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Charaktergeschlecht, Pen&Paper vs Online-Games/Konsolen-Spiele

Ancoron

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Also während ich hier gelangweilt auf der Arbeit verschimmle, kam mir so der Gedanke, nach welchen Kriterien ich meine ganzen Charaktere eigentlich kreiert habe.

Nun ja, um es kurz zu machen... Als aktiver Pen&Paper Spieler habe ich eigentlich immer männliche Chars erschaffen, da ich mich zum Teil mit diesen identifizieren konnte...
(welcher Teil von mir Remy LaValle ist, will ich gar nicht wissen)

Als ich dann mit MMORPGs anfing habe ich das im Anfang auch so gehalten.... Wobei bei diesem ersten Spiel das für andere Spieler irgendwie immer ein Grund war, mich zu sinnfreien Duellen zu fordern.
Irgendwann (als es mir total auf den Sack ging), habe ich damit angefangen, weibliche Chars zu erstellen. Und hatte plötzlich meine Ruhe......

Und bei DCUO oder SWTOR war es dann schlicht und ergreifend so, das ich als Spieler zwar eine große Auswahl an figurentechnischer Modifikationen hatte, mir die meisten männlichen Figuren aber schlicht nicht gefallen haben.

(gilt auch für KonsolenGames)

Also spiele ich dort seit Jahren meist weibliche Chars - wobei ich bei direkten Pen&Paper, aber auch in online bassiertem Rollenspiel eindeutig immer mit einem männlichen Charakter ins Getümmel stürze....

Wie ist das bei euch so?
Es würde mich einfach mal am Rande interessieren....
 

Nord-Nerd

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Pen&Paper: Meistens männliche Charaktere, eben wegen dem von dir schon angeführten Grund; der Identifikation. Für NoReturn habe ich mal eine völlig durchgeknallte Gangleaderin gespielt; das Geschlecht war hier aber fast schon Nebensache. (Eine Freundin hat diesen Charakter damals für mich gezeichnet. Bei Interesse poste ich das Bild mal hier...)

MMORPG / Videospiele: Fast nur weibliche Charaktere. Warum? In Third-Person-Spielen habe ich schlicht keine Lust die ganze Zeit auf einen "männlichen" Hintern zu starren. :D Außerdem liebe ich es, einen Charakter mit bizarren Frisuren zu versehen und das sieht bei männlichen Figuren manchmal echt schräg aus. Hier lege ich Wert auf Styling und Accessoires, so dass ich gelegentlich anstrengend bin. GTA5, Star Wars Galaxies, Skyrim und Fallout4 sind nur ein paar der Spiele, in denen ich weibliche Charaktere bevorzugt habe.
 

puck

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Das mit der Identifikation verstehe ich nicht so ganz. Warum können sich die meisten Spieler mit einem massenmordenden Cyborg, einem entrückten Elfen oder fanatisch religiösen Inquisitor identifizieren, obwohl deren Charaktere dem eigenen stark widersprechen, aber eine Frau geht nicht?
Im Rollenspiel, sowohl P&P als auch Computer, wechsel ich das Geschlecht immer hin und her. Es gibt so viele Aspekte, die einen Charakter ausmachen, von denen das Geschlecht nur einer ist und wenn die Mehrheit der anderen für mich andeuten, dass das Geschlecht weiblich sein soll, dann ist das eben so. Dabei sind es bei verschiedenen Charakteren unterschiedliche Eigenschaften gewesen, die mich dazu bewegt haben das Geschlecht zu wechseln. Irgendwann im laufe der Charaktererschaffung erscheint ein Bild vor meinem inneren Auge und hin und wieder ist das eben eine Frau. Manchmal erfülle ich Klischees, manchmal handele ich ihnen absichtlich zuwider und manchmal liege ich irgendwo dazwischen.

