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Tagebuch Die interstellaren Reisen der Rhizome Horizon

Dieses Thema im Forum "Reiseberichte" wurde erstellt von Rhizom, 12 September 2017.

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  1. Rhizom

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    Ich erwachte in meinem Cockpit. Meine Erinnerung mehr als lückenhaft. Ich weiß, ich weiß, das klingt nach einem schlimmen Clichée, aber es war nun mal wirklich so! Wo war ich? Wie kam ich dort hin? Was war das bitte für ein Schiff? OK, zumindest die letzte Frage war mit einem Blick auf die Kontrollen schnell zu beantworten: Eine "Sidewinder". Eindeutig. Ein kleines Schiff, aber durchaus zu gebrauchen für das, was ich gewöhnlich so machte. Aber wo war ich? Ich klickte mich durch die Kontrollen, um meine Sternenkarte zu finden. Verflucht, selbst das hatte ich vergessen, wie ich meinen Computer bediene. Nach einigen Klicks in falsche Menüs hatte ich es dann aber: Ich befand mich auf LHS 447 im „Threvick Dock“, so jedenfalls war es an die Hangarwand geschrieben. Viel zu nah an Sol, so viel stand fest. Der Computer meinte zwar, dass mein Status „sauber“ sei, aber ich war mir sicher, dass das nicht so bleiben würde. Ich musste irgendwo hin, wo weniger Elite-Piloten rumhingen, die mich nerven würden. Weiter an den Rand des bewohnten Universums. Ich browste also durch die Galaxiekarte und fand das Sternsystem „Kikas“ in etwas mehr als hundert Lichtjahren Entfernung, das mir einen guten Eindruck machte, weil es bereits außerhalb des Territoriums der Großmächte lag und wenn man von dort aus weiterflog gab es nur unerforschten Raum. Das System wurde von der sogenannten „Phoenix Down“-Korporation diktatorisch beherrscht. Aber es gab auch eine Minderheit von Kommunisten mit denen ich an der Seite der Armen und Schwachen zu kämpfen gedachte, um nebenbei – wirklich nur ganz nebenbei – meine Geldbörse etwas aufzupolieren. Der Computer plottete die Route: 29 Sprünge. Das klang in Ordnung. Natürlich wählte ich die ökonomischste Route, nicht die schnellste, denn zum einen war ich ziemlich blank -- 1000 Credits hatte ich, wie ein Blick auf meinen Account mir offenbare -- und zum anderen könnte ich auf dem Weg viele Daten über die Systeme sammeln, durch die ich sprang. Informationen kann man immer gebrauchen, und darüber hinaus lassen sie sich bei Universal Cartographics auch gut zu Geld machen. Ein Blick auf die Ausstattung meines Schiffs, das offensichtlich gar nicht meines war, sondern mir nur geliehen wurde -- von wem auch immer --, zeigte mir, dass ich immerhin einen kleinen Scanner hatte, mit dem ich Systemdaten sammeln würde können. Es konnte also gleich losgehen. Noch ein Blick auf das Mission Board, ob irgendwer irgendwas in die Gegend transportiert haben wollte, in die ich sowieso fliegen wollte; Fehlanzeige. Also los, ohne Ladung.

     
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  2. Rhizom

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    Ein Fahrstuhl beförderte meine Sidewinder an die Oberfläche. Dort angelangt, mit einem guten Blick über die Türme und Aufbauten der Station, hoffte ich inständig, dass ich mich an die Flugkontrollen noch besser erinnern können würde als an den Rest der Navigationsmenüs, sonst würde der Start ganz schön akrobatisch werden.‎ Zum Glück war der Raumhafen nur ein kleiner Outpost und keine dieser riesigen Stationen, aus denen man auch noch vorsichtig rausmanövrieren muss. Aber dennoch. Jeder Fehler konnte im Weltraum tödlich sein.

    Ich atmete durch und lies meinen Blick noch einmal -- genaugenommen das erste Mal nach meinem Erwachen – durch die wunderschöne beruhigende Unendlichkeit des Raums mit ihren vielen Lichtern schweifen. Und dann koppelte die Station mich bereits ab. Keine Zeit mehr für Beschaulichkeit. Jetzt nur noch Schub nach oben, Fahrwerk einfahren und nach vorne aus dem Gravitationsbereich des Postens herausfliegen. Na also! Es ging. Ich hatte wohl nicht alles verlernt. Ich fuhr also die Software für mein Sprungtriebwerk hoch, lenkte Energie in die Spulen und richtete mich auf den richtigen Vektor aus. Das HUD bestätigte, dass ich da mein Zielsystem LTT 18486 vor mir hatte. Also gab ich vollen Schub und los ging es. Die freundliche Stimme meines Computers verlautbarte: "Three, Two, One... Engage!" Und dann, wie jedesmal, zog sich mein Magen zusammen und die Luft wurde mir aus den Lungen gepresst, während die Newtonschen Gesetze ihre Kraft verloren und ich in das Loch im Raum gesogen wurde.

