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Das Palaststern-Universum

Joshuah

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Hallo Leute ^.^

Nachdem ich wundervollerweise (dankeschööön <3) die Erlaubnis bekommen habe, einen Thread bezüglich meiner kleinen High-Fantasy-Welt zu eröffnen, will ich hiermit genau das tun!

Also denn, wo anfangen?
Das Palaststern-Universum ist erst einmal genau das: ein Universum, benannt nach einem Stern am Nachthimmel der Welt, die ich vor ca. 5 Jahren angefangen habe, auszuarbeiten. Ich bezeichne dieses Universum als High-Fantasy, weil es mein persönlicher Versuch war und ist, das nach meinem Gefühl "beste" Fantasy-Universum zu basteln, das ich mir vorstellen kann - und das heißt, dass ich alle Klischees, die mir persönlich gefallen, bediene und in meiner Art und Weise gut ausarbeite, und die Klischees, die mir nicht gefallen (wie Orks und Zwerge) durch eigene Ideen ersetze.

Ich denke ein "Alleinstellungsmerkmal" dieser Welt ist, dass ich nicht die üblichen Völker (Elfen, Zwerge, Orks, Goblins) gewählt, sondern eigene kreiert habe. Und Drachen konnte ich nie richtig leiden, deswegen haben die es auch nicht reingeschafft. Hab ich schon erwähnt, dass ich ein riesiger The-Elder-Scrolls-Fan bin und es vor Skyrim keine Drachen bei TES gab (Akatosh ist eine Gottheit, der zählt nicht)? ;p

Ich möchte auch anmerken, dass es mir echt wichtig ist, die Welt und die Dinge, die Teil von ihr sind, möglichst akribisch(!) auszuarbeiten. Das gilt für Magie und Alchemie, von denen ich nicht alles preisgeben möchte, als auch für Kulturen und Religionen. Das war immer mein Anspruch - trotzdem arbeite ich erst 5 Jahre an diesem Teil, was bedeutet, dass ich noch in nur sehr wenigem diesem Anspruch gerecht werden kann. Der Preis für durchdachte Systeme ist immer Entwicklungszeit.

Jetzt noch die Inhalte, die ich hier behandeln möchte:
- Die Welt an- und für sich (Der Kosmos)
- 6 verschiedene intelligente Völker
- ...ihre Eigenarten, Kulturen, Staaten und Religionen
- Vampire
- Werwölfe
- ein wenig Magie
- ein wenig Alchemie

Das soll es erstmal gewesen sein für meinen Startpost. Wer bis hierher gelesen hat, erhält hiermit einen digitalen Keks, und ich freue mich auch sehr über Feedback! Ich sage es schonmal, nicht dass ich es beim ersten richtigen Post vergesse ^.^

Joshuah
 

Joshuah

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KOSMOLOGIE

Part 1

Hai Leude ^.^
Ich bins nochmal mit einem kleinen Post über die Kosmologie meines kleinen Universums. Da das ein sehr weites Feld ist, möchte ich ein paar Autoren aus meiner kleinen Welt zitieren:

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"Glaubt man der Kirche, so hat Gordoron, Gott der Schmiedekunst, nach dem kosmischen Krieg der Götter
aus den Überresten der zerrissenen Urerde, aus umherfliegenden Splittern und Staubwolken die Planeten geschmiedet,
so wie er von Aton, dem Gott der Baukunst und Architektur geplant worden war.
Und Aton hatte zehn Planeten geplant, einer davon sollte den Titel "Erde" tragen, wie ihre Heimat, die zerschmettert worden war.
Dieser Planet sollte Heimat eines neuen Geschlechtes werden, damit die Götter ihrem Auftrag gerecht würden,
Former und Herrscher zu sein eines Reiches zwischen den Sternen."

aus "Glaubensvorstellungen der Menschen", von Zdenhev Jeimelhad, Historikerin aus Chisana

"...
Nun zogen sie weg vom Siebengestirn, mit gläsernem Glanz unter den Fußsohlen,
Und ihr Weg führte sie zu einem strahlenden Stern, dessen Flamme einen Himmel färbte wie den weiten Ozean,
und ihre Augen tränten vor Erleichterung, denn sie mussten nicht mehr hoffen.
Und sie fragten den Strahlenden eine alte Phrase, die sie von ihren Ahnen gelernt.

