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  #1  
Alt 25.11.2009, 21:55
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Rollenspielvermarktung  [ Alt 25.11.2009, 21:55 ]

Also, ich weiß nicht, ob mir jemand einen Tipp geben kann, aber was mache ich denn, wenn ich eine Idee für ein neues Rollenspielsystem habe und das womöglich Verlagen antragen will? Hat da jemand Ideen oder sogar Erfahrungen, wie man da vorgehen kann?
Ausgereift ist meine Idee noch nicht, aber es soll nicht mit Würfeln arbeiten, sondern mit so Tokens, die man aus so einem Beutel zieht, so dass das Ganze dann was Orakelmäßiges hat. Es soll auch Orakel heißen und man sucht sich quasi gar nicht aus, was für eine Klasse man spielt. Jeder Charakter könnte dann Fähigkeiten aus verschiedenen Bereichen lernen, aber man kann sich nicht aussuchen, aus welchem man was lernen will, sondern zieht diese Tokens aus dem Beutel. Die geben dann quasi Auskunft über das Schicksal des Charakters und bestimmen, welchen weg man beschreiben soll.
Ich wüde dann auch fast komplett auf Magie verzichten und es gäbe als Rasse nur Menschen. Ansiedeln würde ich das System vor einem vielleicht keltischen Hintergrund und die Charaktere sollen nicht so bratzig werden, wie z. B. bei D&D.
Wie und wo kann man sowas denn wohl unterbringen?
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  #2  
Alt 25.11.2009, 22:15
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 25.11.2009, 22:15 ]

Hm habe keine Erfahrungswerte zu bieten, aber ich würde erstmal meine Idee zum Spiel in "geregelter" Form zu Papier bringen.

Im Sinne von:
- Wo soll es spielen
- Wer soll es spielen (können)
- Wieviele sollen es spielen können -> welche Zielgruppe
- zeitlicher Hintergrund / zukunft / Vergangenheit / unbestimmt
- welcher Geografische HIntergrund - wie soll die Welt aussehen
- welche Rassen
und nicht zuletzt das Regelwerk, was darf wer wann und warum / nicht ?

Beim Rollenspiel ist - aus meiner Sicht - der Hintergrund extrem wichtig und daher würde ich die Ideen, die du hast noch versuchen genauer auf Papier zu bringen, so dass sie auch für anderen "lebendig" werden und erst nach fertig erstelltem Konzept einen Verlag suchen.

Hilfreich ist es mögl. im I-Net eventuell einen Verlag zu suchen / finden, der in diese Richtung schon umgesetzt hat und erstmal versuchen telefonisch oder per email eine Anfrage stellen bevor man etwas hinschickt und dann vielleicht enttäuscht wird.
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  #3  
Alt 25.11.2009, 22:37
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 25.11.2009, 22:37 ]

Ich würde sagen du machst eine (überzeugende) Rohfassung. Die sendest du an einen Verlag. Schau einfach in die Kontakt Sparte der verschiedenen Rollenspielverläge.
Ich rate dir an einen verlag zu senden, der so etwas nochnicht hat. z.b. wäre es nicht sinnvoll ein Horror-Rollenspiel an Pegasus zu senden oder ein Fantasy Spiel an Ulisses.

Versuchs vielleicht mal mit dem Heidelberger spieleverlag oder Pegasus.
aber erstmal: schreib deine Idee aus, die hat Potential.
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  #4  
Alt 25.11.2009, 23:38
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 25.11.2009, 23:38 ]

Ich denke, es dauert Jahre, bis man ein Konzept so weit entwickelt, ausformuliert und verfeinert hat, dass man es an einen Verlag schicken kann/sollte.

Hast du ein Team um dich herum, oder machst du das allein?