    Der Flug durch den Hyperspace ist jedes Mal wieder ein grausiges Ereignis. Das Schiff wackelt und quietscht, so dass man jederzeit denkt, es würde gleich aus dem Korridor ausbrechen, durch den es mit halsbrecherischer Geschwindigkeit hindurchgezogen wird, oder es würde gar gänzlich auseinanderreißen. Flackernde Irrlichter an den Rändern der Wahrnehmung. Fremde Töne wie das Heulen unweltlicher Dämonen -- ich sag Euch: Hier lauert das Böse. Jedes mal wieder beim Sprung habe ich die Phantasie, dass mein Antrieb versagt, und ich irgendwo im Hyperraum gefangen bleibe. Keine schöne Vorstellung. Ganz und gar keine schöne Vorstellung! Und dann noch diese Gerüchte von Außerirdischen, die hier auf verirrte Reisende warten sollen...

    Aber dieses Mal hat es funktioniert. Mit einem Knall wechselte ich zurück in den kartesischen Raum. Noch einmal war ich den Dämonen entflohen.
     
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  3. Rhizom

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    Da war ich also wieder in den Welten der Lebenden, wie immer mit der Nase des Schiffs auf einen Stern ausgerichtet. Sehr gut. Ich verstehe nicht, warum das mit der Nase und dem Stern so ist, aber irgendwie muss es wohl mit der Gravitation des Sterns zu tun haben, dass man immer auf diese Weise zurückkommt. Ist ja auch ok, wenn man den Stern sowieso gleich scannen will, um ein paar Credits zu verdienen. Ich war erstmal beruhigt.

    Aber verdammt... Was war denn das? Ich hatte Schub drauf. Richtung Stern! Gar nicht so wenig! Kann doch gar nicht sein! Der ist doch beim Eintritt immer bei null! Dachte ich mir. Aber von wegen: Die freundliche Stimme meines Computers wiederholte inständig und gar nicht mehr so freundlich: "Heat alert, systems are overheating!" Frak! Ich drehte den Schub runter so schnell ich könnte, zog die Schnauze des Schiffs rum, und … die Kontrollen begannen bereits zu britzeln, die Hitzeanzeigen kochten über. „Heat Alert! Heat Alert!“ Die Nase Planeten weg, konnte ich wieder langsam Schub geben. Nicht zu viel, weil ja auch der Antrieb das Schiff weiter erhitzt, aber auch nicht zu wenig, denn jede Sekunde zählte. Jetzt brutzelten schon Kabel und Armaturen um mich herum. Laaaangsam, aber bestimmt, Rhizome! Einatmen, ausatmen! Einatmen, ausatmen. Und tatsächlich: So langsam wurde die Hitzeanzeige weniger und das Britzeln, Bratzeln und Brutzeln ließ nach. Irgendwann hörte sogar mein Schiffscomputer auf zu maulen. Puh! Man muss aber auch auf alles achten!

    Meinem klopfenden Herzen wollte ich eine Verschnaufpause gönnen, atmete noch einmal aus, aber machte mich dann doch ans Scannen des Systems. Hmm. Nur ein astronomischer Körper gefunden? Das war aber eine miese Ausbeute. Kurz die Zielanzeige gecheckt sah ich, dass es aber noch einen weiteren Stern in dem System gab. Vielleicht würde ich dort ja mehr Spannendes finden. Ich machte mich also gleich auf, schließlich würde der Flugweg von über 100000 Lichtsekunden in mener Sidewinder ein paar Minuten benötigen. Und so flog ich vom ersten Stern weg, auf den zweiten zu...

    Ganz fit kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht gewesen sein, sonst hätte ich wohl bemerkt, dass in kleiner Entfernung zum ersten Stern einige Raumstationen rumschwirrten. Und da diese sich normalerweise nicht im Orbit eines Sterns bewegen, sondern in dem eines Planeten oder Mondes, gab es hier sicher doch ein paar mehr astronomische Körper. Die waren nur etwas zu weit weg für die Reichweite meines Scanners. Wäre ich auf die Stationen zugeflogen, hätte ich sie sicher entdeckt. Da werde ich mir einige 10000 Credits durch die Lappen haben gehen lassen. Und verdammt: Stationen! Ich hätte landen und Treibstoff auffüllen können. Aber nein: in meiner Verpeiltheit flog ich Ewigkeiten zu dem kleineren Stern, der, wie sich dann herausstellen sollte, überhaupt nichts zu bieten hatte! Hmpf.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 September 2017
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    Nachdem ich im System LTT 18486 nicht gelandet war, machte ich ein paar weitere Sprünge und scannte weitere Systeme: Zunächst LHS 3479, in dem ich ebenfalls gehofft hatte, landen zu können und mir eine Verschnaufpause zu gönnen, in dem ich aber keine Station fand, dafür aber astronomische Körper im Wert von über 150000 Credits scannen konnte, die 20 Lichtjahre weiter meine schmale virtuelle Geldbörse phänomenal aufblähen würden. Dann Alrai Sektor LV-V B2-4, NLTT 48288 und MCC 811, deren Erkundung sich so gar nicht lohnte. In MCC 811 flog ich gerade gelangweilt auf den zweiten Stern zu, um auch die paar Credits für diesen Scan noch einzustreichen, und machte mich nebenbei schon bereit für den Sprung in den nächsten Sektor: nach Abukunin — endlich mal ein System mit einem richtigen Namen. Da wollte ich dann wirklich landen, und da das weiter als 20 LY von LHS 3479 entfernt war, auch endlich meine Credits von Universal Cartographics einsacken.

