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#1
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| Moin, ich mal wieder Der Sozialstatus ist laut Regelwerk ein "Indikator für den Respekt, der [dem Helden] entgegengebracht wird" Die Redax geht im entsprechenden Abschnitt auch ein wenig auf den Hintergrund ein. Er hängt an der Herkunft, seinen Stand. Indikatoren sind neben Kleidung und Namen solche Dinge wie Manieren (Nase putzten, Tischmanieren, etc) Laut eben jenem Kapitel kann der SO nicht per AP gesteigert werden und sollte nicht mehr als 1 pro 1000 AP steigen. Hier liegt aber ein Problem, zu dem ich gern eure Ansicht hören würde. - Namen sind Schall und Rauch (zumindest solange die Namen der Helden generell "unbekannt" sind im Sinne von keinen öffentlichen Ehrungen oder ähnlichen Geschichten) - Elternhaus kann man Helden nicht an der Nase ablesen, sondern nur an Manieren, Selbstbewusstsein und Outfit. Und jene SIND trainierbar/Käuflich. Alrik aus Tiefhusen - seines Zeichens neureicher Abenteurer aus ärmlichen Verhältnissen (SO2-3) - wurde beklaut. Als er Anzeige erstatten will, wimmelt ihn die Stadtwache ab und droht sogar damit, ihn selber einzubuchten. Was in aller Welt spricht also dagegen, dass Alrik (der keine besonderen Kennzeichen hat) sagt "okay, ich hab genug Geld, ich will von den Wachen/... nicht mehr wie der letzte Dreck behandelt werden"? Er sucht sich einen Lehrer in Sachen Etikette und Benehmen. Nach mehrwöchigem Lehrgang kleidet er sich neu ein und hängt vielleicht eine andere Endung an seinen Namen (von Gareth klingt doch gut, oder? Im Zweifelsfall kann man das sogar legal begründen) oder ändert ihn ganz (etwas riskanter). Wenn nun besagter Alrik Hohenstein von Gareth eine Weile (und 300 AP) lang sein neues Leben gelebt hat und zufällig in einer anderen Stadt mit einem ähnlichen Fall bei der Wache vorspricht, was spricht dagegen, ihn rein nach seinem Benehmen und Äußeren (sagen wir SO 10) zu beurteilen? Wie würdet ihr einen solchen Fall gegebenenfalls handhaben? | |||||
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#2
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| Ich benutze den SO nur nebensächlich. Ich hatte zum beispiel mal einen Agenten mit SO4, der sich mit gefälschten Papieren und etikette 10 in jeden Ball einschmeißen konnte. Ich beurte den SO so: Der SO stellt den Ausgangsstatus dar. War er Shon von armen Schluckern (3) oder Adelssohn (10). Steigerungen verteile ich nie. Wenn dann verteile ich die Sonderregel Guter/Schlechter Ruf (WdH Seite N° 252/ 269) Dadurch kann man gut Darstellen, dass die Helden in einer bestimmten Region zu hohem Ruf gekommen sind. Gruß AchazLord
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#3
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| Preiset die Schönheit, Bruderschwestern! Der SO ist der "Indikator für den Respekt ..."! So weit so gut! Das bedeutet, dass sich der SO pro 1.000 AP, also pro einer bestimmten Menge an Abenteuern/Leistungen, die der Charakter geleistet hat und die auch bekanntgeworden sind, der SO um einen Punkt steigen kann, nicht muss! Der von twilight beschrieben Fall ist also nicht eine wirklich Veränderung des SO's, sondern das Vortäuschen eines höheren SO's. Und das ist auch möglich! Wenn ein Charakter einen höheren SO vortäuscht, dann mag ihm das in machen Fällen gelingen (wo er nicht persönlich bekannt ist), in manchen Fällen aber auch nicht, wenn er sich als jemand ausgibt, der bekannt ist. Wenn man sich also ein "von" dazuschummelt und dies durch entsprechende Kleidung und entsprechendes Benehmen unterstützt, dann wird der SO wahrscheinlich höher eingeschätzt, als er wirklich ist. Allerdings kann dies auch ins Auge gehen, denn wenn man sich als Adliger ausgibt und ein Kenner (z.B. ein Herold) kann dies widerlegen, dann ist man dran! Gruß Graf Albin
