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2. Die Burg Mysiaf

Dieses Thema im Forum "Schatten über dem Morgenland" wurde erstellt von TenshiFreeya, 19 Juli 2007.

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  1. TenshiFreeya

    TenshiFreeya Akoluth

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    Die Burg Mysiaf

    Am Fuße der eigentlichen Festung, hindurch durch einen schmalen Bergpass, erreicht man zuerst ein kleines Dorf, dessen Häuser aus hellem Sandstein erbaut waren. Die Dächer der Häuser waren oft flach und mitunter mit niedrigen Kuppeln oder kleinen Zinnenkronen geschmückt. Auch wenn das Dorf eher klein war, so war es dennoch gut gepflegt und machten sogar einen wohlhabenden Eindruck.
    Die Häuser waren im guten Zustand und oftmals von Obstgärten mit weiß blühenden Aprikosenbäumen, bunten Ziersträuchern und Granatapfelbäumen umgeben. Es gab gleich zwei Brunnen, die den Ort und die ihn umgebenden Felder mit ausreichend Wasser versorgten und am Wegesrand grasten Ziegen.
    Die Luft war geschwängert von Blütenduft und einem anderen, leicht süßlichen Aroma, das sicherlich einigen wage bekannt vorkommt.

    Folgt man dem Weg und blickt nach oben, kann man die stolze und riesige Festung der Assassinen thronen sehen. Diese erhebt sich auf dem kahlen, nahezu unbesteigbaren Felsen unmittelbar über dem Dorf. Mit ihren hohen, verwinkeltem Mauern sowie den vorspringenden Türmen und Erkern beherrschte sie das Tal in weitem Umkreis.
    Sie war aus hellem Sandstein gebaut und Banner aus schwarzem Tuch, ohne irgendein Emblem, wehten über ihre Zinnen.
    Trotz des hellen Steins, wirkt sie düster und bedrohlich.
    Ließ man das Dorf hinter sich, erreichte man einen steinigen, steilen Pfad, der zum eigentlichen Tor der Festung hinaufführte. Dieser war so schmal, dass er nur für jeweils ein Kamel oder einen Reiter platz bot und wand sich in zahllosen, scheinbar vollkommen willkürlichen und sinnlosen Kehren und Serpentinen den sandfarbenen Fels hinauf. An einigen Stellen wurde er von aus kräftigen, hölzernen Balken gezimmerten Brücken unterbrochen, unter denen steile und scheinbar bodenlose Schlünde aufklafften.

    Hinter dem Tor lag kein Hof, sondern ein halbrunder hoher Tunnel, der offensichtlich direkt aus dem gewachsenen Fels herausgemeißelt war. Ab hier war man gezwungen von seinen Reittieren abzusteigen und den Rest des Weges zu Fuß hinzulegen.

    Erst wenn man auch dieses Hindernis hinter sich gelassen hatte, erreichte man endlich einen schmalen Hof, über dem sich der Mauerkranz der inneren Burg erhob….




    Kaum hatten die beiden das innere der Burg erreicht, wurde auch schon Arslan zum Alten berufen, während Aisha sich zu ihren Gemach aufmachte, bevor sie ebenfalls zu ihren Vater ging.
    Sie musste so einiges mit ihm klarstellen, da es ihr ganz und gar nicht passte, dass man ihr wieder einmal nichts mitteilte. Zwar müde und dennoch nicht zu ruhe kommend, ging sie, nachdem sie sich gewaschen und umgezogen hatte unruhig im Zimmer auf und ab.

    Erst nach einer halben Ewigkeit, so kam es ihr jedenfalls vor wurde sie endlich von einer der Dienerinnen gerufen. Schon fast rennend verließ sie ihr Domizil und machte sie auf, durch die vielen Labyrinthartigen Gänge zu ihren Vater zu gelangen, der niemand anders war, als der Sheik der Assassinen.

    Vor der großen Tür standen zwei, in komplett schwarz gehüllte Gestalten, die ihr kurz zunickten als sie vor sie trat. Ohne anzuklopfen betrat sie einen riesigen Raum, der von vielen Fenstern umgeben war.
    Ihr Vater, ein recht kräftiger und mehr als nur gut genährter, älterer Mann, der obwohl er seine besten Jahre schon hinter sich hat, noch immer relativ jung und vor allem furchteinflößend wirkte, stand an einem der großen Fenster und schien in gedanken versunken nach unten hinaus aufs Meer zu blicken. Unter seinem Gemach befand sich nebenbei ein riesiger Garten, der mit vielen verschiedenen Blumen und Bäumen besetzt war und dem Garten Eden alle Ehre machen könnte.

    Aisha sah dem Mann sofort an, das dieser sehr besorgt aussah, sie trat neben ihn und legte ihre hand auf seinen kräftigen Unterarm. Erst jetzt schien er sie wirklich wahrzunehmen und blickt sie liebevoll an.
    „Vater, was ist mit euch?“, Salim al Rashid Mustafa Dalli winkte jedoch ab und gab ihr ein Zeichen sich auf eines, der seidigen Kissen platz zu nehmen. Auf dem niedrigen Tischen standen Obst und zwei Tassen mit einer dampfenden Flüssigkeit drin. Nachdem sich die junge Frau gesetzt hatte begann der Alte vom berge über die momentane Situation zu erzählen und das es wohl oder übel zum Krieg kommen würde. Im Grunde war das für sie nichts mehr neues, Arslan hatte ihr all das auf ihrer Rückreise berichtet, doch wie sollte es weiter gehen. ?

