann weiter mit Rollenspiel für mich, nachdem @Rhizom und ich uns gestern abend beim Feierabendbier darauf verständigt hatten, dass er mir spontan noch einen Charakter vorbereitet...danke Dir dafür, mein Lieber (auch wenn der eigens für mich erstellte Ork dann doch jemand Anderen viel mehr fasziniert hat :D).
    Zuvor bin ich jedoch bei meiner "kurzen" Runde durch die Halle um 10:30 Uhr noch bei ein paar Tabletop-Spielern kleben geblieben und hätte vor lauter Fachsimpeln die 12:00-Uhr-Runde von Shadow of the Demon Lord verpasst :eek:
    Um 11:55 Uhr konnte ich mich dann doch losreißen und war pünktlich zum Beginn meiner zweiten Rollenspielrunde überhaupt anwesend. Den vollmundigen Ankündigungen, dass die Charakterentwicklung interessant würde, ließ der Spielleiter @Rhizom auch Taten folgen...und was für welche!
    Ich habe selten so viel gelacht, wie heute nachmittag, denn allein die Erschaffung der Charaktere mit all ihren Eigenschaften und Macken war einfach für alle sehr unterhaltsam. Wir bekamen bereits Klassen vorgefertigt und levelten bereits dreimal auf, während wir die verschiedenen Fähigkeiten und Attacken geduldig erklärt bekamen.
    So fanden sich ein Zwergen-Runenpriester, eine Menschen-Hexe, ein kampferprobter Metall-Uhrwerkmann, ein stumpfer Kampfork, ein Goblindieb und ein Katzenassassine zusammen, welche teilweise derartig absurd komische Eigenarten hatten, dass wir eher einer Hau-drauf-Zirkustruppe als einer Abenteurergruppe ähnelten :D

    Die zwei Stunden Charakterentwicklung vergingen wie im Flug und waren toller Bestandteil des Spiels! Das eigentlich düstere Abenteuer wurde durch unsere sehr humorvolle Runde äußerst unterhaltsam und endete in einem wunderbaren Endkampf gegen den bösen Magier und seinen frisch beschworenen Dämonen. Als @Rhizom nochmal kurz eine Raucherpause einlegte, erörterten wir den verwegenen Plan, wie wir die Stärken der Gruppe optimal ausnutzen könnten. So wurde der Katzengestaltwandler kurzerhand vom mächtigen Ork zum Wurfgeschoss umfunktioniert und vollführte ein geschicktes Verwandlungsmaneuver in der Luft, zog die geschwungenen Dolche und riss den überraschten Magier nieder, welcher unverzüglich vom Goblindieb ausgeschaltet wurde. Während dessen machten sich unserer beiden Kolosse am Dämon zu schaffen und die Stadt war gerettet (das dauerte jedoch schon ein wenig länger, als es hier den Anschein erweckt) :)

    Vielen Dank nochmal an @Rhizom für dieses unglaublich tolle Abenteuer bzw. die Vorbereitung und Vorstellung des Spiels!

    Das war meine erste aber sicher nicht letzte DreieichCon und ich habe das Wochenende mit den tollen Leuten hier einfach sehr genossen. Und jetzt gibt's erstmal was zu essen nach der ganzen Aufregung...
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 November 2017
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  2. Sameafnir

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    So, und hier noch eine kleine Nachlese vom heutigen Sonntag, der Vortrag von @Amel zum Thema "Abenteuer gestalten" wurde aufmerksam verfolgt und die abschliessende Runde von @Rhizom "Shadows of the Demon Lord" fand auch großen Anklang (wie @Marc Aurel ja auch schon berichtete)!. :)

    Damit schliesse ich mal aus meiner Sicht die Bericht- und Impressionserstattung. Es war ein tolles Erlebnis vor allem Dank aller Mitwirkenden! Aber auch den Organisatoren der Dreieichcon sowie Petersen Games und System Matters unser Dank, die uns direkt oder indirekt unterstützt haben! Wir sind sicher nächstes Jahr wieder dabei! Wär toll, wenn der ein oder andre von EUCH auch kommen würde!

