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RPG-Foren  Die Macht des Rollenspiels
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Heldige Helden?

Dies ist das Thema Heldige Helden? bei Tavernengeschwätz als Teil vom Das Schwarze Auge.
Dumm war sie wohl wirklich. Trotzdem würde ich als Held in den schwarzen Landen absolut keine Skrupel haben, einem Söldner ...


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Antwort

#31  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 17:12 )
Benutzerbild von Voltan
Herzog
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AW: Heldige Helden?

Dumm war sie wohl wirklich. Trotzdem würde ich als Held in den schwarzen Landen absolut keine Skrupel haben, einem Söldner Galottas die Kehle durchzuschneiden. Mag sein, dass es vielleicht den ein oder anderen gibt, der den Dienst nicht freiwillig macht. Aber die Gefahr dort entdeckt zu werden, nur weil man einen Söldner mit "Samthandschuhen" anfassen wollte, wäre mir persönlich zu hoch. Die meisten haben es verdient zu sterben. Und die paar, die es nicht verdient haben, können wenigstens froh sein, für die gerechte Sache gestorben zu sein...
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#32  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 17:25 )
Benutzerbild von Integra
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AW: Heldige Helden?

@Voltan: Verständnis - Letzlich glaube ich nun doch zu verstehen, was ihr meint, wenn ihr von >Helden< sprecht.
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#33  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 18:14 )
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Zylerath
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AW: Heldige Helden?

Elric ein ein Volltrottel und das dazugehörige Buch wirklich schlecht. Obwohl ich zugeben muss, das ich von Büchern wenig Ahnung habe. Wenigstens habe ich es gelesen.

Nichtsdesotrotz sind Helden mir allein deswegen unsympatisch, weil sie potentiell dazu in der Lage sind als Vorbild zu dienen.
Vorbilder haben aber den Nachteil Anhänger anzuziehen, die alles was ihr Vorbild so macht für gut und richtig halten und meistens erst zu spät selbst nachdenken ob es wirklich gut war.
Für mich ist es nicht erstrebenswert ein Held zu sein.

Helden... gibt es nur im Rollenspiel und eignen sich vorzüglich dazu sie an ihrem Ehrenkodex zu packen, durch den Dreck zu ziehen und (vielleicht ein wenig schauer) weiterziehen zu lassen.

Ja, so ungefähr sehe ich das glaube ich.
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#34  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 18:29 )
Benutzerbild von Voltan
Herzog
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AW: Heldige Helden?

Nun ja. In dem Moment, in dem man etwas bewegt und verändert, läuft man automatisch Gefahr ein Held, bzw. ein Vorbild für andere zu werden. Das lässt sich auch nicht vermeiden. Nur untätigen Menschen bleibt dies verwehrt.
Selbst im realen Leben ist es nicht viel anders.
Solange ich ein stinknormales Leben (Arbeit, Familie, Freizeit) führe, werde ich wohl kaum besonders viele Anhänger haben und kein großes Vorbild für andere sein.
Sobald ich aber etwas versuche zu verändern, z.B. in dem ich anderen Menschen helfe (in Hilforganisationen wie UNICEF, oder als Streetworker o.ä.). Oder gegen irgendetwas protestiere, oder in die Politik gehe; sprich wenn ich gegebene Dinge nicht annehme und versuche sie zu verändern und dies auch ganz besonders in der Öffentlichkeit tue (wobei Öffentlichkeit von einer Handvoll Menschen bis zu 80 Mio. gemeint ist), dann werde ich Anhänger finden. Menschen die mich als Vorbild oder gar ihren persönlichen Held ansehen (genauso werde ich aber auch Gegner oder gar Feinde finden).

