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#61
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| Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass der Begriff "Herrenrasse" nicht, wie hier angenommen, dem deutschen Nationalsozialismus entstammt, sondern, wie hier nachzulesen ist, erstmals in der Kolonialzeit durch die Engländer und Franzosen genutzt wurde. Später wurde der Begriff (Herrenvolk) von den Nationalsozialisten aufgegriffen und für die eigene Propaganda genutzt. Beide Nutzungen sind aus heutiger Sicht moralisch sehr bedenklich. Natürlich liegt uns eine Verhamlosung der Greuel der Vergangenheit fern - im Gegenteil: Wir versuchen, die Spieler mit Aspekten aus der Weltgeschichte zu konfrontieren. Wir sind uns darüber im Klaren, dass Begriffe, die während des Dritten Reiches Nutzung fanden, gerade in Deutschland hypersensibel aufgenommen werden. Daher war uns wichtig, die Perspektive genau herauszuarbeiten. Wir beschönigen nichts, wir zeigen nur mit dem Finger darauf.
__________________ Mehr Informationen zum System und der Welt von Athanor unter http://www.athanor-rpg.de/forum/ | |||||
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#62
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| Hier findet Ihr erste Eindrücke vom Rollenspielsystem Athanor. Konstruktive Kritik und spezifische Fragen sind hier jederzeit willkommen.
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#63
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| Mann, mann, mann... Hier hat sich ja ein heißes Nebenthema aufgetan. Da muss ich geich mal meinen Senf dazu geben. (Es geht um den Begriff Herrenrasse in diesem Spielsystem) Ich finde es sogar GUT, wenn Paralelen zu unserer Welt aufgezeigt werden!!! Zwischendurch spielte ich immer wieder kleine Kampagnen auf der Seite der Bösen (in allen Systemen die ich bisher gespielt habe). Und 2 meiner Zwergen Charaktere waren leidenschaftliche Rassisten (oder besser gesagt: Speziesisten), besonders Elfen gegenüber . Und trotzdem hatten der Zwerg in D&D ne gute Gesinnung und die Elfen in den Gruppen hatten auch keine Axt im Rücken zu erwarten. Aber diesen Rassismus/Speziesismus einfach so im Raum stehen zu lassen und ihn unreflektiert als nichts schlimmes wahrzunehmen, ist ungemein schwerer, wenn ein Zwerg sich selbst als Angehöriger der zwergischen Herrenrasse bezeichnen würde!Und ist nicht gerade am Rollenspiel das faszinierende, jemand VÖLLIG anderen zu spielen? Würde es denn niemanden außer mir reizen einen Taliban, einen Mitglied der SS oder von Blood&Honour oder von sonst einer kranken menschenverachtenden Organisation zu spielen? Vielleicht liegt es bei mir auch daran, dass ich hin und wieder einfach mal die Bösen spielen muss. Bisher waren meine Bösewichte immer phantastischer Natur, aber ich hätte kein Problem damit mich an der Realität zu orientieren. Wie schonmal jemand angemerkt hat: Wenn sich in der Spielrunde niemand angegriffen (oder auch nur unwohl dabei) fühlt, dann ist ALLES erlaubt. Zitat:
Aber wir müssen ja nichtmal in die Vergangenheit reisen. Es gibt immer noch mehr als genug Menschen die die Juden ausrotten wollen. Und der heutige Völkermord in Darfur müsste, z.B. in einer Vampire-Runde, Thema sein, falls die Vampire in den Sudan, Tschad oder sonstwo kommen würden. Wenn die Vampire Welt, wie es bei uns üblich war, unsere Welt ist (nur mit nem genaueren Bick in die Schatten )Zitat:
Zitat:
![]() Zitat:
![]() *sich jetzt noch weiter aus dem Fenster lehnt* Und warum darf ich über schreckliches auch keine/n Witze/Spaß machen? Also mir persönlich hilft es Spaß über furchtbare Dinge zu machen. Das nimmt den Dingen den Schrecken und kompensiert den Wahnsinn der Verbrechen unserer Welt. Das mache ich jetzt schon seit dem ich denken kann so und ich bin Leid gegenüber noch nicht abgestumpft. ![]() Müde Grüße, Vegasatru | |||||
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#64
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| Ich stimme Vegasatru größtenteils zu. Wenn Ich Rollenspiel betreibe, so tue Ich es in einer Welt die vorgegeben ist - durch andere oder selbst gebaut - und in dieser Welt wächst der Charakter auf. Demnach wird sich sein Verhalten auch nach seinen Erfahrungen richten. Das was einige schließlich nicht verstehen ist, dass der Großteil der Menschen denen Leid widerfährt anderen dieses Leid ebenfalls geben wollen aus Rache anstatt es zu verhindern und ihr Leid zu ignorieren. Der menschliche Trieb strebt nach gleiches für gleichen und dass unsere Intelligenz bei den meisten soweit entwickelt ist, dass man weiß welche Folgen dies haben kann bremst es nur aus. Manchmal ist selbst das einigen egal wenn das Leid zu groß ist. Wenn Ich jetzt ein System spiele wo durchschnittlich gebildete Leute - nach altem Standard - in einer "nationalistischen" Welt leben, dann werden sie dem Gruppenzwang nachgeben und der Gesellschaft folgen. Ein Rollenspiel sollte immer nach dme Charakter gespielt werden und nicht nach dem Spieler. Spieler solltne die Finger von Charakteren lassen mit denen sie nicht umgehen können. Wobei Ich bei dem Dunkelelfen sagen muss er würde nie "Herrenrasse" sagen, da es schmutzige Wörter der Iblith sind. Er würde seine Sprache verwenden. Somit ist das Problem eigentlich erledigt.
