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Brettspiel Cthulhu Wars

Luzifer

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Ich berichte mal von dieser Woche, da ich mich eigentlich 2 Neulinge in die Welt von CW entführen wollte, es aber schließlich nur einer wurde. Für ihn war es auch ein recht großer Sprung. Zwar bearbeite ich ihn schon seit einem Jahr, was sein Allgemeinwissen an Spielen angeht. Aber bislang waren es nur Ausflüge in Gefilde wie Magic Maze, Menara sowie sämtliche Partyspiele, die ich besitze. Ein Sprung zu CW war durchaus gewagt. Jedoch ist er ein cleveres Kerlchen und so sagte ich mir: Wird schon schief gehen.

In unserer Dreierpartie stieß noch ein CW-Veteran dazu. Unserem Neueinsteiger überließ ich die geradlinigste aller Fraktionen und auch den NAmensgeber des Spiels: Cthulhu. Der Veteran spielte "Wächter des Weges", was meine absolute Lieblingsfraktion darstellt. So durfte ich sie mal wieder von der anderen Seite bestaunen und mich eins ums andere Mal über die genialen Fähigkeiten ärgern. Ich selbst machte mich mal daran die Uralten erneut zu testen. Und um es noch anspruchsvoller zu machen, spielten wir mit dem Grässlichen Azathoth und Nodens als neutrale Große Alte sowie dem Kosmischen Schrecken Pack als zusätzliche neutrale Schrecken (Terrors).

Wie erwartet ging die Erklärung der Regeln recht schnell. Die nächste Hürde - das Verstehen der Fähigkeiten der eigenen Fraktion - dauerte etwas länger für den Cthulhu Spieler. Das ist aber auch ganz normal. Ich gab ihm etwas mehr Zeit, da ich parallel die Kinder ins Bett brachte. Sogar eine Gute-Nacht-Geschichte war noch drin - aber nicht von kosmischen Monstern. Das hätte ich bereut.
:D


Cthulhu startete absolut klassisch (für neue Spieler) mit einer defensiven Ausbreitung, ohne anderen zu Nahe zu kommen. Der Wächter suchte sofort die Nähe zu meinen Uralten und wir behakten uns schon aber Runde 2 mit kleineren Scharmützeln. Ich selbst versuchte mich Auszubreiten, aber auch gleich von Beginn an nicht zu defensiv zu sein und lediglich die Kathedralen zu bauen. Im Grunde waren sie immer erst dann dran, wenn ich noch Punkte übrig hatte und andere Pläne erledigt waren. Ich achtete darauf, dass ich sie gut verteile und nicht 3 Macht für sie zahlen muss.
Schon früh holte ich mir die große Rasse von Yith. Mein Plan war es mich weniger mit dem Wächter in Kämpfe zu verstricken, sondern ihm hier und da Kultisten im Vorbeigehen zu rauben. Klappte 1 Runde gut. Dann ließ er ständig den Schreckensfluch von Azathoth auf mich nieder regnen... Und so war auch die großartige Rasse von Yith schon bald Geschichte.
Meine Antwort: Den Riesenstaubsauger. Ich meine natürlich die Dhole! Genial! Ich ließ sie allein über die Erde wandern und ständig kämpfen (Wenn sie im Kampf getötet ( eliminiert) wird, erhält man 2 Ältere Zeichen). Es war fantastisch. Entweder fegte sie eine Area leer. Oder ich ergatterte Ältere Zeichen. Insgesamt 4 Stück (1 -2 - 2- 3) und dadurch also 8 Siegpunkte. Das war es wirklich wert! Im Umkehrschluss würde ich mir Yith eher nicht mehr in dieser Konstellation holen, die Dhole aber jederzeit wieder.

Der Wächter beschwerte sich ständig, dass sein Yog-Sothoth in einem Spiel mit 3 Spielern und den Uralten, die ja keinen eigenen Großen Alten haben benachteiligt sei. Damit könnte er sogar ein wenig recht haben. Allerdings war es ja seine Wahl. Und andererseits standen ja auch neutrale Große Alte zur Verfügung. Kurz war er davor den Grässlichen Azathoth zu holen. In dieser Partie hätte er damit aber auch nicht gewonnen. Dafür war Cthulhu bereits viel zu stark.
In diesem Spiel hatte ich in dem Wächter einen Gegner, der sich außerordentlich gut auf psychologische Kriegsführung verstand. Ein Genuß! Ständig kamen Kommentare - hauptsächlich an den Neuling gerichtet - welche klar die Beeinflussung der Spielzüge zum Ziel hatte. Bei mir probierte er es auch. Ich stieg in das Spiel ein. Der arme Cthulhu... ;D Aber er konnte damit umgehen. Und hörte zum Glück häufiger auf mich. Denn ich meinte es schließlich gut mit ihm
:evil:




Es folgten weitere Scharmützel zwischen dem Wächter und mir. Mit welchem Ergebnis? Cthulhu breitete sich weiter aus und zog davon. Leider hatte ich auch selbst 2 mal für den Tod von Cthulhu gesorgt und unser Neueinsteiger häufte "unbemerkt" nicht nur Tore, sondern auch Ältere zeichen an.

Das Spiel endete in einem Sieg für Cthulhu (36), gefolgt von den Uralten (32) und dem Wächter (28). Zugegeben, ein wenig Welpenschutz war dabei. Dafür hat er gleich gefragt, ob wir es nochmal spielen. Jetzt, da er "seine Fraktion" ja jetzt kenne.

Was habe ich an Erkenntnissen erlangt:

Die Uralten lassen sich durchaus offensiv spielen. Neutrale Einheiten sind hierfür allerdings unerlässlich. Ich habe mir zwar in diesem Fall keinen neutralen großen Alten geholt, weil die Dhole in diesem Falle für mich diesen Platz ersetzte. Aber dennoch sehe ich durchaus die Notwendigkeit die Uralten mit variablen Taktiken zu ergänzen.
Im Spiel mit 3 Fraktionen gibt es immer einen, der als lachender Dritter hervorgeht, während die anderen 2 Fraktionen sich klein halten. Ich habe es noch NIE anders erlebt. Leider muss ich also sagen, dass 3 Spieler eine denkbar ungünstige Spielvoraussetzung sind.
Verbale Verhandlungen am Tisch machen echt Spaß. Sie sind nich jedermanns Sache. Aber es kann das Spiel wirklich verschärfen und das Spielerlebnis intensivieren.
Neutrale Einheiten sind verlockend. Manchmal lohnt sich die Investition allerdings nicht. Oft dagegen schon. Es erfordert eine gewisse Erfahrung, um sie sinnvoll einzusetzen.
Ich liebe den Wächter des Weges als Fraktion.
 
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