    Besorgt sah sie hinaus, wo die Dunkelheit mittlerweile die Überhand genommen hatte und eine dünne Mondsichel am Himmel lag…
     
  2. Eregion

    Eregion Abenteurer

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    [FONT=Verdana, sans-serif]Der blutrote Schein des Himmels umwarb die Stille der weiten Steppe. Leuchtende Nebel verhießen die allnächtliche Kälte des Orients, dessen Winde den Sand wie Wellen des Ozeans aufwühlten und zum Boykott der Reisenden aufrief.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]In den aufkommenden Sturm gerieten vier Reiter, die die große Handelsstadt Bash'kyr hinter sich ließen und in die Weite der Sanden und Wüsten hinausliefen.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Das Unglück schien seinen Lauf bereits genommen zu haben, das erste Kapitel schloss mit dem Ende eines der Gefährten. [/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Sie ritten nun mit der Zahl des Todes, doch von all dem wusste Siriann nichts. Er spürte nur den Wind, und sah das Flimmern des aufgetriebenen Sandes im fernen Nebel. Er bemerkte die almählich aufkommende Kälte, und die in der Finsternis verschwindenden Schatten, die vom Widerschein des Lichtes des großen Feuerballs geworfen wurden. Der Tag gab sich geschlagen, und machte dem ruhigen Frieden der Nacht Platz.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Gedankenverloren saß er auf seinem Hengst, Almontasir, der mürrische Araber, befand sich hinter ihm, und der Schweif des schönen Pferdes Elijas vor dem seinen.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Der Krieger hatte die noch immer bewusstlose Frau vor sich auf sein Pferd gesetzt, und achtete darauf, dass sie nicht herunter fiel.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Siriann fragte sich noch immer, wo der Junge geblieben war, und warum sie ohne ihn fortgeritten waren. [/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Er hieß sein Pferd schneller zu reiten, und setzte sich an Elijas Seite. Ihn plagten mehrere Fragen, denen er nicht mehr lange Aufschub gewähren konnte. Es gab einfach zu viele Ungereimtheiten. Langsam wurde ihm klar, dass dies kein gewöhnliches Abenteuer mehr war.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Der alte Skalde begann leise eine Melodie zu summen. Es war ein altes Lied über das Leben und die Pflichten gemeinfreier Helden. Er wurde immer lauter, bis er schließlich zu singen begann. Es wird in der Alten Sprache gesungen, die Sprache der Götter, wie es heißt.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Siriann wusste, dass sie noch einen harten Weg vor sich hatten. Und so legte er all seine Gefühle in seine Stimme, in Erinnerung das blutgetränkte Tuch um Elija Fa´shires Arm.[/FONT]
     
  3. Huskyeye

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Gemeinsam ritten die drei stillschweigend in Richtung der Burg Mysiaf, während Elija ihren düsteren Gedanken nachhing.
    Immer wieder musste sie neue Tücher um ihr blutendes Handgelenk wickeln, denn es wollte einfach nicht aufhören.
    „Seltsam es hört einfach nicht auf zu bluten!“

    Der Vorteil ihrer Gruppe lag eindeutig darin, dass sie des Nachts durch die Wüste ritten. Zwar war es jetzt relativ kalt draußen, da der Temperaturfall bei fast über 60 Grad des Nachts lag, aber immerhin mussten sie nicht in der sengenden Hitze des Tages reiten. Und Elija machte die Kälte nichts aus, aber auch Almontasir und Sirian schien die Kälte keine Probleme zu bereiten. Aber diese Kälte brachte Elija den immer wieder kehrenden Gedanken näher.
    Was wird mich dort erwarten? Wie wird Arslan reagieren?

    So hing sie ihren Gedanken nach, kein Auge für Almontasir, der vor ihr ritt und auch kein Auge für Sirian, der sich neben sie drängte und ihre Gesellschaft suchte, während er ein Lied summte, dass ihr bekannt war und so stimmte sie mit ein. Ihr Gesang hätte schön sein können, so wie immer, aber die düsteren Wolken in ihren Gedanken verhinderten dies. Und so sang mit tiefer bewegender stimme und begleitete die wohlklingende Stimme des Skalden.
    Gerade als sie Sirians drängen nachgeben wollte, erreichten sie die Hochburg der Assassinen. Dunkel zeichnete sich ihre Silhouette am Sternenhimmel ab. Gewaltig und pompös erschien die dunklen Schatten die Neuankömmlinge zu verhöhnen.
    Elija hatte noch keine Ahnung wie sie an den Wachen vorbei kommen sollten, aber das würde sich schon finden am folgenden Morgen, dachte sie sich.

    „Hört zu, wenn wir Morgen in die Burg reiten haltet euch ruhig und spielt den stummen Beobachter, damit wir wissen was da drin gespielt wird. Aber bis zum Sonnenaufgang rasten wir hier.“

    Die drei machten sich gerade daran ein Lager zu errichten, als Elija ein Geräusch das sie nicht einordnen konnte hörte und als sie sich umsah, stockte ihr der Atem. Etwa eine halbe Meile hinter ihnen erhob sich eine riesige Staubwolke am Firmament, die sehr schnell auf sie zukam. Sie waren kaum noch einen Werst entfernt, als Elija ihren beiden Gefährten zurief zu verschwinden, denn sie hatte die Reiter erkannt. Es waren die Boten des Todes, die Armee des Sultans aus dem Westen. Sie war so gefürchtet, weil sie so unglaublich schnell war.

    Die drei Freunde saßen grad im Sattel als, sie schon in die Gesichter der Reiter blicken konnten. So schnell sie nur konnten ritten sie zur Burg zum Tor, wo sie sofort eingelassen wurden. Noch ehe sie vom Pferd sprangen schloss sich das Tor zur Außenwelt und sie saßen vorerst in der Burg fest.
     
  4. TenshiFreeya

    TenshiFreeya Akoluth

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Lange Zeit besprochen die beiden ihr weiteres Vorhaben und ihre Pläne im Bezug auf den Sultan.
    Sie waren dermaßen vertieft, dass sie den Tumult der draußen plötzlich zu entstehen drohte, fast überhörten.

