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AW: Myranor
Eine Sache ist mir jetzt, da ich nun gerade die Geschichte lese, die die Redaktion zur Rückkehr der Prinzessin Lamea-Expedition entworfen hat, doch noch aufgefallen, die ein gewisses Misstrauen der DSA-Gemeinde begründen könnte:
Da steht, dass die phantastischen Geschichten, die die Rückkehrer erzählen, für eine regelrechte Myranorbegeisterung sorgen. Nun bemüht sich ja DSA (manchmal zu sehr) ein möglichst genaues Abbild der Realität zu liefern. In der Realität wäre angesichts solcher Begeisterung mMn nur eine Reaktion zu erwarten: Interessierte Parteien würden alles mögliche versuchen, um das Ziel ihrer Wünsche zu erreichen. Und da technologischer Fortschritt bisher noch nie aufzuhalten war, würde das bedeuten, dass über kurz oder lang ein guter Teil der technologischen Fortschritte auch Aventurien erreichen - abgesehen von dem, was - begründet durch die andersartige Magie - in Aventurien nicht funktioniert.
Und das könnte wirklich ein Problem für Aventurien in der jetzigen Form darstellen. Es sei denn, den entsprechenden Autoren fällt ein Grund ein, warum niemals beispielsweise ein Insektopter heil nach Aventurien kommen sollte und in Punin analysiert wird.
Andererseits: Selbst wenn das geschieht, so dürfte eine Generation an Magiern vollauf damit beschäftigt sein, die fremdartige magie zu entziffern und nachzubauen - abgesehen davon, dass andere Mächte ständig reinpfuschen dürften und man nach der Entzifferung das Ding erst noch nachbauen muss. Will sagen - bis diese Geschichten sich auswirken, werden wir mangels restlicher Lebenszeit alle kein DSA mehr spielen...
@Shartak:
Viele Deiner Einwände beruhen in meinen Augen auf Eurer Abneigung gegen die DSA4-Regeln. Das ist für mich in Ordnung, ist aber natürlich nicht myranorspezifisch.
Allerdings muss ich Dir in mehreren Punkten zustimmen:
1. Die Regeln waren zu Beginn untauglich, jetzt sind sie wohl besser, wenn auch noch einiges bei der Magie im Argen zu sein scheint. Kompatibel sind sie, von DSA 4 aus betrachtet, im Grunde jetzt schon. Von DSA 3 aus natürlich nicht.
2. Die Tatsache, dass Myranor die bessere Technik hat als DSA, obwohl Aventurien von Myranor besiedelt wurde, erinnert mich auch ein bisschen an SW, wo ich mich immer wunderte, wo die Roboter aus Ep. I-III denn in Ep. IV-VI waren. Andererseits ist je durchaus vorstellbar, dass viele Technologien bei der besiederlung verloren gingen, zum einen beruht vieles ja auf Magier (s.o.), die in Aventurien anders funktioniert und außerdem war das Horasreich ja auch eher Myranors Australien, wenn man sich betrachtet, wer dorthin gebracht wurde. Die dürften nicht gerade gut ausgestattet gewesen sein. Und der Efferdwall hat dann ja die beiden Kulturen getrennt, woraufhin mehrere große Kriege alle zurückwarfen.
3. Und ich bin mir sicher, dass Myranor ein (nicht so gut gelaufener) versuch war, auf dem gebiet der high-Fantasy zu wildern. Und klar, dass andere RPGs da schon länger waren und es teils besser machten. Andererseits, wenn ich Eigentümer des in Deutschland wohl weitverbreitetsten RPGs wäre, würde ich wohl auch versuchen, mit dieser Marktmacht im Hintergrund andere Felder zu erschließen. Schließlich muss man im Gegensatz zu Hobbyprojekten mehr tun, als die Unkosten zu decken.
Aber wie gesagt, jedem das seine - ich will und werde niemanden bekehren. Viel wichtiger und interssanter finde ich es, verschiedene Standpunkte darzulegen und zu verstehen.
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Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
Geändert von sonic_hedgehog (16.01.2008 um 08:33 Uhr).
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