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Diskussion Bitte um Brainstorming für ein spezielles Forenrollenspiel

Feuertraum

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Hallo an Alle,

ich hoffe, ich bin in diesem Fall im richtigen Bereich, ansonsten bitte ich die Moderatoren, den Thread zu verschieben.
Ich komme mit einer wahrscheinlich ungewöhnlichen Bitte um die Ecke:

Eines meiner Projekte ist eine Schülerhilfenseite, die unter anderem auch ein Forum beinhalten soll, in dem Schüler Fragen zum Schulstoff stellen und andere Schüler (oder eventuell auch die Moderatoren) sollen da helfen (an dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön @Screw, der mir einige gute Ratschläge gab, um die Seite so zu gestalten, dass sie für Schüler auch eine gute Anlaufstelle ist).
Nun war neulich ein Kumpel von mir zu Besuch und sagte: "Wenn das Forum richtig witzig sein soll, dann sollte auch ein Forenrollenspiel zum Thema Schule mit dabei sein".
Ich fand (bzw. finde) die Idee gar nicht mal schlecht und habe im Netz geschaut, um Anregungen zu finden.
Leider habe ich nur zwei Seiten gefunden, und diese waren mit nur wenigen Beiträgen bestückt. Zudem waren diese eher belangloser Natur, so dass es keinen wirklichen Grund gab, an solchen Geschichten "mitzuspielen".

Nun überlege ich, wie man ein Forenrollenspiel zum Thema Schule (bzw. welches in einer Schule spielt) so gestalten kann, dass es für die Schüler/Spieler reizvoll ist, ihr Scherflein dazu beizutragen (und eventuell - wenn man schon mal da ist - eventuell Fragen anderer User beantworten.
Mir fällt dazu nur gerade herzlich wenig ein. Momentan bin ich bei einer MMORPG auf kleinerem Raum (also keine wirkliche Endloswelt) und dachte daran, eventuell kleine Quests einzubauen. Dies könnte aber eher ungünstig sein, da ich dann eigentlich keine neuen Spieler zulassen kann (zumindest wüsste ich nicht wie).

Und darum hoffe ich, dass der eine oder andere von Ihnen mir ein paar Ideen liefern kann, was ich da aufbauen könnte, welche Ideen man einbringen kann, ob Quests, und wenn, dann welche.
Dafür sage ich schon einmal Dankeschön im Voraus.
VG
Feuertraum
 

Screw

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In der Tat hab ich in der Richtung auch schon mal gesucht und bin auf 1w6-Freunde gestoßen. Ich weiß gerade nicht, mit welcher Altersgruppe du es zu tun hast, aber dieses System ist eigentlich recht simpel und kann thematisch sicher für viele Altersgruppen adaptiert werden.

Alternativ empfehle ich Laser & Feelings, das man auch leicht auf ein Schul-Setting anpassen kann (vielleicht mach ich das demnächst) und dieses baut sogar darauf auf, dass die Gruppe ihr Gelingen und Versagen selbst erzählt und gestaltet, kann also im Idealfall mit ganz wenig SL-Einfluss auskommen.

Vorteil bei beiden ist, so denke ich, dass es recht leicht ist, neue Charaktere einzubauen und alte rauszuschreiben, da beide sehr auf den Erzählaspekt bauen und sehr wenig auf Werte oder Inventar.

cul8r, Screw
 

Ric Master

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Was willst Du pädagogisch erzielen? Sollen die Texte schreiben erlernen bzw. verbessern? Möchtest Du nur mehr Interesse wecken und es ist mehr als Marketing zu sehen?

Wie alt sind die Kiddies?

Ich halte es in der heutigen Zeit und mit all den anderen Reizen sehr schwierig, die Kids mit sowas zu fesseln. Wie willst Du das schaffen?

Was willst Du bei Schülern machen, die das Spiel nur nutzen um Blödsinn zu machen, anstatt das Spiel voran zu bringen? Also z.B. mehr oder minder lustigen Schwachsinn schreiben und so eine stringente Story behindern.

