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  #11  
Alt 04.01.2010, 21:40
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 04.01.2010, 21:40 ]

Da ich meine DSA4 Charaktere meist aus DSA3 konvertiere, haben sie alle schon mehr APs und ich habe eine Geschichte, die die Werte rechtfertigen. Meistens brauch ich sogar etwas mehr, damit sie wieder in etwa das können, was sie vorher konnten. Dabei rede ich jetzt gar nicht von hohen Eigenschaftswerten (da bin ich immer mit 100 gut ausgekommen), sondern von dem Haufen Sonderfertigkeiten, die man braucht. Da sind 1000 AP schnell weg, dann vielleicht noch eine Eigenschaft auf 14 und schon bleibt von 2k AP gar nicht mehr so viel übrig für den ganzen Rest.

Ich sehe auch nicht viel Unterschied, ob ich mir einen Charakter neu aus denke oder einen Charakter neu ausdenke, der schon mehr Erfahrung hat. Weiteres Entwicklungspotienzial haben beide. Sprich ich kann mir auch mit mehr einen Charakter bauen, so wie ich ihn mir vorstelle.

Gerade bei Systemen wie DSA, bei welchen man sehr frei seinen Charakter entwickeln kann macht die ganze Geschichte weniger aus.


Bei Klassenbasierten Systemen wie DnD ist es wieder etwas anderes, wenn man zu hochstufig einsteigt, dann ist schon eine ganze Ecke Entwicklung des Charakters weg. Denn die einzige Entwicklungsmöglichkeit, die mir das System bietet ist eine Stufe aufzusteigen. Bei meiner Stufe 9 Fighter ging mir das aufsteigen fast zu schnell, weil die persönliche Entwicklung, die eigentlich viel wichtiger ist gar nicht hinter kam.
Auf der anderen Seite bietet mir der Einstieg auf Stufe 4 oder ähnliches, mehr Möglichkeiten, was Multiclassing angeht. Eine Stufe zu spielen, um darauf zu warten, dass man aufsteigt, um endlich das tun, was man eigentlich spielen wollte, besitzt auch einen gewissen Nerv-Faktor.


Twilights Problem zur Relation von Held und Umwelt sehe ich kaum. Diese Relation ist auch von Gruppe zu Gruppe unterschiedlich. Für mich ist ein Talentwert von 8, eigentlich sehr gut, ich gehe davon aus, dass der Charakter das kann. Für andere ist das ein Mindestwert. In meinem Aventurien ist ein Dukate auch noch mehr wert, während man auf Cons damit zu geschüttet wird. Zwei Con-Runden und 700 Dukaten reicher??



Bis jetzt haben alle Neueinsteiger in meinen DSA3-Runden auch immer mit Stufe 1 Charakteren angefangen, obwohl der Rest schon sehr viel weiter war. Allerdings habe ich den Spieler immer angeboten auch höher einzusteigen, da es mit Stufe 1 zwischen Stufe 8 schon durchaus Unterschiede gibt. Die Spieler wollten aber lieber hoch spielen und ich kann mich als Spielleiter dann auch darauf einstellen. Wissend, dass ich gerade zwei Stufe 8 und zwei Stufe 1 Charaktere habe. Man braucht eben ein paar Szenarios, wo die Kleinen dann Punkten können. Bis jetzt hat das sehr gut geklappt und die zwei Neuen sind irgendwo zwischen 4 und 5. Am Anfang geht es ja recht fix.
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  #12  
Alt 05.01.2010, 02:41
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 05.01.2010, 02:41 ]

Mir geht es auch auf den Geist, wenn ich einen Char gleich auf höherem Niveau starte, nur um nicht hinter der spielentwickelten Gruppe herzuhinken. Was man da aber machen könnte, vorausgesetzt der eSeL und der Spieler wollen das, ist eine kleine "Vorgeschichte" zu spielen in der sich der Spielerchar seine Punkte zumindest alibihalber verdient.

In AD&D mache ich das mit Xurka, weil ich ein spezielles Char-Konzept ersonnen habe, welches erst ab Stufe 10 wirklich Sinn macht. Deshalb spielen wir seine Kindheit sozusagen im Schnelldurchlauf, um ihn für die eigentliche Kampagne aufzubauen.
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  #13  
Alt 05.01.2010, 10:17
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 05.01.2010, 10:17 ]

Zitat:
Zitat von SoulReaper Beitrag anzeigen
Mir machen meine Chars, die ich seit Stufe 1 (D&D) habe, einfach mehr Spaß. Denn ich habe auch schnell gemerkt, dass man beim erstellen solcher Chars eher daraus setzt, sie besonders effizient zu gestalten. Meine recht jähzornige Kriegerin hat zum Beispiel mal eine Stufe als Barbar bekommen, um ihre wilden Kneipenschlägereien darzustellen. Für andere Zwecke verwende ich den Kampfrausch nie. Ob ich das auch gemacht hätte, wenn ich sie auf Level 10 erstellt hätte, wage ich zu bezweifeln.
Das erlebe ich fast genau gegenteilig.
Effizienter sind hochgesteigerte Charaktere bei mir nur in der Hinsicht, dass ich weiß, wohin ich will und daher erstmal Steigerungspunkte auf diese Kernwerte verteile, bis die ein befriedigendes Niveau erreicht haben.
Allerdings bleiben da, unabhängig von der vergebenen Punktzahl, immer noch Punkte über, die dann gezielt in Fluff oder in das Konzept ausschmückende Werte gesteckt werden. Oft ignoriere ich aber allgemein nützliche Talente, die ich während des hochspielens schon aufgrund von Steigerungserleichterungen dank einschlägiger Erfahrungen (Überleben in der Wildnis, Jagd,...) erhöht hätte, sodass mein Stadtcharakter eben immer noch keine Ahnung von der Natur hat. Beim Hochspielen ist es bei dagegen oft so, dass ich das Steigere, was ich tatsächlich brauche (oder zu brauchen glaube) - und damit der ausschmückende Fluff etwas hinten runter fällt. Es ist also mehr eine Verschiebung von allgemein nützlich nach ausschmückend - aber das macht die Charaktere nicht besser.

