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Wenn ihr euch wirklich Gedanken darüber machen wollt, wozu Menschen in der Lage sind, dann lest die Texte unter diesen Bildern. Dann denkt nochmals drüber nach. Aber WICHTIG: Die Texte sind das Ausschlaggebende, die Bilder alleine sagen wenig!! Und ich finde, dass es irgendwie zum Thema passt!
Gruß Tufir
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"Versprich mir, dass - welchen Weg im Leben du auch einschlägst - du immer zu dir selbst stehen wirst." - Yu Shu Lien aus "Tiger and Dragon" |
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Hier geht es nicht um Auschwitz. Das war nur einfach zu finden für mich und diese Art der Zusammenstellung friedlicher, fröhlicher Bilder mit den Texten der Opfer ist das, was mich aufwühlte.
Hier geht es um das, was Menschen anderen Menschen antun können. Zu jeder Zeit immer und überall. Du wirst solche Dinge auch in China finden, heute und zur Zeit der japanischen Besetzung oder im alten Sparta oder in Abu Ghreib oder in Guantanamo oder in birmesichen Gefängnissen oder beim Genozid in Äthiopien oder bei katholischen Priestern in den USA oder ....... Die Liste ist ellenlang und immer gibt es Leute, die weg schauen!! Manchmal sogar die ganze Welt! Das Thema ist uralt und es wird uns beschäftigen, solange es Menschen gibt!
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"Versprich mir, dass - welchen Weg im Leben du auch einschlägst - du immer zu dir selbst stehen wirst." - Yu Shu Lien aus "Tiger and Dragon" |
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Ich sage auch nicht, das Auschwitz das einzige Beispiel ist. Ich sage nur, das Auschwitz bei solcherlei Themen immer irgendwann zur Sprache kommt. Und meistens, das musst du zugeben, als erstes. darum ging es mir.
Es wird immer so sein, dass die Menschheit weg sieht, dass ist zwangsläufig so. Solange es nicht genügend Menschen gibt, die sich dagegen wehren, wird es immer so etwas Menschen verachtendes geben.
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My eyes are a mirror of my broken soul… Anything I want…I can never have… the chains of ansanity |
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Aber das ist es doch gerade, was diese Bilder mit den Texten aussagen sollen: Es geht NICHT um Auschwitz.
Es geht darum, dass Menschen, denen man fröhlich beim Sonnenbaden begegnet, zu solch bestialischen Dingen fähig sind. Die Bilder zeigen doch kaum etwas von Ausschwitz. Lasse die ersten drei Bilder weg und gib sie ohne Erklärung einem jungen Nicht-Europäer. Er wird kaum den Zusammenhang herstellen. Und das ist dies, was diese Bild-Text-Kombinationen wollen: Betroffen machen! Nicht mehr und nicht weniger. Sie fragen dich: Schaust du auch weg? Oder: Schaust du auch mal hinter die Maske? Das ist es jedenfalls, was sie in mir ausgelöst haben.
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"Versprich mir, dass - welchen Weg im Leben du auch einschlägst - du immer zu dir selbst stehen wirst." - Yu Shu Lien aus "Tiger and Dragon" |
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Zitat:
Überall auf der Welt haben Menschen Minderheiten oder Fremde oder solche, die dazu erklärt wurden, getötet und tun es heute noch. Sei es die Türkei mit den Armeniern, seien es in Ruanda die Hutu gegen die Tutsi - um nur zwei Beispiele der jüngeren Vergangenheit zu nennen. Aber nie und nirgends wurde der Mord derart industrialisiert wie in Deutschland. Es ist ein bisher und hoffentlich nie übertroffenes Maß an Grauen und wird daher immer als Bezugpunkt dienen. Und unsere Verantwortung, es zu erinnern. Und um Tufir zuzustimmen: Wegschauen ist essentieller Bestandteil dieser Geschichte - wer glaubt denn ernsthaft den Millionen von Deutschen, die nciht gemerkt haben wollen was mit ihren Nachbarn geschah? Wenn man es nur genug will, kann man alles verdrängen. Interessant in diesem Zusammenhang ist aber noch ein Artikel in der aktuellen Zeit, der ansetzt nachzuweisen, dass Amstetten nicht einzigartig war und andere Keller mit Gefangenen und Gefolterten aufzählt. Leider ist der noch nicht online, ich kann ihn aber mal verlinken, wenn er es ist. Bis dahin nur das, was ich schon gesagt habe: Menschen sind und waren immer zu allem fähig - leider. Und ergänzend zum Thema wegschauen: Man muss nicht zu so grausamen Taten gehen, es reichen schon (zwar auch schlimme) Ereignisse ohne Fremdverschulden - wie oft kam es vor, dass der Tod eines Nachbarn erst auffiel, weil die Fliegen in der Wohnung kreisten und der Gestank unerträglich wurde. Gleichgültigkeit ist ein großes Problem, auch im kleinen. Wie lang standet ihr zuletzt in einer fremden Stadt und suchtet mitten in der Fußgängerzone auf dem Stadtplan bis Euch jemand fragte, ob er Euch helfen kann. Oder wann habt ihr zuletzt gefragt? Wie habt ihr reagiert, als zuletzt an einem NPD-Stand alles schlechte dieses Landes Ausländern zugeschoben wurde... Etc etc etc Wenn diese Gleichgültigkeit schon im kleinen klappt, warum dann nicht im großen?