Im Rollenspiel sind Chars nunmal sehr aktiv. Sie bewegen in ihrer Welt so einiges und geben demzufolge Anlass für andere zu Vorbildern zu werden. Und das ist auch gut so. Ich persönlich möchte jedenfalls kein RPG spielen, in dem man ein stinknormales Leben (Arbeit, Familie, Freizeit - siehe oben) nachspielt.
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#35  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 21:30 )
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AW: Heldige Helden?

hab ich da geguckt .... würde sagen ist ein Held in meinen Augen und ja wir waren kurzzeitig etwas abgelenkt .... macht aber doch so viel spass ... ;-)
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#36  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 21:35 )
Benutzerbild von puck
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AW: Heldige Helden?

Zitat:
Aber die Gefahr dort entdeckt zu werden, nur weil man einen Söldner mit "Samthandschuhen" anfassen wollte, wäre mir persönlich zu hoch.
Wozu hat man denn seine Prizipientreue? Doch nicht dafür, dass man seine Überzeugung bei der erst besten Gelegenheit abgibt. Die ist 10 GP Wert und sollte dementsprechend auch behandelt werden. Und wenn nicht, dann sind in meinen Augen mindestens 1000 AP fällig. Aber eigentlich hat das nur peripher mit Helden zu tun.
Diese Aktion war weniger unheldenhaft, als charakterungemäß.

Zitat:
Die meisten haben es verdient zu sterben. Und die paar, die es nicht verdient haben, können wenigstens froh sein, für die gerechte Sache gestorben zu sein...
Genauso wie die paar Armen, dietäglich von übermotivierten Polizisten/Soldaten/Richtern/usw. gekillt werden?
Vielleicht meinen viele nicht, dass ihre Charaktere heutigen Moralvorstellungen entsprechen müssen, aber ich sehe das anders. Ich kann in meinem Charakter erst dann einen Helden sehen, wenn ich ihn persönlich als solchen wahrnehme. Da ich nunmal durch aktuelle Moralvorstellungen geprägt bin, muss mein Charakter diesen auch genügen.

Bleibt tapfer,

puck
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#37  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 21:36 )
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AW: Heldige Helden?

Nachtrag: hab ich nicht richtig geguckt (gelinkte Text von Integra) ... gehe aber voll konform mit Voltan s Antworten. Sorry für verspätete Klarstellung.
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#38  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 22:44 )
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AW: Heldige Helden?

Zitat:
Zitat von puck
Wozu hat man denn seine Prizipientreue? Doch nicht dafür, dass man seine Überzeugung bei der erst besten Gelegenheit abgibt. Die ist 10 GP Wert und sollte dementsprechend auch behandelt werden.
Richtig. Aber wie immer im Leben ist auch hier nicht alles ganz so einfach. Wenn ich als Prinzipientreue den Schutz Unschuldiger befolgen möchte, stehe in einem solchen Fall vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Ich bin in einem feindlichen Land, dass von Dämonen verseucht und "pervertiert" wird. Selbst die Götter verlieren den Einfluss auf Land und Leute. Dieses Land wird zu einem großen Teil von bezahlten Söldnern in diesem Zustand gehalten. Natürlich gibt es auch einige unfreiwillige, die in den Dienst gepresst wurden. Doch handelt es sich dabei nicht um die Mehrheit.
Nun erhalte ich den Auftrag in das Land zu gehen und etwas zu tun, dass es schwächt. Nach einiger Zeit stehe ich hinter einem Söldner und habe entweder die Möglichkeit kurzen Prozess zu machen (die sicherste Variante), oder ihn am Leben zu lassen (die unsicherste Variante). Lass ich ihn am Leben, kann womöglich die gesamte Queste also der Auftrag in die Hose gehen. Wenn ich jedoch erfolgreich bin, kann ich unter Umständen dazu beitragen, dass dieses Land irgendwann wieder befreit ist. Also was mache ich jetzt? Meine Prinzipientreue besagt, dass ich mich für Unschuldige einsetze. Achte ich also jetzt auf den Söldner, der mit recht hoher Möglichkeit seinen Dienst freiwillig tut? Oder achte ich auf die abertausenden Menschen, die seit Jahren geknechtet werden und die mit ansehen müssen, wie ihr Land langsam verkommt und sich selbst die Götter abwenden?
Wo würdest du also in diesem Fall deine Prinzipientreue eher ansetzen???