    PS: @Luzifer wird sich wie angekündigt nach seiner wohlverdienten Erholungsphase hier auch noch zu Wort melden!
     

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  3. Luzifer

    Luzifer Legat Warehouse 23 Kickstarter & Co. Rezensionsredaktion

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    Ich darf mal nach einem Tag Durchschnaufen auch meinen Senf zum Samstag abgeben, unter Hinweis auf meinen ersten Post.

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    Früh kam ich an auf der Con an. Dachte ich zumindest. Dank meiner Eigenschaft als "Spielleiter" hatte ich eine Eintrittskarte vorab zugeschickte bekommen. Darauf war vermerkt, dass ich die "priorisierte rechte Kasse" benutzen dürfe. Zu dieser Uhrzeit waren aber neben regulären Con Besuchern auch viele andere Spielleiter angereist, die ALLE die rechte priorisierte Kasse benutzen wollten. Also standen wir gemeinsam in einer Schlange.

    Schnell schnappte ich mir eine Con-Tasse für 10 Euro, bevor auch die ausverkauft wäre. Ein Mann in klassischem Metal-Look offerierte sie mir stimmgewaltig und suggerierte, sie könnte zeitnah ausverkauft sein. Das war zum Glück nicht so. Aber es hatte seine Wirkung nicht verfehlt ;)

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    Dann stellte ich mich in die weitere Schlange der Spielleiter an, um meinen Tisch zugeteilt zu bekommen und auch alle anderen administrativen Angelegenheiten abzuarbeiten. Das klappte wunderbar mit der Zuordnung und das freundliche Team der Con wusste auch schon mal mit meinem Namen, dem Spiel und auch den RPG-Foren etwas anzufangen. Schwieriger wurde es dagegen die Aushängeliste für die erste Spielrunde „Cthulhu Wars“ um 11 Uhr zu erreichen. Heerscharen an spielwütigen Jüngern, angereist von Nah und fern, drängten sich vor einer Wand weißer DIN A4 Zettel, auf welchen man sich für allerlei Spielrunden eintragen könnte. Im Konjunktiv deswegen, weil man wirklich schwer durch kommt. Und an einer Liste dran zu sein, bedeutet noch lange nicht, auch einen Stift zu ergattern, um sich auch eintragen zu können. Ich hatte es schließlich geschafft. Ich stand vor der Liste für „meine“ Spielrunde. Sogleich folgte der erste richtig große Schock!

    Um das zu erklären, hole ich kurz aus: Cthulhu Wars ist von der Thematik bestimmt vielen Besuchern einer Rollenspiel Convention bekannt. Durch das Rollenspiel „Call of Cthulhu“ bzw. der deutschen Adaption „Cthulhu“ in seiner mittlerweile siebten Edition und den Mythos, welchen H.P. Lovecraft und die schreibenden Zunft zu verantworten hat, sind Große Alte und kosmische Monster aus dem All ein Thema, das durchaus bekannt sein dürfte. Wie gesagt, insbesondere in diesem Kreise. Nun besuchen eine Rollenspiel Convention aber auch hauptsächlich Rollenspieler. Ganz natürlich. Wie viele dieser Rollenspieler, spielen denn zwischendurch auch gerne mal Brettspiele? Und wie viele davon mögen strategische Spiele mit riesigen Plastikfiguren?
    Ich konnte nicht einschätzen, mit wie vielen Personen ich schließlich am Tisch Platz nehmen dürfte. Aus Mangel an Erfahrung habe ich die mögliche Anzahl an Teilnehmern auch bei der Voranmeldung vermerkt: 2 – 8 Spieler.
    Und als ich schließlich um 10:40 Uhr auf den Zettel starrte, sah ich tatsächlich bereits 8 Eintragungen! Ich war stolz und paralysiert zugleich. Zumal es wie gesagt schon 20 Minuten vor 11 Uhr war, ich meinen Tisch zwar schon bestätigt bekam, ich ihn aber noch lange nicht gefunden hatte. Und zudem war das gesamte Material noch in meinem Auto auf dem Kurzzeitparkplatz und somit noch lange nicht aufgebaut!
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    Eins nach dem anderen. Erst mal mit @Sameafnir, @Amel und @Marc Aurel getroffen. So viel Zeit muss sein. Ich bekam ein T-Shirt gesponsort und auch noch ein kleines Goodie von den Verantwortlichen des Forums, um den Tag gut zu überstehen. Alte Weisheit: Ohne Mampf, kein Kampf!
    Und es war eine Kampf nach dem richtigen Raum (C5 im hinteren Pavillion) auch noch den richtigen Tisch zu finden. Klappte auch. Dort wartete bereits voller Vorfreude die erste Spielrunde. Drei starke Jungs halfen mir auch gleich die Pakete aus dem Auto zu wuchten und schließlich das Spiel aufzubauen.

