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  #1  
Alt 04.01.2010, 13:13
Benutzerbild von Graf Albin

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Frage Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 13:13 ]

Preiset die Schönheit, Bruderschwestern!

Ic habe nun schon seit längerer Zeit in unserer DSA-Gruppe die Rolle des Spielleiters inne. Da wir jetzt die Simyala-Kampagne anfangen werden, wird diese Situation auch noch eine ganze Zeit lang so bestehen bleiben, da wir leider nicht sehr häufig zum Spielen kommen. Aus diesem Grunde hat mir ein Mitspieler jetzt angeboten, für ein Zwischenabenteuer die Rolle des Meisters zu übernehmen, damit ich noch mal als Spieler teilnehmen kann, bevor die Kampagne startet.

Da wir die IG-Zeit für unsere Charaktere beachten, habe ich im Moment keinen Charakter, der zeitlich zu der aktuellen Gruppe passt und muss mir deshalb einen neuen Charakter erstellen. Dieser Charakter soll ein Test-Charakter sein, ich werde ihn also nur in diesem einen Abenteuer spielen, um eben das Charakterkonzept mal anzutesten (Boron-Geweihter aus Al'anfa, Professionsvariante "Diplomat" für das Spiel im Mittelreich). Die restliche Gruppe hat einen Erfahrungsschatz von ca. 2.500 bis 3.000 Abenteuerpunkten (inklusive der Start-AP).

Nun kam das Angebot vom Meister, auch meinen Test-Charakter 2.000 Abenteuerpunkte mitzugeben, ihn also hochzusteigern, ohne dass er die Abenteuerpunkte im realen Spiel verdient hat.

Dieses Angebot hat mehrere Gründe:
1) ein Charkater mit mehr Erfahrung kann sich schon mehr in die gewünschte Richtung entwickelt haben, so dass man das Charakterkonzept besser testen kann
2) das Charakterkonzept "Diplomat" impliziert eine gewisse Erfahrung und gerade als Geweihter, der ja eine gewisse Respektsperson sein soll, kann Erfahrung nie schaden
3) der SC wäre von seinen Fähigkeiten der restlichen Gruppe nicht unterlegen (also kein "Mitläufer", der für alle Aktionen auf die Gruppe vertrauen müsste), sondern er wäre von seinen Fähigkeiten auf Augenhöhe

Nun muss ich sagen, dass es mich einerseits reizt, den SC in die gewünchte Richtung zu entwickeln, ich aber andersseits eigentlich kein Freund vom "Hochsteigern" bin. Alle meine "richtigen" Charaktere haben sich alle ihre Abenteuerpunkte richtig im Spiel verdient. Da es sich hier aber nur um einen Testcharakter handelt, werde ich das Angebot wahrscheinlich nutzten.

Wie seht ihr soche Dinge? Wie steht ihr zum "Hochsteigern"?

Gruß
Graf Albin
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  #2  
Alt 04.01.2010, 13:21
Benutzerbild von Jolinar
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 13:21 ]

Ich bin auch kein Freund von hochsteigern, aber um in meiner jetzigen Gruppe spielen zu können, musste ich einen meiner Helden auch auf 8000 (!) AP bringen. Für einen Helden geht das schon mal. Es ist zwar schade, dass man ihn nicht von anfang an spielt und nicht "miterlebt" wie er sich entwickelt, aber andererseits kann es bei bestimmten Charakteren auch frustrierend sein, wenn man rel. wenig ausrichten, weil die Werte viel zu niedrig sind um mithalten zu können.

Es wird sicher auch bei mir kein Standard werden, dass ich die Helden ohne APs hochsteigere, aber für ein Oneshot, oder wegen bestimmter Umstände (die Gruppe wollte bei mir mit dem Jahr des Feuers anfangen...), geht das schon mal.

Ich bin aber auch froh, dass ich die Möglichkeit habe in einer zweiten Runde von vorne zu beginnen.

Ich würd´ also sagen: Mach dir nicht den Kopf. 2000 AP sind nicht übermäßig viel und, wie du schon sagtest, für dein Charakterkonzept recht passend.
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Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen. Arthur Schopenhauer
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  #3  
Alt 04.01.2010, 13:31
Benutzerbild von sonic_hedgehog

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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 13:31 ]

Bei meinen Gruppen war und ist das immer Standard gewesen - auch bei noch höheren AP-Summen als Deinen 2k.
Teilweise haben wir auch (noch zu DSA3 Zeiten) immer erst in der 3.-4. Stufe begonnen, da uns das "Nichts-Können" zu Beginn immer tierisch auf die Nerven gegangen ist.

