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Killerspiele oder nicht?Dies ist das Thema Killerspiele oder nicht? bei Smalltalk als Teil vom Allgemeines. |
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Hallo Mitbürger,
wir werden hier auf Wunsch eines einzelnen Geheimrates eine Diskussion über sogenannte Killerspiele starten. Hier ist AUSNAHMSWEISE die Äußerung politischer und religiöser Ansichten gestattet. Bitte haltet euch dabei aber trotzdem an den Rest unserer Regeln und bewahrt die Höflichkeit untereinander. Den ersten Beitrag wird Voltan posten, danach könnt ihr vom Leder ziehen. Sollte diese Diskussion aus dem Ruder laufen, machen wir einfach dicht! Gruß Tufir |
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Killerspiele. Ein Thema das uns alle angeht. Schon seit Jahren gibt es in Deutschland Diskussionen über so genannte Killerspiele und die Auswirkungen, die sie auf Jugendliche haben könnten. Dabei gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Und selbst Untersuchungen kommen auf teilweise widersprechende Ergebnisse, wie man auch hier aktuell nachlesen kann.
Gerne werden solche Spiele auch bei Amokläufern als Auslöser, oder zumindest als „Mitverantwortlich“ herangezogen. Der Jugendschutz in Deutschland gehört hierbei schon zu den strengsten in Europa. Doch scheinbar reicht dies nicht. Denn Bayern plant ein generelles Verbot dieser Spiele. Der bayerische Innenminister Günther Beckstein möchte noch dieses Jahr ein Verbot von Computer-Killerspielen durchsetzen. Evtl. sogar durch eine Ergänzung im Strafgesetzbuch! Dies würde bedeuten, dass selbst mündige Bürger über 18 Jahren keine Möglichkeit mehr hätten, diese Spiele in Deutschland zu beziehen. Abgesehen davon muss man natürlich davon ausgehen, dass Computerspiele nur der erste Schritt wären. Wie lange dauert es, bis sich die Politik oder die Medien auf P&P-Rollenspiele einschießen? Schließlich sind diese Spiele auch nicht gerade „gewaltfrei“. Wann wird man im Zimmer eines Amokläufer DSA- oder Shadowrun-Bücher finden und daraus entsprechende Rückschlüsse ziehen? Ist evtl. das geplante Gesetz nur ein Vorbote für eine ganze Reihe von weiteren Verboten, die womöglich weit über die Computerspielbranche hinausgehen? Könnte es am Ende sogar auch Spielfilme und/oder Romane treffen? Ich möchte dazu gerne eure Meinung hören. Dieses Thema DARF nicht an uns vorbeigehen. Denn irgendwie sind wir alle hier davon mehr oder weniger betroffen. Schreibt mir hier eure Meinung und lasst uns darüber diskutieren. Liebe Grüße Voltan |
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Den "sogenanten Killerspielen" (und ich möchte den Begriff genauso verwenden, mit dem "sogenannt", weil der Begriff Gott-sei-Dank noch nicht als offizielles Attribut dienen darf.) jedwede Mitschuld abzusprechen, halte ich für genauso gefährlich wie das Umgekehrte. Es ist m. E. davon abhängig, wie oft, wie lange und wie viel ich mich als Jugendlicher damit beschäftige. Die geistige Reife ist oft noch nicht vorhanden, um das im Spiel gezeigte richtig einzuordnen zum realen Leben und zu verarbeiten. Dazu kommt, dass die Industrie mit Spielen wie dem "Super Columbine Massacre RPG" nicht gerade zum positiven Verständnis beitragen. Dieses Thema sollte mit viel Fingerspitzengefühl und Offenheit angegangen werden. Das ist leider das, was manchem Politiker eben fehlt.