__________________ dies irae, dies illa solvet saeclum in favilla | |||||
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#4
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| @Achaz Ich ging davon aus, dass der Held noch GAR KEINEN Ruf hat, wenn er das tut. Ansonsten hast du natürlich Recht =) @Graf 1) "von" bedeutet in Aventurien KEIN Adel. In einigen Gegenden trennt "von" (Freie) von "aus" (Unfreie). (ich glaub AH, pg 12x) Das ist derart variabel, dass einem keiner einen Strick dreht. Ich meinte einfach, dass "vom Gareth" toller klingt, als "aus Hinterkleinkleckersdorf" 2) Wo genau täuscht er etwas vor? - Vielleicht beim Namen - aber das ist sogar Problemlos erläuterbar mit der Stätte der letzten Ausbildung. Das ist durchaus üblich. (Was glaubst du, wieviele der Magier "vom Perricum" tatsächlich dort geboren wurden? ^^) - Ansontsen aber täuscht er nichts vor. Er tut nicht so, als ob er sich teure Kleidung leisten kann, er kann es. Er tut nicht so, als ob er anständige Manieren hat, dem ist tatsächlich so. Außer einem Adelstitel (und selbst an den kommt man ganz legal) gibt es (imho) nichts, aber auch gar nichts, womit ein Wirt ihn auf den ersten Blick von bspw. einem von Haus aus wohlhabenden Händler/Gelehrten/... unterscheiden kann. Genauer gesagt IST er vielleicht mittlerweile sogar ein Gelehrter. Streng nach WdS/AH ist das "vortäuschen", aber ich seh nicht, was daran "täuschend" ist, denn da wird nichts gespielt. lg twilight p.s. (ich setze übrigens voraus, dass die Werte in Etikette und einigen passenden Hintergrundwissens- und -Handwerktalenten entsprechend hoch sind.) | |||||
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#5
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| Preiset die Schönheit, Bruderschwestern! Das ist so nicht ganz richtig! Das Namenkürzel "von" ist zumindest im Mittelreich definitiv ein Adelsprivileg (siehe "Herz des Reiches", S. 24 unter "Vorrechte des Adels"). In AH ist auch nichts Gegenteiliges geschrieben (jedenfalls nicht hinten bei den Namen). Auch ist es NUR Gildenmagiern erlaubt, sich nach dem erfolgreichen Abschluss der Akademiezeit einen neuen "Magiernamen" zu wählen, der dann ein "von" enthalten darf. Alle anderen Ausbildungen erlauben diese Neubenennung nicht. Außerdem täuscht eine Person durch entsprechende Namen, Kleidung und Benehmen nur einen höheren SO vor, hat diesen aber nicht, denn die Namensgebung und auch die Kleidervorschriften sind rechtlich geregelt. Ein Bauer darf nicht alle Pelze, Stoffe usw. tragen, genauso wenig wie ein Unfeier oder gar ein Freier nicht alle Metalle tragen darf! Wer dies tut, um besser zu wirken, der ist ein Hochstapler, weil er sich Rechte anmasst, die er nicht hat (und die nur mit einem entsprechenden SO einher gehen). Ein freier Kleinbauer, der Etikette 21 hat und durch einen Schatzfund reich geworden ist, darf trotzdem kein Gold, keine Seide, nur bestimmte Pelze usw. tragen. Dies wird auch durch seinen niedrigen SO ausgedrückt! Darum ist wäre es auchnur ein vortäuschen! Gruß Graf Albin
__________________ dies irae, dies illa solvet saeclum in favilla | |||||
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#6
