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Killerspiele oder nicht?

Dies ist das Thema Killerspiele oder nicht? bei Smalltalk als Teil vom Allgemeines.
Zitat: Zitat von puck Dann wollen wir die Diskussion mal etwas anheizen. Da sich hier ja alle so entschieden gegen ...


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Antwort

#21  
AW: Killerspiele oder nicht? (Alt 11.05.2007, 15:34 )
Benutzerbild von sonic_hedgehog
Fürst
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Zitat:
Zitat von puck Beitrag anzeigen
Dann wollen wir die Diskussion mal etwas anheizen. Da sich hier ja alle so entschieden gegen Verbote aussprechen wollte ich mal wissen, warum es dann niemanden stört, dass erwachsenen und mündigen Bürgern der Besitz von automatischen Waffen und gewissen chemischen Substanzen (Drogen, sprengstoffe, Gifte...) verboten ist.
Nur weil ich eine Waffe besitze, werde ich ja auch noch lange nicht zum Mörder und nur weil mir der Besitz von Drogen erlaubt ist, werde ich auch noch lange nicht zum Junky. Hier werden doch im Grunde auch nur Symptome behandelt, also warum auch nicht das Symptom des Killerspiels?
Da denkst Du zu kurz:
Drogenverbote machen Sinn, da sie dazu geeignet sind, den Konsumenten und die Gesellschaft zu zerstören (Gesundheitlich, wirtschaftlich durch Einbuße an Arbeitskraft, etc. pp.). Mir ist klar, dass man diese Effekte bei einzelnen Drogen diskutiern kann und bei legalen Drogen auch findet, aber die Menschheit ist eben inkonsequent.
Waffenverbote machen Sinn, da eindeutig nachzuweisen ist, dass eine höhere Bewaffnungsquote der Bevölkerung auch zu einer erhöhten Zahl an Todesfällen und Verletzungen durch Schusswaffen führt. Damit sind sie gefährlich, ohne gleich Mörder aus allen Besitzern zu machen.

Und genau da liegt der Unterschied zu Killerspielen - es gibt keinen validen Zusammenhang zwischen Killerspielen und Gewaltaten. Alle Studien die derartiges behaupten sind methodisch angreifbar und damit schwache Argumente.

Und daher wäre ein Verbot unangemessen - da muss ich garnicht über Sinn und Unsinn von Verboten allgemein diskutieren. Anarchie funktioniert halt auch nicht.

Klar ist aber auch, um die Abschweifung noch zu kommentieren, dass kein Amoklauf monokausal ist. Will sagen, die Ursachen sind vielfältig und jeder Versuch eine enfache Erklärung für die Ursachen zu finden ist eine sträfliche Vereinfachung. Auch ein "lasst die Kinder nicht auf der Straße rumhängen" gehört leider dazu. Manchen Kindern schadet das nicht und ich behaupte mal ganz dreist, dass der koreanisch-stämmige junge Amerikaner, der zuletzt ausgetickt ist, nicht auf der Straße rumgelungert ist.
__________________
Es ist ein weitaus schicklicheres Unterfangen ein Abenteuer zu lesen, als selbst eines zu erleben.
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#22  
AW: Killerspiele oder nicht? (Alt 11.05.2007, 21:18 )
Benutzerbild von Gordovan
Ritter
Minister a. D.
 
Registriert seit: 01.09.2005
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Beiträge: 834
Geistesorden 3. Klasse  Forumsverdienststern 3. Klasse 
Zitat:
Zitat von Tufir Beitrag anzeigen
Ich habe für solche Spiele rein gar nichts übrig. Aber ich will in einer "freien" Welt leben, in der jeder tun und lassen kann, was er will, solange er andere dabei nicht stört und in Ruhe lässt! Deswegen bin ich gegen Verbote!
Dem stimme ich voll und ganz zu.

Zitat:
Zitat von Voltan Beitrag anzeigen
Aber nur wenn die Spiele einen Jugendschutz haben und nicht 10-Jährige damit zocken (dürfen).
Meines Wissens nach gibt es eine Alterbegrenzung jetzt schon. Vielleicht achten die Eltern nicht genau genug darauf? Manchen Eltern müsste man wahrscheinlich auch ersteinmal zeigen, was ihre Kinder mit dem Computer alles machen können und wie sie es verhindern müssen.

Zitat:
Zitat von puck Beitrag anzeigen
wollte ich mal wissen, warum es dann niemanden stört, dass erwachsenen und mündigen Bürgern der Besitz von automatischen Waffen und gewissen chemischen Substanzen (Drogen, sprengstoffe, Gifte...) verboten ist.
Mit Waffen kannst du unmittelbar Andere verletzen, mit einem Killerspiel geht das nicht, ebenso mit Giften/Sprengstoffen. Und Drogen sind nachweislich gesundheitsgefährdend und führen (fast alle) zwangsläufig zur Sucht (körperliche Abhängigkeit). Wer jahrelang drogenkonsumierende Menschen gesehen hat, weiß wovon ich rede. Dass Heroinabhängige dies, wie z.B. Raucher, mehrere Jahrzehnte durchhalten ist unmöglich. Und diese Sucht ist unmittelbar schädlich. Selbst wenn du Killerspielsüchtig bist, stirbst du nicht daran und verletzt auch keine Anderen.