    Arslan stürmte ohne jegliches Anklopfte in das Gemach, indem der Sarazenenkönig mit seiner Tochter saß.
    Jeder normalsterblicher wäre für diese Tat auf der Stelle hingerichtet worden, doch man sah ihm an, dass es dringend war, äußerst dringend, denn der Blick, den er den beiden zuwarf alarmierte Aisha zutiefst
    .
    Der junge Sarazene verbeugte sich tief: “Herr, es wurde eine riesige Truppe gesichtet, Sultans Armee ist auf direktem Wege hierher!! Außerdem haben wir eine kleine Gruppe von Leute festgenommen, die es gewagt hatten ohne jegliche Erlaubnis zur Burg zu gelangen.
    Wir erwarten ihre Befehle Herr!“.


    Aisha sah verwirrt aus, Sultans Armee und irgendwelche seltsamen Gestalten?
    „Vater, kümmert ihr euch um die Armee und die Abwehr, ich werde nach dem Rechten sehen und mir diese Fremden zu Gemüte ziehen!“.

    Salim al Rashid Mustafa Dalli überlegte kurz, nickte jedoch. „Zieh dich jedoch vorher um, wir wissen nicht wer sie sind und wollen auch kein Risiko eingehen, Arslan ich brauche dich hier, Aisha wird es schon allein hinbekommen!“.
    Arslan nickte stumm, warf jedoch einen leicht besorgen Blick zu seiner Schülerin, eher er dem Herrn der Burgfestung Mysiaf folgte.
    Aisha begab sich ihrer seit´s auf ihr Gemach und legte sich ihre *Arbeitskleidung* an.
    Sie trug eine weite, bauchige schwarze Hose, ein schwarzes Hemd mit einem leichten Kettenhemd, aus extra angefertigten Metal, das leicht und dennoch robust gegen Angriffe war. Zum Schluss zog sie sich feste Stiefel, sowie einen ebenfalls schwarzen Umhang mit Kapuze, den sie sich über den Kopf zog, sowie einen Schleier vor das Gesicht anlegte, so dass man außer ihren Augen nichts mehr erkannte. Dazu trug sie nun Armstulpen und ein Krumsäbel baumelte an ihrer Seite.

    Verkleidet als Mann, als einer der Assassinnen ging sie hinaus, beorderte einige der Wachen mit ihr zu kommen und begab sich zu den Zellen im Bauch der Festung, wo ihre Gäste schon auf sie, nein Ihn warteten.

    Unten angekommen konnte sie sogleich drei so unterschiedliche Menschen erkennen, wie sie noch nie in einer solchen Gruppe antraf. Sie sah sie skeptisch an, trat dann auf sie zu und erhob ihre Stimme:“ Wer seit ihr und was habt ihr hier verloren, sprecht, wenn ihr am Leben bleiben wollt! Wisst ihr denn nicht in wessen Reich ihr euch befindet, ihr kurzlebigen Kreaturen?“


    Während dessen bereitete sich die uneinnehmbare Festung auf den Angriff des Sultans vor.
    „Der Sultan ist entweder lebensmüde oder einfach nur ein Idiot!“, murmelte der junge Elf vor sich hin, als er auf einer der hohen Türme hinaus in die Nacht schaute und von weiten die sich immer näherkommende Gefahr ansah. Da Elfen sehr gute Augen und Ohren hatten, machte es ihm nicht im Geringsten aus, die große Arme zu beobachten und ihre Ankunft zu berechnen.
    Der Sheik der Assassinnen stand neben ihn und schien zu überlegen. „Ich hatte den alten immer für einen gerissenen Hund gehalten, das er so etwas eines Tages mal wagen würde“, der Mann schüttelte enttäuscht den Kopf. „Das ist eine Beleidigung gegen mich, die ich nicht erdulden werde!“.

    Arslan nickte nur stumm, drehte sich um und begann Befehle umherzureichen.
    Es hatte in all den Jahrhunderten noch nie jemand geschafft jeweils diese Festung einzunehmen und das sollte auch so bleiben. Der Sultan sah in den Assassinnen eine große Gefahr, nicht nur für sich und sein Land, sondern hatte er vor allem Angst, das sie sich in sein Vorhaben einmischen würden…..

    ---------------------------------
    Glaub hier werden kürzere antworten folgen, wegen den Dialogen die nun folgen werden ^^
     
  5. Huskyeye

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Gleich nachdem sie sich in die Burg flüchten konnten, wurden sie von den Wachen sorgsam in die Kerker geleitet. Sie mussten auch nicht lange warten, als ein Jüngling eintrat und sie behandelte wie dreckige, kleine Ratten. Doch Elijas scharfsinniges Gespür, ließ sie etwas stutzen vor diesem jungen Mann.
    Er war ihr nicht fremd, sogar eher vertraut, auch wenn sie nicht wusste warum. Aber es wunderte sie, dass der Sultan nicht selbst kam, sondern nur ein einfacher Soldat und außerdem konnte sie Waffenklirren von außerhalb der Mauern hören.
    Langsam trat sie an die Gitterstäbe vor, bedacht genügend Platz zu lassen und spielte ihr ganzes Wissen als "Mann" aus, und lächelte dabei mit unverhohlenem Spott.

    "Wie schickt der Sultan nun schon seine einfachen Lakaien vor?"
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 August 2007
  6. TenshiFreeya

    TenshiFreeya Akoluth

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Aisha betrachtete die Gruppe aufmerksam, plötzlich trat einer der Personen vor und begann zu sprechen. "Wen oder was unser Meister vorschickt, wird hier nicht in Frage gestellt. Ihr müsst leider mit mir vorerst vorlieb nehmen, unser Herrscher ist momentan mit weit wichtigeren Dingen beschäftigt als ein paar Ratten, die in unsere Burg gekrochen kamen!". Sie verzog ihr Gesicht und hob die Augenbrauen.

