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  #11  
Alt 22.06.2010, 18:24
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 22.06.2010, 18:24 ]

ok, dann definiert doch bitte "unnötige Gewalt", "außer in Notwehr nicht tötet" und "sich nicht an Wetwork und Morden beteilligt, und Andere davon zu überzeugen versucht das auch nicht zu tun..."

Notwehr heißt dann, töten is erlaubt, wenn jemand mich mit ner Waffe bedroht, richtig? Was so ziemlich ständig passieren kann in Shadowrun....

Nem Wetworker zu sagen, das Töten als Beruf nicht richtig ist, kann Reaktionen von laut lachen bis Kopfschuß provozieren....

Der erste Punkt ist der einzige, wo ich zugeben kann, das das machbar wäre als Runner! Die andern zwei hauen nich so ganz hin.

mfg
Havoc
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Wenn Wissen Macht ist, ist Unwissen Ohnmacht...
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  #12  
Alt 22.06.2010, 19:42
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 22.06.2010, 19:42 ]

Hallo Havoc,

ich denke das Problem ist das solche Dinge in der einzelnen Runde definiert werden müssen.
Gegebenenfalls hat da auch noch der Spielleiter ein Wort mit zu reden.

Denn für den Einen ist bereits eine Betäubung unnötige Gewalt während für den Anderen alles unterhalb einer Sturmkanone keine ernsthafte Gewalt ist.

Ich selbst sehe es so:
Als Runner in der Welt von Shadowrun rechnet man mit tödlicher Gewalt und ist darauf vorbereitet.
Dazu kann es auch gehören mit tödlicher Gewalt dagegen vor zu gehen.
Das ist aber das letzte Mittel.
Zunächst wird man über gute Planung, nichtletale Möglichkeiten und Alternativen versuchen gar nicht erst in eine solche Situation zu kommen oder ihre Konsequenzen anders zu beseitigen.

Gruß Jochen
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  #13  
Alt 22.06.2010, 20:56
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 22.06.2010, 20:56 ]

Ich denke das Problem ist dasselbe wie wir es auch schon bei DSA diskutiert haben - das regeltechnische Handicap "Pazifist" ist nicht deckungsgleich mit dem, was man real unter einem Pazifisten versteht - zumindest nicht in der 5 GP Ausprägung. Da "vermeidet" er "unnötige" Gewalt, tötet nur "in Notwehr", beteiligt sich aber auf keinen Fall an "Wetwork" oder "geplanten" Tötungen.
Während die 10GP Variante aus dem Spielercharakter einen schwer depressiven Dauerbremser machen würde (und damit mindestens genauso übertrieben ist wie die 5GP Variante weichgespült), ist die 5 GP Variante meineserachtens durchaus spielbar.
Natürlich gibt es Einschränkungen (eine Kampagne wie z.B. Geisterkartelle klappt wohl eher nicht), aber es ist ja auch ein Nachteil. Fluffig genug, um ihn wählen zu können, aber natürlich nicht ganz neutralisierbar.
Natürlich kann man das als Spieler extremer ausspielen, das geht dann aber auf die eigene Kappe und man sollte es je nach gruppe auch schon im Voraus klarstellen.
__________________
Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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  #14  
Alt 22.06.2010, 23:43
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 22.06.2010, 23:43 ]

Okay,

meine Zeilen dazu.