Bleibt tapfer,

puck
 

Nord-Nerd

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Das mit der Identifikation verstehe ich nicht so ganz. Warum können sich die meisten Spieler mit einem massenmordenden Cyborg, einem entrückten Elfen oder fanatisch religiösen Inquisitor identifizieren, obwohl deren Charaktere dem eigenen stark widersprechen, aber eine Frau geht nicht?
Eine Frau geht schon, ist mir aber unangenehm, da ich ständig darauf Acht gebe, nicht zu feminin zu sein / wirken. Das brauchte ich bei meinem NoReturn-Weibchen nicht. Es ist mir einfach unangenehm, was aber nicht heißt, dass es nicht geht. Wenn ich leite, verkörpere ich die weiblichen NSC schon sehr gut. Mag ich es? Nein. Muss es manchmal sein? Ja, natürlich. Also lande ich wieder bei der Identifikation. Einen folternden Inquisitor zu verkörpern fällt mir eben leichter, als eine "Hausfrau mit Depressionen".
Auch andere Rassen (besonders Elfen), wähle ich eher ungerne als Spielercharakter. Das sind dann ähnliche Gründe, wie der oben genannte. Einen männlichen Menschen zu verkörpern (als Spieler), fällt mir dann eben leichter und ich mag es lieber.
 

Stivo

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ich spiele bei MMOS bzw PC games fast ausschließlich Weibliche Chars, (Dragon Age zb nen Weiblichen Zwerg, SW:TOR ne Weibliche Chiss usw.) weil die Optisch einfach mehr hergeben und 2. ich gerne meine Gegner Ärgere :D (die meisten haben ein Problem damit von einer Frau besiegt zu werden, die sie dann auch noch maßlos unterschätzt haben :D )
bei P&P hält es sich da die Wage, ich spiele fast nie Menschen weil ich was anderes als mich selbst spielen will... und will ich komplett ausbrechen lieght die Frau am nächsten...
ich wüsste auch nicht wieso ich mich bei nem Spiel mich selbst spielen soll.... ich hab doch im RL genug mit mir zutuen :D
bei D&D zb habe ich eine reihe an Weiblichen Chars die ich total liebe.... ganz vorne ist meine Waldgnomin, Warlock mit einem Pack einer Fee, sie ist lediglich auf reisen weil sie einen Reiseführer schreiben möchte. beim Direkten Spielen merke ich auch kaum das ich ein weiblichen Charakter spiele... lediglich wenn es tatsächlich um Geschlechter spezifische Situationen geht (zb wenn ich mit der Gruppe mal in ein Bordell marschiere oder wenn ich angesprochen werde) ansonsten spiele ich den Charakter wegen seiner Züge und werte...

mir machts Spaß skurriles zu spielen was sehr sehr weit von meinem Realen ich weg ist. zum einen weil es eine Herausforderung ist und zum anderen weil ich es mag mir Gedanken zu machen, wie wohl die Person reagieren würde oder was sie Denkt

was bei mir garnicht geht sind Charaktere wie Paladine und Kleriker... also Gottesfürchtige Personen, ich als harter Atheist kann keinen Bekehrenden Gläubigen spielen...natürlich habe ich es schon versucht und mir wurde schlecht dabei :D
 

Rhizom

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Was bedeutet das denn eigentlich, wenn Ihr sagt, ihr spielt eine „Frau“? Bedeutet das nur, dass Euer Charakter körperlich weibliche Geschlechtsmerkmale hat? Oder assoziiert Ihr mit „Frau“ auch ein bestimmtes Verhalten, bzw. bestimmte soziale Eigenschaften?


Im Computerspiel gibt es ja sowieso wenig echtes Rollenspiel. Da wird es wahrscheinlich nur um das Aussehen gehen. Aber im P&P?


Wenn Ihr nämlich bestimmte Verhaltensweisen oder Eigenschaften spielt, würde ich immerhin zu bedenken geben, dass Ihr wenn, dann, wohl eine (tendenziell) weiße, westlich, neuzeitlich sozialisierte Frau spielt, weil die Eigenschaften, die Ihr als weiblich anseht ja eben aus dem Durchschnitt dessen gebildet sind, was uns so als weiblich begegnet. In echt und in Film und Literatur. (Auch die Frauen in Fantasy-Filmen und -Romanen sind ja meist nach dem Muster westlich neuzeitlich sozialisierter Frauen gebildet)


Ich weiß nicht, ob Frauen im Mittelalter auch nur annähernd ähnliche Eigenschaften und Verhaltensweisen hatten wie die typische westlich neuzeitlich sozialisierte Frau. Und bei Zwergenfrauen und Elfenfrauen weiß ich das erst recht nicht. Insofern finde ich Pucks Anmerkung sehr wichtig, dass Elfen und Zwerge ja komplett anders ticken als Menschen und eine Zwergin (egal welchen Geschlechts) zu spielen ist insofern weit exotischer als eine „Frau“ auf der Grundlage von westlich neuzeitlichen Frauen zu spielen. Denn so groß sind die Unterschiede von weiblich sozialisierten und männlich sozialisierten ja hier und heute nicht.
 