Ich jedenfalls schreibe lieber Kurzgeschichten und hoffe darauf, dass sie veröffentlich werden. Da ist die Ergolfsquote wesentlich höher^^
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  #5  
Alt 26.11.2009, 05:52
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 05:52 ]

Ich hatte mal von einem Spiele-Autor (zugegeben Karten- und Brettspiele sind etwas anderes als Rollenspiele mit Hintergrund und 200+ Seiten Regelwerk) gelesen:
Ideen gibt's im Dutzend billiger, damit must du nicht zum Verlag gehen.
Wer ein Spiel verkaufen will, der sollte das bereits in die Feinheiten ausgearbeitet haben; das beinhaltet solche Fragen wie Motivationsaspekte, Spieltypen, Feedbackschleifen, psychologisches und mathematisches Zeug.

Die Existenz von verschiedenen DSA und Shadowrun X.01 Versionen und D&D 3.5 zeigt natürlich, das Rollenspiele da etwas anders sind, aber auch hier solltest du nicht unter den Kriterien eines Buches bleiben. Wenn du deine Idee verkaufen willst solltest du bereits haben:

1. Zusammenfassung in unter einer Seite, besser einer halben
2. Kurzfassung des Buches auf vielleicht rund 10 Seiten
3. Erstentwurf der Geschichte, volle Länge.

(Und auch wenn der letzte Schritt sicher noch überarbeitet werden kann sollte auch der schon sprachlich und stilistisch nahzu fehlerfrei sein)


Ein Rollenspiel sollte halt beides ein bischen haben: Einen guten Eindruck von deinem Schreibstil in Form eines Erstentwurfes des Regelwerks (der vielleicht nicht so streng bewertet wird wie bei einem Roman) und eine umfassende spieltheoretische Analyse des Systems.




Meine Meinung:
Wenn du nur Amateur-Autor-mäßig da ran gehst (und es dennoch recht gut ist) dann informiere dich über das Prinzip "Book on demand". Da werden Bücher auf Bestellung gedruckt. Natürlich werden sie dann nie im Laden stehen, aber für Amateurautoren ist das eine realistische Produktionsmöglichkeit.
Wenn du natürlich Profi-(Spiele)-Autor werden willst ... ... dann ist mein erster Tipp dich von jemandem beraten zu lassen, der sich damit besser auskennt als ich.

Geändert von Maraxus (26.11.2009 um 05:55 Uhr)
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  #6  
Alt 26.11.2009, 13:06
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 13:06 ]

Oh mann, danke für diese ausfürlichen antworten. Meine Idee ist natürlich noch nicht etwickelt, das ist mir erst in den letzten Tagen so gekommen und da ich mein Studium gerade beende wage ich von einer Kariere als Spieleentwicklerin zu träumen, wobei es echt noch lange dauern würde, das alles auszuarbeiten und sowas. Book on demand wäre tatsächlich eine Möglichkeit, erstmal überhaupt gekauft werden zu können und so. Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir allerdings, dass es noch einen Haufen Entwicklungsarbeit gibt. Hat denn jemand Zeit, Lust und die Möglichkeit, sich an der Entwicklung zu beteiligen? Das wäre vor der Vermarktung ja dann vielleicht zuerst dran, nachdem eure zahlreichen Antworten mich doch einigermaßen zuversichtlich stimmen, dass man da irgendwie einen Weg findet. Das wäre doch eine tolle Chance, immerhin arm und bekannt zu werden, wenn schon nicht reich und berühmt...
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  #7  
Alt 26.11.2009, 16:27
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 16:27 ]

Uh, ich wollte dich eigendlich abschrecken und motivieren, irgendwas mit Aussicht auf Verdienst zu machen. Naja, wenn es das nicht getan hat, dann hast du schonmal gute Grundvoraussetzungen.

Wenn du das allerdings tatsächlich richtig machen willst ist - wie gesagt - Book on demand nicht das richtige. Bei einem Verlag würde es bei denen im Katalog erscheinen, was eine wesentlich bessere Werbung ist, als das, was du selber erbringen könntest und der Online Katalog eines On-demand Verlages, der mit Privatpublikationen voll ist.