"lichterloh brennender Lichtstern, gekrönt mit Ehre und gekleidet in Schimmer, deine Diener nahen sich in Demut und erfragen deinen Titel."

Doch dieser gab keine Antwort, sondern er ließ seine Flamme flackern, schien fröhlich vor sich hin, verschloss seine Augen und wartete, Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte,
Jahrhunderttausende.

Sie nannten ihn nun also den Schlummernden, denn er war nicht wie der Stern, der den Titel "der Freude" trug, und der sie verbannte, kein pedantischer Ankläger, sondern er schlief.

Und das Wort für "schlummernd" ward einst verloren in der sich endlos weitenden Zeit, und die Ankömmlinge kannten diesen Stern bald als "Sonne",
das in ihrer Sprache "Fackel" hieß."

Aus dem Buch der Anfänge, Teil des Richtermythos, der heiligen Schrift der Kirche

"... Wir wissen nun also, dass das Universum, die Welt, in der wir uns befinden, in Länge, Breite und Höhe völlig unbegrenzt ist. Die Vorstellung der Kirche, dass Sterne Götter sind, könnte stimmen, und
auch für die Existenz der Sternenpfade, also gewissermaßen Wege zwischen Sternensystemen, die für Fußgänger, oder besser Kutschen, geeignet sind, gibt es Anhaltspunkte. Doch wir sehen weder in unserem Kosmos einen solchen Pfad, noch ist unsere Sonne geeignet für eine Gottesbeziehung, denn das einzige das sie zu tun scheint, ist zu leuchten - und ziemlich heiß zu sein. Natürlich hat die Kirche auch dafür Erklärungen, aber mir sind reproduzierbare Ergebnisse lieber.
Wir wissen auch, dass dieses Universum nicht das einzige ist, sondern dass es - das wurde mit mathematischen Hilfsmitteln bewiesen - unbegrenzt viele Universen in unbegrenzt vielen verschiedenen
Formen gibt. Eine geringe Anzahl solcher Welten wurde sogar ansatzweise erforscht, mit teilweise dramatischen Entdeckungen. Das Panmagikon beispielsweise, also das, was Magie möglich macht,
ist keinesfalls selbstverständlich - es gibt sogar nur vergleichsweise wenige - selbstverständlich trotzdem unendlich viele - Welten, die Magie, wie wir sie kennen, enthalten. Es gibt
Welten, die andere Arten von Magie kennen, mit völlig fremdartigen Mechanismen dahinter. Allein deshalb würde sich für mich keine Reise dahin lohnen, aber weiter im Text.
Es gibt sogar Welten, die keine, oder andere Arten von Seelen kennen, sodass man Teile seines Selbst verliert, wenn man hineingeht, und verändert wieder zurückkehrt, vielleicht ohne
Sprache, vielleicht ohne Gewissen..."

Virtul, Kristallmagier aus Jeirtalar, in seinem Essay "Betrachtungen über den Kosmos und seine mögliche Beschaffenheit mit Bezug auf echte Xenomundi"

-----------

Okay, soviel dazu. Der Kosmos (ein Ausdruck, der in Palaststern nur ein Sonnensystem bezeichnet) ist also Teil des endlosen Universums, Das Universum ist nur ein winziger Teil der Wirklichkeit, und
es gibt endlos viele Universen. Es gibt auch ein Einteilungssystem, aber das würde jetzt zu weit führen.

Keine Ahnung grade wann ich Part 2 hochlade, muss erst Material überlegen. Es geht mit Astrologie weiter.

Sollte jemand bis hierher gelesen haben, erhält er hiermit einen digitalen Schokokuchen! Wenn Du Lust hast, schreib ruhig Deine Gedanken, ich bin (wie gesagt) sehr gespannt auf Feedback! :))

Joshuah
 

Joshuah

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KOSMOLOGIE

Part 2

Hi nochmal^^

Wie versprochen dreht sich hier alles um Astronomie und Astrologie, was in Palaststern nicht wirklich klar voneinander zu trennen ist. Übrigens, sollte jemandem auffallen, wieviel hier von der Kirche
geredet wird, es ist vielleicht der bislang am meisten ausgearbeitete Teil dieses Universums, und die Kirche hat die Eigenart, einfach zu allem ihren Senf dazugeben und alles erklären zu wollen.
Sie bezeichnet ihre "göttlichen Schriften" nicht umsonst als "antwortgebend" was für sie bedeutet, dass diese Schriften in der Lage sind, alle Fragen zu beantworten, die der Mensch in der Lage ist zu stellen. Insofern dachte ich mir, ich lasse die Jungs einfach öfters mal zu Wort kommen^^
Auch ist das ganze hier noch nicht fertig, bei den Sternzeichen ist die größte Lücke.
Okay, jetzt aber los:

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STERNE

Über die Sterne an sich ist nicht viel bekannt, doch viele Mythen ranken sich um sie. Die Kirche sagt, sie sind Götter, oder genauer, in ihren Herzen sind Götter, die den jeweiligen Stern repräsentieren.
Um sie schließt sich ein Ball aus Feuer, soviel ist klar, doch im Glauben der Kirche ist er nur eine Hülle. Hinter ihm erstreckten sich Städte aus Gold und Silber, und beseelte metallene Engel bevölkerten
sie, wie der Richter, den die Kirche erwartet.
Die Kirche sagt auch, dass Sterne "Titel" haben, meist eine positive Sache im Genitiv ("Der Freude", "Des Sieges", "Der Schönheit") denn den wahren Namen eines Sterns kann niemand ergründen.

Fakten:
Im Allgemeinen teilt man sie ein in Lichtsterne und Zwielichtsterne. Lichtsterne leuchten immer, Zwielichtsterne flackern oder haben ein so fremdartig anmutendes Licht, dass man sie nicht mit den "normalen" Sternen in eine Kategorie stellt. Es ist nicht klar, warum diese Sterne sich so verhalten.

DIE STERNZEICHEN

Heptastralon
Das "Siebengestirn", aus dem nach der Kirche das Geschlecht der Götter stammen soll. Sechs Sterne, die im Kreis um einen Siebten stehen.

DIE PLANETEN

Die Planeten reisen wie die Erde auf festen Bahnen um die Sonne. Hier die Reihenfolge von der Sonne aus gezählt, sowie die Farbe, in der sie am Nachthimmel scheinen:

I Der Palast (Silber - übrigens Namensgeber dieser Welt)

II Der Gleißende (Weiß)

III Der Schöne (Blau, Schimmernd)

IV Der Garten (Grün)

V Der Ofen (Orange)

VI (Die Erde)

VII Der Ozean (Blau)

VIII Der Blutstern (Blutrot)

IX Die Wunde (Dunkelrot, wie geronnenes Blut)

X Der Schatten (Blassblaugrau)


ANDERE HIMMELSKÖRPER

Die Sonne
Vor Jahrtausenden gab es eine Glaubensgemeinschaft, die sie als einzigen Gott verehrt hat. Eine Prophezeiung der Kirche besagt, dass dieser Glaube einst wieder aufleben wird, jedoch ist
davon bislang nichts zu sehen.
Ihr Schein ist tödlich für Nosferatu, und recht unangenehm für höhere Vampire.
Es ist noch zu erwähnen, dass die Sonne eine Art Ring besitzt, der ebenfalls leuchtet, wenn auch deutlich schwächer. Alte Texte bezeichnen ihn poetisch als das "Band" der Sonne.

Der Dämonenschlund
Deutlich sichtbarer, leuchtender roter Nebel am Nachthimmel. In vielen Glaubensvorstellungen Ort des Bösen
und des Leids. Nach der Kirche ursprünglich geschaffen von den Erzdämonen (von nicht- Kirchenmitgliedern auch einfach
Böse/Dunkle Götter genannt), die nach ihrer Niederlage im kosmischen Krieg dem Raum "eine Wunde hinzugefügt" und sich dort eine neue
Heimstatt geschaffen haben.
Fakt ist, dass sich dort die Domänen vieler dunkler Götter befinden, und dass sein Leuchten am Nachthimmel
mal stärker, mal schwächer zu sehen ist. Es ist nicht ratsam, in ihn hineinzusehen, da sein Leuchten
negative Gefühle hervorruft. Man sagt, man sieht nicht in den Schlund, so wie man nicht in die Sonne sieht.
Zu guter letzt ist zu sagen, dass der Dämonenschlund verantwortlich ist für die Äonenkatastrophe,
die alle 14.000 Jahre über die Erde hereinbricht, aber das ist ein anderes Thema.

