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  #11  
Alt 26.11.2009, 21:53
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 21:53 ]

Na, da scheine ich ja jemanden gefunden zu haben, der sich auskennt...
Druiden, richtig, Schamanen kam mir auch komisch vor. Bei den Runen dachte ich an die Germanen, die der Schrift, den "spelling" von Begriffen, magische Kraft zuschrieben. An sowas hab ich dabei gedacht. Und ob 2tes oder 7tes Jhd oder davor oder Kelten oder Germanen hab ich en detail noch nicht entschieden.
Tja Vermarktung, dazu stünde ja eben das Ausarbeiten der Regeln und der Hintergrundwelt an, ein kurzes Exposé dazu und eine Analyse, wer spielen soll, also Zielgruppe ist, sowie eine Einschätzung zur "verkäuflichkeit", wenn ich das mal zusammenfassen darf.
Was wäre denn so mathematischer Kram, den man mit abkaspern müsste? Und wäre es sinnvoll, mal mit Leuten aus Rollenspielläden zu sprechen, wie die die Verkäuflichkeit und die Spielidee einschätzten?
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  #12  
Alt 26.11.2009, 21:57
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 21:57 ]

Ach, Gleichgewicht, wenn du so voller Ideen bist, sollten wir uns da ja vielleicht tatsächlich kurzschließen, um das Konzept gemeinsam auszufeilen. Da denke ich ja sogar schon an eine Bekannte meiner Schwester, die bereits als Illustratorin tätig war und die Zeichnungen machen könnte. Mit Design hab ich mich ein wenig beschäftigt und würde gern diese Tokens gestalten, aber das sind ja letztenendes Detailfragen.
Und für die Hintergrundweltdiskusion kann man ja einen weiteren Threat machen. Das mache ich dann gerade mal...
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  #13  
Alt 26.11.2009, 22:15
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 26.11.2009, 22:15 ]

Okay, ohne Würfel ist die Mathematik weniger entscheident. Mit Würfeln wäre halt zu bestimmen, wie die Wahrscheinlichkeitesverteilung eines Erfolges in Abhängigkeit von Fähigkeit und Schwierigkeit ist.
Fragen mit welcher Mechanik der Kampf geregelt wird und daher wie Offensive gegen Defensive und wie verschiedene Optionen (Klassen?) gegeneinander ausbalanciert sind.
Wichtige Stichworte sind hier Risiko/Gewinn Abwägung und das Fehlen von Gewinnstrategien.


Mit einem Tokensystem (wenn das etwa so abläuft, wie ich mir das vorstelle) wirst du da eher erklären müssen, inwieweit das Individuelle Charactere erlaubt (was ja für eine interesante Gruppendynamik und eine Identifikation mit dem Character wichtig ist) und wirst erklären müssen, was das noch gegenüber den Würfeln für Vorteile hat, außer sich von der Menge abzuheben (was ja auch schon okay ist).

Geändert von Maraxus (26.11.2009 um 22:17 Uhr)
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  #14  
Alt 27.11.2009, 08:12
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Beitrag AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 27.11.2009, 08:12 ]