    "Also, die Spielregeln sind ganz einfach, wollt ihr am Leben bleiben und nicht dem Sultan oder einem der Unseren in die Hände fallen und ich garantiere das würde ein schmerzhafter Tod, beantwortet mir doch ein paar ganz einfache Fragen. Z.B Was habt ihr hier in der Gegend verloren. Solltet ihr euch als Spione des Sultans herausstellen, werdet ihr auf der Stelle hingerichtet und da wird euch noch so kleine Lüge nicht behilflich sein!".
    "Nennt mir eure Namen und euer Anliegen!".
    Aisha veruschte ihre Stimme so männlich wie möglich wirken zu lassen, doch das viel ihr nicht einfach, so das es sich in den ohren der anderen eher um einen jungen Knaben handelte als um einen richtigen Solödaten.
     
  7. Huskyeye

    Huskyeye Ehrenbürgerin

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    "Wer wir sind, geht dich nichts an und ihr scheint auch nicht gerade in der Position zu sein, um irgendwelche Forderungen zu stellen. Denn mir scheint ihr werdet gerade angegriffen. Nun ich sage so viel. Hole Arslan, den Elfen. Er wird für uns bürgen. Oder besser noch bring mich und meine Gefährten zu ihm, dann können wir euch im Kampf helfen, denn wir sind keine Spione des Sultans!"
     
  8. TenshiFreeya

    TenshiFreeya Akoluth

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    *Frechheit, wie kann diese Person es auch nur ansatzweise es wagen die Stimme gegen ein Mitglied des Assassinnengeschlechts zu heben?*, wie es schien dachte nicht nur sie so, denn die Wachen, die mit ihr mitgekommen waren, hoben drohend ihre Säbel.

    "Wagt es nicht noch einmal diese Person so anzusprechen, elendes Gesindel!".

    Aisha konnte den Mann gerade noch so zurück halten, sie schüttelte beschwichtigt den Kopf: "Wir brauchen keine Hilfe von eures Gleichen, unsere Burg wurde noch nie eingenommen und dieser närrische Sulötan würde es niemals auch nur ansatzweise erobern können, hah. Was wollt ihr von Arslan?, woher kennt ihr diese Person? Sprecht, wenn ihr mit ihm sprechen wollt, vorher werd ich euch nirgendwo hinbringen, schon gar nicht in seine Nähe!".
    Ihre Stimme klang kalt und absolut, sie duldete nicht noch einmal einen solchen Widerstand, sonst würde sie kurzen Prozess machen. Sie glaubte kaum, das jemand ihnen nachtrauern würde, am wenigstens Arslan oder ihr Vater.
     
  9. Huskyeye

    Huskyeye Ehrenbürgerin

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Wie sie vermutet hatte, reichte diese kleine Beleidigung aus, um den kleinen Jungen schon aus der Haut fahren zu lassen. Allerdings galt es jetzt erst einmal die Wogen zu glätten, denn es war von ungeheuer wichtiger Bedeutung, dass Elija zu Arslan kam. Doch vorsichtshalber ging sie noch einige Schritte von den Gitterstäben weg und tastete dabei unbemerkt nach ihrem Dolch, den sie schon vor langer Zeit in ihren Saum hatte nähen lassen. Beruhigend fühlte sie die scharfe Spitze, denn es war die einzigste Waffe die sie noch, besaßen, nach dem die Wachen ihnen alles abgenommen hatten.

    Immer noch frech grinsend und wesentlich ruhiger als zu vor, aber doch mit gebührendem Respekt erheischend, sah sie dem jungen Assassinen in die Augen.

    "Mein Name ist Elija Fa´shire und ich bin rechtmäßiger Erbe des Königreiches der Waldover, den Waldläufer-Elfen! Arslan und ich sind Brüder im Sinne unseres Stammes! Also, würdet ihr nun die Freundlichkeit besitzen, mich zu meinem Bruder zu geleiten?"

    Das Gesagte klang mehr nach einem Befehl, als nach einer Bitte, aber das musste sie tun, auch um den Preis hin ihre Herkunft zu verraten.
    Erwartungsvoll blickte Elija den jungen Assassinen an, immer noch von oben herab. Und vor allem zu allem bereit, wenn der Junge sie angreifen liess.
     
  10. TenshiFreeya

    TenshiFreeya Akoluth

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Aisha sah den Mann vor ihr ungläubig an, Erbe des Königreiches von Waldover?? Er und Arslan Geschwister ?. Abällig verzog sie das Gesicht, davon hatte ihr Arslan noch nie was erzählt, ob es ihr Vater wusste?.

    Erbe hin oder her, sollte diese Geschichte auch nur im Ansatz stimmen, heißt es noch lange nicht, das er Aisha so rumkommandieren konnte, wie es ihm beliebte.
    Sie sah zu dem jungen Mann und auch zu den anderen zwei Gestalten, die ihn begleiteten.
    "Bevor ihr auch nur ein Haar Arslans zu gesicht bekommt, werde ich die Sache überprüfen und ihr werdet hier solange verweilen müssen!."

    Die junge Elfe drehte sich auf den Absatz um und eiltze die Treppen hinau, die zwei Assassinnen bauten sich drohend vor die Tür und schienen mit den Schatten unten im Kerker gerade zu, zu verschmelzen...

    Die Armee rückte immer näher, Arslan und der Assassinnenkönig hatten beschlossen einen kleinen Trupp loszuschicken um mit dem Sultan zu sprechen, vielleicht würde er ja doch nocht venrünftig werden. Sie hatten keine Angst, die Männer würden sich schon zu währen wissen und Notfalls würden sie verschwinden.
    Aisah eilte den Turm hinau und bekam gerade noch ihren Vater und Arslan gefasst. Außer Atem blieb sie stehen. "Arslan, diese Fremden verlangen nach dir!". Der junge Elf verzog überrascht das Gesicht:"Nach mir?, was meinst du damit? Woher kennen sie mich?". Aisha sah ihn kurz an:"Du hast mir nie erzählt, das du einen Elija Fa´shire kennst!. Er ist unter anderem unten".
    Arslan schien verwirrt und begann nachzudenken....
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 September 2007
  11. Curufinwe

    Curufinwe Gast

    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Almontasir hatte sich in einer Ecke der Zelle niedergelassen, gleich nachdem die Gefährten in ebendiese hineinbugsiert worden waren.
    Für einen außenstehenden mochte es aussehen, als ob er schliefe, selbst während des Gespräches zwischen Elija und dem Assasinen hatte er sich nicht gerührt. Es war einfach nicht nötig. Nichts was er hätte sagen können, hätte die Situation entspannt, also hatte er geschwiegen.
    In Wirklichkeit dachte er an sein seinen Hengst Mujallin. In den Gerüchten des Volkes hieß es, dass die Assasinen Pferdeblut tranken, um ihren Ahnen zu Opfern.
    Als der Assasine gegangen war wandte er sich, immer noch mit geschlossenen Augen, an Elija:

    "Wenn du hier wirklich einen Freund hast, dann sag ihm, dass er uns etwas zum Beißen bringen soll!"
     
