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RPG-Foren  Die Macht des Rollenspiels
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Was ist ein Rollenspiel bzw. ein RPG?

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Was ist ein Rollenspiel bzw. ein RPG? (Alt 12.12.2006, 20:30 )
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Was ist ein Rollenspiel/RPG?

Das Pen & Paper-RoleplayingGame (engl., zu deutsch: (Blei-)Stift & Papier Rollenspiel) ist ein Spiel, bei dem mehrere Beteiligte durch Erzählen ein Spielabenteuer in erdachten Rollen erleben. Stark vereinfacht kann es als eine Mischung aus Brettspiel und Geschichtenerzählen betrachtet werden. Einer der Mitspieler steuert das gesamte Spiel und trifft die wesentlichen Entscheidungen.
Die anderen spielen in diesem Rahmen ihre Rollen und treffen für sie die Entscheidungen. Als Hilfe dienen meist Rollenspielregeln.
Der gebräuchlichste Ausdruck hierfür ist Rollenspiel (kurz: RSP) oder Roleplaying Game (kurz: RPG).


Wie funktioniert ein Rollenspiel


Üblicherweise übernimmt einer der Spieler die Rolle des sog. Spielleiters, (auch Meister genannt). Zu seinen Aufgaben zählt es, den Mitspielern zu beschreiben was deren Spielfiguren erleben. Der Spielleiter verkörpert und beschreibt alles, was die Spieler nicht sind. Also alles außer den Helden, vor allem übernimmt er auch die Rolle aller NSC (Nicht-Spieler-Charaktere) die mit den Spielern interagieren und so dem Spiel mehr Tiefe verleihen.
Die verbleibenden Spieler (einfach Spieler genannt) sind Darsteller in der erdachten Geschichte und bestimmen die Handlungen des so genannten Charakters bzw. Helden.
Der Spielleiter kennt die komplette Handlung, muss aber die Reaktionen der Mitspieler geschickt ins Spiel einbauen. Damit die Spielwelt berechenbar bleibt, existieren umfangreiche Regelwerke, die bestimmte Situationen auf eine festgelegte Art lösen. Zum Beispiel schildert der Spielleiter den Spielern ihre momentane Situation, „Ihr reitet gerade gemütlich über einen Waldweg, als ihr plötzlich Schreie und Waffenlärm vernehmt. Die Geräusche scheinen von einer Stelle hinter der nächsten Biegung zu stammen. Was tut ihr?“.
Auf diese Situation reagieren die Spieler dadurch, dass sie die Aktionen ihres Charakters/Helden bestimmen. Der Spielleiter beschreibt anschließend die Veränderungen und Reaktionen der Umwelt aufgrund dieser Aktionen. So entsteht, im Gegensatz zu einer normalen Geschichte, ein Dialog zwischen den Spielern und dem Spielleiter, in dem durch das Spiel von Aktion und Reaktion die Geschichte erzählt wird.
Dabei muss die Aktion allerdings keineswegs vom Spielleiter ausgehen. Vielmehr wird erwartet, dass die Spieler aktiv mitspielen, anstatt nur auf die Schilderungen des Meisters zu warten. Gespräche, die zwischen den Spielern untereinander oder zwischen ihnen und vom Erzähler verkörperten Nebendarstellern stattfinden, werden meistens in wörtlicher Rede geäußert, mit dem Versuch sie auch schauspielerisch zu untermalen.


Der Spielleiter

An den Spielleiter werden hohe Anforderungen gestellt, da er auf die oft sehr kreativen Aktionen der Spieler reagieren und sie in das Gerüst seiner Geschichte einbauen muss. Daran lässt sich auch die Qualität eines flexiblen Spielleiters festmachen: Wenn diesem in einer unvorhergesehenen Situation die Ideen ausgehen und er die Spieler auf seinen Weg zurück zwingen möchte, kann das schnell zu Frustration am Spieltisch führen. Umso mehr Freude bereitet es, wenn der Spielleiter die Geschehnisse nahtlos in seine Geschichte einfließen lässt, einige Geschehnisse anpasst und den Spielern so "echte" Handlungsfreiheit lässt.
Der Spielleiter beschreibt, wie der Ort, an dem man sich gerade befindet, aussieht und übernimmt die Rolle aller Personen, die nicht von Spielern gespielt werden. Dies sind die Nicht-Spielercharaktere (NSC), wie zum Beispiel die Bewohner eines Dorfes, der König eines Landes, der Feind samt seiner Handlanger oder auch Tiere und übernatürliche Kreaturen (Monster). Aber genauso wie die Gegenspieler verkörpert er auch die Verbündeten. Mag es ein Held sein, der die Gruppe zeitweise begleitet oder vielleicht auch eine holde Prinzessin, welche gerade vor dem Drachen gerettet wurde. Hierbei ist es auch immer wieder eine neue Herausforderung für den Spielleiter, den Spielern das Erzählte möglichst genau darzustellen, und die Nicht-Spielercharaktere glaubhaft zu präsentieren - gegebenenfalls durch Gesten, Mimiken etc. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Beschreibung der Umgebung.