Wie willst Du die Sache cool machen und vermeiden, dass die Dein Projekt als "nur für Looser" bezeichnen?

Wenn ich Lehrer wäre oder, in meinem Fall noch weit schlimmer, Kinder hätte, würde ich mit Mysterien und Incentives arbeiten. (Wie Du siehst, bin ich als Ratgeber komplett inkompetent.)

Vielleicht eine Verschwörungstheorie, die dazu führt, dass die Kiddies sich damit auseinandersetzen, was wahr ist und was nicht, recherchieren lernen. Vielleicht hat die Schule ja einen dunklen Fleck, den man als Haken nutzen kann. Oder etwas Absurdes, wo es Sinn macht, das zu widerlegen. In der heutigen Zeit, finde ich so ein Thema sehr wichtig.

Was ich nicht machen würde wollen, sind die derzeit aktuellen üblichen Themen, wie Klimakrise, Ausländer, Covid oder ähnliches. Langweilig....

Gut ist auch immer ein gemeinsamer Feind. Also die Lehrerschaft, das Schulamt oder Politiker, die sich einen Dreck scheren, aber abkassieren und die Schule im Stich lassen, sofern es nicht um die eigenen Kinder geht.

Alleine ein Thema zu finden, wo nicht irgendwelche hysterischen Schwachköpfe, die zufällig Eltern geworden sind, Dir einen Shitstorm angedeien lassen, halte ich für unmöglich, also würde ich es exakt - aber gut geplant und gezielt - darauf ankommen lassen, oder es komplett sein lassen.

Ich würde auch noch einige Artikel/ Wissenswertes über virales Marketing und, wie bei einer TV-Show, Cliffhanger und McGuffin (<- sehr wichtig) und generell narrative Vorgehensweise nachlesen. Beides wäre wichtig zu kreieren, damit man die Spieler länger an der Angel hat.

Was haben die Schüler davon? Nur Blah? oder nur eine "gute Note"? Da sollte schon etwas Handfesteres her.

Ich sehe ja ein, dass meine 2 Cent Dir vielleicht direkt nicht so weiterhelfen. Aber eventuell hilft die eine oder andere Frage, Dir einen Weg zur richtigen Vorgehensweise zu finden.

Viel Glück!
 

Tufir

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„Lehrer ärgern“ ist sicherlich ein Hobby, das jeder Schüler hat. Also gib ihnen diese Chance.

Dazu kannst du dir die „Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann reinziehen oder den „Lehrer Dr. Specht“, wenn es „moderner“ sein soll.
 

Feuertraum

Streuner
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Hallo erst einmal,

vielen lieben Dank für Ihre Antworten :)

In der Tat hab ich in der Richtung auch schon mal gesucht und bin auf 1w6-Freundegestoßen. Ich weiß gerade nicht, mit welcher Altersgruppe du es zu tun hast, aber dieses System ist eigentlich recht simpel und kann thematisch sicher für viele Altersgruppen adaptiert werden.

Alternativ empfehle ich Laser & Feelings, das man auch leicht auf ein Schul-Setting anpassen kann (vielleicht mach ich das demnächst) und dieses baut sogar darauf auf, dass die Gruppe ihr Gelingen und Versagen selbst erzählt und gestaltet, kann also im Idealfall mit ganz wenig SL-Einfluss auskommen.

Vorteil bei beiden ist, so denke ich, dass es recht leicht ist, neue Charaktere einzubauen und alte rauszuschreiben, da beide sehr auf den Erzählaspekt bauen und sehr wenig auf Werte oder Inventar.

cul8r, Screw
Sowohl 1W6-Freunde als Laser & Feelings besitze ich; beide gab es einmal für eine gewisse Zeit kostenfrei im Netz.. Mögen Sie berichten, wie es mit dem Laser & Feelings bei Ihrer Schülergruppe angekommen ist (zumindest lese ich das aus Ihrer Aussage, dass Sie dies vielleicht demnächst machen würden wollen) Es interessiert mich wirklich.