Ancoron

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Also zum einen muss ich anmerken, das ich es geschafft habe, über Monate hinweg einen ganzen Server dahingehend zu überzeugen, das ich real eine Frau bin - bei MMORPGs spielt die Kommunikation mit anderen Spielern trotz allem eine große Rolle...

Bei reinen Konsolen-Spielen geht es wirklich nur um das Aussehen, wobei ich dazu anmerken muss, das ich Frauen einfach schöner finde (womit ich mich jetzt eindeutig als heterosexuell geoutet habe) :D

Aber ich glaube nicht, das ich bei einer Tischrunde, einen weiblichen Charakter auch nur ansatzweise überzeugend herüber bringen könnte.

@Rhizom, dein Einwand betreffend der Geisteshaltung bzw der Verhaltensweisen ist nicht ganz korrekt, da es ja nicht nur mittelalterliche Pen&Paper gibt, Rollenspiele sowieso von der jetzigen Zeit entwickelt und beeinflusst sind, und die Unterschiede zwischen den Rassen - als Beispiel SR - dort im Grunde nicht wirklich existieren.
Außerdem ist es nicht wirklich ein Unterschied, ob man nun einen Elfen oder eine Elfe spielt - man spielt sowieso die Version davon, die man sich vorstellt.
Aber bei einer reinen Tischrunde ist es für einen Mann wohl einfacher, einen männlichen Char darzustellen.....

Wobei ich gehört habe, das manche Spieler es auch schaffen, minderbemittelte Schweinehirten bzw fette, alte, strenggläubige Paladine mit merkwürdigen Freunden überzeugend zu spielen :p:D
 

Stivo

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ich denke das Frauen die als Kriegerin fungieren nicht viel anders sind als Männliche. natürlich gibt es da Unterschiede aber zwischen Kriegerin und Bäuerin sind da schon größere Unterschiede, als bei Krieger und Kriegerin(allein durchs Umfeld, Erziehung usw.) ich denke immer eine Frau ist Emotionaler als ein Mann(in gewissen Situationen) ich spiele Frauen auch eher Geschickter und bedachter als Männer... ist natürlich Klischeehafter aber das wären so allgemein die Unterschiede (fals ich es nicht explizit in den Charaktereigenschaften stehen habe, denn das kann auch noch ein unterschied ausmachen)
ich mach mir auch Gedanken darüber wie es wohl Kulturell und auch "Zeitlich" wohl so unterschiedlicher ist zu heute, aber genau kann man sowas ja nicht sagen. ein Zeitlicher unterschied wäre hier für mich wohl das Frauen eher zur Waffe greifen als Heute(man muss auch bedenken das wir zu der zeit einfach gewisse soziale Regeln hatten die es in Fantasy spielen nicht gibt)
da einfach der Stand eines Kriegers höher ist und wenn eine Frau darauf zugriff hat wird sie dies eher in betracht ziehen als einen Stand der weniger "Wert" ist(da unterscheidet sich ja auch nicht viel zur Realität, Krieger sind mehr wert als ein Bauer... was für mein persönliches Verständnis nicht der Fall ist :D aber so ist das mit dem Sozialen ;) )