Wann endet das Spiel

Ein Rollenspiel hat kein vordefiniertes Ende. Die Geschehnisse werden immer weiter gespielt, sodass eine endlose Geschichte entsteht. Hierbei sei auch erwähnt, dass es im Grunde sehr stark von dem Verhalten der beteiligten Spieler abhängt, wie eine Geschichte weitergeht. Eventuell ist das Abenteuer in einem fernen Land auch schon vorbei, bevor es richtig begonnen hat, wenn die Charaktere z.B. gar nicht erst auf das Angebot eines potentiellen Auftraggebers eingehen.
Üblicherweise wird das Spiel aber in Abenteuer eingeteilt, die oft mit dem Erreichen eines Zieles, wie dem Lösen einer Aufgabe, enden (die Prinzessin zu retten, den Schatz zu finden etc.). Aus den verschiedenen Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen (z.B. Kampf, Diplomatie, Intrige, Hinterhalt...), können wieder neue Abenteuer entstehen. So könnten die Charaktere durchaus dauerhaft Freundschaften erringen, aber auch Erzfeinde, die ihnen fortan das Leben schwer machen. Ihnen könnte eine Ehrung zuteil werden oder aber sie werden in einer Stadt oder einem Landstrich gesucht. Es kommt also wieder maßgeblich auf die Fantasie des Spielleiters an, was er aus den Resultaten der Spieler macht.
Die Aneinanderreihung von mehreren Abenteuern zu einer komplexen Geschichte nennt man Kampagne. Obwohl die Abenteuer weiterhin in sich mehr oder weniger abgeschlossen sind, werden sie in einer Kampagne miteinander verbunden und bilden eine weitaus komplexere Geschichte mit Wendungen, Erzfeinden und Heldentaten von manchmal epischen Ausmaßen.


Die Regeln

Alle Papier-und-Bleistift-Rollenspiele verwenden Regelsysteme, die vielfältigen Zwecken dienen. Sie definieren die Stärken und Schwächen eines Charakters in Relation zur Spielwelt. Dies geschieht üblicherweise durch das Festlegen von Werten für die verschiedenen Fähigkeiten eines Charakters. Sie helfen bei der Entscheidung über den Ausgang von zweifelhaften Situationen, in dem sie einen Mechanismus zur Verfügung stellen, der die Fähigkeiten eines Charakters mit den Schwierigkeiten einer Aktion vergleichbar machen lässt. Sie bringen meist ein Zufallselement ins Spiel, das als Spannungsmittel dient. Als Zufallselement dienen dabei üblicherweise Würfel.
Die Werte der Charaktere werden auf einem Zettel festgehalten. Da sich diese Angaben im Laufe des Spiels ändern können, wird oft nur mit einem Bleistift geschrieben. Daher auch der Name dieser Art von Rollenspiel.
Da die vorgegebenen Regeln nicht immer konsistent sind bzw. nicht immer dem Geschmack der Spieler entsprechen müssen, besteht die Möglichkeit, diese Regeln und Werte zu ändern und dem eigenen Spielstil anzupassen (sog. Hausregeln zu entwickeln). Dies kann jedoch zu Problemen führen, wenn sich Mitglieder verschiedener Gruppen treffen.
Um den Spielern unzählige Anregungen zu bieten und die jeweiligen Fantasiewelten immer bunter und komplexer zu gestalten, verbreitert sich das Sortiment der jeweiligen Rollenspielverlage immer weiter. Diese Quellenbücher genannten Add-Ons enthalten allerlei Informationen zur jeweiligen Spielwelt (Landkarten, geographische und geschichtliche Angaben etc.), neue Möglichkeiten zur Erschaffung von Charakteren und Zusatzregeln. Sie sollen als Inspiration dienen und nehmen dem Spielleiter die Aufgabe ab, sich alles selbst ausdenken zu müssen.


wichtige Anmerkungen:


Es handelt sich wie o.g. um ein Spiel, an dem ALLE ihren Spass haben sollen. Darum ist es sehr wichtig, dass alle fair und ehrlich miteinander umgehen und und bedenken müssen, dass alle Mitspieler und der Meister Teile des Ganzen sind! Weil der Meister auch die Schurken und Bösewichter darstellt, muss er bereit sein, sich in den Dienst der Gruppe zu stellen! Es geht nicht darum, die Spieler zu besiegen oder allgemein darum, zu gewinnen! Es geht darum miteinander Freude zu haben! Die Regeln sind nur das Grundgerüst, in dem das Spiel abläuft! Regeln sind niemals wichtiger als der Spielspass oder die Freundschaft der Mitspieler!
__________________
Graf Albin for Adelsmarschall!

Geändert von Graf Albin (12.12.2006 um 20:40 Uhr).
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