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Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?Dies ist das Thema Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels? bei Systemübergreifende Themen als Teil vom Rollenspiele (RPGs). |
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Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Hallo zusammen!
Ich bin gerade über Sonics Thread gestolpert in dem er über die Illusion der Vielfältigkeit in DSA sinniert. Unter anderem deutet er dort an, das eine Gruppe in DSA immer zu großen Teilen aus Krieger oder Kriegerverwandten Klassen besteht. Von DSA weiß ich nun, bekannter Maßen, mal garde gar nichts. Allerdings kenne ich jede Menge anderer, guter Systeme. Daher kann ich guten Gewissens sagen das Krieger in jedem System, das ich bisher gespielt habe, auf die ein oder andere Weise vorhanden sind und auch sehr oft gespielt werden. Warum ist das so? Wieso ist die körperliche Auseinandersetzung im Rollenspiel, sei es mit Zaubern, Waffen oder wie auch immer, so wichtig? Warum spielt körperliche Gewalt da eine so wichtige Rolle? |
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Und es ist die einfachste Möglichkeit in einem Standardabenteuer
eines nahezu beliebigen Fantasyrollenspiels Erfolgerlebnisse zu haben, weil nur relativ wenig Plots ohne Kämpfe auskommen. Der Bauer ist aufgrund seiner Fähigkeiten nicht gerade prädestiniert, gegen einen Räuber zu gewinnen, der Krieger hingegen... =) |
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Kämpfende Charaktere existieren in so ziemlich jedem System, da praktisch überall Gewalt eine denkbare Option ist. Ob die Gruppe nun Gewalt anwenden will (oder kann) ist eine ganz andere Sache und es können sicherlich auch gute Spielabende oder Runden ohne körperliche Gewalt auskommen.
Selbst bei einem System wie "little fears" kann man, wenn man denn will, einen kriegerischen Charakter machen - auch wenn dieser dann vielleicht erst sieben Jahre alt und seine bevorzugte Waffe die Steinschleuder ist...
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Es gibt mehr als nur eine Wahrheit. |
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!
Nun, wenn ich mit Fantasy-Filme anschaue, dann ist der Hauptcharakter meistens auch ein guter Kämpfer/Streiter und er wird dort dadurch zum Helden, dass er mit Mut, Verstand und Kraft gegen das Böse auszieht und es dann am Ende besiegt (meistens durch einen tödlichen Kampf)! Wenn ich mir weiterhin unsere Märchen anschaue, enden auch diese oft mit dem Tod des Schurken (ist so in Rotkäppchen, in Hänsel und Gretel, ...). Ich denke weiterhin, dass es kaum einen Film, ein Märchen oder eine fantastische Geschichte gibt, in der der Gute dadurch gewonnen hat, dass er durch Diskussionen den Bösen zur Einsicht seiner schlimmen Taten gebracht hat, worauf dieser sich änderte. Und genau diese "Vorbilder" werden dann halt auch als Lösungswege für RPGs genutzt. Ich persönlich brauche nicht ständig Kämpfe, aber da diese Lösung von der Mehrheit der Spieler und Meister als mögliche Option gegeben ist (und als gut gilt), wird es wohl immer auch Kämpfer geben, da dies ein sehr einfacher Lösungsweg ist! Gruß Graf Albin
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Graf Albin for Adelsmarschall! |
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Gibt es auch konfliktfreie Rollenspiele? Wenn ja, stelle ich mir die ziemlich langweilig vor. Selbst das tägliche Leben gibt genug solcher Konflikte auf.
Wie löst du denn Konflikte? Und außerdem bin ich im RPG auf Abenteuer bzw. abenteuerlichen Geschichten unterwegs. Z.B. meinen normalen Tagesablauf als Spieleabend kann mich mir nicht so richtig vorstellen (antworte ich erst auf die e-mail oder prüfe ich gleich einen Vertrag oder beantworte ich ein paar Fragen oder organisiere ich die Ablage oder schreibe eine Stellungnahme, recherchiere ich erst im Internet oder nehme einen gedruckten Kommentar oder rufe einen Externen um Hilfe klingt irgendwie nicht so RPG-tauglich....).
