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Diskussion Dread - Oder die andere Art, Proben zu bestehen

Feuertraum

Streuner
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Hallo zusammen,

ja, die Nervensäge schon wieder. Bei meinen Abschweifungen und Ausprobierereien durchs WWW bin ich auf ein System namens DREAD gestoßen (was es jetzt auch in deutscher Sprache gibt, was aber für meinen schmalen Geldbeutel dann doch zu teuer ist; das englische PDF ist für einen 10er zu bekommen).
Eigentlich interessiert mich das eigentliche System so überhaupt nicht, aber ich hatte in einer Rezi zu diesem System gelesen, dass Proben auf eine (in meinen Augen) ungewöhnliche Art und Weise umgesetzt werden müssen - in dem man zwischen 1 - 3 Holzklötze aus einem Jenga-Turm ziehen muss (je nachdem, wie schwierig die Herausforderung ist, vor der die Helden stehen). Ich persönlich finde es nicht uninteressant, bin aber ein wenig unsicher, ob solche Methoden generell funktionieren. Zumindest bei Kampfaktionen stelle ich es mir schwierig vor. Zudem bin ich am Überlegen, ob es nicht arg doll den Spielfluss stört, wenn der Turn neu aufgebaut werden muss, weil er zusammengekracht ist.

Unabhängig davon ist meine Neugierde geweckt:
Wie sehen Sie "ungewöhnliche" Methoden, Proben zu bestehen? Eher kritisch oder eher wie einen guten Freund, den man gern zu Gast hat? Haben Sie vielleicht selber eine Methode kennengelernt oder gar entwickelt, die sich von Würfeln und Karten abheben? Und wenn ja, welche? Und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

Lieben Gruß
Feuertraum
 

Screw

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Hallo Nervens... ich meine @Feuertraum ;)

In der Tat habe ich ein sehr spannendes System kennen gelernt das auf dem Ziehen von Runen basiert.
Die Charakterstufe bestimmt dabei die Anzahl an verfügbaren Runen und wie viele pro Probe bzw. Kampfrunde gezogen werden dürfen. Dabei darf der Charakter selbst festlegen, wie viele der Stufen auf verfügbare und ziehbare Runen aufgeteilt wird, wobei erstere 2 Stufen und zweiteres eine Stufe "kostet".
Jeder verfügbaren Rune kann eine aktive und eine passive Kraft und ein Fertigkeitspunkt zugeordnet werden. Jede Rune hat von Haus aus eine von drei Farben die jeweils für physische, mentale und spirituelle Eigenschaften stehen.
Bei normalen Proben werden einfach Runen aus dem eigenen Vorrat gezogen und das Probenziel entspricht einer Anzahl von Runen in der der Probennatur entsprechenden Farbe.

Im Kampf können mit den gezogenen Runen die aktiven Kräfte aktiviert werden und mit zusätzlichen Runen entsprechend ihrer Farbe verstärkt (deren aktive Kräfte dann nicht zur Anwendung kommen). Außerdem sind die Runen auch die Lebensmarker, sollte man also verwundet werden, gehen bis zur Heilung der entsprechenden Wunden die entsprechenden Kräfte verloren.

Das Bookkeeping ist für die Spielcharaktere nach Eingewöhnung recht intuitiv, für die SL allerdings eine Herausforderung.

cul8r, Screw
 

Feuertraum

Streuner
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@Screw Sie meinen jetzt aber nicht "Karma", oder?
Das Regelwerk dazu hatte ich sogar, scheint aber irgendwie verschollen. Zumindest hatte ich es einmal vor geraumer Zeit gesucht und bis heute nicht wiedergefunden. Entweder, es ist irgendwie versehentlich in den Müll gelandet oder hat sich an einem Ort versteckt, an dem ich des Aufwands wegen nicht gesucht habe (hinter einem Schrank zum Beispiel).
Ich kann mich jedoch daran erinnern, dass da auch irgendwas mit Runenzeichen (?) war.
 

Elpetteh

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Ich erinnere mich gerade an das PnP "Serials". Da wurden bei der Charaktererschaffung keine Punkte verteilt, sondern ein ausführlicher Lebenslauf geschrieben.
Wenn man da etwas tun wollte, dessen Ausgang unklar war, musste man dem Spielleiter anhand seines Lebenslaufes erklären, warum man das erfolgreich schaffen kann.

In Kampfsituationen oder hektischen Situationen wurden Erfolge mit dem Spiel "Memory" ermittelt.
Hat man ein Paar gezogen, war das zB ein erfolgreicher Treffer.
 

Screw

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@Feuertraum nein, tatsächlich kenne ich Karma nicht. Das System nennt sich "Fate of the Norns - Ragnarok" und ist optisch auch wunderschön gearbeitet. Die Regelschreiber haben sich in einigen Punkten nicht viele Gedanken zur genauen Auslegung der Regeln gemacht und es mehr als "spiel wie es sich richtig anfühlt" gehandhabt, aber man spürt die Hingabe, mit der sie es gestaltet haben.
 

hexe

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Musste man beim Schlumpf-Rollenspiel nicht eine Anzahlt Würfel in die Luft werfen und je mehr man wieder gefangen hat, umso besser war die Probe gelungen?

Kann man natürlich machen und ist eine Zeit vielleicht ganz lustig, aber... ich möchte doch eher, das der Ausgang einer Probe etwas mit dem Können des Charakters zu tun hat und nicht mit meiner Geschicklichkeit.
 
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