Aber zum gegebenen Fall:
Auch wenn ich nachvollziehen kann, wenn man der Meinung ist, dass Helden ihre AP in Abenteuern verdient haben sollten, so halte ich ein Hochsteigern vor Beginn hier für unvermeidlich - denn wenn alle Charaktere sich im Bereich 2.5-3k AP bewegen, würde ein frischer Charakter im Spiel einfach untergehen. Er wäre eher der kleine Kofferträger als ein wirkliches Gruppenmitglied. Denn egal was er vom Konzept her können sollte, die Chancen dass ein anderer es besser kann sind recht hoch. Und auch bei allgemeinen Anforderungen wie Kämpfen, Klettern, Reiten, ... wäre er klar unterlegen. Das macht weder den anderen Spaß ("Babysitten") noch dem Spieler (zumindest bei mir wäre das so).

Ganz allgemein gesprochen aber hat das Hochsteigern auch so seinen Reiz - in Absprache mit dem SL kann man eine wunderbare Vorgeschichte basteln, Verbindungen ausschmücken - und das alles ohne dass eine Lücke zwischen Erlebnissen vor Abenteuerbeginn und Erfahrungspunkten besteht: Mein aktueller Charakter, der auch an den AP-Durchschnitt der Gruppe angepasst wurde, hat beispielsweise eine Vorgeschichte, in der unter anderem Fronterfahrung an der Ogermauer eine Rolle spielt. Nicht nur lässt sich damit eine Abneigung gegen Kriege begründen, sondern auch das Hochsteigern selber. Wäre seine Reise von Brabak über das Horasreich, Gareth und schließlich der Kampf an der Ogermauer Teil eines Abenteuers gewesen, so hätte er sicherlich am Ende einen Gutteil der AP gehabt, die ich zum hochsteigern verwenden konnte. Das macht das ganze in meinen Augen schön rund und lässt auch eine Vorgeschichte zu, die über einen längeren Zeitraum Bezug zu den Ereignissen in der Welt nimmt. Quasi ein realistischer Veteran.
Und auch wenn bei DSA als Startcharaktere üblicherweise mit 110GP und sonst nichts gespielt wird (und damit relative Anfänger), ist es in anderen RPGs durchaus auch möglich, dass man mit Profis spielt. Meist sind das zwar Systeme in denen die Charaktere nach der Erschaffung recht statisch bleiben, aber ich denke, dass man das Konzept durchaus auch auf DSA übertragen kann. Ich mache das, wie schon erwähnt, sogar recht gerne!
__________________
Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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  #4  
Alt 04.01.2010, 15:15
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 15:15 ]

Kann den anderen nur zustimmen: Hochsteigern ist absolut ok. Klar wäre es schöner alle Punkte selbst erspielt zu haben, aber wenn der Char später dazu kommt, ist das die beste Möglichkeit gleich richtig einzusteigen. Ich habe ähnliche Situationen erlebt, in denen ein High-Level-Char einen Low-Level-Char mitgeschleift hat. Fand ich nicht so spaßig, da der Neueinsteiger sich oft unnütz oder gar störend fühlt und manchmal auch ist. (Anders wäre es, wenn man ein Kind spielt. Da machen ein paar Level weniger durchaus Sinn.)

Edit: Wir spielen hauptsächlich DnD. Die anderen Systeme kenne ich kaum.
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Cu, Su

Geändert von SuEllen (04.01.2010 um 19:01 Uhr)
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  #5  
Alt 04.01.2010, 15:47
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 15:47 ]

Ich persönlich sehe ein weiteres Problem beim Hochsteigern. Man verliert schnell das Gefühl für die Relation von Held und Umwelt. Was kann er, was kann er nicht? Bei Helden, die sich von Stufe 1 an entwickeln, ist das kein Problem, die können am Start wenig reißen und das entwickelt sich langsam nach oben.
Bei 2k AP sieht das allerdings nicht sooo schlimm aus. Meist trifft diese Problematik ohnehin Anfängerspieler, die mit den Werten teils noch nicht entsprechend umzugehen wissen. Da du jedoch anscheinend ausreichend Erfahrung mitbringst im Interpretieren solcher Zahlenspiele, sollte es kein unüberwindliches Problem darstellen. Spiel ihn einfach mal so aus, klopf ihn auf seine Spielbarkeit ab und hab Spass =)

lg
twilight
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  #6  
Alt 04.01.2010, 15:49
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 15:49 ]

Im Prinzip ist hochsteigern ok. Kommt aber auf das System und die Menge an.
z.B. in DSA können alle Charaktertypn in den ersten 10k Ap sinnvoll steigern, danach brauchen eignetlich nur noch Geweihte und Zauberer die Ap, da die Hauptgebiete der profanen ausgereizt sind. --> für kleinere Ap Werte ok für große muss man überlegen ob dem Kämpfer nicht mit 10k + gute Asurüstung mehr gedient ist um dem 20k Magier gleich zuziehen.