Der Mond
Nach der Kirche der älteste Himmelskörper, da er den kosmischen Krieg der Götter trotz schwerer
Schäden überstanden hat. Gordoron hat ihm zwar seine annähernd kugelförmige Form zurückgegeben, doch seine
trostlose, kraterübersäte Oberfläche zeugt noch von der unerbittlichen Härte jenes Krieges.
Der Mond durchläuft dieselben Phasen wie in unserer Welt, und der Mondschein hat starke Auswirkungen auf die Emotionen
von magischen Völkern wie von Gnomen, Kobolden und Feen.

Die Milchstraße
Annähernd Bandförmiger Schleier, vielleicht eine Wolke, am Nachthimmel. Nach einer Legende eine Spur, die von Reitern patroulliert wird, die den Kosmos schützen sollen.
Die Kirche hält sie für den Sternenpfad, durch den die Vorfahren der Götter in den Kosmos gelangt sind, was von vielen bestritten wird.


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ASTROLOGIE

Bevor ich dieses Thema beginne, muss ich eins festhalten: in Palaststern hat jedes Lebewesen einen grundsätzlich freien Willen. Bei allem Einfluss, den die Himmelskörper, Magie, Emotionen nehmen, gibt es für jedes Wesen immer einen Entscheidungsspielraum, in dem er völlig frei ist von jeder Kausalität. Jedoch ist die Größe dieses Spielraums auch ein wenig den Himmelskörpern (oder wie die Kirche sagen würde: dem Willen der Sterne) unterworfen. Das ist ein anderes Thema, aber hier nur kurz gesagt.

Die Himmelskörper haben einen direkten Einfluss auf die Emotionen und die Lebenskraft aller Lebewesen, sowie auf das Schicksal selbst, wie Würfel fallen, wie ein Spieler Karten mischt, ob ein Versuch - was auch immer - gelingt oder fehlschlägt.

Der astrologische Einfluss der Himmelskörper ist bestimmt durch sehr viele Faktoren, eingeteilt in mehrere Perspektiven. Im folgenden eine Auswahl der wichtigsten.

Im Falle des Versuchs, ein Schloss zu knacken:

Vom äußeren Standpunkt aus:
- Der exakte Stand aller Himmelskörper und die Mondphase
- Die gerade sichtbaren Sternzeichen und Himmelskörper und ihre Helligkeit
- Die Frage, ob wir uns am Tag, Nacht, Abend- oder Morgendämmerung befinden
- Die Frage, wann genau wir uns im Jahr befinden
- Das Wetter
- Die Frage, ob wir uns im Freien, in einem überdachten Bereich, in einem Haus oder gar unter Tage befinden

Vom Persönlichen Standpunkt aus (wenn wir von einer Person ausgehen, die den Versuch unternimmt):
- Spezies
- Geschlecht
- Alter
- Die Umstände der Geburt (sämtliche Fragen aus dem äußeren Standpunkt)
- Moralische Einstellung
- Überzeugungen

Vom Versuch selbst aus gesehen:
- Die Tätigkeit 'Schlossknacken' an sich, und die Rolle, die sie in der Welt spielt. Das ist schwer in Worte zu fassen, aber ich will einen kurzen Vergleich anstellen:
Ein- und dieselbe Sternenkonstellation wird auf die Tätigkeit 'Bogenschießen' einen anderen Effekt haben als auf die Tätigkeit 'Nahkampf'
- Die Frage nach dem Grund, warum die Person den Versuch unternimmt

Vom Standpunkt des Gegenstandes des Versuchs aus gesehen:
- Der Schöpfer des Schlosses (siehe vom persönlichen Standpunkt)
- Die Gedanken, mit denen der Schöpfer des Schlosses das Schloss geschaffen hat
- Die Sache, die das Schloss jetzt bewachen soll


Man darf den Einfluss der Sterne auch nicht überbewerten. Wenn die Sterne sehr schlecht stehen (diese Phrase verwende ich jetzt mal vereinfachend für das, was ich da oben verzapft habe), dann verwandeln sie deinen Tag in einen Tag, an dem "einfach alles schiefgeht", aber wir wissen, es kommen auch bessere Tage. Und es heißt auch nicht, dass ein wirklich verdammt guter Dieb, der im Leben schon mehr Schlösser geknackt hat, als er zählen kann, dann auf einmal keine Schlösser mehr knacken kann. Es wird aber länger dauern, seine Konzentration ist vielleicht plötzlich nicht mehr so da, und es kann auch sein dass sein Dietrich abbricht - im schlimmsten Fall.
Und im Kampf kann solch ein "geringer" Einfluss dennoch über Sieg oder Niederlage entscheiden.
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Tja, soviel dazu. Das hat echt gedauert, alles zusammenzutragen. Ich hoffe, wer auch immer das gelesen hat, hatte Spaß dabei!
 

