|
|
||||||
| Registrieren | Hilfe | Bürgerliste | Regeln | Suche | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
Mehr Punkte durch NachteileDies ist das Thema Mehr Punkte durch Nachteile bei Systemübergreifende Themen als Teil vom Rollenspiele (RPGs). |
![]() |
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
Im Prinzip sehe ich hier zwei Denkschulen vertreten:
Die eine nimmt die Ausgewogenheit der Regeln als Basis und argumentiert, dass es durchaus gerechtfertigt sei Punkte für Nachteile zu vergeben, da im Gegenzug Vorteile ja auch Punkte kosten würden. Das ist von der Ausgewogenheit der Regeln her prinzipiell nachvollziehbar für mich. Die andere setzt die Logik der Spielwelt als Basis fest und da beginnt dieses System sehr unlogisch zu werden, verfügen doch Leute mit erheblichen Nachteilen im Endeffekt über mehr Attributspunkte. Ich halte eine Welt, in der alle sog. Helden mit einer Latte von Nachteilen herumlaufen einfach für sehr unstimmig. Ist es in einem System sogar nicht möglich, überhaupt die Grundvoraussetzungen zu erfüllen, ohne sich Nachteile verpassen zu müssen, dann haben die Autoren mit dem Kopf vor der Wand gepennt. Ich gewähre lieber den Spielern zu Spielbeginn direkt mehr Punkte, als dass sie sich diese mit irgendwelchen fadenscheinigen Ausreden (wie der "Ausgestaltung des Charakters") erkaufen müssen. @Tair: Sicher wäre ein Nachteil-System für alle Spieler gleich. Aber darum geht es hier nicht.
__________________
Es gibt mehr als nur eine Wahrheit. |
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!
Nun das Systemmit den Vor- und Nachteilen gehört aus meiner Sicht einfach zu DSA4 (wie z.B. auch das "neue" Manöversystem). Ich bestreite hierbei nicht, dass andere Rollenspiele bessere Generierungssysteme haben (z.B. finde ich SR wesentlich freier). Du musst hierbei aber auch bedenken, wie sich DSA entwickelt hat. IN DSA3 hatte jeder Charakter 7 Schlechte Eigenschaften, die sich aus je W6+2 errechent haben (entspricht 7x (3,5+2) = 38,5 Punkten in Schlechten Eigenschaften). Da empfinde ich das neue System mit der größeren Auswahl schon als sehr "fortschrittlich"! Ich habe auch bei DSA3 meine Helden schon mit Ecken und Kanten gespielt, obwohl es dafür keine Punkte gab! So wurde mir bei DSA3 immer nachgesagt, dass meine Charaktere sehr arrogant seien, ohne da ich hiervor einen positiven Nebeneffekt hatte. Ich will damit lediglich ausdrücken, dass es ich keine Helden ohne Makel haben möchte. Wenn man sie sogar braucht, um seinen Helden zu generieren, dann ist das halt so, aber komplett fehlerfrei wären meine Helden auch sonst nicht. Wenn ich mir die berühmten Helden der Filmgeschichte anschaue, waren davon wenige fehlerfrei und ich denke, dass dies auch ein wenig Sympathie für sie bringt, weil man sich damit besser identifizieren kann. Sollte also mein Meister bei der nächsten Heldengenerierung zu mir sagen, dass ich 140 GP habe und dafür keine Nachteile zusätzlich kaufen darf, so werde ich mir trotzdem Nachteile geben. Ich empfinde übrigens gerade NEUGIER als DIE Heldeneigenschaft (zusammen mit MUT). Gruß Graf Albin
__________________
Graf Albin for Adelsmarschall! |
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
Zitat:
Du setzt voraus, dass Helden bessere Menschen sind, die wenig bis keine Nachteile haben. Und das sehe ich anders. Zum einen sprechen nur noch wenige Rollenspiele von Helden. Die meisten bevorzugen den Begriff Charakter. Zum anderen sind Helden auch nur Menschen (Elfen, Zwerge, ...), die durch die Umstände in Schwierigkeiten gebracht wurden und diese gemeistert haben. Beides endet in der Feststellung, dass Charaktere tatsächlich auch schlechte Seiten und Ängste haben sollten und dürfen. Somit ist an der Ausstattung von Charakteren mit Nachteilen eigentlich nichts auszusetzen. Trotzdem hast Du auch wieder Recht: Es ist eigenartig, dass gerade die Charaktere, die durch viele schlechte Eigenschaften behindert werden, andererseits die herausragendsten Eigenschaften haben. Aber auch dies stimmt nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten erkläre ich mir das folgendermaßen: Eben durch die Nachteile, die die Charaktere behindern, haben sie sich ihren Talenten mehr gewidmet und Möglichkeiten gefunden, ihre Nachteile zu überspielen. Regeltechnisch erfasst wird dies durch Vorteile. Vielleicht muss ein Charakter, der wenige Schwächen hat, sich weniger um Besonderheiten bemühen. Diese Erklärung stößt bei mystischen Vorteilen natürlich an Grenzen, aber ich halte sie trotzdem für recht schlüssig. Zitat:
schätze.Auch mir ist dieser Fehler passiert, daher kann ich es auch übernehmen, Dich auf einen Denkfehler hinzuweisen. Wir befinden uns in den "Systemübergreifenen Themen", das heißt es geht hier ganz grundsätzlich um Systeme mit Vor- und Nachteilen, nicht speziell um Vor- und Nachteile bei DSA und deren Entwicklung. Das wäre ein eigenes Thema, das wir bei den Diskussionen über die Unausgewogenheit und die Einschränkungen der Vor-und Nachteile bereits aufgegriffen haben und gern dort weiterführen können.