Was willst Du pädagogisch erzielen? Sollen die Texte schreiben erlernen bzw. verbessern? Möchtest Du nur mehr Interesse wecken und es ist mehr als Marketing zu sehen?

Ich hatte zumindest die Idee, dass die Kids eventuell wie beim P&P am Tisch zusammenarbeiten, dann es kein Gegeneinander gibt. Gleichzeitig spekuliere ich eben darauf, dass eben die Schüler sich auch hinstellen und bei Fragen anderer Schüler helfen. Ihre Fragen beantworten. Vielleicht auch den einen oder anderen Text für das Projekt schreiben (Das ist - unabhängig vom Forenrollenspiel - der Gedanke daran: Alle zusammen bauen das Projekt für alle zusammen mit auf. Sozusagen wie Wikipedia).


Wie alt sind die Kiddies?

Ja.
Da das Schülerhilfenprojekt sich an Schüler ab der 5. Klasse richtet, gibt es keine Altersstruktur. Zumindest sehe ich da eine Problematik, wenn man sich hinstellt und sagt: Nur Kids, die 13 bis maximal 15 Jahre alt sind, dürfen beim Spiel mitmachen.


Ich halte es in der heutigen Zeit und mit all den anderen Reizen sehr schwierig, die Kids mit sowas zu fesseln. Wie willst Du das schaffen?
Keine Ahnung. Darum suche ich ja nach Brainstorming-Hilfe
Was willst Du bei Schülern machen, die das Spiel nur nutzen um Blödsinn zu machen, anstatt das Spiel voran zu bringen? Also z.B. mehr oder minder lustigen Schwachsinn schreiben und so eine stringente Story behindern.
Siehe vorherige Antwort
Wie willst Du die Sache cool machen und vermeiden, dass die Dein Projekt als "nur für Looser" bezeichnen?
Die Gefahr besteht so oder so. Wobei ich halt versuchen will. Ideen einfließen zu lassen, die schon ein wenig ungewöhnlicher Natur sind. Vielleicht so ein bißchen MacGyver-Stil.
Wenn ich Lehrer wäre oder, in meinem Fall noch weit schlimmer, Kinder hätte, würde ich mit Mysterien und Incentives arbeiten. (Wie Du siehst, bin ich als Ratgeber komplett inkompetent.)
Ich sehe Sie nicht als inkompetent. Ich finde die Fragen gut und berechtigt und sehe sie als Hilfe an, mir da Gedanken drüber zu machen. Von daher: Bitte stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel.

Vielleicht eine Verschwörungstheorie, die dazu führt, dass die Kiddies sich damit auseinandersetzen, was wahr ist und was nicht, recherchieren lernen. Vielleicht hat die Schule ja einen dunklen Fleck, den man als Haken nutzen kann. Oder etwas Absurdes, wo es Sinn macht, das zu widerlegen. In der heutigen Zeit, finde ich so ein Thema sehr wichtig.
Könnte man sich dransetzen. Vielleicht so etwas wie die früheren Fälle der Drei Fragezeichen.
Was ich nicht machen würde wollen, sind die derzeit aktuellen üblichen Themen, wie Klimakrise, Ausländer, Covid oder ähnliches. Langweilig....
Okay.
Gut ist auch immer ein gemeinsamer Feind. Also die Lehrerschaft, das Schulamt oder Politiker, die sich einen Dreck scheren, aber abkassieren und die Schule im Stich lassen, sofern es nicht um die eigenen Kinder geht.
Da wäre ich nicht unbedingt für, aber muss man schauen
Alleine ein Thema zu finden, wo nicht irgendwelche hysterischen Schwachköpfe, die zufällig Eltern geworden sind, Dir einen Shitstorm angedeien lassen, halte ich für unmöglich, also würde ich es exakt - aber gut geplant und gezielt - darauf ankommen lassen, oder es komplett sein lassen.
Ja, das werde ich mir wirklich gut überlegen.
Ich würde auch noch einige Artikel/ Wissenswertes über virales Marketing und, wie bei einer TV-Show, Cliffhanger und McGuffin (<- sehr wichtig) und generell narrative Vorgehensweise nachlesen. Beides wäre wichtig zu kreieren, damit man die Spieler länger an der Angel hat.
Den Begriff McGuffin kannte ich nicht und habe eben mal ein wenig recherchiert. Auf alle Fälle scheint es tatsächlich sehr interessant zu sein.
Was haben die Schüler davon? Nur Blah? oder nur eine "gute Note"? Da sollte schon etwas Handfesteres her.
Ich spekuliere auf das Gemeinschaftsgefühl.
Ich sehe ja ein, dass meine 2 Cent Dir vielleicht direkt nicht so weiterhelfen. Aber eventuell hilft die eine oder andere Frage, Dir einen Weg zur richtigen Vorgehensweise zu finden.