Beispiel DSA - hätte ich meinen aktuellen Charakter (einen Taugenichts ) hochgespielt hätte ich vermutlich selbst dann, wenn während des Hochspielens der besagte Krieg gespielt worden wäre, das Talent Kriegskunst nicht gesteigert. Mein Charakter will nicht die Führung in Kampfsituationen an sich reißen, er will kein Banner Soldaten anführen können. Also hätte ich die Steigerung dieses Talents unserem Zwergenkrieger überlassen, der ist nunmal ne Kriegskampfmachine. Da das Talent aber nach meiner Vorgeschichte logisch ist, wurde es im Zuge des Hochsteigerns auch erfasst - wenn auch zugegebenermaßen erst im zweiten Anlauf, beim Nachrechnen, als mir das als deutlich fehlend auffiel.
Das ist auch das einzige das mich am hochsteigern nervt - es dauert noch länger Charaktere zu erstellen!
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Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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Alt 05.01.2010, 16:02
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 05.01.2010, 16:02 ]

@Sonic
Das kann vielleicht auch an den unterschiedlichen Systemen liegen. Aber wenn ich einen hochstufigen Char erstellt hab, habe ich mir meist eine Prestigeklasse rausgesucht, die ich dann erreiche, oder demnächst erreichen will. Und dann wird der Char so aufgebaut, dass er bestmöglich an seine neue Prestigeklasse angepasst ist. Ich weiß auch, dass das nicht im Sinne des Erfinders des Systems ist, deshalb meide ich es mittlerweile, hohe Chars zu erstellen.

Natürlich gewachsene Chars haben einfach auch mal mehr Sachen, die nicht nur auf ein bestimmtes Ziel ausgelegt sind.
Übrigens mag ich es gerade, wenn ich bei einem Char das steigere, was ich im Verlaufe einer Kampagne gebraucht habe. Gerade das spiegelt ja wieder, was ich mit dem Char erlebt habe.
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  #15  
Alt 05.01.2010, 17:56
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 05.01.2010, 17:56 ]

Zitat:
Zitat von SoulReaper Beitrag anzeigen
Das kann vielleicht auch an den unterschiedlichen Systemen liegen.
Das hängt meiner Meinung nach ganz sicher davon ab. Gerade DSA 4.x und DnD sind da zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme. Bei DSA macht es überhaupt nichts aus, wenn man mal 50 APs für Fertigkeit: "Eigentlich hatte ich das gar nicht vor und sehr nützlich ist es auch nicht, aber es passt gerade verdammt gut" ausgibt. Die nächsten 50 APs kommen schon wieder, um sie dann in das eigentliche zu stecken. Bei DnD hat man nur X Anzahl Stufen, die einem je nach Klasse y Fertigkeitspunkte bringen und mehr gibt es nicht. Da überlegt man es sich viel mehr, wo man diese Punkte hineinsteckt.
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  #16  
Alt 19.02.2010, 12:21
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 19.02.2010, 12:21 ]

Habe in ziemlich vielen Spielen schon 'Erfahrenere' Charaktere zu beginn der Kampagne erlaubt bekommen oder als Spielleiter zugelassen. So kann man gleich das machen worum es in der Kampagne gehen soll, statt ewigkeiten irgendwelchen Mist nur um dir richtigen Werte hinzubekommen. Wer zu viel Zeit hat soll das gerne machen, aber mir sind einfach andere Dinge beim Rollenspiel wichtig als auszuspielen wieso mein Charakter nun so gut ist wie er es nun mal ist (gebe auch XP für Dinge aus die mein Charakter nie angewendet hat, und erkläre das dann einfach damit das mein Charakter sich wieder an etwas aus seiner Jugend erinnert oder so).
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Also schrieb Drudenfusz
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  #17  
Alt 21.02.2010, 23:06
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AW: Hochsteigern von Neu-Charakteren?!  [ Alt 21.02.2010, 23:06 ]

Hallo zusammen,

also ich habe mit dem hochstufen von Charakteren auch keine Probleme.

Wenn man die Sorge hat den Charakter dann optimiert auf zu stellen würde ich einfach die Punkte mit dem Spielleiter zusammen ausgeben.
Dabei kann man ja die AP in Päckchen auf die Abenteuer die die Gruppe in die man einsteigt erlebt hat verteilen.
Wenn der Spielleiter jetzt auch noch ein paar Stichpunkte zum Abenteuer gibt wird der hochgestufte Charakter weniger synthetisch wirken.
Weil er eben auch nach dem Abenteuer bei dem man dauern Klettern musste ebenfalls Klettern erhöht hat.
Von Seite des Spielers macht es Sinn sich ein paar Grundgedanken zu machen.
Also etwa welche Rolle außer dem Diplomaten hätte der Charakter noch ausgefüllt. Wenn etwa in der Runde noch ein Heiler gesucht würde hätte er etwa Diplomat und Heiler sein können.
Auch die Frage welche Grundfertigkeiten jeder Abenteuer taugliche Charakter hat sollte man sich stellen. In Fantasy Settings sind das für mich etwa Reiten, Klettern und Schleichen und eventuell noch Schwimmen. Denn auf diese Fertigkeiten macht meistens jeder einzelne Charakter einen Wurf so das sie auch jeder steigert.

Gruß Jochen
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