    Im Vorfeld hatte ich vom Ulisses Spiele Verlag die deutschen Regeln zugeschickt bekommen. Das versetzte mich in die Lage die sprachbedingten Spielinhalte auf Deutsch zu trimmen und so den Con-Teilnehmern auch deutsche Regeln zu offerieren. Dank eines Bastelabends mit meinen ersten Versuchen „Foamcore“ zu bearbeiten, wurde dieses Spielhilfe auch praktische Realität. Das wurde auch dankend angenommen. Wobei einige Spieler selbst auf englische Spielteile zurückgriffen, bei der Auswahl. Es ist halt schön überhaupt die Wahl erst zu ermöglichen.

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    Und dann begann es. Eine epische Schlacht zwischen gleich acht Fraktionen und ihren Großen Alten um das Schicksal dieser Welt. Die Regelerklärung dauerte in dieser Geräuschkulisse und bei acht Persönlichkeiten etwas länger als gewohnt. Es handelte sich durchgehend um Einsteiger in die Welt von Cthulhu Wars. So waren alle auf dem gleichen Stand. Und auch die Spielrunden zogen sich aufgrund vermehrter Nachfragen und der brutalen Rundengröße in die Länge. Ich hatte mit ca. 2 Stunden geplant. Damals ging ich aber auch noch nicht von so einem überragenden Anklang aus und hatte in meiner Vorstellung lediglich mit ein bis drei Interessierten geplant (Es kam auch schon die Überlegung auf, dass ich mit @Marc Aurel alleine da sitze und wir nur für uns spielen :D Pustekuchen). Das weiß ich jetzt besser. Ziel des ganzen war natürlich die Vorstellung des Spiels und möglichst vieler Elemente. Dieses Ziel konnte in jeder Runde des Tages erreicht werden. Schließlich hatte jede Spielerin und jeder Spieler die Möglichkeit alle der aktuellen erhältlichen acht Fraktionen in Aktion zu sehen.
    Es blieb jedoch nicht die Zeit auch alle Spielrunden komplett zu beenden. Die meisten mussten wir früher abbrechen, da die nächsten Spieler bereits warteten. Und es warteten IMMER acht Personen. Jede Spielrunde war mit der maximalen Spieleranzahl voll besetzt. Das Interesse an dem Spiel war so hoch, dass ich selbst davon überrascht war. Großartig.

    Das freute natürlich auch Fabian. Er vertritt in Persona Petersen Games Deutschland und hat eine ganz eigene Verbindung zu der Dreieich Convention und auch zum Ort Dreieich selbst. Wer an dieser Stelle endlich wissen will, wieso eigentlich „Dreieich“ als wichtiger Ort auf der Spielkarte von Cthulhu Wars zu finden ist, den kann ich auf mein Interview mit Sandy Petersen verweisen, wo ich genau diese Frage stellte und auch eine Antwort bekam.
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    Fabian konnte einige aktuelle Themen rund um das Spiel erklären und verteilte auch Promo Material, wie z.B. den „Astralen Akolythen“. Zu kaufen gab es das Spiel leider nicht vor Ort, jedoch dürfte in absehbarer Zeit in Zusammenarbeit Ulisses Spiele diese Lücke gefüllt werden. Und auch alte Erweiterungen wie zusätzliche Große Alte und Karten werden in den Verkauf gelangen. Es ist ein großes Spiel, mit vielen Erweiterungen, was es nicht gerade leichter macht.
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    Der Nachteil des großen Andrangs auf die Spielrunden lag für mich persönlich lediglich darin, dass ich wenig Zeit hatte, mich mal bei anderen Runden und in der großen Halle umzusehen. Ich konnte somit weder @Marc Aurel bei seinen Brettspielrunden über die Schulter schauen, noch das Dungeon von @Rhizom ausgiebig bestaunen (und es sah wirklich toll aus). Ein wenig Zeit konnte ich mir jedoch abzwacken, um mit @Sameafnir zu schnacken. Und um wenigsten einmal alles gesehen zu haben und mit Ulisses ins Gespräch zu kommen, vertrat mich @Marc Aurel auch mal gebührend in der Spielrunde.