  12. Huskyeye

    Huskyeye Ehrenbürgerin

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    "Das werde ich tun, sobald Arslan hier ist. Aber er ist nicht mein Freund, sondern eigentlich nicht mehr als ein einfacher Soldat in unserem Reich und doch hat er sich für uns, durch seinen Mut, unbezahlbar gemacht. Einmal rettete er mir sogar das Leben, seit her sind wir Schwertbrüder und doch musste er deshalb das Dorf verlassen für eine zeitlang, weil ich schwer verletzt wurde,..." Langasam strich sie mit einem Finger über ihre Narbe am Nacken, die für jeder Mann sichtbar ist und doch nur für Elija selbst eine tiefere Bedeutung hat."... aber ich konnte meinen Vater überreden ihn zurückzuholen. Ich nahm an, das er mir Arslan nachschicken würde, als ich das Dorf verliess..."
     
  13. Eregion

    Eregion Abenteurer

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Wie sie da in dem Verließ saßen, fiel ihm wieder eine Weisheit ein, die man ihn auf einer seiner weiten Reisen gelehrt hatte. Man kann nur positiv überrascht werden hatte man ihm gesagt. Man müsse immer mit dem schlimmsten rechnen, und doch optimistisch bleiben.


    Unbeeindruckt von der Tatsache, dass er mit seinen Gefährten in einen stinkenden Kerker geworden ward, machte Siriann es sich so gemütlich wie nur möglich, und lehnte sich setzend an die Wand gegenüber der Tür.
    Er lauschte den Worten des geschickten Assassinen. Er musste stutzen. Irgendwas stimmte dem Vermummten nicht.
    Der Skalde war nicht leicht zu täuschen, doch kam er nicht darauf, was ihm an dem Mann nicht gefiel.
    Durch Drängen ist Siriann noch nie an sein Ziel gelangt, und übte sich wieder einmal in Geduld.
    Der Fremde verschwand, und ließ die drei alleine.
    "Wenn du hier wirklich einen Freund hast, dann sag ihm, dass er uns etwas zum Beißen bringen soll!" kam es plötzlich aus Almontasirs Ecke.
    "Ich glaube nicht, dass er so schnell kommen wird, Almontasir. Schade um die gute Idee, aber wie du wohl bemerkt haben wirst, schien ein ganzes Heer das Selbe Ziel gehabt zu haben wie wir. Mir deucht, die haben wichtigeres zu tun, als uns zu füttern." Siriann stockte.
    "Wieso hat man uns eigentlich in die Burg gelassen, Elija?"


    Diese schien ihn gar nicht gehört zu haben, und antwortete auf almontasirs frage, und erzählte knapp von ihrer Verbindung zu Arslan. Siriann wollte da ein wenig nachhaken und fragte:
    "Dann ist dein Volk mit den Burgbewohnern befreundet, oder nur verbündet?"
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 September 2007
  14. Huskyeye

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Elija hatte tatsächlich Sirian überhört und antwortete ihm nun.

    "Ich denke mal wir können der feindlichen Armee dort draußen dankbar sein, denn ohne ihren Angriff wären wir wahrscheinlich nicht so einfach in die Burg gekommen. Und nein mein Volk hat kein Bündnis mit dem Sheik der Assassinen. Genau genommen sind wir uns eher fremd. Nur den einen kenne ich... Arslan...Retter meines Lebens und Schwertbruder meines Herzens..."
     
  15. Eregion

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    [FONT=Verdana, sans-serif]Schwertbruder meines Herzens.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Sofern Siriann diese Worte richtig verstanden hatte, schien ihr diese Sache sehr nahe zu gehen. Doch Er verstand nicht, was sie damit sagen wollte. [/FONT]


    [FONT=Verdana, sans-serif]Es war eine der seltenen Situationen, in denen Siriann nicht wusste, was er sagen sollte. Er spürte, dass sie etwas sagen wollte, doch fiel dem sonst so hellen Skalden nicht ein, wie man sie richtig darauf ansprach.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Er blickte nachdenklich zu Almontasir, als plötzlich das Geräusch leiser, hastiger Schritte in den Kerker drang, und die Tür aufgestoßen wurde.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Diesmal standen zwei Vermummte Gestalten im Eingang. Siriann konnte nicht erkennen, ob der Junge von eben dabei war.[/FONT]
     
  16. TenshiFreeya

    TenshiFreeya Akoluth

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Arslan dachte nach, Elija...aber das war doch kein Kerl gewesen, sondern eine Frauz, wenn er sich richtig entsinnen konnte. Doch was hatte sie hier verloren? Es ist lange her...damals war viel geschehen.
    Aisha stand neugierig und leicht eifersüchtig vor dem jungen Assasinnen und wartete darauf das er endlich mal etwas sagte:" Und? Kennst du Ihn, oder nicht sonst lass ich sie sofort beseitigen, für lästige Gäste haben wir molmentan keine Zeit." Doch Arslan schnitt ihr das Wort ab und wandte sich an den Sheik:"Ich bitte euch mich für kurze Zeit zu entschuldigen!", nachdem sein Gegenüber leicht überrascht eingewillig hatte stürmte er los, dicht gefolgt von Aisha die noch immer nicht genau wusste, was denn nun wirklich ziwschen denen beiden vorgefallen war und ob dieser Bursche, der nicht wirklich nach einem Burschen aussah...die Wahrheit gesprochen hatte.