Viel Glück!
Das auf jeden Fall.
Vielen lieben Dank dafür :)
 

Ric Master

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Zum Thema: "Was willst Du bei Schülern machen, die das Spiel nur nutzen um Blödsinn zu machen, anstatt das Spiel voran zu bringen? Also z.B. mehr oder minder lustigen Schwachsinn schreiben und so eine stringente Story behindern." fällt mir gerade die Idee ein, diese Dinge aus dem Forenspiel herauszu"zensieren" aber mit korrektem Link in einen anderen Ordner zu verfrachten. Den könnte man angemessen benennen. Z.B. mit "unglaubliche Peinlichkeiten", "Sinnloses", "Lustig, bringt uns aber nicht weiter", oder so. Ich finde die erste Variante am besten, weil, welcher Schüler möchte seinen Post unter "Peinlichkeiten" wiederfinden? Er würde sein Gesicht verlieren und alle würden nicht über Dich und das Projekt sondern über ihn lachen. Das würde vielleicht etwas Disziplin in die Story bringen.

Die Idee der drei Fragezeichen o.ä, finde ich gut. Es müsste dann aber leider so spannend gestaltet werden, dass die Spieler lieber darüber diskutieren, als über anderes.

Vielleicht als Idee: Irgendwer hat das Budget für die Schul-Laptops geklaut. Die Summe ist ja nicht gering. Nun gibt es keine mehr. (Ich habe da mal sowas von einem Fördermittel gehört, so könnte man Realität mit Fiktion mischen, vielleicht wirklich welche bestellen und mit dem Fall abwarten, wann sie verteilt werden) Wer ist der Dieb? Schüler, Lehrer, Outsider? So könntest Du Deinen McGuffin mit wöchentlichen Infobrocken am Leben erhalten und die Schüler fragen: Was würdest Du machen? Wie würdest Du den Dieb fassen? Kann es wirklich der Schuldirektor selbst sein? etc pp.

Hier könntest Du bei den Infobrocken mit FakeNews und belegbaren Beweisen arbeiten. Ich hänge immer noch an der Idee, den Kiddies recherchieren beizubringen, damit man die zu mündigen, logisch denkenden Menschen erzieht und nicht zu Trumpisten oder Querdenkern (im aktuellen Sprachgebrauch, richtiges Querdenken ist ja was schönes). Gerade mit absurden Fakenews könnte man sich ab und zu im Spotlight halten, da sowas lustig ist. Dann aber vielleicht mit der Aufgabe: "Beweis das es stimmt. Kannst Du nicht? Warum glaubst Du dann Deinen Blödsinn, mit dem Du Dich beschäftigst?"

Eventuell vielleicht gegebenfalls etwas Gemeinschaftsgefühl als einziges Incentive holt Keinen hinter dem Ofen hervor. Da wirst Du was besseres brauchen um Kiddies anzuziehen und vor allem dabei zu bleiben. Spannung und was Neues hilft, aber wir leben im Kapitalismus. Damit die am Ball bleiben muss eine Belohnung her und die Zeiten für eine Medaille und einen Pokal sind vorbei. Vielleicht lassen sich einige vernünftige Eltern ins Boot holen und über Spenden einen Süssigkeiten-Presentkorb, Fahrrad, SkateBoard, eines der Laptops, oder eine bessere Idee finanzieren.