    Den Abend beschlossen wir mit einem finalen Akt, für den ich (zugegebenermaßen) zwei Plätze blockiert hatte. Nämlich für @Marc Aurel und für mich. Diese Runde sollte auch bis zum Ende ausgefochten werden. Und das wurde sie auch. @Marc Aurel schnappte sich das „Gelbe Zeichen“ und ich nahm mir passender Weise „Schläfer“ als Fraktion. Denn insgesamt hatte ich bis zum Ende des Tages 12 Stunden (bis auf wenige Pausen) DURCHGESPIELT bzw. durchgehend gecoacht. Schlaf war nach dem Aufräumen eine wohlige Abwechslung.

    Zuvor gab es jedoch eine sehr heitere Runde, bei der es aber auch zur Sache ging. Während jede Fraktion sich selbst ein wenig finden musste. Gingen @Marc Aurel und ich als erfahrene Recken ans Wert und bauten uns eine gute Machtbasis. Ich durfte mir an dieser Stelle (zu Recht) von einer freundlichen Spielerin das Credo von Pegasus anhören, dass „Erklärbären“ normalerweise das jeweilige Spiel nicht gewinnen sollten. Na gut, ich bin ja auch nicht von einem Verlag aus dort gewesen. Nach diesem Argument und einem sehr gut platzieren Hinweis von @Marc Aurel war es mit der Dominanz des „Schläfers“ auf der Karte auch sehr schnell vorbei. Mehrere Spieler hatten sich gegen mich verbündet und ich verlor Zone um Zone und Einheit um Einheit. Straßenregeln, wie man sie sich bei Cthulhu Wars wünscht. Trotz allen Widerstandes hatte ich noch zwei Asse im Ärmel und konnte nach insgesamt 3 Stunden, die wiederum rasch vergingen, das Spiel beenden.

    Was soll ich sagen, ich träumte auch nachts noch von den quietschbunten Farben auf dem Spielfeld.


    Was nehme ich an Erfahrung mit?

    Cthulhu Wars hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Ich konnte keine einheitliche Festlegung auf einen besonderen Spielertyp feststellen (von männlich / weiblich über jünger / erfahrener, von „normal aussehend“ bis „nerdig“ war alles dabei, was einfach toll war). Es gab viele interessante Gespräche und ebenso viele heitere Momente. Mit acht Personen ist das eh schon gigantische Spiel noch gigantischer. Es dauert länger. Das riesige Spielfeld wird von der Legion an großen Figuren bevölkert und wirkt mit acht Fraktionen einfach noch zu klein. Es muss einfach die 1,2 x 3 m Karte her! ;) Cthulhu Wars hält fit, denn man kann nur selten sitzen bleiben, wenn man Einheiten verschiebt. Vielleicht sollte man über einen Croupier-Stab wie beim Roulett nachdenken ;)

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    Es war mir eine wahre Freude an diesem Tag mit den Leuten aus dem Forum, den Spielern, mit Ulisses und mit Fabian von Petersen Games über 12 Stunden pures Cthulhu Wars erfahren zu haben. Nächstes Jahr gerne wieder!


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    Zuletzt bearbeitet: 20 November 2017
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  4. Rhizom

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    Ich musste heute zwar gleich wieder ziemlich viel arbeiten und bin totmüde, aber zumindest einen Anfang über das, was ich so zu berichten habe, möchte ich noch machen: Ganz wichtig war für mich persönlich ja das D&D5-Abenteuer "Die Suche nach der roten Höhlenmorchel", das ich am Samstagabend geleitet habe, weil das meine persönliche Premiere mit Dungeon-Terrain war.