Noch Krasser wird das bei Shadowrun und ähnlichem. Dort sind die Mundanen schon noch 100-200 Karma fertig und gehen nur noch in die Breite, brauchen aber haufenweise Kohle, während die Erwachten mit den 200 Karma grad mal am Anfang ihrer Entwicklung sind, brauchen diese aber wenig Geld. --> Sehr starkes reflektieren wer was bekommt, um mit der Gruppe gleichzuziehen.

Aber nötig ist es meiner Meinung nach schon, denn in der Regel will man ja was zum Spiel beitragen und nicht als Statist zugucken und kommentieren.
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  #7  
Alt 04.01.2010, 16:32
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 16:32 ]

Früher habe ich es erlaubt, wenn neue Chars max. in der 8.Stufe hochsteigerten. Wenn also der Durchschnitt bei Stufe 13 lag, durfte man max. bis zur 8. Stufe einen neuen Held ins Spiel bringen. Damit war der Held zwar immer noch klar unter den "Alten". Aber er war trotzdem spielbar und durchaus zu "gebrauchen".

Mittlerweile aber gibt es (wie schon sonic schrieb) keine Beschränkung. Jeder Spieler darf sein Helden so ins Spiel bringen, wie es ihm gefällt. Natürlich darf niemand übertreiben. Z.B. achte ich schon darauf, dass keiner einen Helden soweit hochstuft, dass er sogar ÜBER dem Gruppendurchschnitt kommt.
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  #8  
Alt 04.01.2010, 17:30
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 17:30 ]

Also wir spielen ja DnD und Cthulhu, bei Cthulhu lass ich die leute immer mit ganz neuen chars einsteigen. Denn dort steigert man ja nur, was man benutzt. Ausserdem ist man dort sowieso immer recht spezialisiert und startet mit einigen sehr hohen werten. Das heisst, sich einen charakter zu basteln, der Sachen kann, die kein anderer aus der Gruppe kann ist immer hilfreich egal ob er schonmal was steigern durfte oder nicht.

Bei Dnd find ich das höher einsteigen fast als standard^^

Die Stufe 1 wird ja von vielen Dm's auch liibevoll als "Meatgrinder" bezeichnet, da die TP wirklich ncoh furchtbar niedrig sind und ein Goblin mit nem Wurfspeer ohne weiteres einen Dieb oder Magier 1 hitten kann.

Daher finde ichs sogar für die meisten abenteuer in DnD sinnvoll mit 4 einzusteigen. Da kann man dann wenigstens ein bisschen was und stribt nciht sofort.

Zu DSA:
Eigentlich finde ich, dass "Kauf dir was für deine Erfahrung" System macht das höher einsteigen recht angenehm und einfach und wie bereits erwähnt, eine schöne Vorgeschichte lässt sich dazu ja meistens auch entwerfen.

Bei SR gibts dohc im Kompendium Regeln wie man karma gegen Geld bzw andersrum tauschen kann um die Bedürfnisse der Mundanen Chars und der Erwachten gleichermaßen zu befriedigen.
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  #9  
Alt 04.01.2010, 18:05
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 18:05 ]

Ich finde das hochsteigern auch nicht so wild. Bei DSA gehts mir eher auf die Nerven, dass ein Startchar so gut wie nix drauf hat. In manchen anderen RPGs spielt man von Anfang an Charaktere, die viel mehr können und das hat mich noch nie gestört. Man sollte nur beachten, dass man mit vielen AP die Möglichkeit hat, zu wählen, ob man sich den einen oder anderen Bonus nun mit Ap oder GP zu kaufen. Die Entscheidung welche Variante man wählt sollte jedoch nicht davon abhängig gemacht werden, welche "effizienter" ist, sondern davon welche besser zur Story passt.

Bleibt tapfer,

puck
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  #10  
Alt 04.01.2010, 21:16
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 21:16 ]

Mir machen meine Chars, die ich seit Stufe 1 (D&D) habe, einfach mehr Spaß. Denn ich habe auch schnell gemerkt, dass man beim erstellen solcher Chars eher daraus setzt, sie besonders effizient zu gestalten. Meine recht jähzornige Kriegerin hat zum Beispiel mal eine Stufe als Barbar bekommen, um ihre wilden Kneipenschlägereien darzustellen. Für andere Zwecke verwende ich den Kampfrausch nie. Ob ich das auch gemacht hätte, wenn ich sie auf Level 10 erstellt hätte, wage ich zu bezweifeln.

Außerdem nervt es mich mittlerweile, hochstufige Chars für D&D zu erstellen, weil es elendig lange dauert. Alleine die magische Startausrüstung braucht schon mal locker ne Stunde...
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"Grimmetaten erwachet. Auf zu Zorn, auf zu Verderben und blutig Morgen. Auf, Eorlingas!" -König Théoden von Rohan
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