    Als die beiden vermummt angekommen waren, schienen ihre *Gäste* bereits gewartet zu haben.
    Vor der Gruppe stand ein ebenfalls ganz in schwarz Gekleideter Krieger des Schatten, der eine Kapuze sowie ein Tuch vor dem gesicht trug und man nur vereinzelt weiße Haarsträhnen erkennen konnte. Seine Augen schienen regelrecht in einen reinsehen zu können, durchstechend und in der Farbe nicht wirklich definierbar, mal blau, mal grün mit grau...

    Arslan, der sich nicht zu erkennen gab trat ein Stück näher und sah sich die Gestalten aufmerksam an, bei einer der Gestalten blieb er stehen und schien plötzlich zu lächeln, was man nur am verruschten des Tuches erkennen konnte.


    "Seht an, seht an, wen wir denn hier haben. Darf man nach euren namen fragen und nach dem grund eures Hierseins, bei dieser Uhrzeit und bei dieser misslichen Lage, die wie es scheint uns alle betrifft?".
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 September 2007
  17. Huskyeye

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Elija machte sich innerlich auf jede Menge Fragen gefasst, doch es kam keine von ihren beiden Gefährten. Also wappnete sie sich für das was da noch so kommen würde.

    Sie mussten nicht lange warten, da betraten zwei vermummte Gestalten den Raum. Die Eine der beiden Personen war Elija so seltsam vertraut, als kenne sie diese schon eine Ewigkeit. Weiße Strähnen bahnten sich ihren Weg durch die vermummten Gesichter und da hat sich das Tuch von dem einen nicht bewegt. Ihr schoss ein Gedanke durch den Kopf, der ihr so abwegig schien und doch immer mehr klarere Konturen erhielt. Und dann sprach diese vertraute Person.

    "Seht an, seht an, wen wir denn hier haben. Darf man nach euren Namen fragen und nach dem Grund eures Hier seins, bei dieser Uhrzeit und bei dieser misslichen Lage, die wie es scheint uns alle betrifft?"

    Und jetzt war es klar, wer diese Person war.

    „Arslan!!! Endlich mach dich nicht lustig über mich und lass uns hier raus.“, erwiderte sie Freude strahlend. Endlich enthüllten die beiden schwarz vermummten Gestalten ihr Gesicht und zum Vorschein kamen Arslan und der Junge von kurz zuvor, der ihr immer noch so seltsam vorkam. Ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, öffnete der Elf die Tür und entließ die Gefangen dadurch in die Freiheit.

    „Sag was tust du hier, Elija?“, fiel er ihr in die Arme zur Begrüßung. Kaum hatten sie sich voneinander gelöst, huschte schon ein trauriger Ausdruck über Elijas Gesicht, den sie zu spät vor ihrem alten Freund und auch den anderen umstehenden Personen verbergen konnte.
    „Es ist wegen Marcus und Iowan…“ Sie wollte gerade weiteres erwidern, als von draußen ein Tumult zu hören war. Kurzerhand liefen die anwesenden Fünf hinaus, wo sie bereits das Chaos erwartete. Der Sheik der Assassinen gab Befehle, denn der Gegner hatte zum Angriff geblasen. Während Arslan, Aisha, Almontasir und Sirian mit den restlichen Truppen vor das Tor ging, um eine Abwehrkette zu bilden, eilte Elija auf die Brüstung der Burg, wo sie ihren Bogen mit einem Pfeil bestückte.
    Kaum als die Reiter des Gegners die Bogenreichweite erreichte, ließ Elija ihren Pfeil fliegen und dieser fand sein Ziel im Herzen eines Gegners, der gleich darauf aus dem Sattel stürzte. Wie als hätten die Truppen nur auf dieses Zeichen gewartet stürmten sie auf ihr Gegner zur. Nicht mal 50 Schritt vom Tor, das bereits verriegelt war, trafen die Truppen auf einander. Arslan und der Jüngling verschmolzen in ihrem Kampfstil zu einer Person und pflügten sich so durch die angreifenden Truppen. Rücken an Rücken zogen sie ihre Bahnen, immer den anderen mit einem Auge im Blick. Almontasir zebarst gerade den Schädel eines Angreifers, der sich ihm in den Weg stellte, Sirian direkt hinter ihm. Elija schoss immer noch ihre Pfeile in die Meute und erledigte so ebenfalls mit den anderen 50 Bogenschützen eine ganze Schar an Angreifern.
    Zunächst schien es als wären beide Parteien gleich stark, dann drängten die Gegner jedoch weiter Richtung Burg, so dass sie bereits auf 10 Schritt ran waren. Plötzlich erstarrte Elija, denn Sirian stolperte über einen am Boden liegenden Verletzten. Diese Chance wollten sich natürlich die Gegner nicht entgehen lassen. Wie wild schrie Elija nach Almontasir, damit er Sirian zur Hilfe eilte und hängte sich dabei immer weiter über die Brüstung. Der neben ihm stehende Bogenschütze drehte sich unachtsam und rutschte auf dem Boden aus, so dass er mit seinem vollen Gewicht gegen Elija fiel, die darauf hin von der Brüstung fiel. 30 Meter freier Fall lagen vor ihr. Noch im Flug konnte sie sehen wie Almontasir auf ihren Ruf reagierte und Sirian zur Hilfe eilte, bevor sie mit voller Wucht auf einer halbbeladenen Strohkarre knallte. Die Gegner machten sich die kurze Verwirrung in den Truppen zur Nutze und stürmten weiter. Einer näherte sich dem Karren und wollte Elija den Rest geben, als ihm eine schlanke, junge Frau mit langem braunem Haar, das sie sich zu einem strengen Zopf gebunden hatte, einen Dolch in den Rücken jagte. Sofort sah sie nach Elija, der dieses Gesicht so vertraut war, bevor sie das Bewusstsein verlor.