    Mit dem Spiel wollte ich mir selbst und anderen beweisen, dass das Spielen mit Terrain nicht notwendig heißt, dass das Rollenspiel verloren geht und das Ganze zu einem Brettspiel wird. (Nichts gegen Brettspiele, meine brettspielenden Freunde ;) )

    Darüber hinaus wollte ich auch für mich selbst herausfinden, ob ich das Dungeon überhaupt schnell genug live aufbauen kann, ohne es schon mit Fog of War (a.k.a. einem schwarzen Laken, das man über den noch nicht aufgedeckten Teil des Dungeons legt) ganz voraufgebaut zu haben, weil das ja auch doof ist, weil die Spielerinnen da schon die Größe und die ungefähren Umrisse des Dungeons kennen. Am besten wäre gewesen, die Räume auf einem Nebentisch auf kleinen Platten vorgebaut zu haben und sie dann einfach auf den Tisch rüberzutransportieren, aber so viel Platz war leider nicht. Und geheimhalten hätte ich die Platten auf einem Nebentisch sowieso nicht können. Ich bin also ziemlich ins kalte Wasser gesprungen und habe alles live gebaut.

    Und das hat erstaunlich gut geklappt. Während des Aufbaus habe ich über die Lichtverhältnisse, Geräusche und Gerüche geredet, hin und wieder auf etwas Besonderes an dem Dungeon-Tile gedeutet, das ich gerade angelegt habe (Bassins mit schlammigem Wasser -- bezogen auf die Tropfgeräusche; ebenso die Stalagtiten und Stalagmiten; glitzernde Stellen, die auf irgendein Metallerz hindeuten, das man dort vielleicht gewinnen könnte; Hinweise auf Sporen und modrige Stellen -- bezogen auf die Gerüche, und so fort) und im Übrigen waren die Spielerinnen sowieso von jedem neuen Teil, das ich hinlegte, so begeistert, dass die Aufbauzeit überhaupt nicht störte, sondern eigentlich ganz gut dafür war, dass das Staunen (und Fotografieren... oh Mann! Haben die viele Fotos gemacht :)) nicht zu kurz kam.

    Dann aber haben wir in dem Dungeon ein Abenteuer gespielt, das manchmal lustig war, manchmal aufregend, und den Spielerinnen auch ein bisschen Gehirnschmalz abverlangte. Es ging um die Suche einer roten Höhlenmorchel, dem einzigen bekannten Heilmittel für die schwere Krankheit der Geliebten der Bürgermeisterin. Die Spieler begaben sich also in die alten Höhlen. Das erste, was ihnen auffiel, war ein kleines Loch in einer Wand, und als sie mit der Fackel hineinleuchteten, sahen sie glänzendes Silber. Der Dieb konnte es nicht lassen, zwängte sich durch das Loch, um das Silber zusammenzuraffen und wurde gleich von vier Riesen-Hundertfüßlern angegriffen, von denen er zwar einen gleich tötete, einem anderen aber gelang es, ihn zu vergiften und zu lähmen.

    Wären die anderen nicht gewesen, hätten den Rest vernichtet und den Dieb herausgetragen, hätte es übel für ihn ausgesehen. Nach ein paar Stunden Rast (gleich nach dem ersten Raum. Hehe) gingen sie dann weiter und kamen in ein verzweigtes Geflecht von Gängen. Sie entdeckten eine Abkürzung und zwängten sich wieder durch ein Loch. Auf der anderen Seite angekommen unterhielten sie sich laut und störten wohl die Ruhe eines Trolls, der angerannt kam, und mit einem Prankenschlag erstmal die Klerikerin tot schlug (naja, nicht ganz tot. Sie war aber bei 0 TP und ohnmächtig.)

    Absurder Weise trollte sich der Troll daraufhin wieder in die Richtung, aus der er kam. Ein Troll? Das konnte ich nicht ernstmeinen. Da waren sich alle Spielerinnen einig. Schließlich waren sie ja alle Stufe 1. Der ist doch viel zu mächtig! Nach einigem Überlegen kamen sie darauf, dass es ja wohl auch einen anderen Weg geben musste, an die Morchel zu kommen, als diesen Troll zu besiegen. Sie erforschten also andere Teile der Höhlen und fanden bald einen Blutfleck samt blutigen Schleifspuren, die in einen weiteren Insektenbau führte.