Joshuah

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Soo, hier bin ich mal wieder, und zwar mit etwas, das ich eigentlich nicht angekündigt hatte.
Ich habe in der letzten Zeit sehr viel Zeit damit verbracht über meinem kleinen Weltchen zu brüten und auch ein, zwei Dinge zu ändern, mit denen ich nie richtig warm geworden bin. Und was aktuell für diesen Thread hier wichtig ist, ich habe angefangen mit der Geographie, und habe festgestellt, dass da noch ein gewisser Rattenschwanz dranhängt. Und zwar schlicht, dass die Äonenkatastrophe, die ich schon erwähnt habe, ihre Auswirkungen auf die Geographie der Erde hat. Ich habe dann also angefangen, alles, was so zu dieser Katastrophe gehört, ein bisschen auszuarbeiten.

Außerdem ist das hier wie alles andere ein Work-in-Progress. Es kann sein, dass sich Fehler eingeschlichen haben. BITTE, wenn jemand einen Fehler entdeckt, schreibt mir, ob hier, per PM oder so ist egal!! Ich habe hierdran bestimmt fünfmal so lange gesessen wie ich wollte (Ächz). Ich werde auch mein Python auffrischen, um die Rechnungen vernünftig hinzukriegen. Naja, ich denke nur laut

Also denn, here we go:

KOSMOLOGIE - PART 3

DER LOKALE RAUM

Wir haben oben die Struktur des Kosmos sowie den Nachthimmel und einige Mythen betrachtet. Nun will ich einen
Schritt weiter gehen und den "lokalen Raum" betrachten, also den Kosmos und die Dinge, die in einer relativ kurzen
Entfernung zu ihm liegen. Außerdem werde ich die Bewegungen des Kosmos und der Dinge beschreiben, die sonst im lokalen Raum liegen.
Das sind nicht allzuviele Dinge, deshalb will ich es kurz machen:

Die Außerkosmische Achse und das Äon
Der Kosmos, das heißt die Sonne sowie ihre Planeten, kreist wiederum um das, was Gelehrte die "außerkosmische Achse"
nennen, Eine Gerade, die senkrecht durch den Raum verläuft. Es gibt Gelehrte, die auf dieser Achse weitere Himmelskörper vermuten, und in der Tat ist die Milchstraße
ein komplexes Gebilde aus silbrigen Partikeln, welche ebenfalls in Milliarden Einzelbahnen um diese Achse kreisen. Wie oben vermerkt, ist dieser Fakt
den Erdenbewohnern unbekannt.
Die Bahn, auf der sich der Kosmos bewegt, ist stark elliptisch geformt, und ein Umlauf des Kosmos um die außerkosmische Achse dauert
exakt 14233 Jahre, 76 Tage, 14 Stunden, 48 Minuten und circa 12,3391732 Sekunden, das Schaltjahr alle 4 Jahre mit eingerechnet, von Beginn an gezählt. Diese Dauer bezeichnen die Magier aus Jeirtalar als "Kosmosjahr", die meisten Gelehrten einfach "Äon",
bzw. jeweils äquivalente Worte in ihren Sprachen. Am Ende jedes Äons tritt das ein, was die Gelehrten als "Äonenkatastrophe" bezeichnen.
Die Zenitpunkte liegen somit bei 0 und 7116 Jahren, 220 Tagen, 19 Stunden, 24 Minuten und circa 6,1695866 Sekunden, das Schaltjahr alle 4 Jahre bereits mit eingerechnet.
Die exakte Dauer des Kosmosjahres/des Äons ist übrigens unbekannt auf der Erde, aber die bis dato angestellten Berechnungen sind bis auf 5 Jahre genau. Die Götter - die diesen Kreislauf geschaffen haben - sowie die Bewohner ihrer Reiche sind in solchen Punkten besser informiert. Die Götter zählen wenn es um die Berechnung des Äons geht wohlgemerkt in Palaststern-Jahren, also der Dauer,
die der Palaststern für eine Umkreisung der Sonne benötigt, schlicht, weil er für sie in kosmischen Dingen die Referenz darstellt - zumindest für diesen Kosmos.
Momentan befindet sich der Kosmos ungefähr auf halbem Weg auf seiner Bahn, genauer gesagt im 7522. Erdenjahr nach der 39. Äonenkatastrophe (siehe "die Äonenkatastrophe" - und diesen Zeitpunkt bitte nur als ganz grobe Richtlinie sehen, denn nicht alle Abenteuer, die in der "Gegenwart" spielen, starten auf die Sekunde genau am gleichen Zeitpunkt - und verlaufen zeitmäßig auch ganz unterschiedlich, daher ist es nicht sinnvoll, die "Gegenwart" so genau zu bestimmen. Aber ich denke auf das Jahr genau ist eine gute Momentaufnahme - das Thema ist eine ganze Diskussion wert, deshalb breche ich hier mal ab).
Die letzte Zahl, also die Nummer des Äons, ist nur den Göttern und den Bewohnern ihrer Reiche bekannt, es gibt auf der Erde ausschließlich Mutmaßungen darüber, wie lange dieser Kreislauf
schon stattfindet. Die Zahl 7522 wurde auf plus minus 5 Jahre genau von Jeirtalanischen und Monvetischen Gelehrten unabhängig voneinander berechnet (mit verschiedenen Ergebnissen).
Dass die Antwort auf die Frage, das wievielte 'Äon' die Erde gerade erlebt, unbekannt ist, ist der Tatsache geschuldet, dass die Äonenkatastrophe alles Leben sowie beinahe alle Bauwerke auf der Erde
vernichtet, (Ausnahmen sind z.B. der Hauptturm von Jeirtalar sowie die große Mauer, die Chisana nach Süden hin abschirmt - siehe "die Äonenkatastrophe").