Charaktereigenschaften für Frauen die ich oft nutze sind da Bedacht, Vorsichtig, zurückhaltend, Fokusiert usw. aber auch bei Attributen achte ich da eher drauf... ne Frau mach ich weniger Stark dafür Intelligenter/Weiser oder Geschickter/Charismatischer jeh nach Klasse eben...bei Magiern wäre eher das Charismatische statt Intelligenter (beide Geschlechter können gleich Intelligent sein, Frauen wirken geschickter als Männer die durch den Breiten Oberkörper eher wie ein Wandschrank wirken und eine Frau Graziler, das soll einfach auch durch die Werte verdeutlicht werden, was aber nichts mit der Tatsächlichen Stärke zu tuen hat)
auch bei Talenten schaue ich eher das Frauen eher Theoretische und Männer eher Praktische Talente haben... ich hab allerdings auch eine Bardin die eine reine Unterstützerin ist(fand die idee einfach super, keinen hau-drauf zu haben, sondern nen kleinen Helfer :D ) sie ist die Heilerin(Heil Zauber, Talente), Versorgerin(Köchin, Lager planerin) und Unterhalterin(Musik, Spiel, usw.)
selbst ihre "Angriffe" sind eher der Unterstützungs Natur, so behindert sie die Gegner, nimmt Gegner aus dem Kampf raus usw.
ich habe aber auch Barbarinnen die alles Umknüppeln was nicht bei 3 auf den Bäumen ist :D
auch hier ist ein großer unterschied in der Ausrüstung, so haben die Meisten Frauen Seife, Spiegel, Feine Kleidung, Instrumente, usw. dabei statt Handschellen, Ketten usw.
Frauen sind in meinem Kopf einfach gepflegter(was oft in Sozialen Momenten den Vorteil bringt).

effektiv sind beide Geschlechter, nur die Frauen sind im Sozialen, Wissens und Empatischen sachen effizienter als Männer, die wiederrum in Grobheit(Kneipenschlägerreien, Einschüchtern usw.) Reaktion(da impulsiver), Sportlicheren(klettern usw.) usw besser sind... was ebenfalls oft benötigt wird... deshalb macht es für mich keinen Unterschied was Effizienter wäre sondern wie möchte ich einfach spielen :D

in MMOS sehe ich das aber genauso... in SW:TOR zb ist meine Botschafterin weiblich, mein Soldat und Schmuggler ist Männlich. bei den nahkampf Jedi mache ich keinen unterschied
 
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Bei mir macht es eigentlich keinen Unterschied ob ich Videospiele oder PnP spiele. Weiblichen Charakteren geb ich dann den Vorzug, wenn die Ästhetik zum Wesen passen soll.

Weibliche Charaktere spiele ich kooperativer und rücksichtsvoller, männliche Charaktere spiele ich aufgedrehter und überzeichneter.

Bei Shadowrun hab ich einmal einen hyperaktiven Piloten mit hoher Risikoaffinität und Adrenalinsucht gespielt. Der war für mich halt einfach männlich.

Andererseits hab ich auch mal eine von Zuhause geflohene chinesische "Konzernprinzessin" gespielt, deren Vater sie gegen ihren Willen verheiraten wollte. Da hätte ich mir einfach keinen Mann vorstellen können.

Wenn es nur ums Aussehen geht (wie bei den meisten Videospielen) tendier ich aber zu Frauen.

Und ja, mein Post enthält latenten Sexismus. Aber das ist halt meine Wahrnehmung.
 

Screw

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Bei mir war das ursprünglich ziemlich ähnlich wie bei den meisten, die hier gepostet haben. Auch ich habe klassisch "weibliche" und "männliche" Rollenbilder in Charaktere verbaut, aber mittlerweile hat sich das ziemlich nivelliert. Ich habe ein grobes oder generelles Charakterkonzept im Kopf, baue es mir zusammen, der Rest kommt von selbst - und wenn bis dahin kein Geschlecht fest steht, dann würfle ich es aus. Gleiches gilt für sexuelle Orientierung, Aussehen, Persönlichkeit usw. usf.

Meine Charaktere beginnen allesamt als Idee eines oder ein paar weniger bestimmter Punkte. Beispiel: Kobold-Paladin ... mehr hatte ich nicht, ich wollte nur diese Kombi. Auch ein gutes Beispiel ist mein großspurig auftretender Kapitän in 7th Sea, der in jeder Stadt und jedem Hafen ein Kind zeugen möchte, aber als ich zur sexuellen Orientierung kam, war ich mir nicht sicher und würfelte ... stockschwul. Das mit dem Kinderzeugen ist also jetzt ein gutgemeinter, aber leider fehlgeleiteter Zauber den er los werden will, und die ausladend fröhliche und modebewusste Art nur zufällig zu einem Klischee geworden, die hatte er nämlich schon davor. Ich habe schon genug Menschen kennen gelernt und Lebensgeschichten erzählt bekommen, dass Geschlecht definitiv einen Unterschied macht, aber nicht die grundsätzlichen Wesenszüge bestimmt - genetisch ja, aber die Genetik ist bei Säugetieren ja zeit Lebens wandelbar, ist also nur bedingt richtungsgebend (ganz abgesehen davon, dass das im Rollenspiel relativ wenig Bedeutung hat - ungute Leut sind halt ungute Leut).