Einen Übertrag auf P&P RPGs befürchte ich dagegen nicht. Hier gibt es zu viele Argumente, die dagegen sprechen und die sich nicht auf Computerspiele übertragen lassen, wie zum Beispiel die menschliche Nähe am Tisch, die Steuerung des Spiels durch einen Menschen, die direkte Kommunikation zwischen den Beteiligten und vor allem die fehlende Bilder!! Gruß Tufir
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"Versprich mir, dass - welchen Weg im Leben du auch einschlägst - du immer zu dir selbst stehen wirst." - Yu Shu Lien aus "Tiger and Dragon" |
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Meiner Meinung nach gibt es zwei Punkte, die in vernünftigen wissenschaftlichen Auseinandersetzungen zum Thema Killerspiele zwar immer wieder mal erwähnt, in der politischen Diskussion aber immer wieder ausgeblendet werden:
1.) Die Frage der ursächlichen Zusammenhänge: Werden Menschen zu Gewalttätern, weil sie Killerspiele spielen oder spielen sie Killerspiele, weil sie gewltätige Neigungen haben? Im ersten Fall, für den es bisher keine haltbaren Beweise gibt, wären Killerspiele Ursache einer Gewalttat (und müssten daher zuverlässig aus "normalen" Menschen Gewaltäter machen), im zweiten Fall wären sie Symptom (und es ließe sich weder durch Verbote etwas erreichen noch könnte man vom Besitz von Killerspielen irgendwelche Rückschlüsse ziehen). 2.) Medienkompetenz: Das Phänomen, dass Menschen sich in Medienwelten zurückziehen beobachtet man schon seit es Medien gibt. Es gibt Menschen die ihr Leben in Romanen verbringen statt in der realen Welt. Es gibt Menschen, die sich in Filmen/Fernsehen verlieren können und Probleme haben, sich davon zu lösen und wieder in die Realität zurückzukehren. Genauso gibt es Menschen, die so sehr in PC-Spiele eintauchen, dass sie dadurch den Bezug zur Realität verlieren. Seien es nun Menschen, die so lange World of Warcraft spielen, dass sie Job und Beziehungen riskieren, oder solche, die exzessiv Killerspiele spielen und dabei den halt verlieren. Und bei jedem dieser Medien wurde bei ihrem Bekanntwerden von vielen befürchtet, sie könnten "die Jugend verderben und die Gesellschaft zerstören". Diese Gefahren liegen aber meiner Meinung nach nicht in den Medien, sondern im Umgang mit ihnen. Die Fähigkeit zum vernünftigen Umgang mit Medien ist die genannte Medienkompetenz - und die muss man lernen. Dafür müssen sich aber gerade bei Jugendlichen auch die Eltern im speziellen und die Gesellschaft im allgemeinen mit den neuen Medien auseinandersetzen, um sowohl Faszination als auch Gefahren zu verstehen und vermitteln zu können. Das ist mühsam, könnte aber helfen. Und damit sind wir eigentlich beim Kern des Problems: Der Gesellschaft. In den meisten Fällen von Gewaltexzessen waren die Täter Einzelgänger, die von ihren Mitmenschen nicht in dem Maß akzeptiert wurden, wie sie sich das selbst gewünscht hatten und daran zerbrachen. Dass diese Personen dann auch noch Spiele spielten, in denen sie Frust abbauen und Gewaltphantasien ausleben konnten, verwundert mich nicht. Mich verwundert, wie es soweit kommen kann, dass die Gesellschaft einen Menschen so sehr ablehnt und keiner, der ihm nahestand seine Verzweiflung bemerkte. Nur leider erfordern Versuche dieses Problem anzugehen viel mehr Aufwand, als populistische Forderungen nach einem Verbot von Killerspielen (was übrigens auch rein rechtlich etwas schwieriger sein könnte, als der ein oder andere Politiker sich das vorstellt...). Und da ja immer irgendwo Wahlen sind und das Zentralorgan der deutschen Konservativen auf Grund seiner plakativen Aufmachung von Themen nicht in der Lage ist, differenzierte Berichte zu bringen, ist Populismus ein beliebtes Mittel.