    In diesem trieben Riesenkäfer ihr Umwesen, die sich über die Leiche eines Abenteurers hermachten, der vorher auf der Suche nach der Morchel gewesen war. Da die Spielerinnen dieses Mal aber vorsichtiger waren und die Käfer außerdem zurückhaltender als die Hundertfüßler, konnten sie die Leiche vorsichtig herausziehen und entdeckten an ihr und in einer Truhe, die sie dabei hatte, einige Hinweise und Aufzeichnungen. Offensichtlich hatten Kobolde den Troll irgendwie mit einem (anderen) Pilz irgendwie so halb gezähmt und davon abgehalten, sie zu verspeisen.

    Die Charaktere suchten also die Kobolde auf, was gar nicht so leicht war, denn ihre Höhlen waren hinter einer Geheimtür versteckt (eine drehbare Steinwand, die vor dem Drehen genauso aussieht wie eine normale Höhlenwand) und durch eine fiese Falle geschützt. Bei den Kobolden angekommen, boten diese sofort Verhandlungen an, aber die Charaktere wollten lieber kämpfen. Einige tote Kobolde später verbesserte der Koboldboss die Bedingungen des Handels und die Gruppe ging darauf ein, Sie heilte sogar die zu Boden geschlagenen im Sterben liegenden Kobolde. Ich bin stolz auf meine Helden!

    Sie bekamen daraufhin das Besänftigungsmittel und machten einen Plan, wie einer der Charaktere den Troll weglocken würde, während ein anderer durch ein Loch in der Wand an ihm vorbei schleichen würde, um die Höhlenmorchel zu finden. (Achso: die Gruppe hatte vorher herausgefunden, dass die Höhlenmorchel wirklich beim Troll zu finden ist.) Der Plan wurde hervorragend dadurch unterstützt, dass die Spielerinnen in 3D ihre Laufwege, Kriechwege und Schleichwege aufzeigen konnten. Dadurch bekam das ganze wirklich Hand und Fuß und man konnte schlechte Ideen anhand von Entfernungen (der Troll hört Dich da doch bestimmt!) oder Sichtlinien (da sieht er Dich!) deutlich von guten unterscheiden.
    Letztendlich klappte das Ganze und die Helden gingen siegreich aus der Höhle und konnten das leben der Geliebten der Bürgermeisterin retten. Ein großer Triumph!

    (Obwohl das Abenteuer auch spielbar gewesen wäre, ohne irgendwen zu töten, das hätte ich noch beeindruckender gefunden, aber dafür waren die Helden zu blutrünstig :-S ) Aber das beste: das ganze Abenteuer hat exakt die vier Stunden gedauert, die ich angesetzt hatte. Ich glaube, so gut ist noch nie einer meiner Pläne aufgegangen. Alle Spielerinnen waren danach zufrieden mit dem Abenteuer, glücklich mit ihrer Leistung, und begeistert von dem Terrain. Alle meinten, es habe wirklich sehr gut geklappt, dieses Terrain auch sinnvoll einzusetzen, so das ein atmosphärisches Abenteuer entstanden ist und nicht "nur" ein Taktikspiel.
    Ich bin also alles in allem sehr zufrieden und werde das wieder machen.
    Alles weitere von der Con dann demnächst...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20 November 2017
  5. Tufir

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    Oh Gott - das kann ich so ganz ohne Absätze nicht lesen - da verweigere ich mich. :(
     
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  6. Thevita

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    du bist Admin, mach die Absätze doch selbst... :p Auf dem Handy hat das gar nicht gestört, aber du hast recht, auf dem PC ist es ein massiver Block. Trotzdem lohnt sich das Lesen ;)
     
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  7. Sameafnir

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    Ich hab mir mal die Admin-Freiheit genommen und Absätze gesetzt. :) Und dabei den höchst amüsanten Text gelesen!
     