    Viele Stunden später wachte Elija in einem hellen Raum auf und blickte in das besorgte Gesicht von Arslan.
    „Wie geht es dir?“

    „Gut, aber was ist denn alles geschehen?“ Langsam erhob sie sich von ihrem Kissen und spürte dabei einen stechenden Schmerz in der Rippengegend. Als sie sich so weit gefasst hatte, sah sie, dass ihr Oberkörper bis zum Busen bandagiert war. Offensichtlich waren ein paar Rippen gebrochen und ihr Kopf hatte auch eine kleine Beule an der Stirn. Arslan trat hinter sie und fuhr die Linie ihrer scharfkantigen Narbe vom Nacken bis hin zu dem Punkt nach wo die Bandagen begannen, als die Tür auf ging und der Jüngling, Sirian, Almontasir und die Fremde, die Elija gerettet hatte eintraten und einen direkten Blick auf diese Szene hatten…
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 September 2007
  18. Eregion

    Eregion Abenteurer

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Er versuchte, immer hinter Almontasir zu bleiben. Warum, wusste er selbst nicht, sei es, um das Geschehen aus nächster Nähe zu betrachten, oder sich selbst in Lebensgefahr bringen zu können. Vielleicht schien ihn aber auch der Kampf endlich zu rufen... Plötzlich sah er aus den Augenwinkeln einen Krummsäbel auf sich zurasen. Geistesgegenwärtig zug er seinen Dolch aus dem Hüftgurt, den er immer unter seiner Toga trug, und stach ihm seinen Gegner in den Hals, der einzigen ungeschützten Stelle, die Siriann auf die Schnelle entdecken konnte. Seine römische Bekleidung war in solch großem Getümmel von Nachteil, da war sich der Skalde sicher. Und dass er sich rüstlos in eine „Schlacht“ begeben hatte, war wahrer Leichtsinn gewesen, das wurde ihm nun klar. Seine Toga würde im Anschluss rot leuchtend in Fetzen hängen, voll gesogen von seinem eigenen Blut, aber auch seiner Mitstreiter.
    Er wich einem Angriff von der Seite aus und spürte einen aufwallenden Schmerz in seinem linken Arm. Ein Schwert hatte ihm eine tiefe Schnittwunde zufügen können. Der Sänger fühlte sich hier völlig fehl am Platz, doch drehte er sich herum, und konnte gerade noch einen weiteren Schlag mit seinem Dolch parieren, wurde dabei jedoch mit solcher Wucht getroffen, dass er nach hinten geschleudert wurde. Des Gegners Waffe streifte noch leicht seine Brust und ließ ihn aufkeuchen.
    Siriann sah nun alles wie durch einen dünnen Film, er nahm alles wie in Zeitlupe wahr.
    Er bemerkte, dass sie der Burg sehr viel näher gekommen wahren. Plötzlich stolperte er und fiel hart zu Boden. Er hatte nicht mehr die Kraft, aufzustehen, lag mit dem Gesicht in dem aufgewühlten Erdboden. Er nahm nur noch das Kampfgeschrei, und Schwerterklirren wahr. Aus den Augenwinkeln sah er zu seinem Entsetzen mehrere Paar Füße, die auf ihn zu steuerten. Sie wurden jedoch jäh zurückgeschlagen, und die dazugehörigen Leiber landeten auch, blutbesudelt am Boden.
    Eine Hand packte ihn am Nacken. „Steh auf“, murrte eine dunkle Stimme. Er wurde hochgezogen. Jetzt sah er wieder mehr vom eigentlichen Geschehen. Die Truppen waren zum Großteil beide niedergeschlagen, es waren nunmehr viele vereinzelte Zweikämpfe geworden.
    Die Hand ließ seinen Nacken los, doch Siriann knickte mit einem Bein ein, und wollte sich gerade der Versuchung hingeben, wieder auf den Boden zu fallen, als er aufgefangen und gestützt wurde. „Verdammter Musiker“, brummte Almontasir, mit einer Hand sein gezahntes Schwert schwingend, mit der Anderen Siriann am Kragen.
    Nach einer Weile wurde ihm seine Situation wieder bewusst. Er musste da raus. Das war nicht seine Welt. Kämpfe waren in Ordnung, die gehörten dazu, aber er war kein geborener Krieger, und verabscheute Waffen, die nur zum Töten gemacht waren. Er riss sich los, hatte mit einem Mal wieder seine Ganze Kraft, und entging nur knapp einem Schwerthieb, der mit Sicherheit tödlich gewesen wäre.
    Langsam tastete er sich in Richtung Burg voran, darauf Bedacht, jedem nahenden Hieb auszuweichen.
     
  19. TenshiFreeya

    TenshiFreeya Akoluth

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    Aisha betrachtete die ganze Szene aus dem Hintergrund, diese fremde Person hatte ihr also die Wahrheit gesagt, sie kannten sich tatsächlich, doch irgendwas stimmte mit dieser Person nicht, das konnte doch nicht allen ernstes ein junger Mann sein, oder?. Doch für solche Art von Überlegungen war nun kein Platz, denn wie es schien hatten die Truppen des Sultans die Burg erreicht und der Kampf begann.

    Sogleich wurden die Fremden aus dem Kerker gelassen und rannten mit ihnen zusammen nach draußen, wo sie sich den Sarazenen anschlossen. Aisha und Arslan nickten sich zu und gingen zum Angriff über. Sie hatten ihre Taktik schon tausende Male wiederholt und bis aufs kleinste Detail geübt, so dass es ihnen kaum Mühe machte sich durch die Reihen der Männer durchzupflügen.
    Auch die anderen Assassinnen stürzten sich in den Kampf, sie waren eindeutig die besseren Kämpfer, doch was die Arme an Kraft und Ausdauer nicht besaß, machte es mit ihrer Anzahl wieder wett, so das es selbst den Schattenkriegern schwer fiel diese Horde aufzuhalten.