__________________
Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
|
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
Ich möchte das Thema lieber allgemein behandeln und es nicht zu sehr auf DSA beziehen. Dieses Regelung ist ja auch in etlichen anderen Systemen vorhanden.
Fast jeder Mensch hat so seine Macken und Nachteile. Das gehört sicherlich dazu. Aber müssen sie deswegen in Regeln gefasst werden? Wo ist die Grenze zu ziehen...? Ist übertriebenes Mitleid mit seinen Mitmenschen oder die Angewohnheit, ständig für andere den Kopf hinzuhalten und ihnen in der Not zu helfen, nicht auch ein Nachteil? Immerhin "verschwendet" man viele Mittel und Aufwand an mitunter wildfremde Personen oder begibt sich stets in Schwierigkeiten. Ist es ein Nachteil für einen Charakter stets auf der Suche nach neuen (sexuellen) Eroberungen zu sein? Immerhin bestimmt sein Trieb sein Handeln und schränkt seine Möglichkeiten ein... Gewisse Dinge sollten meiner Meinung nach einfach zur Persönlichkeit des Charakters gehören. Ein Spieler sollte sie seinem Charakter geben, ohne großartig Punkte und Werte dafür zu erwarten. Wenn am Ende jeder Charakterzug in die Kategorien Vorteil - Nachteil eingeordnet wird, zerstört das meiner Meinung nach die Stimmung des Spiels. Die Persönlichkeit, das Wesen des Charakters, verkommt immer mehr zu einem Regelelement und einem Mittel zum Zweck. @SOnic: Zitat:
Wenn man nur will kann man für alles eine Erklärung finden.
__________________
Es gibt mehr als nur eine Wahrheit. Geändert von Torwächter (04.02.2007 um 20:29 Uhr). |
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!
Die Erklärung von Sonic bezüglich des Vorhandensein von Vor- und nachteilen finde ich sehr gut! Wie oft hört man von sehr hübschen Menschen (Gutaussende, Herausragendes Aussehen), die gleichzeitig oder gerade deshalb eitel (Schlechte Eigenschaft) sind. Auch haben Menschen mit Behinderungen häufig bestimmte Sinne entwickelt, um mit ihrer Situation besser umgehen zu können (so sollen viele Blinde besser hören können). Gruß Graf Albin
__________________
Graf Albin for Adelsmarschall! |
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
@Graf Albin:
In der Regel gibt der Nachteil aber nicht vor, wo die gewonnenen Punkte investiert werden müssen. So kann man dem Blinden auch anstatt eines scharfen Gehörs einen besseren Wert in Stärke geben.
__________________
Es gibt mehr als nur eine Wahrheit. |
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
@Masterbrain:
Mich stört, dass sich Leute um Punkte abzukassieren Nachteile verpassen, die sie sich nicht geben würden, wenn es keine Punkte dafür gäbe. Desweiteren finde ich, dass die Regelung Punkte für Nachteile zu vergeben zu eben jeder Handlungsweise verleitet. Extrem stört es mich, wenn Spieler sich Nachteile geben wollen, die im Endeffekt keine Nachteile darstellen. Das aber nur am Rande...
__________________
Es gibt mehr als nur eine Wahrheit. |
|
||||
|
AW: Mehr Punkte durch Nachteile
Dann schaff die Regelung ab. Nimm dir ein Regelwerk und streich das raus, was dir nicht gefällt - was ja dann die Vor&Nachteiel wären.
Warum beides? Weil es nun mal gängig in 80% aller Systeme ist, dasn eine mit dem anderen zu bezahlen. Es ist auch am einfachsten, das eher so zu machen, als sich eine andere Rechnung zu überlegen. Es ist eben ein einfaches Gegenrechnen, und damit kommt jeder gut klar. Zitat:
Zitat:
Zitat:
SoFar MB
__________________
Mittelmäßigkeit fällt nicht weiter auf A.Gill
|