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Brettspiel Die Schlösser des König Ludwig

Juri

Neubürgerlich
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16
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3
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Spielart:
Plättchenlege/Strategiespiel
Spieldauer: 90 Min
Spielerzahl: 2-4
Altersempfehlung: 13+

Preis: ca 25€

Die Schlösser des König Ludwig

Erstmal ein kleiner Auszug aus Wikipedia: „Ludwig II. hat sich in der bayerischen Geschichte als leidenschaftlicher Schlossbauherr, vor allem der Schlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof, ein Denkmal gesetzt, weshalb er volkstümlich auch als Märchenkönig bezeichnet wird.“

Er hat sich also das eine oder Schloss bauen lassen…was solls?! Hin und wieder auch mal mit Geld, dass er nur geliehen hat…was solls?! 1886 wurde er dann einfach entmündigt…. Ja…soviel zum kleinen Geschichtsexkurs jetzt zum Spiel:

König Ludwig braucht mal wieder ein neues Schloss. Und ihr übernehmt dabei die Rolle der Baumeister. Ihr werdet ausgestattet mit Münzen im Wert von 15000 und ein paar Infos bzw Zielen von König Ludwig, wie in etwa er sich die Kiste vorstellt. Er könnte z.B viele Wohnzimmer, gerne viele kleine Zimmer, die Rund sind und auch ein paar Kellerräume, die aber möglichst viele Quadratmeter haben sollen. Es werden also für jedes Spiel 4 verschiedene Ziele festgelegt für die es Punkte gibt. Am Ende des Spiels hat der Baumeister gewonnen, der am meisten Punkte hat. Zusätzlich bekommt auch jeder Baumeister eigene (geheime) Ziele mit denen nur er punkten kann.

Ich finde das Spiel sehr gut. Die Ziele ändern sich jedes Mal und die Räume werden per Zufall gezogen. Jeder abgeschlossene Raum, das heißt jeder Raum dessen gesamte Türen mit den Türen von anderen Räumen verbunden ist, gibt einem eine spezielle Sonderaktionen und wird auch sofort ausgewertet, sodass man schon mal ein paar Punkte sicher hat. Die Sonderaktionen sind von taktischer Relevanz. Ein abgeschlossenes Arbeitszimmer gibt einen Extrazug und einen abgeschlossener Garten Münzen im Wert von 10000. Es ist also wichtig den richtigen Raum im rechten Moment anzuschließen. Auch schön ist, dass die Räume sich geschickt gegenseitig Boni und Mali geben. Ein Schlafzimmer neben der Kegelbahn….eher nicht so geil. Ein Esszimmer neben der Küche…joa, ergibt Sinn.

Wie komme ich zu den Räumen? Das System ist auch ganz interessant. Ein Spieler wird zum „Baumeister“, er zieht sieben zufällige Räume und ordnet sie den Preisen von 1000-15000 zu. Dann kaufen alle Spieler bei ihm ein und bezahlen die Summe des Raums an ihn. Der Baumeister kauft als Letzter und zahlt an die Bank. Vorteil ist: Er hat in dieser Runde je nach Spieleranzahl richtig Cash gemacht, weil er die begehrten Räume natürlich schön teuer macht. Nachteil: Er kauft als Letzter ein. Meistens ist das richtig teure Zeug oder der Ramsch, den sonst keiner wollte, übrig. Aber er behält immerhin die Kohle und gibt den Baumeistermarker an den nächsten Spieler. So ist immer ein unterhaltsamer Cashflow gewährleistet. Und taktisch bietet das natürlich auch ein bisschen Spielraum. Wann mach ich was besonders teuer? Mein Mitspieler hat nur noch 5000, kauft aber vor mir ein. Alles klar, dann kostet dieser besonders geile Werkraum jetzt genau 6000!

Fazit: Ein richtig gutes Spiel, das taktisch und strategisch gespielt werden kann, wo aber auch Leute auf ihre Kosten kommen, die auf Ästhetik achten, weil sie ein möglichst schönes Schloss wollen. Es kann aber auch sehr unterhaltsam sein, wenn man König Ludwig erklären muss, dass er in den Schimmelkeller gehen muss, vorbei am Verlies, der Kegelbahn und der Gruft, um in sein Schlafzimmer zu gelangen. (Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb der König sich immer neue Schlösser bauen lassen hat. Der Weg vom Garten zum Schlafzimmer war einfach zu nervig….)

Kleines Manko ist, dass man zumindest beim bauen ein wenig für sich selbst spielt und nicht gegen oder mit den anderen Spielern. Das passiert dann aber wieder in der Kaufphase.

[39/50] - Spielspaß
[17/20] - Spielthema/-regeln
[16/20] - Ausstattung
[8/10] - Preis/Leistungs-Verhältnis
Gesamt: 80%


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Luzifer

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Davor hab ich schon öfter gestanden. Es ist zu wenig fantasylastig für eine Spielgruppe, in der ich mich normalerweise bewege. Und es liest sich zu komplex, als dass meine Frau es mögen würde. Obwohl das Thema ein Treffer wäre.

Es kann aber auch sehr unterhaltsam sein, wenn man König Ludwig erklären muss, dass er in den Schimmelkeller gehen muss, vorbei am Verlies, der Kegelbahn und der Gruft, um in sein Schlafzimmer zu gelangen.
:hoffnarr:super
 
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