Anyway: Du sagtest Kelten. *interesiert* Irisch-Keltisch oder La-Tene-Keltisch? Da hatte ich vor einer Weile recht ausgiebig gelesen (stimmt's Gleichgewicht? ) Ich fand ja die Informationen dazu auf Wikipedia nur bedingt befriedigend (über das La-Tene-Keltische ist wenig anderes bekannt als Caesars: "Wie ich die Gallier erobert habe" und bei den Iren ist zwar noch vieles da, aber weniger gut struckturiert und nicht so im Konsens wie z.B. antikes Rom oder sogar Germanien.
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  #8  
Alt 26.11.2009, 16:47
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 16:47 ]

Irisch-Keltisch. Bin aber noch nicht sicher wie genau und so. Halt eine Kultur, die mit Schamanen und Orakelsteinen und so arbeitet. Da hatten die Kelten doch ihre Finger drin mit Runen und so. Auch so Naturgeister und heidnische Götter würde ich verwenden wollen. Angesiedelt werden sollte es dann so kurz vor oder während der Völkerwanderung, also noch vor der Christianisierung im Grunde genommen. Obwohl der kulturelle Konflikt zwischen Christentum und heidnischen Naturreligionen auch ein guter Hintergrund sein könnte. Soll halt eine recht harte, unwirtliche, vom Schicksal geprägte Welt sein. Ich würde, wie schon gesagt, auch nur Menschen als Rasse zulassen, keine, oder kaum Magie verwenden und das ganze eher episch anlegen und so viel wie möglich auf "Würfelorgien" verzichten. Die fiehlen ja ohnehin weg, weil ich ja gar keine Würfel, sondern diese Tokens verwenden würde, um Erfolg oder Misserfolg der Spieler-Handlungen zu bestimmen.
Book on Demand währe natürlich auch nicht so meine erste Wahl, aber sowas bei einem Verlag unterzubringen, halte ich für recht schwierig, so dass so eine BoD-Geschichte immerhin ein kleiner Anfang währe, auf den jemand aufmerksam werden könnte.
Aber so weit ist es ja ohnehin noch nicht, weil ich noch nicht viel mehr entwickelt habe, als ich hier jetzt beschrieben habe. Das Ausarbeiten kommt dann so Februar, wenn mein Studium wirklich fertig ist und ich als arbeitslose Germanistin von Harz IV lebe...
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  #9  
Alt 26.11.2009, 18:12
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Albin-Medallie Forumsverdienststern 3. Klasse Vitusorden Arbeitsorden in Silber Tufirstern 
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 18:12 ]

Mhhhh....jetzt klaust du mir meine Ideen, Aelean. Naja, nur einen Teil meiner RPG-Idee und ich hab ja kein CR drauf.
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  #10  
Alt 26.11.2009, 19:49
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 19:49 ]

Hehe, der Komentar, das Ideen alleine nix sind kam übrigens im Kontext: Ideenklau gibt es nicht, denn Ideen ohne Ausarbeitung sind nichts.

Schamanen? *Streicht sich durch den Bart wie Mirakulix* Das heißt Druiden!


Und mit Runen können sie nicht dienen, die ersten Runen sind germanisch aus dem 2 Jh. Die Kelten hatten da schon lange ihr Alphabet von den Griechen ... zu der Zeit jedoch aufgrund der römischen Eroberung vom Lateinischen langsam vertrieben.

Wo diese Punkte aufeinandertreffen ist die Angelsächsische Zeit im 7 Jh. Die Sachsen sind in England und dominieren da eine Kultur die eine Mischung aus römischen und alten, keltischen Aspekten ist.



Wenn es um hart und Unwiirtlich geht ist natürlich an den irischen Kelten schade, das sie - im Gegensatz zu den Ur-Kelten eins nicht hatten: Menschenopfer!

....aber ich deraile den thread langsam, denke ich. Zurück zu "Vermarktung & Verbreitung von Rollenspielen im Hier und Jetzt."

Geändert von Maraxus (26.11.2009 um 19:52 Uhr)
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