Zitat:
Zitat von Aelean Beitrag anzeigen
Also, ich weiß nicht, ob mir jemand einen Tipp geben kann, aber was mache ich denn, wenn ich eine Idee für ein neues Rollenspielsystem habe und das womöglich Verlagen antragen will? Hat da jemand Ideen oder sogar Erfahrungen, wie man da vorgehen kann?
Ausgereift ist meine Idee noch nicht, aber es soll nicht mit Würfeln arbeiten, sondern mit so Tokens, die man aus so einem Beutel zieht, so dass das Ganze dann was Orakelmäßiges hat. Es soll auch Orakel heißen und man sucht sich quasi gar nicht aus, was für eine Klasse man spielt. Jeder Charakter könnte dann Fähigkeiten aus verschiedenen Bereichen lernen, aber man kann sich nicht aussuchen, aus welchem man was lernen will, sondern zieht diese Tokens aus dem Beutel. Die geben dann quasi Auskunft über das Schicksal des Charakters und bestimmen, welchen weg man beschreiben soll.
Ich wüde dann auch fast komplett auf Magie verzichten und es gäbe als Rasse nur Menschen. Ansiedeln würde ich das System vor einem vielleicht keltischen Hintergrund und die Charaktere sollen nicht so bratzig werden, wie z. B. bei D&D.
Wie und wo kann man sowas denn wohl unterbringen?
Eine Idee steht immer am Anfang. Doch der Prozess bis hin zur Verwirklichung ist ein langer und schwieriger. Ich empfehle Dir, einen Businessplan auszuarbeiten. Der hilft Dir nicht nur bei Verhandlungen mit Verlagen und Kreditgebern, sondern auch, eine eigene Vorstellung davon zu erhalten, wie und ob sich damit etwas verdienen lassen wird. Eine realistische Einschätzung ist essentiell für Dein Vorhaben. Außerdem wirst Du, wenn Du einen solchen anhand von Stichpunkten abarbeitest, genau erfahren, welche Dinge Du noch nicht bedacht hast.

Ich möchte Dir Köp UVE (http://www.koep-uve.de/), einen Gründungs- und Unternehmensberater aus meiner Bekanntschaft empfehlen; er kann Dir sicherlich bei der Ausarbeitung Deines individuellen Businessplans helfen, zumal er auch beruflich Rollenspielerfahrung hat.

Der nächste Punkt, um an Geld zu kommen, wären dann Gründungszuschüsse, etwa das Gründercoaching oder das Startgeld von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (http://www.kfw-mittelstandsbank.de/). Das Gründercoaching bietet Dir die Möglichkeit, einen Unternehmensberater oder eine Marketingfirma mit einem individuellen Training zu betrauen. Unter bestimmten Voraussetzungen erhältst Du so einen Gutschein über 4.000,00 EUR, der Dich effektiv nur 400,00 EUR kostet, 2.000,00 weitere EUR für 500,00 EUR. Das Startgeld reicht bis zu einem Volumen von 50.000,00 EUR. Solltest Du - aus welchen Gründen auch immer - dort keine Zusage erhalten, bleibt noch eine Mikrofinanzierung (http://www.mikrofinanz.net/). Dort kannst Du einen Erstkredit in Höhe von 10.000,00 EUR beantragen.

Damit hast Du dann erst einmal die Möglichkeit, Dich relativ kostengünstig beraten zu lassen, so dass Du fit für den Markt wirst.

Erst dann lohnt sich - wirtschaftlich gesehen - die Ausarbeitung des Regelsystems, wenn Du es nicht in jedem Falle auch als Fan-Projekt aufziehen willst.

Natürlich kannst Du auch ganz ohne finanzielle Eigenleistung an einen Verlag herantreten. Wenn Du Dich jedoch im Vorfelde mit Marketingansätzen, -maßnahmen und den Punkten eines Businessplanes beschäftigt hast, dürften Dir dort Verhandlung und eine Zusage des Verlags leichter fallen.

Falls Du noch Fragen hast, kannst Du Dich gern per PN bei mir melden.

Gruß,
Athanor-Richard
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Geändert von Athanor (27.11.2009 um 09:44 Uhr)
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  #15  
Alt 27.11.2009, 11:36
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 27.11.2009, 11:36 ]

Wow, du meine Güte, ich sehe, es war gut, diesen Threat eingestellt zu haben, denn Ihr fahrt da mit Hinweisen auf, an die ich im Traum nicht gedacht hätte. Vielen Dank für die vielen Tipps und so und ich werde auf jeden Fall diesen Berater im Sinn behalten und so und mir dann wirklich erstmal ne Woche Zeit lassen, um immerhin die gröbsten Dinge zu durchdenken (durchzudenken?).
Ich danke euch ganz herzlich für eure engagierte Hilfe, das ist echt sooo nett von euch!
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  #16  
Alt 27.11.2009, 13:27
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 27.11.2009, 13:27 ]