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Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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Zitat:
Das glaube ich kaum, z.B. müsste ja "300" dann auch verboten werden. Das wird es bei dem bleiben, was es derzeit gibt. Zitat:
Schau dir mal die Gesetzgebung zum Schutz geistigen Eigentums an. Geistiges Eigentum ist auf Initiative der Bundesregierung umfassend geschützt (zu recht!) und wenn es verletzt wird, kann (bzw. muss) der Verletzte den Verletzer anwaltlich auf dessen Kosten abmahnen lassen. Eigentlich eine schöne eindeutige Regel. Aber Verbraucher soll es doch bitteschön nicht so hart treffen. Dachte man bei der Politik. Aber Gerichte wenden Gesetze eben konsequent an. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Zitat:
Tja, da denk anscheinend niemand darüber nach.....
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Grüße, Kai Er reitet so spät durch den Busch, der Gaul der stolpert und fällt auf die Gusch |
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Zitat:
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Liber scriptus proferetur,
In quo totum continetur, Unde mundus iudicetur. |
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Erlich gesagt find ich das alles recht Schwachsinnig, meiner meinung nach suchen die ganzen Politiker nur wieder einmal einen Sündenbock, um zu beweisen sie hätten alles im griff und um die Bevölkerung zu beruhigen. Vor allem ist doch jedes mal das selbe.
WoW ist auch nen Suchtfaktor und da man da auch menschen und seltsame Wesen metzeln kann, stehts wohl auch schon auf der schwarzen Liste -.- RPG´s da wirds wohl irgendwann net anders sein, sollte wirklich ma nen verrückter Ammok laufen und gaaanz zufällig z.B nen DSA Büchlein im Regal stehen haben. Statt sich mal gedanken zu machen, wie mans anders lösen könnte, suchen die immer den einfachsten Weg, neue Gesetze, neue Verbote, doch auf die Ideee zu kommen, das sowas gar nichts bringt...denn ich kann jetzt schon voraussagen das die hälfte von den Jugendlichen die sowas spielen, sowas auch nach einem Verbot fortführen werden, ob legal oder anders...is doch genauso wie mit Musik und Filme ziehen...die können nicht alle gleichzeitig überwachen...das ganze ruiniert nicht nur die Hersteller sondern bringt wirklich nichts.... Ich bin erlich kein fan von solchen spielen, weil ich die einfach nur eintönend und langweilig und schwachsinnig finde...dennoch ist das wirklich keine Lösung mit dem Verbot... Is halt meine persönliche Meinung zu Grüße Tenshi |
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Zitat:
Der Versuch wird doch gerade gestartet. Jedoch wird es ausgehen, wie fast immer: Zuviele Informationen für zuwenig Überwacher..... Die sind mir hier herzlich egal.
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Grüße, Kai Er reitet so spät durch den Busch, der Gaul der stolpert und fällt auf die Gusch |
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Naja, egal sind mir die Hersteller nicht. Denn wenn durch maßlose Raubkopie Hersteller kaputt gehen (wobei dies natürlich eine Streitfrage ist), bedeutet dies natürlich auf lange Sicht auch weniger gute Produkte und Spiele.
Wenn z.B. jetzt plötzlich ein Haufen Fans die Regel und Abenteuerbücher von DSA nur noch per PDF runterlädt, wird auf kurz oder lang Ulisses pleite gehen, bzw. DSA einstellen oder nur noch geringe Qualität abliefern. Das kann ja nicht im Sinne der Verbraucher sein, oder? Das ganze trifft dann natürlich auch (und noch viel stärker) auf Computerspiele zu... In meiner Jugend, das gebe ich offen zu, habe ich des öfteren gecrackte Spiele gehabt. Mittlerweile (ich denke das kommt mit der "Reife" ), besitze ich kein einziges mehr. Nur noch Originale. Wenn ein Spiel GUT ist, sollte man das auch mit dem Kauf honorieren. Immerhin haben da sehr viele Menschen über Monate dran gearbeitet. Ok, das war jetzt nur ein kleiner Exkurs. Hat aber wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun. |