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| Wie gesagt, Adel kann man nicht vorgeben, ohne sich massiv Strafbar zu machen, das ist klar. Ich hab HdR grad nicht hier, daher unterstell ich einfach mal pauschal, dass der Name keine Anhängsel besitzt, die eigentlich dem Adel vorbehalten sind =) Es gibt meines Wissens nach aber keine Unterscheidung, was das das Tragen von Kleidung vom "Großbürgertum" angeht im Vergleich zu armen Bauern (außer dem Impliziten Budget). Wenn du dazu was gefunden hast, lass ich mich gern eine besseren belehren. --> was definiert das Mehrrecht eines Bürgers mit SO 10 gegenüber einem Bürger mit SO 3? Sollte es da nichts geben, ist es überhaupt kein Problem, wenn man "nur" den SO eines reichen Nichtadligen erreicht. Da ist erst ebi SO 13-15 Schluss - und ich kenne keine SC, der mehr hat ![]() Übrigens gibt es für die Adelsfrage 2 Lösungen. Die erste ist die übliche Verleihung von Titeln, wie sie im Horasreich nicht unüblich ist. Die zweite (weit billigere) ist die Adoption durch einen Adligen - im Bornland durchaus praktiziert. Da dort jeder, der direkt von einem der Theaterritter abstammt, legal Bronnjar (entsprechend etwas Baron) ist, findet man auch einige davon, die total verarmt "unter der Brücke" hausen. Ein freundliche Bitte und einige hundert Dukaten später hat dieser kinderlose Mann einen Erben. Der erbt zwar außer dem Namen nichts von Wert, aber der Name macht ihn adlig. Geändert von twilight (03.04.2010 um 14:55 Uhr) | |||||
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#7
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| Ich habe den SO immer so eingesetzt, wie der Charakter in seinem natürlichen Auftreten, auf fremde wirkt. Das hat grundsätzlich erst mal nichts mit adlig oder reich zu tun. Aber die Gesellschaft hat eine gewisse Erwartungshaltung an jemanden, der mehr von Stand ist, Macht besitzt, vielleicht auch Geld (oder gleich ne ganze Menge davon), und dies auch durch sein Auftreten repräsentiert. Das ist etwas, dass man durch reine Etikettepaukerei nicht antrainieren kann. Es entsteht auch durch ein Selbstbewusstsein, dass man genau in diesen Stand gehört. Wenn ich an einem Hof oder einfach in einem "guten Hause" erzogen wurde, dann bleibt das von Anfang an hängen und das geht ins Blut über. Verbal und Nonverbal. Deswegen soll es ja durchaus möglich sein, dass die Helden mit ihrem SO wachsen. Da er ihre Entwicklung, ihren Bekanntheitsgrad, ihr Selbstvertrauen (bezogen auf den Stand) und ihren Umgang darstellt. Geht der Held/Char/ Wasauchimmer, gezielt vor und stellt sich anders dar, durch bessere Etikettewerte, etc. dann fehlt einfach noch ein Stück vom Kuchen. Auch wenn das manchen gar nicht auffalen mag, und derjenige dann eben doch als eine Person mit höherem SO durchgehen mag. In diesem Falle hält das aber meiner MEinung nur so lange an, bis jemand fragt: Wo kommt Ihr eigentlich genau her? Gruß Luzifer
__________________ "Zu sterben, mit einer unbenutzen Waffe in seinem Gürtel, das wäre bedauerlich." Miyamoto Musashi | |||||
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#8
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| Preiset die Schönheit, Bruderschwestern! Zitat:
Zitat:
Wenn man dies aber alles schafft, dann ist das nicht mehr vorgetäuscht! Dann ist man de facto adlig und dann sollte mit der Adoption/Belehnung auch der SO ansteigen, so dass man nichts mehr vortäuschen braucht, weil man ja einen höheren SO hat! Gruß Graf Albin
__________________ dies irae, dies illa solvet saeclum in favilla | |||||
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#9