Sonic, ich vermute du hast nicht ganz Unrecht - die Redax hat den Sinn etwas unterteilt. Nichtsdestotrotz würde ich als Meister ein Auge darauf haben, dass auch der 5 GP - Nachteil ein solcher ist.
Wenn der Spieler mir das Wort "unnötig" etwas arg lasch auslegt, kriegt er ein Gespräch und beim zweiten Eingreifen meinerseits ist der Nachteil weg - und entsprechend viele Vorteile. 5 GP ist einfach nicht geschenkt, dafür muss schon etwas her. Wenn mein Spieler kommt "aber von Waffeneinschränkungen steht da nix", schiebt er sich zum Beispiel sofort aufs Abstellgleis. Das wäre so, als wenn ich meinen Fledermausschmanen locker flockig sonnenbaden lasse (okay, er bekommt MW+2 auf alle Zauberproben, aber es steht ja nirgends, dass er Sonne nicht mögen darf)
Ich hab meinem Runner, der entsprechend tickt, 1-2 GP für den Nachteil Prinzipientreue gegeben und das halte ich für angemessen. Und selbst der Rennt generell mit Gel-Muni rum.
Von einem (auch 5-Punkte)-Pazifisten erwarte ich, dass er alles in seiner Macht stehende tut, damit sein Gegner keinen bleibenden Schaden erleidet - auch wenn das ineffizient ist. Und zu eine kohärenten HG gehört auch, dass er das schon lange so gemacht hat (Pazifismus stellt sich nicht über Nacht ein) - und daher ein Ares Eld-AR die Waffe der Wahl ist, nicht eine Ares Alpha. Dass er waffenlosen Kampf eher beherrscht, als Klingenwaffen, etc. Abweichungen werden gut begründet oder nicht zugelassen.
Von einem totalen Pazifisten erwarte ich, dass er die andere Backe hinhält, wenn er geschlagen wurde (metaphorisch gesprochen!) und zudem rigoros auf das Team einwirkt, um Blutvergiesßen zu vermeiden. Nötigenfalls verläßt er das Team und erstattet in Extremen Fällen sogar Anzeige.
Nochmal zum Verständnis: Mir ist sehr daran gelegen, dass die Werte des Runners und sein Hintergrund gut ineinandergreifen, denn nur so bleibt das System fair und ich muss mir hinterher keine Rübe machen, dass es Ärger zwischen den Spielern gibt.

Als Spieler seh ich die andere Seite. Erstens würde ich keinen Pazifisten in SR spielen. Dazu ist das System nicht ausgelegt und ein Spieler, der einene Pazifisten spielen will, hat entweder verdammt großes Geschick in Schauspielerei und sucht die Herausforderung (ist mir noch nie untergekommen) oder ist einfach im flaschen System.

In Game seh ist das genauso kritisch: Nicht vergessen, wir reden von Individuen, die fast alle schon Menschen getötet haben (und damit klarkommen) und deren Leben in jedem Run auf dem Spiel steht. Da ist kein Platz für "Kindereien"
1) ein Pazifist wird große Risiken für sich UND DAS TEAM in Kauf nehmen, um Blutvergießen zu vermeiden - auch jenseit gesunden Menschenverstandes. Das ist für seine CHummer echt mist. Er muss also an einer anderen Stelle geradezu herausragend gut sein, damit die sich nicht jemanden suchen, auf dem in Zweifelsfall auch Verlass ist. Es ist nämlich schön und gut, dass der Pazifist nur in Notwehr lethale Mittel einsetzt, aber wenn ein Chummer gerettet werden muss, ist das keine Notwehr! Daher wird ein Pazifist nicht die effektivste Methode ergreifen, seinen Gefährten zu helfen. Dass die das nicht toll finden, steht wohl außer Frage.
2) ein totaler Pazifist ist mal ganz außen vor, denn der ist stets ein potentieller Verräter. Der ist so pingelig, dass die Gefahr bestehet, dass er einen Run verläßt, oder sogar Runner anzeigt, die (seiner subjektiven Meinung nach) exzessive Gewalt anwenden.

Das ist imho bei vielen Runnern - nicht nur nach konkreten schlechten Erfahrungen - das Bild von Pazifisten. Weich es auf und du hast keinen Pazifisten mehr. Spiel es aus und du wirst Probleme haben, eine (konsequent gespielte) Gruppe zu finden.