Lohnt es sich denn wirklich einen Businessplan zu erstellen und sich große Zuschüsse zu besorgen? Ohne allzu pessimistisch klingen zu wollen, halte ich es doch für sehr schwer, ein wirtschaftliche erfolgreiches RPG zu entwerfen. Denn die großen Systeme haben seit Jahren ihre Claims mehr oder weniger fest abgesteckt und neue Systeme gibt es wie Sand am Meer, oftmals sogar kostenlos. (ich denke da an Werke wie Degenesis)

Ich an deiner Stelle würde ja tatsächlich mit meinem Material an eine der etwas kleineren Verlagen, wie sighpress oder kopfkino wenden. Diese haben eine nicht zu verachtende Fangemeinde und ich denke, wenn dein System denen gefällt, kann man darüber immer noch am einfachsten in dieses Berufsfeld einsteigen...

Daneben würde ich auf Aktionen der großen Verlage achten. Ich weiß zum Beispiel, dass Eberron, die letzte Kampagnenwelt von D&D von zwei Fans entwickelt wurde, die mit ihren Ideen bei einem Wettbewerb der Wizzards of the Coast gewannen. Vielleicht gibt es sowas ja auch wieder...
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  #17  
Alt 27.11.2009, 13:58
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Ausrufezeichen AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 27.11.2009, 13:58 ]

Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Businessplan zu erstellen. Denn dieser zeigt Dir, ob sich das Unterfangen lohnen könnte, oder ob es zum Scheitern verurteilt sein wird, wenn er realistisch bemessen ist.

Ist man danach noch immer davon überzeugt, erfolgreich sein zu können, so muss man sich entscheiden, ob man sich an Verlage wendet oder eben auf finanzielle Unterstützung zurückgreifen möchte, die den Einstieg in das Verlagswesen vereinfacht.

Natürlich gebe ich Dir Recht, SoulReaper, dass der Einstieg in diese Branche schwierig zu bewerkstelligen ist. Wenn aber die Idee gut ist, das Konzept ausgereift und die Motivation unerschütterlich, dann sollte man überlegen, ob man das Risiko eingeht oder nicht.

Eine realistische Einschätzung zu entwickeln ist dabei gewiss eine der schwersten Aufgaben, da man doch allzu leicht von Träumen geleitet wird...
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  #18  
Alt 27.11.2009, 14:29
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 27.11.2009, 14:29 ]

Das ist auf jeden Fall richtig, aber unabhängig davon werde ich auch das System entwickeln, selbst wenn sich dann keiner davür interessiert und man das nur mit Freunden spielt, die man zum Testspielen zwingen kann.
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  #19  
Alt 27.11.2009, 20:03
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 27.11.2009, 20:03 ]

@ Athanor
Stimmt schon. Es wäre wirklich mehr als vernichtend, wenn man mitten im Projekt bemerkt, dass man sich maßlos überschätzt hat. Das kommt bestimmt am laufenden Band vor.

Umso mutiger finde ich es, wenn tatsächlich jemand den Sprung wagt!
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  #20  
Alt 27.11.2009, 20:21
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AW: Rollenspielvermarktung  [ Alt 27.11.2009, 20:21 ]

Man kann auch auf Verlage und Papier verzichten. Damit hat man sehr viel weniger Kosten. Zu der Hand voll Leute Deutschlands zu gehören, die alleine vom Rollenspiel leben können, ist sehr unmöglich.

Deshalb minimieren wir die Kosten und streichen Verlag und Papier. Für den Anfang macht es auch ein hübsches pdf und eine nette Webseite dazu. Wenn es mehr sein soll, dann kannst Du auf der sogar die Token-Maschine als Softwarelösung im Browser anbieten. Damit die Leute gleich ein Gefühl dafür bekommen. Falls sie Dir dann Deine Seite einrennen, dann kannst Du immer noch über einen Druck nach denken. Aber dann hast Du schon eine Fanbase.

Natürlich kann man auch das Eine tun und das Andere nicht lassen.
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Bis bald, dummdidumm
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