Kometen
Es gibt verschiedene Kometen, welche teilweise in sehr hohen Umlaufbahnen um die Sonne, aber auch um die außerkosmische Achse kreisen.
Selten nähern sie sich der Erde.
Man kann also die Kometen in zwei Gruppen einteilen: die einen, die um die Sonne kreisen, und damit unabhängig vom Äon (also dem Punkt des Kosmos auf seiner
Umlaufbahn) sind, und die Kometen, die um einen Punkt auf der außerkosmischen Achse kreisen und deren eigene Umlaufbahn die Umlaufbahn des
Kosmos soweit schneidet, dass sie zumindest einmal im Äon oder alle x Äonen sichtbar sind.

Gruppe 1 - Kometen, die um die Sonne kreisen
zwei Kometen sind alle paar Jahrzehnte zu sehen, ein dritter ist etwa alle 220 Jahre zu sehen. Begleitet wird ihre Erscheinung durch
eine Zunahme von sichtbaren Sternschnuppen. Ihre Strahlung ist auch astrologisch relevant.
Die Perle des Ozeans
Diesen klangvollen Namen haben ihm Sterndeuter gegeben, die in ihm einen gewaltigen Edelstein vermuten, rund wie eine Perle und von außen glattpoliert. Und in ihm soll ein Ozean einer
fremden Welt eingeschlossen sein, bewohnt von Ozeanischen (siehe irgendwann folgender Post über Völker), die diese Welt nicht kennt. Er leuchtet tiefblau und recht hell,
ist jedoch an seinem Termin nur zweieinhalb Stunden zu sehen. Er erscheint alle 75 Jahre.
Der Stern des Aufbruchs
Man sagt, dass dieser Komet denjenigen Glück bringt, die eine Sache beschließen, während er am Himmel steht. In der Tat ist sein Erscheinen im astrologischen Gefüge
eine Kraft, die längerfristige Unternehmungen mit einem gewissen Schutz vor zukünftigen schlechten astrologischen Einflussen versieht. Dieser Schutz versiegt zwar
nach einigen Jahrzehnten und ist auch nicht allzu gravierend, aber doch nicht so winzig, dass er vernachlässigbar wäre.
Er erscheint alle 87 Jahre und ist eine halbe Stunde zu sehen.
Der Leuchtende
Er saust mit einer solchen Geschwindigkeit an der Erde vorbei, dass er mit einem gleißenden Lichtblitz, der nur Sekundenbruchteile dauert, den Himmel erhellt. Ein anderthalbstündiger
Regen aus Sternschnuppen folgt ihm, weshalb die Kirche in ihm gern einen Boten von Dingen sieht, die wie die Vorfahren der Götter zur Erde geschickt wurden (Dass die Götter auch Vorfahren haben,
ist an dieser Stelle schlicht der Glaube der Kirche, nicht canon-Realität). Er wird auch nicht von allen irdischen Gesellschaften als Komet wahrgenommen, sondern mehr als ein
nicht an einen Gegenstand gebundenes kosmisches Ereignis. Die Sterndeuter der Kirche beobachten allerdings seit Jahrtausenden den Himmel und studieren seine Geheimnisse, weshalb
sie nicht nur erkannten, dass sich der Leuchtende verhällt wie die anderen Kometen, sondern sie fanden auch heraus, dass er sich als winziger Lichtpunkt, noch weit von
der Erde entfernt, ankündigt.
Er findet alle 220 Jahre seinen Weg zur Erde.

