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AW: Fantasy vs. SF
Ja, da gebe ich dir sogar recht. Außerdem bin ich der Meinung, daß sich SF sogar ausgiebig von Fantasygeschichten beeinflussen lässt.
Wenn man sich z.B. nur mal Star Wars als bekanntesten SF-Film anschaut. Man findet dort edle Ritter (die Jedi), Prinzessinen (Lea), böse schwarze Ritter (Darth Vader) und sogar echte Schwertkämpfe. Das ganze mit etwas ähnlichem wie Magie (die Macht) gewürzt und schon hat man einen auf SF hochgezüchteten Fantasyfilm. Ich sehe also auch ganz viele Parallelen zwischen SF und Fantasy. Auch wohl ein Grund, weshalb mir auch SF sehr gut gefällt. |
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AW: Fantasy vs. SF
Es hängt aber schon sehr stark davon ab, welche SF man betrachtet:
Bsp. StarTrek, Babylon5, Perry Rhodan etc bedienen sich eher weniger aus der Fantasy, da besinnt sich der Autor (in weiten teilen) eher auf den Wissenschaftsaspekt. Der Gute-gegen-Böse-Plot dürfte fast überall zu finden sein, daher würde ich das jetzt nicht als Parallele gelten lassen. Aber es stimmt natürlich trotzdem, oft bedient sich SF bei Fantasyelementen. Dafür bedient sich Fantasy ganz kräftig bei der altertümlichen Sagenwelt. So findet dann am Ende alles zusammen. LG |
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AW: Fantasy vs. SF
Ja, Perry Rhodan, Star Trek usw. sind tatsächlich auf dem ersten Blick weniger "Fantasy-lastig". Aber nur auf dem ersten Blick. Denn der Kniff dieser Serien ist es, fantastische Dinge wie Beamen, Warpantrieb o.ä., mit Pseudo-Wissenschaftlichen Erklärungen zu versehen. Doch in Wahrheit sind diese Dinge genauso "Fantasy" wie fliegende Drachen oder Elfen. Und selbst in so "ernsten" Serien wie Star Trek oder Babylon 5, gibt es so was ähnliches wie Magie (Hellseher oder Gedankenleser).
Natürlich bleibt SF immer noch SF. Aber auch ich sehe eine manchmal deutliche, manchmal auch weniger deutliche Verwandschaft zur Fantasy. |
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AW: Fantasy vs. SF
Ich sehe den wesentlichsten Unterschied in der oftmals nicht ganz unbegründeten Wahrscheinlichkeit, dass es in Zukunft doch so sein könnte, wie in den Büchern geschrieben. Niemand kann sich vorstellen, dass die Zukunft so sein könnte, wie sie DSA beschreibt.
Jedoch sind z.B. Shadowrunsachen teilweise schon eingetreten und nicht ganz so weit hergeholt. Aber ansonsten gibt es natürlich eine große Ähnlichkeit zwischen den beiden Genres. Während bei Science Fiction sich oft große Mühe gegeben wird, zu erklären, warum etwas gerade so funktioniert, wird es bei Fantasy eher vorausgesetzt, dass es so passiert. Egal warum. Götter und Magie und Orks und so Zeuchs sind eben einfach da und gehören dazu. Warum ? So richtig weiß das keiner, außer, dass es die Sache phantastisch (schön) macht. Beamen gibt es ja aus einem guten Grund.
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"Das Beste was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen." M. Luther |
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AW: Fantasy vs. SF
Zitat:
Viele SF-Stories sind hauptsächlich auf gesellschaftliche veränderungen gemünzt, die zum Teil auch erst mit techmischem Vortschritt möglich sind, und nehmen deswegen Bezug zu Dingen die heute, oder in absehbarer Zukunft, passieren. Fantasy erzählt ja meistens nur eine Geschichte, wo das personifizierte Gute das ultimative Böse besiegt. Deshalb stellt SF oft viel mehr als eine fantastische Geschichte dar. Ein paar Beispiele: 1984(Big Brother is watching you...), A Clockwork Orange(das Lied über alexs Horrorschow kennen wir doch alle), Fahrenheit 451, Brave New World, Neuromancer(Das Manifest des Cyberpunk), in gewisser Weise könnte man sogar Frankenstein hier einordnen können, auch wenn es einem anderen Genre anghört und es als es geschrieben wurde noch kein SF gab. Das hebt SF in meinen Augen auf eine Ebene die Fantasy, meines Wissens nach, nicht erreicht. Bleibt tapfer, puck
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17. Fußabtreter des POWERGAMER n.e.V. Sony Playstation vs. Pony Slaystation |
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AW: Fantasy vs. SF
tja..so viel einigkeit...und dann kommt einer, der was anderes will...es ist aber auch immer kompliziert...