Thema Feindbild: Man könnte es von Beginn an so aufsetzen, bis die Kiddies selbst recherchieren, dass die Lehrer gar nicht so böse sind.

Problem dabei ist die Realität. Ich wurde in meiner Schulzeit mehrmals von Lehrern verraten (Versprechen nicht gehalten.), was mich fast mein Abi gekostete hätte, hätte ich einem jemals geglaubt. Mehr Verrätereien musste ich als Zeuge bei Mitschülern erleben. Und die HAT es das Abi gekostet.
Von Inkompetenz und Dummheit und Bösartigkeit im allgemeinen gar nicht zu sprechen (Ernsthaftes Zitat:"Ich traue Dir nicht, warum Du in letzter Zeit so gut im Unterricht mitgemacht hast, ich gebe dir daher noch immer eine 4." Sowas ist sehr motivierend und definitiv eine Lehre fürs Leben.)

Aber das nur nebenbei.

Das war es für heute.

Viel Arbeit, willst Du Dir die machen?

Eledriel
 

Ancoron

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Wieso orientierst du dich nicht eher an TKKG - da ist die Schule bzw das Internat bereits integraler Bestandteil....
 

Screw

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Mögen Sie berichten, wie es mit dem Laser & Feelings bei Ihrer Schülergruppe angekommen ist (zumindest lese ich das aus Ihrer Aussage, dass Sie dies vielleicht demnächst machen würden wollen) Es interessiert mich wirklich.
Laser & Feelings habe ich unverändert in der Schule mit einer beständig wechselnden Gruppe gespielt, wobei drei Kinder die Kerntruppe gebildet haben und meistens immer dabei waren. Durch das rein erzählerische und minimalistische Regelsystem war es kaum ein Problem, ob jetzt neue Figuren dazukamen oder andere weggefallen sind. Meine Zielgruppe ist in der Primarstufe (also 6-10 Jahre alt) und es gab nur anfangs Hemmungsschwellen, da die Kinder es eher gewohnt waren, einfach nur berieselt zu werden. Als es dann an die ersten "was macht ihr"-Fragen ging, blickten sie sich erst einmal eine Weile lang ratlos in der Gruppe um und ich gab ihnen ein paar prinzipielle Ideen und Anregungen. Mit der Zeit wurden sie aber immer aktiver und kreativer und haben so richtig mit der Geschichte mitgefiebert.

Die größte Hürde ist, so denke ich, die Vertrautheit mit der Spielwelt - wenn da also etwas besteht, dass die Kinder bereits kennen, ist das sicherlich ein Vorteil, sollte aber dennoch von der Realität irgendwie losgelöst sein, da sonst private Einflüsse mit eingewoben werden könnten. Für mich ist ein Rollenspiel dann am sinnvollsten, wenn es ermöglicht, die eigene Gedankenwelt abstrahiert produzieren zu können. Zu viel Realitätsbezug bringt auch die gleichen Einschränkungen und Ängste mit.

@Ancoron TKKG ist ein guter Vorschlag, ich denke, das war auch die Inspiration von 1w6-Freunde.
 

Feuertraum

Streuner
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Hallo an Alle,

vielen lieben Dank für die Antworten und gleichzeitig eine Entschuldigung dafür, dass ich mich erst heute wieder melde - momentan ist im RL einiges für mich mehr zu tun.