Allenfalls kann man sich darauf einigen, die Gruppe entsprechend anzulegen und die Aufträge stärker zu selektieren - dann geht es theoretisch.
Aber ich wiederhole mich - ich habe bis dato noch KEINEN gruppenkompatiblen pazifistischen Runner erlebt. Wenn das Team konsequent war (und die SL nicht eingeschritten ist), ist er jedes Mal baden gegangen und/oder hat sich den Hass der anderen Runner zugezogen.
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  #15  
Alt 26.01.2011, 23:25
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 26.01.2011, 23:25 ]

Ich hatte selbst zum thema schon ein sehr positives erlebenis mit einem pazifistischen Ki Adepten der im Nahkampf Tranquilizerpatches verteilt hat und Betäubungsgranaten sowie eine Supersquirt verwendet hat.
Klarr sind vor dem Run Grundregeln unterienander festzulegen wie etwa, hey ich bin pazifist aber da ich auch als erstes in die räume gehe um die wachen schnell und sauber aus dem weg zu räumen muss das nicht dein problem sein.
Im Fazit ist ein gut gespielter Pazifist nicht gleich unprofessionell sondern eher ein glanzstück an professionalität wenn er seine aufgabe seiner selbst auferlegeten einschränkung bewältigen kann.
erst wenn das team die abgemachten regeln des teamworks zu brechen beginnt unprofessionalität. das gilt aber nicht nur für pazifisten sondern für alle runner und runs.

wenn der johnson sagt bringt keine angestellten um dann schmeisst man keine granaten in die kantine nur weil da 2 wachmänner sind aber 25 lohnsklaven.
es gibt regeln und diese legen das nivau des runs fest, auch die selbstauferlegten.
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  #16  
Alt 26.01.2011, 23:47
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 26.01.2011, 23:47 ]

Ich durfte inzwischen auch schon etwas Erfahrung mit einem Spieler machen, der den Pazifismus gut ausgelebt hat. Dafür wurde er zwar von seinen militanten Chummers verprügelt, aber er hats durchgezogen. Hat Spaß gemacht, und bringt die militanten wieder n bissl auf den Teppich.

Allerdings resigniert er schon, inzwischen heissts fast nur noch "Hauptsache ICH bin nicht an Kollateralschaden schuld.", auch ned durch Beihilfe oder indirekt.
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  #17  
Alt 27.01.2011, 19:52
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 27.01.2011, 19:52 ]

ich meister einen Pazifisten (abgesehen davon dass die Spielerin die möglichst bald droppen lassen will) sehe ich beim Pazifisten eher die Herausforderung an den Meister den Spielern einen Auftrag anzubieten den der Pazifist nicht von vornherein ablehnt
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  #18  
Alt 10.03.2011, 14:33
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 10.03.2011, 14:33 ]

Ich greif das Thema einfach mal wieder auf:

Grundsätzlich sehe ich keinen Grund einen 5 Punkte Pazifismus nicht zuzulassen, solange es zum Charakterkonzept passt. Natürlich braucht keiner einen Straßensamurai oder einen Kampfmagier, der bei jeder Begegnung mit potentiellen Gegnern erklärt, dass er niemandem was tun will.
Aber ein Face, der primär die Aufgabe hat, Kontakte zu knüpfen und Ausrüstung zu organisieren, oder ein Hacker, der die Matrix überlisten soll - warum nicht?
Klar gibts sicher immer Diskussionen im Team, wenn der Pazifist sagt, ob das jetzt unbedingt sein mußte etc. aber das bringt mit den richtigen Spielern & Charaktern mehr würze ins Rollenspiel, als es lästig ist.
Natürlich kann man dann auch sagen: ein Charakter, der sowieso nicht direkt in den Kampf eingreift - 5 geschenkte Punkte. Das ist dann der Punkt, wo es für den Meister zur Herausforderung wird, den Nachteil zum tragen kommen zu lassen.