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    Perfekte Absatzsetzung, @Sameafnir, danke Dir :)
     
  9. Sameafnir

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    Sehr gerne! Als ich den Text so las ... hätte ich auch Lust gehabt bei dir mitzuspielen, aber konnte mich ja nun nicht verteilen ... das nächste Mal ... oder wenn du mal wieder hier bist, also m Rhein-Main-Gebiet ... Großraum ... oder so ... ;-) @Marc Aurel hat sicher auch Lust auf ... hehe
     
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  10. Marc Aurel

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    Wie schon gesagt, war ich schon ein wenig traurig, dass ich bei Deinem D&D-Abenteuer samt Höhlen-Terrain nicht mitmachen konnte. Das hat wirklich wie ein guter Kompromiss aus RPG und Brettspiel/ Tabletop gewirkt. Und Deine Art als Spielleiter finde ich einfach klasse! Ich habe ja bei Deinen Runden mindestens kurz vorbeigeschaut und festgestellt, dass Deine Spieler sehr viel Spaß hatten :)
     
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  11. Sadric

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    Wir hatten das Vergnügen mit den Dungeon tiles von Rhizom zu spielen.
    Bin mir nicht sicher ob das mit den Bilder klappt. :)
     
  12. Sadric

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    Wir (Vater und Tochter) hatten das Vergnügen mit den Dungeon Tiles von Rhizom spielen zu dürfen.
    Schönes Abenteuer, gute Spieler, trotz Miniaturen schönes Rollenspiel.

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    Wir mögen Terrain und Miniaturen!
     
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  13. SoulReaper

    SoulReaper Legat Pen & Paper Rollenspiele Spielleiter Schnupperrunden

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    Das klingt alles sehr toll und ich ärgere mich, dass ich keine Zeit hatte, auch da zu sein! Vielen Dank für die ausführlichen Berichte und die vielen Bilder, es war unglaublich unterhaltsam das alles mitzulesen. :)
     
  14. Luzifer

    Luzifer Legat Warehouse 23 Kickstarter & Co. Rezensionsredaktion

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    Nach der Con ist vor der Con. 2018 ist schon so gut wie da :D
     
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  15. Rhizom

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    Hey @Sadric , tolle Bilder, vielen Dank! Und schön, dass es Euch gefallen hat! Ach: Und herzlich wilkommen hier im Forum!!!
     
  16. Rhizom

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    Sooo, obwohl ich immer noch totmüde bin, will ich dann noch mal von meiner zweiten Runde erzählen... Die fing am Sonntag um 12 Uhr an. Ich und 6 (!) Spielerinnen und Shadow of the Demon Lord. 6, weil die Runde mit fünf ganz schnell voll war, aber auch @Marc Aurel noch mitspielen wollte und mich das sehr gefreut hat und ich deshalb einfach einen Charakter mehr mitgenommen habe als angekündigt. Ich habe die Runde mit einer ungewöhnlichen Entscheidung begonnen. Ich bin ja, wie vielleicht die eine oder der andere schon mitbekommen hat, recht begeistert von dem Charaktererschaffungs- und Auflevel-Konzept von SotDL. Deshalb dachte ich mir: Lasse ich mir dafür mal einfach Zeit in der Runde, auch wenn das vom eigentlichen Abenteuer abgeht. Allerdings kannte keiner der Spieler vorher SotDL, deshalb hätte eine richtige Charaktererschaffung mit Aufleveln bis Stufe 3, auf der wir spielen wollten, wahrscheinlich ewig gebraucht. Ich habe also etwas sehr ungewöhnliches gemacht und die Charaktere vorbereitet, die Spielerinnen aber so an sie herangeführt, als würden sie gerade erschaffen.

    Ich ließ also alle Teilnehmenden sich für je einen der 6 Charaktere entscheiden, und erzählte ihnen der Reihe nach, was sie für ihre "Ancestry", in anderen Spielen die "Rasse" so für Werte bekommen. Die durften sie selbst auf einen leeren Charakterbogen eintragen. (Den Teil hab ich mir bei @Kyoshiro abgeschaut, der das mit uns so gemacht hat, als ich Spieler war.)