Zum Thema: "Was willst Du bei Schülern machen, die das Spiel nur nutzen um Blödsinn zu machen, anstatt das Spiel voran zu bringen? Also z.B. mehr oder minder lustigen Schwachsinn schreiben und so eine stringente Story behindern." fällt mir gerade die Idee ein, diese Dinge aus dem Forenspiel herauszu"zensieren" aber mit korrektem Link in einen anderen Ordner zu verfrachten. Den könnte man angemessen benennen. Z.B. mit "unglaubliche Peinlichkeiten", "Sinnloses", "Lustig, bringt uns aber nicht weiter", oder so. Ich finde die erste Variante am besten, weil, welcher Schüler möchte seinen Post unter "Peinlichkeiten" wiederfinden? Er würde sein Gesicht verlieren und alle würden nicht über Dich und das Projekt sondern über ihn lachen. Das würde vielleicht etwas Disziplin in die Story bringen.

Das ist eine gute Idee :) Danke dafür :)

Die Idee der drei Fragezeichen o.ä, finde ich gut. Es müsste dann aber leider so spannend gestaltet werden, dass die Spieler lieber darüber diskutieren, als über anderes.

Darüber kann ich mir ja einen Kopf machen.

Vielleicht als Idee: Irgendwer hat das Budget für die Schul-Laptops geklaut. Die Summe ist ja nicht gering. Nun gibt es keine mehr. (Ich habe da mal sowas von einem Fördermittel gehört, so könnte man Realität mit Fiktion mischen, vielleicht wirklich welche bestellen und mit dem Fall abwarten, wann sie verteilt werden) Wer ist der Dieb? Schüler, Lehrer, Outsider? So könntest Du Deinen McGuffin mit wöchentlichen Infobrocken am Leben erhalten und die Schüler fragen: Was würdest Du machen? Wie würdest Du den Dieb fassen? Kann es wirklich der Schuldirektor selbst sein? etc pp.

Hier könntest Du bei den Infobrocken mit FakeNews und belegbaren Beweisen arbeiten. Ich hänge immer noch an der Idee, den Kiddies recherchieren beizubringen, damit man die zu mündigen, logisch denkenden Menschen erzieht und nicht zu Trumpisten oder Querdenkern (im aktuellen Sprachgebrauch, richtiges Querdenken ist ja was schönes). Gerade mit absurden Fakenews könnte man sich ab und zu im Spotlight halten, da sowas lustig ist. Dann aber vielleicht mit der Aufgabe: "Beweis das es stimmt. Kannst Du nicht? Warum glaubst Du dann Deinen Blödsinn, mit dem Du Dich beschäftigst?"

Eventuell vielleicht gegebenfalls etwas Gemeinschaftsgefühl als einziges Incentive holt Keinen hinter dem Ofen hervor. Da wirst Du was besseres brauchen um Kiddies anzuziehen und vor allem dabei zu bleiben. Spannung und was Neues hilft, aber wir leben im Kapitalismus. Damit die am Ball bleiben muss eine Belohnung her und die Zeiten für eine Medaille und einen Pokal sind vorbei. Vielleicht lassen sich einige vernünftige Eltern ins Boot holen und über Spenden einen Süssigkeiten-Presentkorb, Fahrrad, SkateBoard, eines der Laptops, oder eine bessere Idee finanzieren.

Ich glaube, gerade weil wir im Kapitalismus sind, funktioniert das Ganze nicht so (aber das ist jetzt eher Meinung als wirkliches Wissen).

Viel Arbeit, willst Du Dir die machen?

Ja. Irgendwo schon. Bin halt ein merkwürdiger Mensch

Wieso orientierst du dich nicht eher an TKKG - da ist die Schule bzw das Internat bereits integraler Bestandteil....

Weil es in TKKG etwas gibt, was ich persönlich ablehne. Das ist dieses extreme Schwarz-Weiß-Denken und die am meisten benutzte Problemlösung der Gewalt.

Laser & Feelings habe ich unverändert in der Schule mit einer beständig wechselnden Gruppe gespielt, wobei drei Kinder die Kerntruppe gebildet haben und meistens immer dabei waren. Durch das rein erzählerische und minimalistische Regelsystem war es kaum ein Problem, ob jetzt neue Figuren dazukamen oder andere weggefallen sind.