__________________ "Es ist wahr, dass ganze Reiche zerfallen, wenn der falsche den Weg aufzeigt... aber wenn keiner einen Weg zeigt, dann geschieht unausweichlich das gleiche." Großmagier Gemai am Südfall von Nede zu Sir Klaviaer | |||||
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#65
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| Nochmal zurück zum Thema... auch wenn's schon "uralt" ist... Wenn ihr schon beinahe alle Konventionen eines herkömmlichen RPGs über den Haufen werft, warum dann nicht konsequent sein und auch WIRKLICH alle Konventionen über den Haufen werfen??? Ich spiele da gerade auf das konventionelle tolkiensche Rassengemisch an, was man in wirklich jedem Rollenspiel findet. Warum nicht mal neue glaubhafte Spezies erschaffen? Ich persönlich finde eure Ideen klasse, da ich absolut derselben Meinung war und immer noch bin und daraus ebenfalls ein eigenes System entwickelt hat, das einem ähnlichen Anspruch folgt... Mit der Ausnahme, dass man sich bei mir schwarzsuchen kann, wenn man bei mir auch nur einen axtschwingenden Zwerg oder bogenschießendes Spitzohr treffen will. Drachen und Orks gibts auch nicht. Und die letzte Konvention "europäisches Mittelalter" hab ich direkt auch in die Tonne gekloppt und einfach in ein Setting gesetzt, was technologisch und gesellschaftlich irgendwo zwischen dem amerikanischen Bürgerkrieg und dem ersten Weltkrieg liegt... aber mit Magie. Also quasi Zauberbücher und Maschinengewehre. Für jeden der es nicht ganz so technologisch fortgeschritten mag, ist die Welt aber groß genug, dass es immer noch Orte gibt, wo eher das Schwert gezogen als das Gewehr angelegt wird. Ich habe bei meiner Welt versucht, jegliche Kultur unterzubringen und nicht alles auf einem fiktiven nordischen Mythos aufzubauen(siehe Tolkien, aber der hats erfunden... der darf das). Ansonsten finde ich eure Regelideen klasse, nur halt etwas inkonsequent.
__________________ Ia, Ia, Cthulhu fhtagn. Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn. | |||||
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#67
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| Ein Kurzgeschichtenband... steht zumindest auf der Webseite. Sieht aber nach der von mir eben angesprochenen klassischen tolkienschen Fantasy aus... von der es ja noch nicht genug gibt... *Sarkasmus AUS* Sorry, wenn das etwas von oben herab klang, aber hab genug davon gelesen, um genug davon zu haben. Leider verhält es sich bei Tolkien mit der Fantasy wie bei Bob Marley mit dem Reggae... kennste Tolkien, kennste Fantasy... kennste Marley, kennste Reggae und brauchst dir nix anderes anhören... Schade, denn Fantasy hat so viel mehr zu bieten...
__________________ Ia, Ia, Cthulhu fhtagn. Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn. | |||||
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#68
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| @CL: "Wer Tolkien gelesen hat kennt alle! Heißes Eisen - versuche dich mal an Brandon Sanderson (http://www.amazon.de/s/ref=sr_nr_sca...e5908e90f47ca8)! Da ist nix wie bei Tolkien!
__________________ --- Gewißheit gibt es nicht, nur Gelegenheiten! --- | |||||
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#69
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| Ich sprach ja auch von der klassischen Fantasy... Neuere Werke: siehe die Elfen, die Zwerge, die Orks usw etc pp, die sich ALLE der tolkienschen Leitmotive bedienen. Wenn ich nur einen dieser typischen Tolkien-Typen in anderer Literatur sehe, krieg ich das kalte Kotzen... Klar gibt es Fantasy, die sich davon abgrenzt... wäre ja auch seeeehr schade. Aber irdendwie gehen die an den großen Buchhandlungen vorbei, zumindest was Deutschland angeht. Im englischsprachigen Raum siehts da ganz anders aus... Deutschland ist im Fantasybereich noch in der gefühlten Steinzeit. Also, ihr Schreibwütigen.... SCHREIBT!!!
__________________ Ia, Ia, Cthulhu fhtagn. Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn. Geändert von CL Janhausner (27.01.2012 um 13:30 Uhr) | |||||
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#70
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| Naja, deshalb heißt sie auch klassische Fantasy, weil es sich um klassische Fantasy handelt. Das ist jetzt wenig überraschend, oder? Es gibt auch genügend Fantasy-Rollenspiel-Settings, die sich nicht der klassischen Fantasy bedienen. Auf der anderen Seite muss man bei DSA, D&D, Midgard etc einfach nur mal ein 1001 Nacht-Setting anfangen, dann ist man sehr schnell weg von der klassischen Fantasy... Zitat:
__________________ Bis bald, dummdidumm | |||||
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