Gruppe 2 - Kometen, die um die außerkosmische Achse kreisen
(GAP!!)

Der Dämonenschlund, die zweite
Er liegt fix auf der Bahn des Kosmos, an einer Spitze der Ellipse, die die Bahn des Kosmos beschreibt.
Der Abstand des Kosmos zum Schlund ändert sich also ständig, und damit nicht nur seine Größe am Nachthimmel (der Dämonenschlund nimmt bei der Äonenkatastrophe temporär den ganzen Nachthimmel ein) sondern auch der Grad des Einflusses, den der Schlund auf die Erde nimmt.
Das ist der Grund, warum es jetzt, auf ungefähr halbem Weg und damit von fast allen Zeitpunkten am weitesten weg vom Schlund, verhältnismäßig friedlich ist auf der Erde.
Und es war der Grund, warum vor Jahrtausenden etliche Grausamkeiten, Kriege und auch einfach sehr einschneidende Ereignisse die Erde getroffen haben, als die Erde noch näher am Dämonenschlund lag. Jedoch hat die Erde jetzt (nach mehr als 7522 Jahren) schon seit einiger Zeit gewissermaßen ihren "Zenit überschritten" und bewegt sich wieder auf den Schlund zu. Es bleibt also abzuwarten, wie der Einfluss des Schlundes die Geschichte weiter beeinflussen wird.

