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Welt/System Eigenbau Die Wanderer: Vorstellung und Lore

LittleSub

Bürgertum
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damit die Spielrunden selbst entscheiden können, wie sie es handhaben möchten.

Das finde ich generell sehr Wichtig. Dafür ist vor allem Das Sl Lore buch da. Das versorgt den Spielleiter mit Wissen welches der normale Spieler nicht hat.
So kann der SL sich Sachen heraus nehmen um die Spieler mit Wissen zu versorgen und die Abenteuer in verschieden Richtungen zu lenken, oder eben eine ganz eigene.
Im Eingangstext meines Regelwerks betone ich auch das, insbesondere komplexe Themen, eben wie Flora / Faune, Wirtschaft, nicht alles 10000% Regelkomform gespielt werden muss / sollte.

Desweiteren ist es ja immer möglich für eine Gruppe Regeln zu biegen oder ein wenig anzupassen wenn die Gruppe etwas nicht mag. Durch einen sehr einfachen Kniff kann man in meinen Werk
den Spielern direkt viel mehr Freiheiten einräumen und einiges erleichtern. So geht zwar das Strategische ein wenig verloren, aber es gibt sicher Gruppen die das nicht brauchen oder möchten.
In den kommenden Probe Abenteuern um das System bis ins kleinste zu Testen, werde ich das nicht wollen, da es ja darum geht das Basiswerk allgemein Tauglich zu bekommen. :D

Ich mag "Regelfanatiker" nicht. Daher soll mein System auch zur eigen Initiative anregen. Nicht umsonst kann in "Die Wanderer" der Spieler durch bloßes immer wieder stures versuchen von
Aktionen die bestimmt kreativ fehlschlagen, Talente lernen. Sofern er die ganzen Fehlschläge auch überlebt *lach*
Nur weil es ein Talent gibt das eine bestimmte Aktion erlaubt, bedeutet das nicht das es nicht versucht werden kann. Hier sind dann natürlich besonders schöne Ausschmückungen der
Aktion + gutes würfeln von Nöten um überhaupt ein annehmbares Ergebnis zu erzielen. Allerdings finde ich, so wie bei uns eben auch, durch stures wiederholen lernt man eben auch.

*wink* LittleS Mara
 

Ancoron

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Der Mensch lernt prinzipiell durch Fehlschläge und Fehler, also eigentlich ist das ganze Leben eine aneinander Reihung von Fehlgriffen, aus denen man klüger hervor geht.....
Würden wir immer alles richtig machen, würde kein Mensch etwas daraus lernen!

Ich denke, auf meinem Grabstein wird mal folgendes stehen: "Hinterher ist man immer schlauer...."
 

LittleSub

Bürgertum
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Ein weiterer Auszug aus der Lore, für jene die ein wenig Lesen möchten.

Die Wüstenstämme


Die Sonne stand hoch und brannte unerbittlich auf Hchran nieder. Er hatte sich seit Jahren auf diese Prüfung vorbereitet und war ihr voller Inbrunst und Siegeslust entgegen getreten. Er nahm all seinen Willen zusammen und schritt durch das ewig währende rote Meer aus Sand. Seine Kleider waren mittlerweile zerschlissen. Der Wind peitschte den scharfen Sand wie klingen über seine schon blutige Haut. Doch das merkte er kaum noch. Was war sein Ziel? Wohin ging er? Die Gedanken waren wirr und unbändig. Viel zu oft ohne Zusammenhang und Bedeutung. Er hatte einen getroffen, es war gerade einen Tag her gewesen. Oder waren es mehrere Tage? Ein kleiner Sandschatten. Kleine Jäger berührt vom Unheil der Tiefe. Nicht die Beute welche ihm den höchsten Ruhm bringen würde. Aber genug um in Ehre die Prüfung zu bestehen.
Den Kadaver schliff er mühevoll hinter sich her. Er war sein wertvollster Schatz.
Er lief weiter. Doch wusste er tief im inneren das er das Gefühl für die Wüste verloren hatte. Das lauschen versagte. Das lauschen nach der Heimat. Die wichtigste Fähigkeit eines Shoal'ragen. Eines Wüsten Dämons. So nannten sie sich. Mit diesen Namen waren sie den Ungeheuern der Wüste und der Tiefe gewappnet. Ihnen ebenbürtig. Doch zweifel durchzog seine Seele, vermischt mit Wut und auch Angst. Er schämte sich für dieses Gefühl.
Bald darauf bemerkte er das die Sonne langsam verschwand. Das licht spaltete sich und nahm seltsame Formen und Farben an. Dann regte sich etwas in der Ferne und er hielt inne., spähte in die Ferne. Der Wind war still geworden und doch hob der Sand sich vor ihm und das beinahe soweit er blicken konnte.
Er Wusste was das bedeutete und musste lächeln. Warum das war ihm ein Rätsel.
Hchram lacht laut als sich vor ihm der Sand in einen Sturm aus Schatten und wirbelndem Rot erhob. Das Land bog sich und wand sich in jede Richtung gleichzeitig. Sein lachen war wie ein Sandkorn im ewigen Mehr des wütenden Gebrülls vor ihm. Das Wesen erhob sich. Größer als jede Legende ihn beschrieb. Mächtiger als eine Armee von Träumern. Sein Schlund war Schwarz und schien doch zu Brennen und jeder Atemzug dieses Wesens sog den Wüsten Sand ganzer Dünen in sich auf. Hchram stemmte sich dagegen und Packte seinen Speer fest.

Er rannte los und schrie, „ Ur' Shoal Ragkaan. Teufel der Wüste, schwarze Seele der Tiefe. Nun, so wusste er, ist ihm Ehre gewiss.