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Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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Ich würde jetzt mal ganz frech einwerfen, dass uns aber auch gerade ein GESUNDES Maß an Ignoranz den VErstand erhält. Wie will sich jemand geistig zurecht finden, der sich für das gesamte Übel der Welt mitverantwortlich fühlt?
Es ist Wahnsinn zu glauben, man könne etwas ändern. Natürlich sollte man, wie sonic bereits sagte, gewisse Dinge dennoch tun (helfen etc), aber die Ignoranz ist genauso wichtig wie das HInschauen. Oder denkt ihr immer bei jedem Schluck Kaffee an den armen Bauern aus Brasilien, der zu einem Hungerlohn und im Schweiße seines Angesichts EURE Kaffebohnen gepflückt hat?! Wohlkaum.. Es gibt keine Märtyrer mehr. Und es gibt keine Helden, keine weißen Westen, keine richtige Aufrichtigkeit mehr. Es gehört dazu, ignorant zu sein. So ist die Menschheit einfach ausgelegt. Und zum Thema Auschwitz: Ums mal auf den Punkt zu bringen: Hitler war Österreicher. So. Und der Mensch ist ein verdammtes Herdentier. Ihr hättet, zu dieser Zeit, unter den verschiedenen Einflüssen, vermutlich auch mitgezogen! Stellt euch nicht hin, und sagt "Ohje, ohje, alles schrecklich!" Die Menschen, die da mitgemacht haben, denen ist sehr wohl (nicht allen!) bewusst, was das damals war und was sie getan haben, glaubt mal ja nicht, dass die ihres Lebens froh werden! Nein, denn es kommen immer welche, die HEUTE leben und sagen: "Hey, also das was damals abgelaufen ist, da habt ihr ganz schön Mist gebaut". Aber diese Leute wären mitgegangen, hätten auch das getan, was die damals taten! Auch IHR hättet euch gefügt. Vielleicht nicht alle, aber einige unter euch mit Sicherheit! Man muss auch mal ein wenig über den Tellerrand schauen und das ganze von der anderen Seite aufrollen. Soviel Fairness müsst ihr bei eurem ganzen Ignoranz-und-Hinschauen-Gerede besitzen!
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Der Verstand ist wie eine Oase in der Wüste, die die Karavane des Herzens niemals erreichen wird. Geändert von Luca van Xay (08.05.2008 um 22:03 Uhr). |
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Nun aber mal langsam Luca. Es ist unfair uns gegenüber zu sagen, wir würden mitziehen, denn du kannst das so nicht pauschalisieren.
Wir leben heute in einer anderen Zeit, um darüber ein Urteil fällen zu können. Ich für meinen teil würde behaupten, dass ich da nicht geholfen hätte. Allerdings sag ich das auch nicht mit Sicherheit, weil ich ja nicht 100% genau sagen kann, in welcher Situation ich in der Zeit gewesen wäre. Wir können uns heute nicht hinstellen und sagen: "Na, da habt ihr aber ganz schön Mist gebaut." Wenn das einer tut, dann ist der ignorant ohne gleichen. Vermutlich würde jeder in dieser Zeit mitziehen. Ein Tufir, ein Sonic, auch du und ich. Niemand kann sich davon ausschließen, weil wir nur Zeitberichte über das Geschehene haben und keine eigene Erfahrung. Damals wurde viel über Propaganda und Gruppenzusammengehörigkeit erreicht. Ein sehr gutes Beispiel ist der Film "Die Welle". Ich fand die alte Verfilmung aus den 70igern, glaube ich jedenfalls, schon sehr gut. Aber die deutsche Verfilmung inde ich selber noch besser. Der Film zeigt einfach wie leicht eine Idee zu einem unkontrollierbaren Wahnsinn werden kann. Und wie einfach eine Menge beeinflussbar ist. Niemand sagt, dass man die Menschheit oder die welt ändern kann, dazu gibt es Heute zu viele Menschen, deren Interessen dagegen sind. Und wie du schon sagst, ein gewisses Maß an Ignoranz braucht der Mensch. Darüber hinaus, darf er aber nicht vergessen, auch mal genauer hinzusehen. Und das ist etwas, was einem Großteil der Menschheit schon verloren gegangen ist.
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Zitat:
Zitat:
Im 2. Teil "pauschalisierst" du das, was du im 1. Teil noch nicht pauschalisieren wolltest. Im Übrigen habe ich nichts anderes gesagt. |
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