DIE ÄONENKATASTROPHE
Wie oben erwähnt geschieht in Palaststern alle 14000 Jahre etwas, das man praktisch in
jeder Gesellschaft, in der sie bekannt ist, als "Äonenkatastrophe", "großer Kataklysmus" oder
ähnliches bezeichnet. Mir persönlich gefällt der Begriff "Äonenkatastrophe". Diese Konvention
findet sich in Monvet und in Jeirtalar, den wichtigsten menschlichen bzw. multikulturellen Gesellschaften, wenn es um Gelehrsamkeit geht.
Die Äonenkatastrophe ist eigentlich ein Prozess, der sich insgesamt über ein Jahrtausend hinzieht, und der seit mittlerweile 38 Kosmosjahren eine feste Institution im göttlichen Miteinander ist.
Die allgemeine Bezeichnung "Katastrophe" ist schlicht die von Gelehrten gewählte Bezeichnung für ein welterschütterndes Ereignis, über das bei den sterblichen Völkern nichts weiter bekannt ist.
Um zumindest soviel von der göttlichen Politik vorzugreifen, dass man hier ein gewisses Verständnis erlangt, seien soviele allgemeine Fakten preisgegeben:
Die edlen Götter, die den Kosmos als solchen geschaffen haben, haben sich diesen als einen Wohnort eingerichtet, während der Wohnort der dunklen Götter, wie oben schon erwähnt,
der Dämonenschlund ist. Die Reiche und Armeen der jeweiligen Götter befinden sich dementsprechend auch im Kosmos bzw. dem Dämonenschlund. Die edlen Götter stehen mit
den dunklen Göttern seit Ewigkeiten in einem Konflikt, und der lokale Raum ist schon seit langer Zeit Teil desselben. Die Form, auf die
sich beide Seiten momentan einigen konnten, ist die, dass in festgelegten Abständen - nämlich denen, die wir jetzt als 'Äonen' kennen - eine größere Schlacht stattfindet,
in der beide Seiten die Gelegenheit haben, ihre Armeen gegeneinander ins Feld zu führen. Zwischen diesen Schlachten findet eine lange Schlachtpause statt, in der die
Parteien auf gewisse Nebenschauplätze ausweichen. Die Erde enthielt und enthält einige solcher Nebenschauplätze, doch auch Spiele sind sehr beliebt
unter den Dämonen und Gottgeschaffenen, auch wenn man diese kaum mit irdischen Spielen vergleichen kann. Auch der systematische Aufbau der Armeen der beiden Seiten ist
ein Thema, aber ich schweife ab.
Und auch wenn ich das ganze als ein "Miteinander" bezeichnet habe, liegt allen Göttern, egal auf welcher Seite, sehr am Herzen, die Ideen, für die sie stehen, zu verteidigen. Die Götter sind stolz
auf das, was sie verkörpern und hassen das jeweilige Gegenteil sowie die Wesen, die für dieses stehen, doch sie alle haben einen anderen Horizont als ihre Schöpfungen, ob es nun die Erdbewohner oder
die Bewohner ihrer Reiche sind, mit denen wir sie vergleichen. Aber weiter im Text.
Jene apokalyptische Schlacht, die am Ende jedes Äons stattfindet, dauert ein Jahrtausend, und hat festgelegte Termine, an denen die jeweils erste Kampfhandlung stattfinden
darf und an dem die Kampfhandlungen beendet sein müssen. Der Anfang ist nicht der Zenitpunkt der Ellipse, die die Umlaufbahn des Kosmos beschreibt, sondern der Punkt, an dem er sich
500 Jahre vor diesem befindet. So verläuft die Äonenkatastrophe vom Jahr 13733 bis zum Jahr 500.
Das Schlachtfeld ist eine theoretische Sphäre, deren Durchmesser immer mit den Äußersten Bereichen des Kosmos und des
(trichterförmigen) Dämonenschlundes abschließt. Diese Sphäre wird also kleiner und größer, da sich der Kosmos bewegt, nebenbei gesagt. Das bedeutet, dass die Erde durchgängig
Teil dieses Schlachtfeldes ist.
Ja, viele edle Götter versuchen, die Erdbewohner lange vor Kampfbeginn zu warnen, schaffen Rettungsmöglichkeiten und offenbaren was nötig ist, diese zu nutzen.
Wenn ich von Rettungsmöglichkeiten spreche, dann ist das in allen Fällen erst einmal eine Einladung in ihre jeweiligen Reiche und dort in die für sie sichersten Plätze.
Die Erdbewohner im jetzigen Äon haben einen völlig freien Willen und werden gleichzeitig von dunklen Göttern verführt, verwirrt und belogen werden, auf dass sie unvorbereitet
in die göttliche Schlacht hineinstolpern.
Diese Umstände kann man als einen weiteren Nebenschauplatz im göttlichen Konflikt begreifen, und ist nochmal ein eigenes Thema.
Was die Erde betrifft, so haben die dunklen Götter und ihre Armeen während der göttlichen Schlacht ihre diebische Freude daran, die Erdbewohner zu töten, zu quälen, zu versklaven
und zu entführen, ganz wie es ihrem Naturell entspricht. Und auch einige edle Götter senden ihre Armeen, um die Erde und ihre Bewohner zu schützen, oft auch trotz der
Tatsache, dass diese bis zuletzt nicht auf ihre Botschaften gehört hatten. Doch hier kommt es ganz auf die Gottheit an, und auch manchmal auf die persönlichen Entscheidungen
von manchen Gottgeschaffenen.
Die göttliche Schlacht hinterlässt verständlicherweise ihre Spuren auf der Erde. Gebirge werden zerschmettert, Höllenfeuer fegt über das Land und die Ozeane erleben Stürme, die sie von
ihren Becken fortreißen. Der göttliche Konflikt hat andere Dimensionen als irdische. Der Plan sieht nach 800 Jahren das Ende der Kämpfe vor, sowie die Vorbereitung auf die Schlachtpause.
In diesem Zeitraum schaffen die Götter viele kosmische Strukturen neu, und bereiten sich vor auf die nächste Schöpfung. Faktisch finden auch in dieser Zeit noch Scharmützel statt, denn nicht alle Götter halten sich an den formalen Plan.
 
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