    Danach kam dann eine zweite Runde, in der ich alle Charaktere für ihr Erscheinungsbild, merkwürdige Eigenschaften und merkwürdige Dinge würfeln ließ, die sie bekommen. Der Goblin würfelte, dass er sich niemals von seinem Hühnerkostüm trennt und dieses immer trägt. Haha. Das hat er im Nachhinein auch sehr souverän ausgespielt. Der Ork dagegen hatte ein Säckchen mit abgehackten Fingern dabei, Nun gut. Und die anderen hatten auch lustige Sachen.

    Dann erzählte ich von dem ersten fiktiven Abenteuer, das die Gruppe zusammen erlebt hatte, um auf Level 1 zu kommen und machte eine weitere Runde mit den Fähigkeiten, die die Spieler durch die "Wahl" ihres Novizenpfades bekamen. (Wie gesagt: wirklich wählen konnten sie nicht. Das hatte ich ja aus Zeitgründen schon vorbestimmt.) Dadurch lernten sie auch gleich einige Regeln, die ich en passent erklärte. Ich finde, das ging gut auf.

    Danach war schon eine Stunde um und ich fragte die Spielenden, ob sie wirklich so fortfahren wollten, oder ob ich das irgendwie abkürzen sollte. (ich hatte nur eine Stunde für die Gesamtcharaktererschaffung geplant.) Die Teilnehmenden waren aber recht begeistert und belustigt von der Charaktererschaffung und wollen so weitermachen. Deshalb erzählte ich noch von den fiktiven Abenteuern, die sie auf Stufe 2 und 3 gebracht hatten und es gab weitere Runden mit den neuen Fertigkeiten, die sie dadurch gewannen. Nach der Charaktererschaffung waren dann schon zwei Stunden vorbei, aber alle waren begeistert und ich glaube, die Entscheidung, das so zu machen, war zwar ungewöhnlich, aber total richtig.

    Beim Abenteuer selbst bin ich mir dann nicht mehr so sicher. Das war recht doll mit heißer Nadel gestrickt (mangels Vorbereitungszeit meinerseits) und dadurch eine eher recht eindimensionale Detektivgeschichte, in der so langsam aufgedeckt wurde, dass die Bardin der Stadt Hainburg (sorry, @Kyoshiro, den Namen der Stadt hab ich auch von Dir geklaut ;) ) eifersüchtig auf den Helden der Stadt, einen Barden vor 150 Jahren war, aber irgendwann herausfand, dass dieser eigentlich total untalentiert war und nur durch einen Dämonenpakt zu seinem Ruhm kam. Diesen Dämonen versuchte die Bardin dann auch zu beschwören, was die Spielerinnen nicht verhindern konnten. Aber in dem einzigen Kampf der Sitzung, dem Endkampf, wurden dann Bardin und Dämon besiegt.

    Das Ganze dauerte knapp über fünf Stunden, obwohl nur vier geplant waren. Das fand ich doof, besonders, weil meine andere Runde so gut in time war. Aber die Mitspielerinnen fanden das alles gar nicht schlimm. Wir haben in diesen Stunden extrem viel gelacht, der Goblin und der Ork haben beeindruckend lustig gespielt und ihre Dummheit zum Vorteil für alle eingesetzt -- und das Hühnerkostüm. Nur ein Beispiel, wie lustig doof die waren: Auf die Frage an den Bürgermeister, welche Schritte sie denn bisher eingeleitet hätten, erwiderte dieser, sie hätten einen Ausschuß gehabt. Darauf der Goblin: "Ausschuss: das kenne ich. Habe ich auch manchmal, sehr nervig! Auch die Magenschmerzen währenddessen." (oder so. Klingt vielleicht so geschrieben gar nicht so lustig, aber wir haben uns alle weggelacht.) Über das Spiel selbst hat ja auch @Marc Aurel schon berichtet. Insgesamt waren so ziemlich alle angefixt von Shadow of the Demon Lord und würden glaube ich auch noch einmal eine Runde mit mir als Spielleiter spielen. Insofern auch hier ein sehr gelungenes Event :D
     
    Sameafnir und Marc Aurel gefällt das.
  17. Tufir

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    @Rhizom - klingt gut. Übrigens: Hainburg ist ein Nachbarort von Seligenstadt. ;)
     

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