... wobei ich dazu anmerken muss, das ich Frauen einfach schöner finde (womit ich mich jetzt eindeutig als heterosexuell geoutet habe) :D
Nein :p;) ... ich kenne genug Leute, die unabhängig ihrer sexuellen Orientierung einem bestimmten Geschlecht bzw. Körpertyp optisch einfach mehr abgewinnen können. Meist sind das (in der "westlichen Welt") eher schlanke Frauen, da unser derzeitiges Gesellschaftsbild einfach so geprägt ist. War schon mal anders, wird sich auch wieder ändern.

Aber ich glaube nicht, das ich bei einer Tischrunde, einen weiblichen Charakter auch nur ansatzweise überzeugend herüber bringen könnte
Probier's aus, wenn du's wissen willst.

Wobei ich gehört habe, das manche Spieler es auch schaffen, minderbemittelte Schweinehirten bzw fette, alte, strenggläubige Paladine mit merkwürdigen Freunden überzeugend zu spielen :p:D
Ja, ich denke, ich könnte gelegentlich in diese Schiene passen ...
 

Sameafnir

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Ich spiele fast ausschliesslich weibliche Charaktere und dies aus dem einfachen Grund, dass sie mir mehr zusagen als männliche Charaktere. (Nur ganz am Anfang meine RPG Lebens hatte ich mal einen Krieger). Wobei bei 7te See könnte ich mir auch einen montaigneschen Kavalier zu spielen... jetzt wo ich so drüber nachdenke ... :)

Anmerken möchte ich, dass @Screw ganz hervorragend Frauenchars darstellt in einer Tischrunde :).
 

Thevita

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Also ich finde meinen männlichen Final Fantasy 14 Elezen wirklich hübsch und habe keine Ambitionen, den in eine Frau umzuwandeln. Ist aber auch das erste mal, dass ich ienen männlichen Charakter im Computerspiel habe. Der Zweitcharakter wird wieder eine Frau, aber nur, weil die Viera-Hasis monogeschlechtlich weiblich sind. XD

Im Pen&Paper hatte ich bis jetzt immer weibliche Charaktere, einfach, weil ich mich damit wohler gefühlt habe. In meiner D'n'D Tischrunde habe ich mich nun mal an einen männlichen Charakter getraut und es macht Spaß. Ob ich den als Frau nun wirklich männlich rüber bringe, weiß ich nicht, aber die Herren haben sich bis jetzt noch nicht beschwert. :)

Ich denke, die meisten Spieler spielen lieber ein anderes Volk als ein anderes Geschlecht, weil es einfach Aspekte gibt, die einem vom anderen Geschlecht einfach verschlossen bleiben, ganz einfach aufgrund der Biologie und so....
 

puck

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Ich denke, die meisten Spieler spielen lieber ein anderes Volk als ein anderes Geschlecht, weil es einfach Aspekte gibt, die einem vom anderen Geschlecht einfach verschlossen bleiben, ganz einfach aufgrund der Biologie und so....
Das leben als unsterblicher und magisch begabter Elf birgt auch Erfahrungen - sowohl biologisch als auch psychologisch - die ein Spieler nur erahnen kann. Trotzdem habe ich schon oft erlebt, dass die Herausforderung angenommen wurde, einen solchen darzustellen. Im übrigen kommt es mir auch überhaupt nicht darauf an einen weiblichen Charakter so darzustellen, dass alle Frauen bestätigen, dass das "richtig" war. Ich möchte einen interessanten Charakter spielen. Wenn der sich jetzt untypisch verhält, denn ist das eben so. Ich hatte auch schon Charaktere, die andere Eigenschaften mal anders ausgeprägt hatten, als man das so kennt, die dann aber nicht nur mir viel Spaß bereitet haben. Nicht alles so wie im Alltag machen zu müssen halte ich für einen der schönsten Aspekte im Rollenspiel.