    Doch dann holte mich wieder eine dringliche Warnung meines geliebten Computers aus der Langeweile: „Fuel is low!“ … oder sowas sagte sie. Ich kann mich nicht genau an die Worte erinnern, weil das schon wieder ein ziemlicher Schock war. Ich hatte doch die geplottete Route geprüft und hatte genug Treibstoff bis Abukunin getankt gehabt! Ich dachte kurz nach. Was konnte passiert sein? Ah! Ich hatte sicher vergessen, dass die Reisen innerhalb Systemen im Supercruise ja ebenfalls Sprit verbrauchen. Und bei den etlichen 100000 Lichtsekunden, die ich geflogen war, um auch noch den entferntesten langweiligen Stern im System zu kartografieren, konnte das durchaus ins Gewicht gefallen sein. Was also nun? In MCC 811 gab es keine Station. Ich musste also den Sprung machen, da gab es keinen Weg dran vorbei. Auf jeden Fall musste ich das Risiko so weit wie möglich minimieren; ich lies also den ungescannten Stern Stern sein und startete Sofort die Sprungtriebwerke. Und: Gotcha! Mit einem Knall kam ich in Abukunin an. Aber jetzt war die Spritanzeige natürlich noch weiter unten. Ich kann Euch sagen, auch wenn der Flug zur Station nur ein paar Minuten dauerte, so waren das doch sehr sehr schreckliche Minuten. Was würde passieren, wenn ich mitten im All ohne Sprit herumtrieb? Man hätte sich von anderen Schiffen versorgen lassen können, aber ich erinnerte mich leider an keine Freunde, die ich anfunken hätte können. Das einzige, was geblieben wäre, wäre die Zerstörung des Schiffs gewesen. Die Rettungskapsel hätte mich auf irgendeine Weise zurück zur letzten Station, sprich: dem Anfang meiner Reise gebracht. Aber abgesehen davon, dass meine Scan-Ergebnisse und damit meine Credits dann futsch wären, ist das Gefühl des Nahtods auch wirklich nichts, was ich gern erlebe. Also besser, mein Sprit reichte. Und tatsächlich, ich kam in der Station Reilly Hub an, und hatte endlich, endlich meine verdiente Verschnaufpause.
     
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    Lange habe ich nichts in dieses Tagebuch geschrieben, obwohl sehr viel passiert ist. Nun, vielleicht auch gerade weil so viel passiert ist. Ich habe Kikas erreicht und mich dort wie geplant mit den Kommunisten bekannt gemacht, und ihnen meine (fast unentgeltliche) Hilfe bei der Herstellung einer gerechten Gesellschaft angeboten. Das erwies sich allerdings als gar nicht so einfach, denn die einzige Station, die die Left Party früher einmal in Kikas gehabt hätte, war nun längst in der Hand der diktatorischen Phoenix Down. Auf den Stationen gab es zwar ein Büro der Kommunisten, in dem ich auch hin und wieder Aufträge für sie entgegen nahm, aber gleichzeitig, indem ich auf der Station forschungsdaten verkaufte, auftankte und mein Schiff reparierte, unterstützte ich auch indirekt Phoenix Down und fiel in sofern meinen wahren Verbündeten in der Rücken. Da mir nichts ferner gelegen hätte, suchte ich nach einer anderen Lösung und beschloss zunächst etwas Reichtum anzusammeln und ein neues Schiff zu besorgen, bevor ich mich wieder ins politische Spiel mischte. Ich flog also endlos lange Erkundungsflüge durch unbekannten Raum, in dem nur mein neu ausgerüstete Fuel Scoop System mich davor bewahrte, irgendwann ohne Treibstoff dazustehen. Denn traurigerweise gibt es in der unbewohnten Galaxie nirgendwo Tankstellen! Ein Zustand, den man auf Dauer unbedingt ändern sollte!
    Nun, wie auch immer, lange Zeit habe ich mit solcherlei verbracht, aber es hat sich gelohnt. Jetzt nenne ich eine Cobra MK3 und einen Type-6 Transporter mein eigen und fliege je nach Mission den einen oder die andere. So langsam kann ich mich wieder in die Politik mischen -- wie ich immer wieder betonen muss: nur für ein sehr geringes Entgelt.Fast rein idealistisch sind meine Ziele.
     