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Hinter dem Tiefengebirge und nur durch wenige Pfade erreichbar befinden sich die Feuerlande. Vom Wüstenvolk auch Shoal genannt. Eine Wüste dessen Ende niemanden, nicht einmal den Wüsten Stämmen selbst, bekannt ist. Am Rande dieser Wüste finden sich kleinere Stämme dieses eigenwilligen Volkes. Unter Menschen und Elfen gelten sie als Wild, doch ihre Kultur ist durchwoben von Ehre, Kampf und mächtiger Magie. Ihr Geist sei so Stark das sie durch Träume reisen können. Eine Kunst derer nur wenige Magieweber mächtig sind.

Frauen und Männer wurden schon immer als gleich angesehen, da die Feuerlande, möchte man in ihnen überleben, keine Schwächlinge duldet.
Mit 14 Jahren werden die Kinder der Stämme auf eine Prüfung in die Wüste gesandt, welche ihr Schicksal offenbaren soll. Nur wenige kehren Heim.
Einige packt auch die Angst, ein Gefühl das unter gleichen verschwiegen wird. Sie fliehen durch die Pfade weit hinter die Berge um fern ihres Volkes ihren Weg zu gehen. Jene werden verschmäht und sollten sie je Heimkehren oder von einen
„Ye'hl nraa'hn“, einen Schicksals-geschmiedeten, jene die die Prüfung bestanden hatten, gefunden werden, mit den Tode rechnen.
Das Wüstenvolk nennt diese Feiglinge nur „Hrun“, entehrte.
Tiefer in der Wüste gibt es nur noch wenige Stämme und doch findet sich hier, kaum berührt oder gesehen die Stadt der Feuerlande „Shoal'alath“. Aus roten Stein am Rande einer endlos wirkenden Schlucht wacht sie über das Unheil welches aus der Tiefe empor steigt. Jenes Böse welches selbst bei den Menschen und Elfen für Ehrfurcht und nicht selten auch für Stoff in deren Geschichten und Erzählungen sorgt.

Der Spalt ist alt und bis heute war er der einzige Ort in Unterhimmel aus welchen die „Ragkn“, die Schwarzen, emporsteigen. Doch seit einer ganzen Weile schon tauchen mittlerweile überall in Unterhimmel berichte von Sichtungen auf. Insbesondere bei Nacht häufen sich die überfalle auch außerhalb der Feuerlande. Wenn auch diese Sichtungen kaum den Monstrositäten aus dem Shoal zu vergleichen sind.
Doch die Wüstenstämme bekämpfen die Schwarzen schon seit vielen Jahrhunderten. Sie werden im Krieg geboren, geschmiedet und sterben meist Jung einen Ehrenhaften Tot in der Schlacht oder der Jagt. Wenn sie nicht Kämpfen verbessern sie ihre Fähigkeiten oder entspannen bei Tee und berauschenden Dämpfen welche die Sinne erweitern. Bei solchen Anlässen geht es sehr freizügig einher und den Trieben wird frei nachgegeben. Frauen aber auch Männer die nicht selbstbewusst sind werden meist zur allgemeinen Lustbefriedigung genutzt, denn wer sich nicht behaupten kann, sollte dankbar die Aufgabe erfüllen die Krieger und Kriegerinnen zu erfreuen. Da die Wüstenstämme keinen Unterschied dabei machen ob man Fremd ist oder unter ihnen geboren wurde, tun sich die wenigen Fremden welche die Wüstenstämme erreichen oft Schwer sich den Gebräuchen anzupassen.

Unter den Stämmen am Rande der Wüste sind die Gebräuche etwas Lockerer als in Shoal'alath. Auch sie gehen den Ritus nach ein „Shoal'ragen“ zu werden. Doch ist die Gefahr als solche am Rande der Wüste ein ganz andere als am großen Spalt selbst. Einige ziehen in Gruppen durch die Wüste um bei den großen Jagten um Shoal'alah mit zu wirken und bei der Wacht zu helfen. Andere wollen ihre Ausbildung als Träumer fortführen. Und wo ginge das besser als am Schrein der Träumer selbst. So ziehen sie ebenfalls durch die Wüste. L'urfa'ach. Die höchsten der Träumer. Die Nachtwandler. Das war ein Titel den viele anstreben. Es wird erzählt das die mächtigsten unter ihnen sogar in der Lage waren durch die Träume andere zu jeden nur erdenklichen Ort zu reisen. Sie stiegen in die Träume ein und verließen sie wieder am Ort des Ruhenden. Der größte Stammes Krieger welche je existierte. Ein Meister der Träume und der Herrscher der Shoal'ragen, reiste einst mit einer ganzen Armee durch die Träume. Doch diese Ereignisse liegen soweit zurück das sie zu einem Mythos verblasst sind.

Grüße,

LittleS Mara
 
Zuletzt bearbeitet:

Tufir

Drachling
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Wie wäre es in der Überschrift mit "Die Stämme der Wüste" oder "Die Wüstenstämme"? Oder sind sie wirklich so wüst? :hoffnarr
 

Nestor Pumilio

Bürgertum
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Sehr schön, jene, die auf den Traumpfaden wandeln. Gefällt mir ausgesprochen gut dieses Stück Hintergrundgeschichte. Würde mich wirklich mal interessieren, wie sich das am Tisch anfühlt.
 

LittleSub

Bürgertum
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Aktuell spielt eine Gruppe und eine zweite baut sich gerade aus interessanten hier aus dem forum. Wird sicher spannend.

*Mara freut sich * yay
 
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