Weiters schließt es sich für meine Begriffe absolut nicht aus, gut kämpfen zu können (auch mit Waffen), aber die Fähigkeit einfach so wenig wie möglich einzusetzen. Das höchste Erstreben jeder klassischen Kampfkunst ist es doch nach wie vor, zu vermeiden die Techniken anwenden zu müssen...

Das alles mal zum 5 Punkte Pazifismus.
Der Nachteil für 10 Punkte... reden wir lieber nicht darüber, das halte sogar ich in diesem System für nicht spielbar.
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  #19  
Alt 10.03.2011, 16:16
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 10.03.2011, 16:16 ]

Naja ... ganz ehrlich? In einer Themen-Kampagne fände ich den 10-P-Pazifismus schon passend. Zum Beispiel ein Team von unabhängigen Journalisten, die sich einfach wo einschleusen/-schleichen um einen Skandal-/Aufdeckungs-Bericht zu produzieren und dann mitten in die dampfende *-----* geraten. Keinerlei aggressive Kampferfahrung, vielleicht sogar der eine oder andere Vegetarier/Veganer.

So nach dem Motto: Die skrupellose Wache hat die Hackerin des Teams entdeckt und denkt sich oO Warum nicht noch ein wenig Spaß haben, bevor ich Alarm gebe Oo *dreckiges, geiferndes Grinsen*. Während er ihre Hände fesseln will, kommt von hinten ein *THUNKK* und er sinkt bewusstlos zu Boden. Der Kameramann hat ihm sein Stativ über die Rübe gezogen. "Ist er jetzt tot?", fragt er panisch. "Du hast ihm auf den Kopf geschlagen, woher soll ich das wissen?" "Oh Gott, ich habe ihn getötet!" "Du hast ihn umgebracht?!?!" Die Wache rührt sich plötzlich mit einem schmerzerfüllten Grunzen, die Hackerin kreischt auf und tritt aus Reflex nach ihm, dass sein Kopf nochmal wuchtig gegen eine Mauerecke donnert, dann liegt er wieder reglos. "Warum hast du ihn getreten?!" "Er hat sich bewegt!" "Dann habe ich ihn nicht getötet? Gott sei Dank ... ist er jetzt tot?" "Du meinst, ich habe ihn jetzt umgebracht?!?!" Der Reporter (und "Teamleader") kommt endlich auch dazu, total ausser Atem. "Was schreit ihr denn so ... oh mein Gott, sagt mir nicht, dass der da tot ist." "KEINE AHNUNG!", schreien beide gleichzeitig und panisch. Der Teamleader beugt sich über die Wache und tastet nach deren Puls. "Oh gut ... er lebt noch. Kommt, lasst uns verschwinden." "Aber ... er blutet." "Das ist nur eine Platzwunde, jetzt beeilt euch." "Und wenn sie sich entzündet?" "Willst du ihn etwa erst noch verarzten? Wir brauchen das Medikit vielleicht noch für uns selbst, wenn wir uns nicht beeilen. Kommt schon!" "Na gut." "Aber eines muss schon sein", meint die Hackerin dann noch, und legt der Wache einen Stick mit 200 Nuyen und einen Zettel "Sorry" hin.

cul8r, Screw
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Das Leben ist die härteste Droge ... jeder ist drauf, keiner kriegt genug davon, niemand überlebt und Entzug hat auch noch keinem gut getan.
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  #20  
Alt 11.03.2011, 08:57
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AW: Nachteil Pazifismus - Schrecken jeder Runde?  [ Alt 11.03.2011, 08:57 ]

Stimmt, das klingt definitiv lustig
Ist aber vermutlich nur spielbar, wenn alle so sind.. sobald da ein abgebrühter Runner dazukommt und die öfter mit ihm unterwegs sind, ist dann nach spätestens ein paar Runs der 10P nur noch ein 5P Pazifismus.. einfach, weil man sich an alles gewöhnt..
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