ich finde (mal abgesehen von den äusserlichkeiten, i.e. Kämpfe mit schwert-ähnlichen dingen, leggins als standard-klamotte) sind SF und Fantasy mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen angelegt. Fantasy ist konservativ. Es beschreibt einen Ort, der sich von unserem heutigen unterscheidet! Moralisch und im System. Normalerweise sind die Helden in der Fantasy auch konservativ, also bewahrend, unterwegs...der einzige, der noch zum König hält, der einzige, dem ehre noch was bedeutet...etc pp. SF beschreibt (in ihrer Grundausrichtung) immer das aktuelle System, aber ins extreme verstärkt, um akzente zu setzen. Also das, was uns sonst nicht auffällt so zu übersteigern, dass es auffällig wird (beispiel, aus aktuellem privaten hintergrund: The Island -> das thema cloning und der Umgang damit sind heute schon aktuell) Die Frage der SF ist also immer: Wenn das so bleibt wirds schlimm. Wir haben also: einen Platz, der sich (erstmal) anders anschaut, als unsere gegenwart. In der SF ist es aber ein verstärktes Bild unserer gegenwart, während die fantasy einen Ort darstellt, der sich auch im System, in der Moral unterscheidet. Wenigstens war das mal so, als es anfing....mittlerweile gibt es viele autoren, die ein SF-Setting nur als Kulisse, nur als 'exotischen' Platz nutzen. Oder die eine standard-boy-meets-girl story in wallende Gewänder hüllen, um sich wenigstens optisch, wenn schon nicht inhaltlich zu differenzieren. Dann ist SF aber eigentlich nicht mehr SF und fantasy nicht mehr Fantasy, sondern beides nur noch Karneval...also reine Verkleidung und Kulisse. Tufftää!
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Aaahh Aliens! don't eat me, I have a wife and kids! ... Eat them! |
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Wow, heftig, Quez. Aber genau das was ich wollte: Kontroversität.
In einem Punkt muss ich Dir allerdings widersprechen: Zitat:
Und wenn wir in die Literatur gehen gibt es noch mehr Beispiele (e. g. Quest von Andreas Eschbach). In der SF gibt es sowohl das, was Du beschreibst (und das betrifft aktuell eindeutig die Mehrheit der Produkte), aber auch durchaus Gegenströmungen. Ansonsten freut mich Eure Beteiligung an diesem Thread und ich hoffe, ihr wetzt weiter die Messer. ![]() Gruß Euer Tufir |
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AW: Fantasy vs. SF
:-))
God save the Queen....naja, so ganz sind wir die Monarchie noch nicht losgeworden...wenn man nach Amerika schaut (mit dem großen und dem kleinen bush) sieht es aus so aus, als wenn sich die macht doch bei einigen wenigen Familien sammelt.... hach ja...aber du hast ja recht...keine ausnahme ohne regel.. oder andersrum. Auf der anderen Seite muss man mal sehen, wann das Buch geschrieben worden ist: in den 60ern...wettlauf zum mond, das verhältnis zu drogen, Die Frage nach Macht/freiheit (vietnam..oder war das später??)...Auch wenn höfische Intrigen, Lehensvergaben und religiöse Messias-suche klassische Fantasy-Motive sind, ist das Buch dennoch eine Perversion der aktuellen Gesellschaft. :-)) Quest kenn ich leider nicht. lohnt sich das?? ![]()
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AW: Fantasy vs. SF
es gibt noch ein schönes gegenbeispiel:
die terry pratchett diskworld romane wären (nach meiner definition oben) SF-GEschichten. Ins extreme übersteigerte Bilder des gegenwärtigen Systems in einem exotischen Gewand, das unsbestimmte Dinge besser sehen lässt. Aber damit bleibe ich wohl auch alleine, die scheibenwelt zur SF zu erwählen... .-)) schönen abend zusammen!
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