Okay, das hört sich schon mal sehr positiv an.
Aber momentan ist es eh noch Zukunftsmusik. Derzeit lerne ich für Linuxserver-Administration, schreibe schon mal die ersten Texte für die Seite (wobei ich immer noch schwanke zwischen einem Lernmanagementsystem (ILIAS) oder ob ich eine reine HTML-Webseite bastele, die ein Forum angeschlossen hat.
 

Ancoron

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Entschuldige bitte, aber was du da ansprichst, hat keine Ähnlichkeit mit den ca 30 Hörspiel Kassetten, die ich in meiner Kindheit und Jugend gehört habe, oder den Büchern, die ich gelesen habe.
Wo ist da schwarz - weiß Denken? Und wo wird alles mit Gewalt gelöst?
 

Screw

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Entschuldige bitte, aber was du da ansprichst, hat keine Ähnlichkeit mit den ca 30 Hörspiel Kassetten, die ich in meiner Kindheit und Jugend gehört habe, oder den Büchern, die ich gelesen habe.
Wo ist da schwarz - weiß Denken? Und wo wird alles mit Gewalt gelöst?
Persönliches Empfinden?
 

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"Ich glaube, gerade weil wir im Kapitalismus sind, funktioniert das Ganze nicht so (aber das ist jetzt eher Meinung als wirkliches Wissen)."

..und ich habe den Scheiss noch studiert...seufz. Mein Zauberwort heisst "soziale Marktwirtschaft". Zusammen arbeiten und keinen im Stich lasssen, nur weil der nicht so kann. Und wer mehr leistet soll bis zu einem Rahmen auch mehr erhalten. Damit ist die BRD nach dem Krieg bis in die 80er gross geworden. Dann drehte sich das Rad immer perverser bis zum heutigen Tag.

Die Gier im Menschen ist unendlich. Ein System ohne sie miteinzubinden muss scheitern.

Aber auch das nur am Rande.

Zitat Screw "....wobei drei Kinder die Kerntruppe gebildet haben und meistens immer dabei waren."
Da fühle ich mich leider bestätigt, mit meinen Aussagen über "hinter den Ofen herlocken" und der Gefahr "nur für Looser" das zu machen. (Entschuldigung, falls ich zu sehr angegriffen habe, ich will keinen verletzen, nur die Wahrheit sagen, wie ich sie sehe.)

DAS ist der Grund, warum ich der Meinung bin, dass es nur über Incentives geht. Spannend und Neu baut sich schnell wieder ab. Die Möglichkeit einer maßgeblichen Belohnung lässt die Leute am Ball bleiben.
 

Ancoron

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@Screw.... Also wenn man TKKG in heutigen Worten zusammenfassen müsste, dann kommt da: ein Sportler, ein Fettwanst, ein Super Nerd und eine von den Schulschöhnheiten heraus.....
Also eine Freundeskombination, die in der heutigen Zeit und dem Denken vieler Leute eher undenkbar wäre.
Und der Punkt, das alles mit Gewalt gelöst wird, stimmt so auch nicht, denn Tarzan/Tim beendet Aggressionen mittels Judo - sprich Selbstverteidigung, und ansonsten sind die vier ziemlich pazifistisch eingestellt, haben keine Vorurteile und helfen eigentlich so ziemlich jedem....
 

Ric Master

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..Also ich stand in meiner Jugendzeit auf Robert E. Howard's Conan. Der war pädagogisch auch sinnvoll: Gewalt ist immer brutal und wenn man es so herum nicht schafft, geht man einen anderen Weg. Aufgeben gilt nicht (ausser das Ziel ist den Aufwand nicht mehr wert). Diese Lehren haben mir echt weitergeholfen.

Hmm, diese Art der Literatur erklärt im Nachhinein vieles, aus was ich geworden bin...
 

Screw

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Ich denke, die Diskussion geht mittlerweile am Thema vorbei, also bitte ich darum, sich wieder auf die eingangs gestellte Bitte um Brainstorming zu fokussieren.
 
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