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  6. Marc Aurel

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    Ist die Rhizome Horizon von einem Schwarzen Loch verschluckt worden oder ist der Kapitän gerade im Cryo-Schlaf :D
     
  7. Rhizom

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    Rhizome ist gerade krass im Weltraum unterwegs und hat wenig Zeit zum Tagebuch führen. Aber dafür hat sie (Rhizome ist weiblich) dann bald sehr viel zu erzählen... :)
     
  8. Rhizom

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    Heute wird ein wichtiger Tag. Ich hatte versucht, der "Left Party of Kikas" zu helfen, eine Station in Kikas zu übernehmen, damit ich dann demnächst bei ihnen landen kann und sie noch besser unterstützen. Tatsächlich habe ich die Machtverteilung im System so beeinflussen können, dass eine Wahl gegen eine andere kleine Gruppe angekündigt wurde, und mit dem Gewinnen der Wahl wäre der von mir unterstützten Gruppe eine Station auf einem Planeten zugesprochen worden. Ich erledigte also fleißig nervige Aufträge für die Damen und Herren und war mir für nichts zu schade. Sogar mein sauer verdientes Geld spendete ich für den Wahlkampf und nervige verwöhnte Touristen kutschierte ich herum, aber was tut man nicht alles für die gute Sache...

    Wie dem auch sei, irgendwann merkte ich, dass die mit mir verbündete Gruppe im EInfluss nicht anstieg, sondern absank! Eine Weile brauchte ich, um zu verstehen, woran das lag, aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ein anderer Commander musste gleichzeitig versuchen, eine andere Gruppe in diesem System an die Macht zu bringen! Und tatsächlich sah ich im täglichen Schiffsbericht, dass sich dort außer mir noch jemand herumtrieb -- mit einem viel stärkeren Schiff als dem, das ich gerade fliege (eine Cobra MKIII -- nennt mich klassisch). Ich tat also, was meinem Naturell entspricht: Aufgeben. Mit diesem Rivalen konnte ich nicht mithalten. Mir blieb also nur, weiter woanders mein Glück zu suchen und aufzurüsten, um dann irgendwann diesem unerfreulichen Menschen sein Raumschiff unter seinen Füßen wegblasen zu können.

    Ich suchte also die Ingeneurin auf, die mich gleich nach meinem Erwachen (mit dem Gedächnisverlust, s.o.) zu sich eingeladen hatte, weil ich mir erhoffte, dass die Beziehung mit der Ingeneurin sich auf lange Sicht positiv auf Feuerkraft, Wendigkeit und Schilde meines Schiffs auswirken könnte. Es war ein weiter Weg zu ihr -- etwa 300 Lichtjahre, aber das war es mir wert.

    Ärgerlich war nur das erste Treffen mit ihr: Statt mich nämlich freundlich zu empfangen, meine reine Seele zu erkennen und mir unentgeltlich zu helfen, meinen hehren Zielen nachzugehen, ließ sie mir nur eine Nachricht zukommen, sie brauche Meta-Legierungen, und wenn ich ihr die bringen könnte, würde sie möglicherweise mit mir zusammen arbeiten. Meta-Legieren -- ppffft! Ich glaub, mein Schwein pfeift. Wo sollte ich denn sowas herbekommen. Genaugenommen wusste ich noch nicht mal, was das ist. -- Bis ich mich dann erinnerte, dass irgendwann mal im Galnet-Radio darüber berichtet worden war: Meta-Legierungen hatten irgendwas mit den Thargoiden zu tun, diesen mörderischen Aliens, die die äußeren Ränder der Galaxie seit einiger Zeit unsicher machten. Irgendwo in den Pleiaden solte es kleine pflanzenähnliche Lebensformen auf den Planetenpberflächen geben, von denen man jene Meta-Legierungen ernten könnte.

    Darüber hinaus hat mir mein Schiffscomputer heute noch etwas erfreuliches mitgeteilt: Er hat ein Update eingespielt, mit dem man Thargoiden-Strukturen auf der galaktischen Karte finden können soll.

    Das werde ich jetzt gleich einmal ausprobieren, dann zum nächsten von diesen merkwürdigen Dingern fliegen, es abernten und hoffentlich dann endlich eine wunderschöne Beziehung mit meiner Ingeneurin eingehen können.

    Ich berichte später ... falls ich dann noch lebe.
     
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