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"Das Beste was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen." M. Luther |
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Vielleicht ist Integras Katharsis-Idee nicht so falsch. In den meisten Rollenpielen tut man schließlich Dinge, die im wirklichen Leben nicht vorstellbar sind:
Sei es, dass man als "Held" durchs Land zieht und Dämonen vernichtet, böse Zauberer zur Strecke bringt, Unschuldige Bauern/Prinzessinnen/etc. rettet, ... Oder sei, es, dass man der Berufsverbrecher ist, der für die richtige Bezahlung bereit ist, (fast) alles für seinen Auftraggeber zu erledigen (wobei man natürlich nicht für die ganz Bösen arbeitet, sondern für die leicht Grauen und sich keine Gedanken machen muss, dass der getötete Wachmann Frau und Kinder hat, ...) Oder sei es, dass man ein Monster aus Fantasygeschichten darstellt, welches "leider" dazu gezwungen ist, all das zu tun, was sonst moralisch verwerflich ist. ... Alles Fluchten auch der Realität - und die meiste Spannung in diese Fluchten bringt (wie auch in den meisten Filmen,die auch Fluchten sind) Gewalt - der Kampf gegen den Gegner. Logisch, dass das auch in Rollenspielen eine so große Rolle spielt. Außerdem ist es ja gerade die gewalt, auf die wir (zu Recht) im Alltag verzichten und die wir eigentlich auch nicht erleben wollen - selbst all jene, deren Beruf darin besteht, auch gewaltsam gegen andere Menschen vorzugehen, verzichten meist gern darauf oder sind suspekt. Und diese Fluchten sind ja auch nicht verwerflich, genau aus demselben Grund sind Actionfilme oder PC-Spiele ja so beliebt, aber auch Vorabendserien oder die sog. "romantic comedies" - ebenfalls Fluchten in Phantasien, die im wirklichen Leben so nicht vorkommen und meist nicht erstrebenswert sind. Oder auch Märchen - welches Kind hat die nicht genossen - aber wer wollte als Kind wirklich neben dem Hexenwald wohnen? Meine persönliche Theorie jedoch besagt - wir sind im Schnitt für die Alternativen zu dumm: ![]() Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, auf Gewalt zu verzichten - man denke an Detektivgeschichten oder Spionage, Intrigen, ... Nur um beim Beispiel der Detektivgeschichten oder der Spionageaufträge zu bleiben: Wir scheinen nicht in der Lage zu sein, diese plausibel zu lösen, ohne schließlich doch zu härteren Bandagen zu greifen. Vielleicht hätten wir alle mehr Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle lesen sollen - oder zumindestens John le Carré... Und auch Gordovan stimme ich zu - einen realistischen Alltag will ich auch nicht nachspielen...
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Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Dazu kommt dass die Schurken in Geschichten meist auf das Mittel der Gewalt zurückgreifen und die Helden somit gar keine andere Möglichkeit haben als selbst Gewalt anzuwenden um das arme Opfer zu beschützen.
Ich würd übrigens nicht sagen dass körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels sind. Es gibt auch in jedem Rollenspiel die Möglichkeit einen Gelehrten oder einen Dieb zu spielen. Deswegen ist aber auch das nicht der Kern davon. Diese Charakterklassen sind auch oftmals beliebter als die Krieger. Ich denke eine gespielte Geschichte lebt oft von der Vielfältigkeit der Charaktere. Ein Krieger ist gut, aber man braucht auch den Gegenpart des Diebes. Vielleicht kann man sagen: "Rollenspiel lebt vom Konflikt" Denn ohne wärs nun wirklich langweilig ![]() Cthulhu ist übrigens eines der Systeme wo oftmals gerade Gewalt nicht zur Lösung führt. Es kommt halt auch darauf an in welches Genre so ein Rollenspiel passt. |
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Und auf die Spieler ... zum Beispiel habe ich eine Gruppe, die nicht 'mal vor Folter, seelischer Grausamkeit und exzessivem Kollateralschaden (zivile Verluste eingeschlossen) zurückschreckt, und auf der anderen Seite gibt es Spieler die sagen: >wenn ich meine Waffe ziehen musss, dann habe ich etwas falsch gemacht<.
Und um noch eine kleine Anekdote beizusteuern ... Hatte sogar einmal folgende Situation: Die gegnerische Gruppe greift zu den Waffen und auch die Spielercharaktere lassen sich nicht lange bitten, das Feuergefecht beginnt, die ersten Kugeln fliegen, und mitten im Getümmel steht (leicht geduckt um Bleivergiftungen zu vermeiden) eine junge Frau (Spielercharakter; Lieblingszitat >Ich war auf der Uni<) und ruft: "Wollen wir nicht lieber in Ruhe darüber reden?!" cul8r, Screw |
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AW: Sind körperliche Auseinandersetzungen der Kern des Rollenspiels?
Zitat:
Bleibt tapfer, puck
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17. Fußabtreter des POWERGAMER n.e.V. Sony Playstation vs. Pony Slaystation |
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