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| @Luzifer das was der eine oder andere (hoher SO) im Elternhaus lernt, muss jemand mit geringerem Start-SO sich antrainieren, klar. Es liegt im Ermessen der einzelnen Gruppe, welche Talente darunter fallen. Dieses "antrainieren" ausschließen zu wollen, ist aber imho nicht plausibel. Wenn allerdings der Meister festlegt, dass dazu eine Steigerung des CH um 1 nötig ist, um die "Verwandlung" abzuschließen, fänd ich das schon akzeptabel. Das würde in die Kategorie "Selbstbewusstsein/Selbstvertrauen" fallen und gleichzeitig genug AP fressen (die bspw ein Streuner sonst anderswo untergebracht hätte), um eine Balance zu wahren. Du hast aber vollkommen Recht, dass die Frage "wo kommst du denn her" der Teil ist, an dem entweder der SO leidet (Wahrheit), eine Lüge ins Spiel kommt, oder aber irgendwas dazwischen. Andererseits wird jemand, der mit Schweiß, Zeit und viel Geld sein Ansehen ändern will, seine "modifizierte" Vergangenheit derart verinnerlicht hat, dass diese Lüge wirklich nur noch auffliegen kann, wenn ein alter Bekannter aufkreuzt. @Graf Albin zum Stand Ich seh immer noch nicht, warum Bürger (arm) und Bürger (reich) unterschiedlich behandelt werden sollten oder sogar müssten. Es ist nämlich derselbe Stand und ich hab bisher nirgends eine weitere Unterteilung finden können. Offiziell kann man zwischen Unfreien, Freien und Adel unterteilen. Dazu kommen verbriefte Sonderrechte wie - Bürger (Bürgerrecht in einer Stadt) - Krieger (Kriegerbrief) - Magier (Akademiesigel) - Geweihte (Nachweis je nach Kirche) - Mitglied in einem Stadtrat (da gibts sicher auch eine Urkunde - ansonsten ist das ein leicht zu prüfender Fakt) Während ich zugebe, dass ohne sonderliche Titel (wie Stadtrat oder Zunftvorstand) der höchstmögliche Sozialstatus für einen Bürger nicht 15 ist, sondern nur vlt 11-12, seh ich in eben diesem Rahmen die weitere Restriktion nicht. Zunftrecht wird nicht tangiert, frei ist derjenige von Haus aus, keine Titel oder Stände werden sich erschlichen. @Adel Im Horasreich geb ich dir Recht. Was aber das Bornland angeht, möchte ich wiedersprechen. Es gibt offiziell tatsächlich eine erkleckliche Anzahl an Nachfahren von Theaterrittern, die wirklich kaum genug zum Leben haben - Flachadlige genannt. Man sollte im Vorfeld ein paar Wochen damit zubringen, die rauszukriegen (sagen wir 3-4 potentielle Kandidaten). Wer bitte sagt, dass die sagen "ja aber du musst jetzt massiv was leisten", wenn jemand ihnen eine horrende Summe Geldes bietet? Das der "Antragsteller" einen serieusen Eindruck" machen sollte ist keine Thema - aber darüber hinaus hat der arme Adlige keine derart gute Verhandlungsbasis. Dann nämlich kommen die AlternativKandidaten ins Spiel. Für die stehen 2 Dinge auf dem Spiel: wenn ihr "Spößling" später Mist baut, KÖNNTE (nicht muss!) das auf sie zurückfallen. Daher werden sie auf den Charakter schauen. Andererseits winkt ihnen genug Geld, um mehrere Jahre sorgenlos leben zu können. Wenn dazu noch klar ist, dass besagter Antragsteller mit mehreren Adligen in Verhandlung steht, ist keine der beteiligten Seiten irgendwie am längeren Hebel. | |||||
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#10
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| Was du aber beachten solltest ist, das der Held auch was geleistet haben muss, um an soviel Geld zu kommen, dass er sich erstens immer die teueren Klamotten, zweitens ein nach seinem Auftreten angemessenen Zimmer und drittens entsprechendes Essen und Wein kaufen kann. Noch extremer wird es beim Adelstitel, wo dann schon ein solcher batzen zusammen gekommen seien sollte, dass dein Held schon recht viele Abenteuer erlebt hat. Die Idee einen entsprechenden CH-Wert vorauszusetzten, damit die neue Rolle/das neue Selbstverständnis glaubhaft wirkt, finde ich eine gute Idee. | |||||
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