    Die Schlacht schien unendlich lange zu dauern, endlich konnten sie die Truppen zurückschlagen, eher sie die Burg vollkommen besetzt hätten, doch wie es schien würde der Feind nicht aufgeben, sondern leckte sich vorerst nur seine Wunden um dann zu einem erneuten Kampf aufzubrechen.

    Sogleich machte sie sich darauf ihre Verluste sich genauer anzusehen und bemerkte, dass einer dieser Fremden unter den schwer Verwundeten dabei war.
    Der junge Mann wurde sogleich auf eines der Zimmer gebracht, auf Anordnung von Arslan persönlich.
    Die junge Elfe fragte sich vergeblich, warum sie sich so nahe standen, doch das würde sie noch herausfinden, vorerst würde sie diesen Kerl versorgen müssen, da die anderen Frauen mit den Kriegern beschäftigt waren.

    Nachdem sie frisches Wasser besorgt hatte und alle anderen aus dem Zimmer gebracht hatte, versorgte sie die Wunden und konnte sogleich auch das Geheimnis dieses Burschen zufällig lüften, es war kein Mann, sondern eine Frau, genau wie sie selber, nur älter…deswegen diese Ahnung.

    Unweigerlich musste sie lächeln, wer hätte das gedacht, dass es noch jemanden gab, der ein falsches Spiel spielte. Doch das sollte nichts heißen…
    Nach getaner Arbeit, wusch sie sich selber und zog sich Frauenkleidung an. Stunden später erwachte Elija endlich wieder, Arslan stand vor ihrem Bett und sah sie besorgt an.
    Auch Aisha trat, nun mal als Frau in die Kammer, gefolgt von dem Rest der Truppe, sie sagte vorerst nichts.
    „Sicher das es dir wieder besser geht?, Aisha hatte dein Wunden versorgt und auf dich aufgepasst. Die Salbe wird deine Schmerzen lindern sowie die Heilung verschnellern. Leider ist der Krieg noch nicht gewonnen, auch wenn wir vorerst eine Weile unsere Ruhe vor den Kriegern des Sultans haben werden. Sie erlitten große Verluste, doch dieser Dumpfkopf scheint noch immer nichts begriffen zu haben."
    Der junge Elf sprach bewusst über Aisha, als ob sie nur eine der Dienerinnen wäre, denn er vertraute vielleicht Elija, doch nicht sogleich auch dem Rest der Gruppe, er würde sie später wohl aufklären müssen, wenn sie alleine unter sich waren.
     
  20. Huskyeye

    Huskyeye Ehrenbürgerin

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    AW: 2. Die Burg Mysiaf

    In dem Moment als die Tür aufging und ihrer beider Freunde eintraten, zuckte Arslan augenblicklich von Elija´s Narbe am Rücken weg und strich sich verlegen – mit einem forschendem Seitenblick auf Aisha – durch sein langes Haar.
    Lange beobachtete Elija die junge unbekannte Frau, die ebenfalls mit eingetreten war.
    Wer ist sie? Sie scheint mir so vertraut?, dachte Elija als Arslan das Schweigen im Raum brach und damit ihre unausgesprochene Frage beantwortete.
    „Sicher, dass es dir wieder besser geht? Aisha hat deine Wunden versorgt und auf dich aufgepasst. Die Salbe wird deine Schmerzen lindern sowie die Heilung verschnellern. Leider ist der Krieg noch nicht gewonnen, auch wenn wir vorerst eine Weile unsere Ruhe vor den Kriegern des Sultans haben werden. Sie erlitten große Verluste, doch dieser Dumpfkopf scheint noch immer nichts begriffen zu haben." Irgendwas an der Art wie Arslan mit Aisha, wie er sie nannte, umging stimmte nicht mit dem überein wie er sie gerade ansprach. Mit Nichten glaubte sie ihm, dass es sich nur um eine einfache Dienerin handelte, denn immerhin hatte Aisha sie im Kerker aufgesucht, was eindeutig für ein ziemlich „hohes Tier“ sprach. Elija nahm sich vor mit Arslan später darüber zu reden.

    Langsam mühte sich Elija aufzustehen, gerade als sie einen Fuß auf den Boden gesetzt hatte und ihr Gewicht darauf verlagerte, durchzog ihren ganzen Körper ein stechender Schmerz, der sie aus dem Gleichgewicht warf. Sofort waren Arslan´s helfende Hände da, um sie sanft zurück aufs Bett zu geleiten.

    „Erwarte nicht zu viel, Elija! Du hast zwei- drei gebrochene Rippen und noch dazu eine schwere Kopfverletzung an der Stirn… du musst dich ausruhen.“, fügte Arslan sanft hinzu.
    „Ich weiß… tritt vor!“, befahl sie der anderen jungen Frau, die ihr in ihrer Notlage nach dem Sturz in die tiefe das Leben rettete.
    „Herrin, ich bin hoch erfreut Euch den Umständen entsprechend wohlauf zu sehen.“
    „Schon gut. Freunde darf ich euch vorstellen… das ist Janaina. Sie ist ebenfalls eine Kriegerin meines Volkes und zweifellos mir von meinem Vater nachgeschickt worden, um mich von meinem Weg abzubringen.“ Reumütig senkte Janaina ihr Haupt, so dass man ihre langen braunen Haare sehen konnte, die sie zu einem strengen Zopf nach hinten gebunden hatte.
    „Egal lassen wir das. Was ist dann geschehen? Sirian? Al?“ Sirian stand schon eine ganze Zeit teilnahmslos in der Ecke. Als Elija ihn ansprach lief er einfach so davon.
    Al, kümmere dich bitte um ihn!“ Kaum das Almontasir und Sirian das Zimmer verlassen hatten, schickte Elija Janaina mit einem Wink hinter den beiden her.

    „Jetzt zu uns! Raus mit der Sprache Arslan, was verheimlichst du mir?“
     
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