Zitat:
Zitat von puck
Genauso wie die paar Armen, dietäglich von übermotivierten Polizisten/Soldaten/Richtern/usw. gekillt werden?
Vielleicht meinen viele nicht, dass ihre Charaktere heutigen Moralvorstellungen entsprechen müssen, aber ich sehe das anders. Ich kann in meinem Charakter erst dann einen Helden sehen, wenn ich ihn persönlich als solchen wahrnehme. Da ich nunmal durch aktuelle Moralvorstellungen geprägt bin, muss mein Charakter diesen auch genügen.
Also würdest du womöglich niemals einen Novadi spielen, da es für diese ja völlig normal ist Sklaven zu halten? Oder einen Al´Anfaner aus den gleichen Gründen?
Oder Ork, weil der ja seine Frauen wie Vieh behandelt und nicht gerade gutherzig zu Menschen ist.

Nein, also eigene Moralvorstellungen haben in einem Fantasyrollenspiel nur recht wenig Platz. Es handelt sich defenitiv um eine fremde und harte Welt in der nunmal andere Moralvorstellungen vorherrschen. Wenn ich zwanghaft versuche meine moderne Moral in diese Welt zu quetschen, kann das nur zum Scheitern verurteilt sein. Natürlich gibt es Grenzen (schließlich muss ich mich als Spieler wohlfühlen können), aber generell sollte man niemals vergessen, dass man in einer anderen Welt spielt. Ich habe jedenfalls kein Problem damit einen Helden zu spielen, der aus einer sklavenhaltenden Nation stammt. Oder einen Helden, der durch den ständigen Kampf, durch seine harte Ausbildung und auch durch das Erlebte (Freunde die von Dämonen zerfetzt wurden, Tempel die zu Hurenhäusern umfunktioniert wurden) eine extreme Skrupellosigkeit gegenüber Kämpfern der Schwarzen Lande entwickelt hat.
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#39  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 22:59 )
Benutzerbild von puck
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AW: Heldige Helden?

1. Diese ganzen Rondraanhänger sind meines erachtens nicht so rational. Die sterben lieber im offenen Kampf (selbst wenns sinnlos ist), als hinterhältig zu überleben.

2. Ich sagte ja ich kann meinen Charakter nur dann als HELDEN sehen. Ich habe aber schon lange nichtmehr versucht einen HELDEN zu spielen. Aber wo dus ansprichts, kann ich mich nicht daran erinnern mal einen Novadi. Ork oder Al'Anfaner gespielt zu haben. Jedenfalls nicht länger als ein abenteuer lang.

Bleib tapfer,

puck
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#40  
AW: Heldige Helden? (Alt 29.05.2006, 23:09 )
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AW: Heldige Helden?

Zitat:
Zitat von puck
Diese ganzen Rondraanhänger sind meines erachtens nicht so rational. Die sterben lieber im offenen Kampf (selbst wenns sinnlos ist), als hinterhältig zu überleben.
Ok, aber auch da gibt es durchaus Schattierungen. Ich hasse es, wenn immer behauptet wird, jeder Rondraanhänger stürmt jedesmal mit dem Schwert auf den Feind, selbst wenn jegliche Logik dagegen spricht, oder er genau weiß, dass durch diese Aktion die gesamte Queste für den Ar... ist.
Auch Rondrianer haben so etwas wie Hirn im Kopf. Und wie heisst es so schön in der Rondrakirche: "Für die Göttin zu sterben ist kein schweres Unterfangen. Nur den rechten Zeitpunkt zu finden ist nicht einfach."

Und wie selbst Ayla von Schattengrund, das Schwert der Schwerter bewiesen hat, können auch Rondrianer durchaus taktisch und "hinterhältig" agieren. MI zu der Borbikampagne:
Meisterinformation:
(ohne Meisterinfos zu verraten sag ich jetzt nur Kelche und Zwölfgöttertjoste...).
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