Die ganz krasse Spielsucht der vor dem Computer verhungernder Menschen ist sehr selten.

Zitat:
Zitat von Tamura Beitrag anzeigen
Die Leute sind so entschieden gegen die Verbote, weil sie nix bringen.
Das würde ich so gar nicht sagen, vielleicht hätten einige labile Charaktere schon etwas von einem Verbot, da sie zu doof/willenlos sind, sich die Spiele zu besorgen und daher deren für sie schädlichem Einfluß nicht ausgesetzt sind. Vielleicht bringt es im Einzelfall tatsächlch etwas. Aber der Efekt ist marginal, der Einschnitt gewaltig. Meine Frage: Wo hört es auf? Schau dir US-amerikanische Spielplätze an: dort ist auf einigen sogar schnelles Laufen verboten! Klar haben gefährliche Spielgeräte nichts auf einem Spielplatz zu suchen, nicht umsonst wird eine entsprechende Qualität benötigt. Aber wo soll es aufhören, tatsächlich erst beim schnellen Laufen?

Und die Erfahrung ist, dass es beim Staat immer heißen muss: Wehret den Anfängen. Denn ist erst ein Anfang gemacht, wird es nicht mehr aufhören. Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozent? Quatsch, machen wir gleich drei draus. Mautdaten dürfen nur für die Mautkontrolle verwendet werden? Jaja, aber jetzt nehmen wir die auch zur sonstigen Überwachung. Usw.undsofort.


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EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :
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Gordovan schrieb nach 2 Minuten und 41 Sekunden:

Zitat:
Zitat von Voltan Beitrag anzeigen
Naja, egal sind mir die Hersteller nicht. Denn wenn durch maßlose Raubkopie Hersteller kaputt gehen (wobei dies natürlich eine Streitfrage ist), bedeutet dies natürlich auf lange Sicht auch weniger gute Produkte und Spiele.
Es ging hier um die Hersteller von Killerspielen, die verboten werden sollen. M. E. sollte, wenn das Verbot tatsächlich einen Sinn ergeben würde, auf Hersteller keine Rücksicht genommen werden.

Ebensowenig wie bei Rauchverboten in öffentlichen Gebäuden oder bei Tabaksteuern auf die bedrohten Arbeitsplätze oder Mindersteuern Rücksicht genommen werden sollte...
__________________
Grüße, Kai
Er reitet so spät durch den Busch, der Gaul der stolpert und fällt auf die Gusch

Geändert von Gordovan (11.05.2007 um 21:18 Uhr). Kommentar:: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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#23  
Daumen hoch AW: Killerspiele oder nicht? (Alt 22.06.2007, 15:40 )
Benutzerbild von Tufir
Herzog
Geheimrat des Kaisers
 
Registriert seit: 10.10.2005
Ort: Seligenstadt, heimliche Haupstadt des Kaiserlichen Großherzogtums Hessen
Beiträge: 6.261
RPG-Taler: 2.447,34
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So, dann wäre ich das mal wieder auf.

Diesen Artikel habe ich gefunden und ich denke, er passt in diese Diskussion. Ich muss sagen, ohne das erwähnte Spiel zu kennen, dass mich diese Entscheidung erfreut und erleichtert!

Gruß
Tufir
__________________

"Versprich mir, dass - welchen Weg im Leben du auch einschlägst - du immer zu dir selbst stehen wirst." - Yu Shu Lien aus "Tiger and Dragon"
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#24  
AW: Killerspiele oder nicht? (Alt 22.06.2007, 15:57 )
Benutzerbild von Eregion
Streuner
 
Registriert seit: 06.06.2007
Ort: SHS
Beiträge: 139
Das Verbieten des Verkaufs von best. Killerspielen mag seinen Sinn haben. Um auf deinen Artikel zu kommen, Tufir, bei dem finde ich es berechtigt.
Doch diese Spiele allein (wenn man jetzt von solchen *harmlosen* wie Counter Strike und Quake spricht) bringen einen nicht zur Raserei und lassen einen nicht gleich Amok laufen.
Aber bei Diesen Spiel denke ich, dass dieser sinnlose und diskriminierende und wütende Handlungsstrang (wenn man denn von einer Handlung sprechen kann) schon ein wenig ernst zu nehmen ist, aber über das Verbot eines solchen Spiels lässt sich streiten.
Es kommt immer auf die Psyche des Spielers an, und ob dieser sich ganz von dem Game vereinnahmen lässt und mit leichtigkeit zwischen Realität und Virtualität únterscheiden kann.
__________________
Was kommt einmal in jeder Minute, zweimal in jedem Moment aber nie in tausend Jahren vor?
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