Aber ich kann es auch gut nachvollziehen, wenn man rote Linien hat, die man nur ungern überschreitet. Ich kenne das vor allem beim Spiel mit Menschen die ich noch nicht so gut kenne. Dabei halte ich mich auch viel mehr an Konventionen.

Bleibt tapfer,

puck
 

hexe

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Ich wage die Behauptung, dass Männer in Computerspielen mehr männliche Charaktere erstellen würden, wenn es mehr weibliche 3D-Artists gäbe. Die zeichnen, malen, kreieren dann nämlich schlicht schöne Männer. Aber so sitzen da halt Männer und erschaffen Frauen... Frauen, die sie toll finden und Frauen, die dann wieder von Männern gespielt werden, weil die so geil aussehen.

Während man schon länger am Charaktergenerator sitzen muss, um einen ansprechenden Mann zu erschaffen, der weder Typ dicker Wikinger oder Typ Asia-Bubi ist. Da braucht es Zeit und Geduld und man schiebt jeden Nasen und Kinnregler dreimal hin und her bis der Kerl was her macht.

Dennoch suche ich mir weibliche Charaktere aus, ist ja schon schön genug wenn man überhaupt die Möglichkeit dazu hat mal einen weiblichen Charakter zu haben. Oft es dies ja gar nicht der Fall. Ich kann Witcher nicht mit Geralda spielen...


Analog - als Spieler
Ich habe mehr weibliche Charaktere, weil ich mehr Lust hatte die Welten als Frau zu erleben. Aber inzwischen sind auch ein paar Jungs dazu gekommen. Mein Highlight dazu war ein orientalischer Wüstentrommler, die sich als Frau verkleidet hatte (die Gründe sind lang und peinlich genug um hier ausgeführt zu werden). Also man spricht mit einer tieferen Stimme, die so tut als ob sie höher spricht. Der Spieler mir gegenüber fiel vor Lachen fast von der Bank.

Zur Zeit spiele ich aktiv in Star Wars eine 186 große, starke, schwarze Menschenfrau-Jedi mit kahl rasierten Kopf (bi - aber es ist Star Wars und Star Wars ist jetzt Disney und Disney ist Familienfreundlich und meine Flirtversuche waren dem SL irgendwie unangenehm).
In DSA hatte ich vorher die liebe, nette süße Schlangentänzerin (homo, aber zu kurz gespielt, um mich an die Magierin ran machen zu können).
In Earthdawn eine Elfe, normal groß, kürze Haare (blau), eher geschickt, weil Elfe, etwas kaltblütig, weil pragmatisch und realistisch (hetero - hat ihre wilde Phase aber schon hinter sich und gerade wenig Interesse.).
Ein aranischer DSA-Hexer, der etwas darunter leidet, dass sich die Hexen für etwas besseres halten, aber er gut genug aussieht, dass man ihn mit ins Bett holt (Nein, zu sagen hat er nicht gelernt - siehe Aranien).

Analog - als SL
Preiset die Vielfalt! Da spiele ich natürlich Alles. Unsterbliche Elfen. Eintagsfliegen. Ogerkinder und auch Männer. Wichtig ist mir dabei vor allem, dass so eine Menschheit zu 50% aus Frauen besteht und gerade wenn die Welt mir eine Gleichberechtigung seit Gedenken anbietet, die Geschlechter eben auch gleich verteilt sind. Also Nieder mit Geschlechterrollen! So richtig! Jungfräuliche Prinzen werden entführt und hoffentlich trotzdem gerettet. Fette Frauen sitzen betrunken pöbelnd im Straßendreck.

Da man selbst aber immer wieder in Geschlechterrollen verfällt, drehe ich gerne kurz vor dem Auftauchen des NSCs gerne das Geschlecht um. Der junge Wäscher, der nach dem Weg gefragt wird. Die alte Dorfschulzin. Klappt toll. Als Spielerin nervt es mich nämlich, dass man Frauen meist nur dort findet wo sie unabdingbar sind...
 
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